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Ich kann nicht an Gott glauben... |
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Anonym |
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Ich find die ganzen naturwissenschaftlichen Argumente sind etwas schwach. Ein Physiker kann mir sagen, was eine billionstel Sekunde nach dem Urknall passiert ist aber was davor war, das kann irgendwie niemand sagen. Woher soll denn die ganze Materie und Energie gekommen sein?
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Stephan, 44 |
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Leider vermisse ich hier eine Rubrik "Warum sollte ich an einen Gott glauben?" Aber ich habe gesehen, dass auch andere Beiträge die Rubrikeneinteilung sprengen... und im Grunde ist das wohl die übergreifende Fragestellung. Ich denke, dass Menschen auf zwei Wegen zur Vorstellung eines Gottes gelangen, oder als Antworten auf zwei einfache, aber grundsätzliche und deswegen schwierig zu beantwortende Fragen.
Die erste: Wie ist die Welt entstanden? Die Genesis gibt darauf Antworten, die uns heute naiv, fast kindlich erscheinen. Wir haben heute recht überzeugende naturwissenschaftliche Erkenntnisse über die Vorbedingungen für die Entstehung des Lebens auf der Erde und den Verlauf der Evolution und können sagen: es musste schon einiges zusammenkommen, aber es ist keineswegs unwahrscheinlich, dass irgendwo in dieser oder einer anderen Galaxis ein mittelgrosser Stern von einem Planeten ähnlicher Zusammensetzung umkreist wird, auf dem sich eine Atmosphäre und Leben entwickelt haben. Allerdings werden wir dies schwerlich beweisen, geschweige denn Kontakt aufnehmen können. Dennoch zwingt mich nichts zur Annahme von der Einmaligkeit des Lebens auf dieser Erde oder gar zur Annahme eines Schöpfungsaktes, noch weniger zur Hybris, mich für die "Krone der Schöpfung" zu halten. Die zweite: Was ist gut, was ist böse? Diese Frage ist die schwierigere der beiden. Etwas anspruchsvoller formuliert lautet sie: kann ich eine Ethik nicht-metaphysisch begründen? Das Gebot "Du sollst nicht töten" kann ich solange soziologisch begründen, wie ich nur daran denke, dass jeder es für richtig und legitim hält, auf die Strasse gehen zu können im Vertrauen, dass ihn nicht der Nächstbeste mit dem Knüppel erschlagen wird. Dieser einfachste Fall ist einleuchtend. Es ist gesellschaftlich nützlich, wenn das Tötungsverbot (in dieser simplen Version) allgemein anerkannt ist und Verstöße dagegen sanktioniert werden. Aber problematisch und spannend sind ja immer die Grenzbereiche. Lässt sich ein Verbot der Abtreibung begründen? Warum gibt es eine Diskussion über Euthanasie? Warum schützen wir das Leben schwerstbehinderter Menschen, die nie "gesellschaftlich nützlich" werden können? Mit Nützlichkeitserwägungen lässt sich das nicht begründen. Unsere Motive liegen im Bereich von "Scheu" oder "Scham", wir schrecken zurück. Allerdings gibt es genügend Beispiele dafür, dass die Scham-Schwelle keineswegs unverrückbar ist. Eine reine Nützlichkeits-Ethik lässt uns bei den Grenzfragen also ohne Antworten. Das macht sie auch gefährlich. Ganz ohne Metaphysik werden wir nicht auskommen. Aber warum sollten wir sie auf die Vorstellung eines Gottes gründen, der (wenn die Bibel recht hat) zum letzten Mal vor 2000 Jahren in Gestalt von Jesus Christus zu den Menschen gesprochen hätte? Weil es in Gestalt der Päpste Stellvertreter Christi gibt?
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Anonym, weiblich, 20 |
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Ich finde nicht, dass man sagen kann, Gott ist für Krieg, Gewalt, Streit oder Nautkatastrophen verantworlicht, denn diese sind alle entweder vom Menschen selbst gemacht oder durch Naturgesetze bedingt. Was ist jedoch mit Krankheiten? Wenn es schon welche geben muß, nehmen wir mal an sie sind rein evolutions-biologisch entstanden, warum dann solche, die Menschen grausam und lange leiden lassen? Ich habe lange an Gott geglaubt, jedoch ist momentan der einzige Gott, den ich sehen kann ein sadistischer. Daher glaube ich lieber an keinen. Ich möchte auch nicht mehr glauben, dass alles einen höheren Sinn hat, den wir nur nicht verstehen können. Das ist für mich nur eine Ausrede, um nicht vom Glauben abzufallen. Ich sehe einfach nicht wie es in irgendeiner Weise sinnvoll seien kann jemanden schreckliche leiden zu lassen, vor allem wenn dies nicht durch den Menschen selbst verursacht worden ist. Ich würde gerne wieder glauben können, aber ich sehen keinen Weg.
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Marcel Grote, 85 |
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...weil Gott eigetlich für das Gute steht und uns beschützen sollte!Doch die aktuellen Anlässe(Irak-Krieg) zeigen mir das es keine göttliche Form geben kann.Aus diesen Gründen fällt es mir schwer an Gott zu glauben!
Die Antwort von Werner Höbsch:
Ganz so einfach geht es nicht: Gott für alles Böse und jeden Krieg verantwortlich zu machen. Menschen haben diesen Krieg begonnen, sie hätten ihn auch verhindern können und Menschen können diesen Krieg stoppen. Die Opfer des Krieges sind nicht "gottgewollt".
Werner Höbsch
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Salvatore, 18 |
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Hallo an alle die meinen Beitrag lesen... ...seit zwei drei Jahren habe ich immer mehr meinen glauben an Gott verloren. Die Gründe? Es gibt mehrere davon...ich hab in Laufe meines Lebens erfahren, dass ich doch ein recht selbstsständiges und freies Leben führe und dass irgendwie kein Platz für Gott in meinem Leben ist, auch die Ansicht dass es einen Gott gibt fällt mir schwer zu glauben. Ich persönlich behaupte,dass die Kirche die meiste schuld daran trägt,dass viele Menschen ihren glauben an Gott verloren haben. Wenn man in die Vergangenheit schaut, speziell im Mittelaltertum, war die Kirche die gefürchtetste Institution. Sie hat unmenschliches verrichtet und überhaupt war sie keineswegs im Einklang mit "Gott". Gott bedeuted ja unrendliche Liebe und Verständnis für alle Menschen doch genau das wurde und wird heute immer noch nicht erfüllt. Um die Kirche beiseite zu lassen fällt wa mir auch noch schwer an Gott zu glauben weil es viel zu viele Beweise gegen die Existenz Gottes existieren. Wenn man eine wissenschaftliche Weltanschaung besitzt dann ist es unmöglich an Gott zu glauben auch wenn man sich bemüht! Ich würde liebend gerne an ihn glauben und ich bin mir sicher das der glauben,Menschen die ihn praktizieren, sehr in ihrem Leben hilft. Bisher bin ich hin und her gezogen worden und ich denke es wird Zeit mich letztendlich zu entscheiden ob er in meinem Leben existiert oder nicht!
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Frauke, 17 |
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Als ich klein war habe ich an Gott geglaubt. Gott war immer für mich da habe ich gedacht. Später bin ich zum Konfirmantenunterricht gegangen und habe mich taufen lassen. Vielleicht waren meine Erwartungen an die Taufe etwas zu hoch, ich hatte mit einem Gefühl der Stärke gerechent von dem ich hätte sagen können es würde von Gott kommen. Einige Zeit lang habe ich mir keine Gedanken über Gott gemacht. Klar, hin und wieder hab ich mir überlegt was wohl nach dem Tod kommt, aber ich habe mich nie ernsthaft damit beschäftigt. Aber noch immer war für mich klar, dass Gott der 'Gute' war und nur das Beste für die Menschen wollte.
Dann sah ich eines Tages in einem Buchladen ein kleines Büchlein, 'Die Pracht der Engel'. Unter anderem wurde in diesem buch beschrieben wie man mit seinem Schutzengeln in Kontakt treten konnte. Ich kaufte mir dieses Büchlein und las es begeistert durch. Es wurden auch etwas über die namentlich bekannten Engel erzählt, über Michael, Gabriel, Uriel und auch über Lucifer. Es hieß, dass Lucifer der erste der Engel war und Gottes Liebling. Er war der Schönste, Stärkste und Weiseste aller Engel. Aber er hatte gesündigt, er war stolz auf sich selbst und soll es gewagt haben, sich auf den Himmelsthron zu setzen wofür er dann aus dem Himmel geschmissen wurde. Das brachte mich zum Nachdenken. Was die 'Sünde' von Lucifer so schlimm und ein grund für seine verbannung? Ich begann die Bibel und Gott mit anderen Augen zu sehen. Mein Glaube an einen allgüten Gott wurde zerstört. Durch die ganze Bibel zieht sich ein einziger roter Faden, rot vor Blut. Gott hat Städte zerstört, Menschen getötet, Tiere für sich opfern lassen und dergleichen mehr. Nicht zu vergessen Harmageddon, wo der Rest der Menschheit vernichtet werden soll sofern er sich nicht absoluten Gehorsam gegenüber Gott schwört. Das war nicht der allgütige Gott and en ich als Kind geglaubt hatte. Das war ein Monster. Mir wurde klar, dass das, woran ich als Kind geglaubt hatte eine Täuschung ist, eine Täuschung die die Menschen verblendet und zu willigen Sklaven macht. Ich habe mich von 'Gott' abgewendet, er existiert für mich nicht mehr. Mein Leben ist jetzt frei, frei von Zwängen und regeln die längst überholt sind. Ich habe meinen Sinn im Leben gefunden. Ich habe, dadurch dass ich Gott verneine, einen großen Schritt Richtung eines neuen Menschen gemacht. Ein kreativer, intelligenter und mächtiger Mensch. Wie lang mein Weg ist weiß ich nicht. aber ich werde ihn gehen, und wenn ich mein Ziel erreicht habe werde ich über die lachen, die noch immer 'Gott' hinterherrrennen.
Über eine Antwort (und erstmal eine Veröffentlichung, meine ersten beiden Mails sind nicht veröffentlicht worden. Vertragen sie keine Kritik oder so?) würde ich mich freuen.
Die Antwort von Werner Höbsch:
Guten Tag Frauke, gerne gebe ich eine Antwort auf die mail. Sie haben recht, Gewalt ist ein großes Thema in der Bibel; es ist deshalb ein großes Thema, weil Menschen gewalttätig sind und die Bibel die Geschichte der Menschen untereinander und mit Gott aufnimmt. Die Geschichte des angeblich verstoßenen Engels, der der weiseste und schönste gewesen sein soll, entstammt nicht der Bibel. Auch dass er sich auf den Himmelsthron gesetzt habe, ist nicht der Bibel zu entnehmen. Die Bibel nennt als Ursünde des Menschen in der Versuchungsgeschichte von Adam und Eva : so sein zu wollen wie Gott. Sich an die Stelle Gottes treten zu wollen, ist die Ursprungssünde. Und wie viel Elend und Tod und Gewalt ist von Menschen ausgegangen, die sich in der Geschichte an die Stelle Gottes gesetzt.
Der Name des Erzengels Michael (hebr.) heißt übersetzt "Wer ist wie Gott?" und meint dagegen die Unvergleichbarkeit des Vergebungswillens Gottes. Gott ist eben nicht der gewaltsme, der nach Blut dürstet. Im Gegenteil: Im Alten Testament, im Buch Micha 7, 18-19, heißt es: "Wer ist ein Gott wie du, der du Schuld verzeihst und dem Rest deines Erbvolkes das Unrecht vergibst? Gott hält nicht für immer fest an seinem Zorn; denn er liebt es, gnädig zu sein. Er wird wieder Erbarmen haben mit uns und unsere Schuld zertreten. Ja, du wirfst all unsere Sünden in die Tiefen des Meeres hinab." Sie lehnen das "Monster" Gott ab. Einen Monster-Gott lehne ich ebenso ab. Aber in der biblischen Tradition sehe ich nicht diesen "Monster-Gott", dessen Trachten auf Vernichten und Töten ausgerichtet ist. Im Gegenteil: Der Gott der jüdisch-christlichen Tradition greift rettend in die Geschichte ein. Er läßt sich durch die Leiden der Menschen anrühren und steigt herab, um zu befreien (vgl. Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten). Wo sich kein Mensch mehr erbarmt, erbarmt sich Gott.
Vielleicht war das wirklich grausam, was Sie in Ihrer Kindheit über Gott gehört haben und eine Befreiung für Sie, obwohl Sie ja erst 17 Jahre sind und diese Zeit noch nicht lange zurück liegt. Ich hatte gedacht, diese Art von religiöser Erziehung würde der Vergangenheit angehören.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie ein von Zwängen freier, kreativer, intelligenter Mensch sind. Aber das ist kein Widerspruch zum Gauben an Gott. In meinen Augen nicht. Denn anders will Gott die Menschen nicht.
Was micht interessiert: Wie leben Sie ohne Gott? Woher nehmen Sie Orientierung und Sinn für Ihr Leben?
Mit freundlichen Grüßen Werner Höbsch
Guten Tag Herr Höbsch
Klar, die Menschen können eine recht gewalttätige Vergangenheit aufweisen. Aber ich meinte, dass Gott in der Bibel doch derjenige ist, der am meisten Leben auf dem gewissen hat. Bringt er ständig Leute um (und lässt Tiere für sich opfern), weil der Mensch gewalttätig ist? Dann müsste er doch genauso schlecht sein wie die Menschen. Auf jeden fall sehe ich keinen grund, warum die Gewalt, die Gott anwendet, besser sein sollte als die, die die Menschen anwenden. Ich weiß nicht, ob ich meine Bibel richtig verstanden habe, aber ich dachte eigentlich nicht, dass Adam und Eva gleich wie Gott werden wollten. Zuersteinmal wollten sie doch nur klug werden, oder? Außerdem ist es in meinen augen so, dass Gott den Menschen die Klugheit vorenthalten wollte, da er ihnen verboten hatte, vom besagten Baum zu essen. Die ganze Sache mit der Erbsünde ist doch, bei genauerer betrachtung, sowieso dumm: Gott ist allwissend. Er weiß alles. Er setzte diesen Baum der Erkenntnis in den Garten Eden. Er setzte die Menschen in den Garten Eden. Er hat den Menschen verboten, die früchte des Baumes zu essen. Er wusste, dass das nicht funktioniert, trotzdem hat er es getan. Warum hat er nicht einfach das ganze Leid, dass die Menschen durchmachen müssen verhindert, indem er den Baum woanders hingepflanzt hat? Es heißt wahrscheinlich an mehreren stellen in der Bibel, dass Gott alle Sünden vergeben wird. Aber ich kann nicht glauben, dass Gott so gütig ist wenn er gleichzeitig Leute umbringt. Soetwas ist nicht gütig, sondern grausam. Egal wie gut die der Wille auch sein mag, der dahinter steht. Sie sagen, dass der Gott der Juden und Christen würde retten in die Geschichte eingreifen. Wann hat er das getan? Als die sogenannten Hexen verfolgt, gefoltert und grausam getötet wurden? Als die Kreuzzüge geführt wurden? Als auf Hitlers Befehl hin tausende von Juden in den KZs gelandet sind? Wenn so Gottes Hilfe aussieht, wären wir ohne ihn wohl besser dran. Zu ihrer Frage, wie ich ohne Gott leben kann: Ich lebe nicht ohne Gott. Aber ich glaube nicht an den Gott, den die Bibel entworfen hat. Dahinter steckt eine lebensphilosophie, die ich etwas genauer erklären muss: Die Menschen haben sich stets ihre eigenen Götter gemacht, nicht andersherum. Die Menschen wollten jemanden, der sie führt und dem sie unerklärliche Phänomene zuschreiben können. Und jemanden, der ihnen nach dem Tod (vor dem sie Angst haben) ein besseres Leben verspricht. Sie verlagerten ihr Selbstbewusstsein nach außen und nannten es Gott. Dieses nach außen verlagerte Selbstbewusstsein wurde angebetet und gleichzeitig gefürchtet. Ich bete nicht dieses nach außen verlagerte Selbstbewusstsein von vielen Millionen menschen an. Ich verbinde mein Selbstbewusstsein wieder mit mir selbst und erkenne meine eigene Göttlichkeit.
Der Sinn in meinem Leben ist mein Leben selbst. Meine Zufriedenheit, mein Glück, ich selbst. Das klingt egoistisch, und so ist es auch. Aber der Mensch ist nun mal egoistisch, und ich genieße es. Da heißt aber nicht, dass ich meine freunde ausnutzen würden oder dergleichen, lediglich, dass ich auf meine eigene Zufriedenehit bedacht bin.
Guten Tag,
Gewalt und Terror lehne ich in jeder Form ab, ob von Menschen oder von Gott ausgehend. Nun lese ich die Bibel anders als Sie. Der Gott der Bibel wurde in der Geschichte zunehmend als ein gewaltloser Gott erkannt. Nicht er ist es der tötet, sondern die Menschen (und oft wälzen sie ihre Gewalttätigkeit auf Gott ab).
Die Paradiesgeschichte hat ihre tiefe Wahrheit in der Versuchungsgeschichte: es ist tatsächlich die Ursünde der Menschen wie Gott sein zu wollen, die eigene Geschöpflichkeit nicht ernst und anzunehmen, sondern sich an die Stelle Gottes zu setzen. Die Versuchungsgeschichte ist nicht nur eine Geschichte vom Anfang, sondern auch von heute. Wie viele Herrscher glauben allwissend und allmächtig zu sein, strafen und vernichten zu können, weil sie genau zu wissen glauben, was und wer böse und gut ist. Nicht Gott macht mir Angst, sondern die Menschen sdie sich an seine Stelle setzen. Warum Gott die Menschen als freie erschaffen hat weiß ich nicht zu beantworten. Ich weiß nur, dass die Freiheit zur Würde des Menschen gehört - und damit auch die Freiheit Böses zu tun, verbunden ist. Warum Gott KZs zugelassen hat? Ich weiß, dass Menschen Menschen grauenhaftes Leiden zugefügt haben. Ich weiß, dass diese Verbrechen nicht zwangsläufig waren, sondern Menschen (nicht nur die direkten Täter, sondern auch die Zuschauer, Mitläufer und Weggucker) dafür Verantwortung tragen. Auf der anderen Seite ist das Grauen so groß, dass ich weder mit Gott noch ohne Gott eine Erklärung dafür habe. Es gibt sinnloses Leiden und die Verbrechen und das Leiden des jüdischen Volkes kann nicht pädagogisch oder religiös sinnvoll gedeutet werden. Für mich bleibt hier Gedenken, Mahnen und Schweigen. Ihre Verständnis von Ihrer Göttlichkeit kann ich akzeptieren. Selbstbewußtsein ist nicht gegen die christliche Religion gerichtet. Eine Frage: Hatten Sie nicht Kontakt zur "Church of Satan" und darin ein Stück Ihres Lebenssinnes gesehen? Oder vertue ich mich da?
Und noch eine Frage: Sind Sie mit einer Veröffentlichung Ihrer Mail vom 20. 12. 02 einverstanden?
Mit freundlichen Grüßen Werner Höbsch
Guten Tag
Wenn sie Gewalt in jeder Form ablehen, muss ich sie fragen, was genau sie als gewalt definieren. Im deutschunterricht hat mein Kurs erst letztens an einem Wettbewerb zum Thema Gewalt teilgenommen, und nach eingien Diskussionen sind wir darauf gekommen, dass auch die regeln und Gesetze in unserer Gesellschaft in gewissem Sinne Gewalt sind (ordnende Gewalt). Ich denke aber, sie meinen Gewalt, die psychische und physische Schäden beim Opfer bewirkt. Klar, in der Bibel töten auch die Menschen. Aber die meisten Leben hat doch Gott auf dem Gewissen, oder? Und ich weiß nicht, ob er an jüngsten Tag nicht auch noch einen Großteil der Menschheit vernichten will.
Das einige Herrscher heutzutage das Schicksal vieler Menschen nach ihrem Gutdünken steuern macht mir ebenfalls Sorge. Allerdings muss jeder Mensch gut und böse für sich selbst definieren, da es einfach keine allgemeingültige Definition gibt. Was für den einen gut ist, ist für den anderen böse und umgekehrt.
Zu den ganzen Grausamkeiten, die Gott zulässt kann ich nur sagen, dass ich Gott nicht als gütigen Kerl akzeptieren kann, solange er gleichzeitig soetwas geschehen lässt. Eine Freundin, eine Zeugin Jehovas, erklärte mir, Gott würde sich absichtlich aus dem Weltgeschehen heraushalten damit wir Menschen erkennen, wie es ohne ihn um uns bestellt ist. Aber trotzdem kann ich das nicht einsehen. Gott ist in meinen Augen Schuld an der Misere, da er nicht verhindert hat, das die Menschen früher aus dem Paradies geflogen sind. Sojemanden kann und will ich nicht als gerecht oder gütig ansehen. Würde ein Mensch die selbe Macht haben und sich so verhalten- ich wäre sicher, er würde von allen gehasst werden. Mit ihrer vermutung haben sie durchaus Recht. Ich habe die Bücher von LaVey gelesen und sehe darin einiges an Wahrheit. Ich kann dem Satanismus nach LaVey einiges abgewinnen. Ich wollte es nur nicht gleich sagen, da die meisten Menschen auf dieses Thema mit den bekannten Vorurteilen darauf reagieren.
Mit einer veröffentlichung meiner Mail bin ich einverstanden, und auch diese Mail können sie gerne auf ihre Seite stellen.
MfG, Frauke
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Silke, 22 |
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Ich kann und will nicht dran glauben, da "er" in vielen schwierigen Situationen meines Lebens nicht "da" war. In Kirche und Schule wurde aber stets erzählt ,dass wir nie allein sind. Diese Situationen haben mich und mein Leben grundsätzlich geändert,vieles erschwert und nicht möglich gemacht!! Außerdem sind viele Dinge geschehen, wo ich als Kind immer dachte dass Gott es niemals zulassen würde!! Wo war er denn als mir ein angeblich "guter Freund" der Familie einiges angetan hat,wie könnte ein Gott soetwas passieren lassen?? Er würde es nicht tun,wenn er existieren würde!! Er hat meinen oft einzigen Halt genommen, von mir gehen lassen.. und das nicht erst einmal.. Ich glaube besser nur an mich selbst und versuche mit allem allein zurechtzukommen! Denn allein sind wir sowieso, der Glaube ist für mich nur eine Lüge. Silke |
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Robert, 17 |
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Meine Theorie: "Im Anfang waren alle Menschen grobe Holzköpfe, die sich gegenseitig die Rübe für ein Schnitzen vom Hals geschlagen hätten. Es herrschte Anarchie und Chaos. Einige schon etwas weiter fortgeschrittene Menschen dachte sich: "Verdammte Kacke!" dachten sie,"So geht´s nicht weiter, jeden Tag bekomm ich eine auf´n Sack nur weil die anderen größer und stärker sind als ich!" Also denkt sich der kluge Kopf, erfind ich doch einfach jemand der mich vor den Holzköpfen schützt. Dieser jemand müsste größer und mächtiger sein und alle niedermetzeln die sich nicht an die Regeln halten (siehe altes Testament, da gings noch krasser ab). Also geht er zu den Holzköpfen und sagt:"Im Traum (oder so ähnlich) hat ein höheres Wesen von unerschöpflicher Macht zu mir gesprochen und folgende Regeln vereinbart...(Die 10 Gebote, oder so ähnlich)". Fortan hatten die Holzköpfe jedesmal schiss von Gott eine übergezogen zu bekommen wenn sie scheiße gebaut hatten. Und das Leben verlief in geordneten und Unanarchistischen Bahnen.
Darauf stützt sich meine Theorie: o Die 10 Gebote sind eigentlich nur eine Vorversion unserer heutigen Verfassung, an damalige Zeiten angepasst. o Die Moslems zum Beispiel dürfen kein Schweinefleisch essen weil die Pfarrer (keine Ahnung wie das im Islam heißt) rausgefunden haben, das Schweinefleisch schnell fault in der warmen Sonne (wo der Islam nun mal verbreitet ist). Also, zack, auf die Verbotsliste mit dem Schweinefleisch! o Religionen gibt es überall! Oder kennt irgend jemand einen Afrikanischen Atheisten Stamm? Ebenso wie Gesetze!
Fazit: Die Bibel ist ein Buch mit tollen Geschichten zu den früheren Gesetzen, so wie ein Bilderbuch mit der Verfassung drin. Und jeden Sonntag wird dem Volk was aus dem Gesetzbuch vorgelesen, damit auch keiner die verheiratete Nachbarin knallt, Vater und Mutter beschimpft, oder nicht an Gott glaubt! Da heut aber keiner mehr schiss hat vor Gott (Was soll er schon groß machen? Wir haben doch die Bundeswehr *g*) wird die Religion immer weniger interessant. Mein Vorschlag an die Kirche: Bietet jedem Kirchgänger 5 € pro sontäglichem Kirchenbesuch, oder zeigt uns Gott (muss ja nicht der echte sein, z.B. Arnold Schwarzenegger als göttlicher Werbeträger der Kirche mmmhhh....)
Ich freue mich auf Kommentare von Christen, Moslems, Juden, Buddhisten, Hinduisten... |
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POD, 22 |
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..., da meine Theorie(n) so aussieht (/aussehen), die ich erstmal mit ein paar mir so bekannten Fakten fundamentieren möchte: - Niemand weiß, wer "die Bibel" (verzeiht die dilletantische Bezeichnung) tatsächlich einmal geschrieben hat - Nach und nach gab es immer mehr Naturphänomene etc., die als Gotteswerk bezeichnet waren, mit der Wissenschaft aber aufgeklärt wurden - Evolutionstheorie ist bewiesen
Nun, meiner Meinung nach ist - viele Religionen haben das gemeinsam - die Bibel eher als Benimmwerk zu verstehen. die grundchristlichen Ideale (Eckpfeiler der sozialen Interaktion), etwa ganz banal die 10 Gebote, sind Benimmregeln für ein zivilisiertes Zusammenleben. ein schlauer Mensch dachte sich, daß er diese regeln mal zusammenfaßt und anhand praktischer Beispiele erläutert. Über die Jahre hinweg bzw. durch Einwirkung anderer - vielleicht auch durtch ihn selbst - wurde "Gott" geschaffen- ein allmächtiges Wesen, das die Einhaltung der Regeln beobachtet und bei Befolgung durch die Aufnahme in das Paradies belohnt. Für alle Menschengruppen war es einfach, etwas unbekanntes auf "gott" zurückzuführen. Das hat auch jahrhunderte lang sehr gut funktioniert. Ich kann nicht verstehen, wie man an gott glauben kann, denn alle seine wunder sind gar keine wunder, alle diese tricks entpuppten sich früher oder später als rein wissenschaftlich erklärbare vorkommnisse. Besonders schlimm finde ich auch die darlegungen geistlicher, um gottes gutmut etc. zu belegen* sagen wir, daß ich mehrere familiäre dramen erlebt habe (konj.), es im leben objektiv gesehen nicht leicht gehabt habe (mal ehrlich:das behauptet doch jeder von sich) etc - ich würde nun denken: Gott haßt mich. aber das sind natürlich nur proben, denn gott weiß, daß ich besonders toll bin und diese proben auf mich nehmen werde, und dann werde ich gottes VIP sein. Das ist eine verdammt clevere art der vor jahrhunderten noch herrschenden klasse gewesen, den dummen plebs im zaum zu halten. brot und spiele nur für den geist sozusagen! Daß gott und die Kirche nicht gleichzusetzen sind, ist mir völlig bewußt - selbst ich denke, daß gott besser sein müßte - wenn es ihn denn gäbe - als die kirche bzw. die durch sie vertretene religion, in deren namen (gleich welche religion, siehe jüngste ereignisse) hundertausende Menschen litten, leiden und leiden werden.
obwohl ich kein wissenschaftler bin (und bis zum abitur nur fünfen in mathe hatte) sehe ich das so wissenschaftlich. Daß sich der glaube an gott so fundamentiert hat liegt daran, daß die menschliche rasse sehr egozentrisch und arrogant ist - oder wieso war die erde der mittelpunkt des universums? wie kann man davon ausgehen? aus ähnlichen gründen meinen die leute (ob sie es berechnend gemacht haben oder selber dran glaubten), religion zur manipulation von menschen benutzen zu können. so, jetzt noch kurz zur positiven sache: ich bin, wie man sicher denken kann, atheist. ich find's aber toll, wenn bestimmte leute gläubig sind - so bewahren sie hoffnung und mut. Damit meine die einwohner von armen, von kriegen gebeutelten ländern mehr als die kinderarbeiter auf irgendwelchen bananenplantagen, denen eingeredet wird, daß das ihr von gott (von welchem auch immer) zugewiesener platz sei. |
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Norbert Rohde, 80 |
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Fragen an Theologen von Norbert Rohde
a) Gott ist eine Person Warum muss Gott eine Person sein ? Weil unsere Vorfahren vor einigen Tausend Jahren nur äußerst geringe naturwissenschaftliche Kenntnisse hatten, waren sie gezwungen, sich mit der Idee eines menschenähnlichen Gottes zufrieden zu geben. Einer Idee, mit der man alles erklären konnte, ohne selbst erklärbar sein zu müssen . Es war halt eine Verlegenheitslösung. So erinnert uns der, von den Bibelautoren beschriebene Menschen-Gott JAHWE an einen Volks-Patriarchen, der sich mit vielen menschlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten herumplagen muss: mit Eitelkeit, Eifersucht, Zorn, Rachsucht und Zerstörungswut. Die Menschen des Altertums sahen sich verständlicherweise als Mittelpunkt ihres kleinen Lebensraumes. Sie machten sich aufgrund ihrer winzigen Naturerkenntnisse zum "Maß aller Dinge". Sie schlossen von sich, von der Art ihrer Lebens- und Denkweise, auf alle anderen Lebewesen ihrer Umwelt. Da lag natürlich die Versuchung nahe, sich selbst auch zum "Abbild" der eigenen Gottesvorstellungen zu machen.
Heute wissen wir aber, dass unser Dasein das Ergebnis eines Prozesses ist, der von einer zeit- und raumlosen Kosmos-Energie ausgeht Einer Energie, die man mit einem Sammelbegriff benennen kann :GOTT, Jehova, Allah, Weltgeist oder sonstwie. Es ist aber töricht, diese Kosmosenergie in einen maßgeschneiderten Menschen-Anzug zu zwängen, um ihr eine menschliche "Ebenbildlichkeit" verpassen zu können. Wird es nicht langsam Zeit, sich von der ergrauten Gottesidee des uralten israelitischen Nomadenvolkes zu verabschieden ?
b) Gott ist ewig Wenn ein personaler, absolut vollkommener Gott seit ewigen Zeiten existiert, dann muss doch alles um ihn herum ebenfalls absolut vollkommen gewesen sein, bevor er die Welt aus dem Nichts geschaffen hat. Wie sollte ein absolutes Etwas überhaupt in einem absoluten Nichts existieren können ? Hatte der Bibelgottgott JAHWE trotz seiner Vollkommenheit das Gefühl, dass in seiner Umgebung etwas unvollkommen war (z.B. das Nichts) und er etwas erschaffen musste, was er schon immer vermisst hatte ? Wenn vor der Erschaffung der Welt seit ewigen Zeiten alles so vollkommen wie der Schöpfergott war, wozu sollte dann eine Neuschöpfung notwendig gewesen sein, die unvollkommener als der Schöpfer ist ? Oder ist das alles nur die unvollkommene Idee von unvollkommenen Märchenerzählern ?
c) Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild (Genesis 1,27). Gesetzt den Fall, der Mensch wäre ein gottähnliches Wesen. Dann müsste auch die Denkweise und Erkenntnismöglichkeit der Menschen der ihres Gottes ähnlich sein. In der Realität besteht aber in vielerlei Hinsicht zwischen dem (physisch und psychisch mangelhaften) Menschen und dem fiktiven (absolut vollkommenen ?) biblischen Gott ein gewaltiger Unterschied. Könnte es nicht sein, dass diese Version, als Gottes Lieblingsgeschöpfe nach seinem Abbild geschaffen worden zu sein , nur ein menschlicher Wunschtraum ist ? Oder waren die Bibelautoren , die diese Geschichte erfunden haben, womöglich größenwahnsinnig ? Wäre das nicht eine Gotteslästerung , wenn sich Menschen selbstherrlich zu gottähnlichen Wesen erheben ? Oder steckt hinter diesem Größenwahn nur eine ganz banale Absicht einiger Volksführer (und Verführer), sich von ihren Untergebenen als gottähnliche Wesen verehren zu lassen ? Als Cäsaren, Kaiser, Könige "von Gottes Gnaden" oder sogar als "Gottes Stellvertreter" wie die christlichen Päpste ? Hatten nicht überall in der Welt, auch nicht-bibelgläubige Herrscher (vor und nach Moses) sich als gottähnliche Wesen verehren lassen ? Spiegelt also der Bibelglaube vom gottähnlichen Menschen nichts anderes als den uralten Menschheitstraum wieder : "So zu sein, wie Gott"? Sollten wir uns nicht (aufgrund der inzwischen gewonnenen Naturerkenntnisse) allmählich von der größenwahnsinnigen Idee der Gottebenbildlichkeit verabschieden ?
d) Gott ist allwissend, er weiß alles im voraus. Wenn Gott allwissend ist, warum wundert er sich dann über die Pannen seiner Schöpfung : Über den Luzifer, über Adams und Evas Sündenfall und über die vielen anderen beschämenden Unzulänglichkeiten und Ungöttlichkeiten seiner göttlichen Werke ? Er hätte doch diese Unzulänglichkeiten seiner Schöpfung voraussehen müssen ! Warum beruft Gott (beispielsweise) höchstpersönlich Theologen und Priester zu seinen "würdigen Dienern", von denen er im voraus weiß, dass viele sich nachher als unwürdig erweisen werden ? Und so können wir doch eine Unmenge von Fehlentwicklungen in seiner Schöpfung aufzählen, die er doch allem Anschein nach nicht vorausgesehen hat. Nicht nur unsere Erde, auch das ganze Weltall, so wie wir es bis dato erforschen konnten, gleicht einer ewig laborierenden Versuchsanstalt. Das Werk eines weise vorausberechneten und in allen Details wohl durchdachten Planes lässt sich dahinter nicht erkennen. Die sogenannte Schöpfung, mit ihrem fortwährendem Wechsel zwischen Werden und Vergehen, mit ihrem steten Auf und Ab, mit ihrem permanenten Ausprobieren und Wiederverwerfen neuer Gestirne, Produkte und Produktionsprozesse (so wie wir es alltäglich auf unserer Erde und im Universum beobachten können), sie scheint doch eher dem Prinzip der Zufälligkeiten als einem wohldurchdachten Plan unterworfen zu sein. Das fehlerlose Werk einer fehlerlosen Gottperson ist es jedenfalls nicht ! Und wenn nun diese Welt der Zufälligkeiten womöglich gottgewollt sein sollte, dann kann natürlich auch ein Gott die Zufalls-ereignisse und -ergebnisse nicht voraussehen. Ist also unsere Welt das "gelungene Werk" einer allwissenden, alles weise vorausplanenden Gottperson.........oder doch nur das planlose Walten unbekannter kosmischer Energien ?
e) Gott ist der Inbegriff der Liebe, Güte und Väterlichkeit. Warum sind in der Schöpfung eines alles liebenden, allgütigen und allväterlichen Gottes so viele ungöttliche Boshaftigkeiten enthalten ? Warum gelang es dem biblischen Gott nicht, seine leibhaftigen Kinder (seinem Abbild entsprechend) mit Liebe, Güte und Nachsicht zu formen ? Warum kann er seine Lieblinge nur nach dem menschlichen Herrschaftsprinzip von Lohn und Strafe, von Zuckerbrot und Peitsche, von Manna und Steinigung, von himmlischer Freude und ewigem Feuer dirigieren ? Jeder menschliche Vater hätte "wenn ihm diese göttliche Macht gegeben wäre" seine Kinder so erschaffen , dass sie ihm ähnlich und nie zu etwas Bösem fähig wären. Wenn ein Vater seine Kinder mit zweifelhaften Eigenschaften ausstattet und dann zuschaut, was sie daraus machen, dann stimmt doch etwas mit dem LIEBEN GOTTVATER nicht ? Wem nutzt z.B. eine gottgegebene "Freiheit", die infolge mangelhafter Ausstattung ins Verderben führen kann? Dem Schöpfer, seinen Geschöpfen oder nur den Erfindern dieses Bibelgottes, den Theologen ? Sind für den Gott der Liebe und Güte alle anderen (hundertmillionen-fach zahlreicheren) Lebewesen unserer Erde, die ebenfalls fühlen, leiden, hungern und dürsten, nur ein ungeliebtes, seelenloses Gerümpel, über das die Menschen nach Lust und Laune FREI verfügen dürfen ? Warum sind diese Geschöpfe von seiner väterlichen Liebe ausgeschlossen ? Sagt Jahwe doch in Genesis 1, Vers 28 zu seinen "Ebenbildern": "Seid fruchtbar und mehret euch, füllet die Erde und machet sie euch untertan. Herrscht über des Meeres Fische, die Vögel des Himmels und über alles Getier der Erde !" Eine Anweisung, die bekanntlich verheerende Auswirkungen zur Folge hatte. Alles gottgewollt von einer personifizierten Göttlichen Liebe und Güte ?
f) Gott spricht in einem Buch zu seinen Kindern. Jeder gute Menschenvater würde ganz persönlich und unter vier Augen mit seinen Kindern reden und ihnen alltäglich mit Liebe, Güte und Verständnis zur Seite stehen. Er würde sich nicht vor seiner Fürsorgepflicht drücken und die Betreuung und Erziehung seiner Lieblinge ausschließlich - uns völlig fremden - Kindermädchen und Erziehern (sprich: Schriftgelehrten und Theologen) überlassen . Er wäre ein stets sicht- und fühlbarer, stets gegenwärtiger und ansprechbarer Vater, so wie er von Jesus in Matth.7,7-11 gewünscht wird. Doch unser biblischer Supervater versteckt sich und schweigt. Er gibt sich uns nur in uralten Papyrusrollen und vergilbten Papierschnitzeln zu erkennen. Darin dürfen wir lesen, dass er in grauer Vorzeit irgendwann einmal, in einer winzigen Ecke unserer Erde mit ein paar Männern gesprochen haben soll. Und diese Männer hätten ihre Zwiegespräche mit Gott einer kleinen, illustren Schar von Schreibgewandten weitererzählt. Und einige von diesen Schreiberlingen, die keiner kennt, hätten das alles hier und dort einmal notiert, damit es einige Jahrtausende später der inzwischen sehr zahlreich gewordenen und über die ganze Erde verstreuten Gotteskinderschar vorgelesen werden kann (so wie man den kleinen Kindern Märchen vorliest) . Und den heutigen Nachfahren bleibt nun die undankbare Aufgabe überlassen , sich darüber den Kopf zu zerbrechen, was denn nun unser aller Vater in grauer Vorzeit einmal so alles gesagt haben könnte. Und so schlagen sich seit Jahrtausenden Gottes liebe Kinderlein die Köpfe darüber ein, welche der zahlreichen, sich oft widersprechenden Texte in der Bibel nun tatsächlich Gottesworte und welche nur Menschenworte , was von alledem nur Dichtung und was Wahrheit, und was sogar eine perfide Fälschung sein könnte. Weil sich Gott Jahwe permanent vor der Masse seiner menschlichen "Lieblingskinder" versteckt hat, blieb den Bibelschreibern nichts anders übrig, alles das zu Papier zu bringen, was über Jahrhunderte und Jahrtausende von Mund zu Mund , zu unterschiedlichen Zeiten , in verschiedenen Mundarten, Dialekten und Sprachen, mit ihren verschiedenartigsten Begriffen und Phantasievorstellungen über diesen Vatergott so alles gemunkelt und erzählt worden ist. Diese Erzählungen, Aufzeichnungen und Notizen schrieb dann später einmal der eine vom anderen ab, und wieder andere übersetzten das Gehörte und Geschriebene so, wie sie es halt zu ihrer Zeit verstanden haben oder verstehen wollten. Schließlich war ja die gottgewollte "Babylonische Sprachverwirrung" ein großes Hindernis bei der wortgetreuen Übersetzung der hebräischen Gottesworte in tausend andere Sprachen. Der äußerst geringe Sprachschatz des nomadisierenden Volkes der Israeliten war am allerwenigsten dazu geeignet, als Fundament für Gottes Botschaft an die gesamte Menschheit zu dienen. Konnte Jahwe dieses Dilemma nicht voraussehen ? Zu allem Überfluss gingen im Laufe der Zeit auch noch alle Urschriften der heiligen Gottesworte verloren. Und so hat uns unser weiser, allwissender, alles liebender, göttlicher Vater seine - über Tod und Leben der Menschheit entscheidenden - Anweisungen nur noch in Form von mehr oder weniger zufällig gefundenen Papyrusfragmenten und schwer zu entziffernden Papierschnitzeln hinterlassen können. Sorry......Pech gehabt ! Oder, wie können uns die Theologen dieses Missgeschick erklären ?
Ein Direktkontakt zwischen dem himmlischen Vater und seinen Milliarden Menschenkindern , mitsamt unseren (sich sinnigerweise gegenseitig fressenden) Mitgeschöpfen der irdischen Flora und Fauna, war von ihm, dem Inbegriff der Liebe Güte und Väterlichkeit nicht erwünscht ! Alle Gottesgeschöpfe blieben und bleiben somit der Willkür einiger weniger, selbsternannter "Herrscher von Gottes Gnaden" unterworfen . Hinter dieser stümperhaften Art von Selbstmitteilung eines allmächtigen, allweisen und alles liebenden Weltenschöpfers kann man doch keinen absolut vollkommenen Gott, sondern nur das Phantasiegebilde einiger höchst unvollkommener Menschen erkennen ! Woher nehmen unsere Theologen die Kühnheit, in einem so zweifelhaften Buch, wie die Bibel, einen Schöpfergott zu sehen ?
Was Wunder, dass auch nach dem Tode des (angeblichen) Gottessohnes Jesus, wiederum einige Dutzend unterschiedliche Jesusberichte bzw. Evangelien (ebenfalls als Gottesworte) kursierten, gegen die schon Petrus und Paulus in ihren Briefen an die damaligen jungen Christengemeinden wetterten. 2000 Jahre nach dem Ableben dieses Gottessohnes schlagen sich inzwischen 1000 unterschiedliche Jahwe- und Jesusgemeinden, jahwe- und jesusgläubige Gruppen und Grüppchen die Köpfe ein, wobei sie sich gegenseitig zur Hölle wünschen. Können hinter diesem Desaster unsere Theologen und Bibelpropagandisten mit gutem Gewissen immer noch den von ihnen gepredigten Gott der Liebe, Güte und Weisheit erkennen ? Oder predigen sie anders, als sie denken ? (Umfrageergebnisse bestätigen diesen Tatbestand :FAZ, BdW. u.a.).
g) Gott und das Böse Warum soll ein Gott als Inbegriff der Liebe, Vatergüte und Weisheit überhaupt das Böse in die Welt gebracht haben ? Wer, außer ihm, konnte denn aus dem Nichts etwas erschaffen , (egal, ob es gut oder böse, freudvoll oder schmerzhaft, gerecht oder ungerecht war und ist) ......als nur ER ? Woher kommen die vielen, vom biblischen Schöpfergott und seinen Gotteskindern beklagten, Scheußlichkeiten dieser Welt ? Woher kommt das Mangelhafte, Unvollkommene, das Böse unserer Erde ? Es kann doch nur von dem Einzigen kommen, der vor der Erschaffung der Welt seit Ewigkeiten existiert. Wie kann man das Ungöttliche der Schöpfung mit dem Göttlichen des Schöpfers unter einen Hut bekommen ? Hat nicht Jesus, der (angebliche) biblische Gottessohn, mit Recht gesagt, dass ein guter Baum keine schlechten Früchte hervorbringen kann ? Kann denn ein guter Gott schlechte, ungöttliche Früchte hervorbringen ? Oder haben uns die Bibelschreiber einen Bären aufgebunden ? Haben sie womöglich ihre eigenen Unzulänglichkeiten ihrem fiktiven Bibelgott angedichtet , um sich damit selbst unverfrorenerweise gegenüber ihrer großen Schar von Gläubigen, als von Gott berufene Priester (Aaroniten und Leviten) in Gottes unmittelbarer Nähe posieren zu können ? Sozusagen als "fehlerbehaftete Herrscher von Gottes Gnaden", die im Auftrage ihres Gottes über ein leichtgläubiges Volk herrschen sollen ? So wie es Paulus in seinem 13. Römerbrief seinen christgläubigen Gemeinden befiehlt: "Ein jeder soll sich der obrigkeitlichen Gewalt unterordnen. Denn es gibt keine Gewalt, die nicht von Gott kommt". Und in seinem Brief an die Epheser (6,5-8) befiehlt Paulus den Sklaven einen vorbildlichen "christlichen Gehorsam mit Furcht und Zittern" gegenüber ihren Herren. Seid Sklaven Christi, die den Willen Gottes von Herzen erfüllen ! Auch Petrus befahl seinen Anhängern: "Unterwerft euch um des Herrn willen jeder menschlichen Ordnung..... Und wenn ihr Sklaven trotz gutem Verhalten leiden müsst, so ist das Gott wohlgefällig"!
(1 Petr.2,13 und 20) ! Das Böse der Sklavenhaltung ist Gott wohlgefällig ? Hat der "böse" Mensch des AT und NT seinen "guten" Gott nur deshalb erfunden , um dieses Phantom als "Marionette in Menschenhand" missbrauchen zu können ? Wurde von den Bibelautoren das Naturgesetz vom "Fressen und Gefressenwerden" nur deshalb in ein religiöses Mäntelchen verpackt (wie ja auch in anderen Kulturen), um hieraus eine gottgewollte Unterwerfung der Untertanen unter gottgewollte Obrigkeiten ableiten zu können ......mit Hilfe der Theologen ?
h) Gottes Sohn Jesus Diese "göttliche" Vater-Sohn-Konstruktion kann natürlich nur einem menschlichen Hirn entsprungen sein. Sie macht das Problem mit dem menschenähnlichen Jahwe-Gott noch komplizierter, als es sowieso schon ist. Dieses Dilemma haben die beiden anderen jahwegläubigen Weltreligionen der Juden und Mohammedaner erkannt und folglich aus ihrem Glaubensgebäude gestrichen. Der christliche Vater-Sohn-Geist-Glaube (Trinität) lässt sich ganz und gar nicht mit dem vorchristlichen Ein-Gott-Glauben der Bibel (Monotheismus) vereinbaren. Die Brockhaus-Enzyklopädie (1990) drückt sich hierzu recht vorsichtig aus: "Der Jesus in den Evangelien ist weniger der historische als vielmehr der Christus des Glaubens. Die jüdische Naherwartung des kommenden Weltgerichts (Parusie) und die damit verbundene Erwartung eines politischen und eschatologischen Messias bildet den geistesgeschichtlichen Hintergrund der Jesus-Erzählungen , die von den Christen als Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen angesehen werden."
Laut der biblischen Ahnentafel existiert die Menschheit seit 5760 Jahren. Nach unseren heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen existiert das uns bisher bekannte Universum etwa seit 15 Milliarden Jahren und die irdische Menschheit immerhin schon (mit dem Homo Rudolfensis) seit rund 100 000 Menschengenerationen und nicht wie in der Bibel, erst seit rund 230 Generationen (bei vier Generationen pro 100 Jahre). Warum sollte der Gottessohn erst nach fast 100 000 Menschengenerationen auf die Erde gekommen sein, um so spät den Makel der Erbsünde von der Menschheit zu nehmen ?
Jesu messianisches Wirken begann bekanntlich erst nach seinem 30. Lebensjahr, nachdem er sich als Anhänger der Weltuntergangs-Lehre des Johannes des Täufers von diesem hat taufen lassen. Matthäus berichtet im Kapitel 3, Vers 5 -6: "Jerusalem, ganz Judäa und das ganze Jordanland zog zu Johannes dem Täufer hinaus. Sie ließen sich taufen und bekannten dabei ihre Sünden." Die Taufe wurde zur Zeit des Jesus von Nazareth vollzogen nach den Weisungen des Ezechiel (36, 25) im Sinne einer "Reinigung von allen sündhaften Unreinheiten." Jesus muss sich demnach nicht als "sünden- und makelloser Sohn Gottes" gesehen haben, da er sich dieser Reinigungstaufe unterzog. Er war ja auch (außerhalb seiner kleinen Anhängerschaft) bei den übrigen jüdischen Volksgenossen lediglich als "Freiheitskämpfer, Sozialrevolutionär, Rabbi und Anhänger des Johannes des Täufers" bekannt (laut Jüdischem Lexikon). Die Ahnentafel des Matthäus erwähnt Joseph, den Ehemann der Maria, und nicht Jahwe (bzw. seinen "Heiligen Geist") als den leiblichen Vater des Jesus. Denn der "Messias" sollte nach den Prophezeiungen des AT aus dem Königsgeschlecht des David hervorgehen. Und aus diesem Geschlecht kam der Josef von Nazareth und nicht die von Jahwe geschwängerte Jungfrau Maria . War Gott Jahwe wieder einmal ein Missgeschick passiert ? Oder haben die Evangelisten wieder einmal, ebenso wie ihre Vorbilder aus dem AT, ihrer Phantasie freien Lauf gelassen ? Denn Ihr Jesus hatte laut Matth.10,5-8 und 23 nicht die Absicht, die ganze Menschheit auf seine Lehre einzuschwören. Vielmehr hatte er seinen Jüngern aufgetragen: "Nehmet euren Weg nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter. Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel und verkündet: Das Himmelreich ist nahe........ Ihr werdet mit den Städten Israels noch nicht zu Ende sein, bis der Menschensohn kommt." Er sagte nicht "Ich komme wieder" oder der "Gottessohn", sondern ein "Menschensohn" wird kommen ! So ist es nicht verwunderlich, dass Jesus keinen Wert darauf gelegt hatte, seine Predigten für die Nachwelt niederzuschreiben, sozusagen als "Handgeschriebenes Testament eines menschgewordenen Gottes". Wozu auch, denn er war ja von dem unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang und dem danach kommenden Reich Jahwes überzeugt. Ihm ging es um das Heil des Hauses Israel, dem "Auserwählten Volk seines Gottes", den er wohl schwerlich als seinen leibhaftigen Vater ausgegeben haben kann. Als Rabbi fühlte er sich ausschließlich für seine jüdischen Mitbürger verantwortlich.....und nicht für die "Heiden der übrigen Welt"! Diese Interpretation entstand doch erst nach Jesu Tod, wie die Erzählung von dem geheimnisvollen Unbekannten und den Emmausjüngern in Lukas 24, Vers13-32 zeigt.
Es ist doch auch bezeichnend, dass sich die Jesuaner schon recht bald nach Jesu Tod in den Haaren lagen. Petrus, der einzige Augenzeuge des Jesus von Nazareth (laut NT), beschwert sich in einem seiner zwei , der Nachwelt hinterlassenen Briefe über "die falschen Lehrer, die über Jesus verderbliche Irrlehren verbreiten ". Es ist überdies recht verwunderlich, dass von dem "direkten Nachfolger des Jesus" und "Ersten Stellvertreter Gottes" der christlichen Kirche, von Petrus, nur zwei Briefe erhalten geblieben sind. Hingegen stammen 98% des gesamten Neuen Testaments (NT) von Autoren, die Jesus nur vom Hörensagen kannten. Auch Paulus hatte Jesus nie persönlich kennen gelernt. Aber auch er beklagt die unterschiedlichen Ansichten seiner Gemeindemitglieder über diesen Jesus (1 Kor.1,10-12). Er nennt die Verkünder der anderen Jesustheorien "Irrlehrer und Werkzeuge des Satans" und warnt vor den "Irrgeistern und Teufelslehren" (1 Tim.4,1-3). Er mahnt seine Gemeinden vor dem "Wortgezänk" über Jesus (2 Tim. 2,14-19) und vor den "Sündern, die lernbegierig sind und Erkenntnisse der Wahrheit suchen" (2 Tim.3,7). In weiteren Briefen (Titus 1,10 -11 und 3,9-11) wettert Paulus über die "Widerspenstigen, Schwätzer, Verführer, die als Irrlehrer ganze Familien in Verwirrung bringen." Und er empfiehlt dringend: "Meidet törichte Grübeleien und meidet die Irrlehrer!" An die keltischen Galater schreibt Paulus verzweifelt: "Es wundert mich, dass ihr so schnell abfallt von dem, der euch berufen hat,.....und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet." Zuletzt kann er sich der judenchristlichen Konkurrenzprediger nur erwehren, so wie es Jahwe im AT vorexerziert hat:"Wer ein anders Evangelium verkündet, der sei verflucht !" (Gal.1,9).
Fazit: Weil es Jahwe auch nach dem persönlichen Besuch seines leibhaftigen Sohnes auf dieser Erde nicht gelungen ist, sich als der alleinige Gott der gesamten Menschheit zu offenbaren, musste er (bzw. seine Erfinder) auf das uralte menschliche Gewaltrezept zurückgreifen: "Willst du nicht mein Bruder sein, so schlage ich dir den Schädel ein"! Amen !
Weder durch den Bibel-Jahwe, noch durch den Bibel- Christus ist diese unsere Welt verbessert worden. Sie konnte nach allen uns heute vorliegenden biologischen, chemischen und physikalischen Erkenntnissen auch nicht verbessert werden, da ja das Vorstellungsvermögen und die damit zusammenhängenden Taten des Menschen an die ihm innewohnenden, genetisch vorprogrammierten biologischen Prozesse gebunden sind (unser genetisches Instrumentarium). Kann jemals eine menschliche Phantasiekonstruktion, so wie der von unseren Theologen gepredigte Bibelglaube, die chemisch-biologische Struktur der Menschen oder sogar der Welt verändern ? Sind nicht alle menschlichen Hypothesen, die irreal sind, von vornherein zum Scheitern verurteilt.......egal, ob es sich um irreale philosophische, religiöse oder naturwissenschaftliche Hypothesen handelt ? Warum missachten unsere Theologen das Gleichnis ihres Jesus, das der vorchristlichen, altgriechischen Philosophie entliehen ist: "Jeder gute Baum trägt gute Früchte; ein schlechter Baum aber trägt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte tragen und ein schlechter Baum nicht gute Früchte. Jeder Baum, der nicht gute Früchte trägt, wird ausgehauen und ins Feuer geworfen ! An den Früchten also sollt ihr sie erkennen!" (Matth.7,17-20).
Nach 2000 Jahren Christentum sind nur 3% der "gottebenbildliche" Menschheit von der gepredigten Göttlichkeit ihres Jesus von Nazareth überzeugt. Das ist doch ein Indiz für die Ungöttlichkeit und Schwachheit des von unseren Theologen propagierten biblischen Gottes. Inzwischen füllen die Anklagen gegen die falschen Hypothesen, Irrtümer , Missetaten und Verbrechen der Jahwe- und Jesusgläubigen Bände. Auf welche Früchte warten unsere Theologen eigentlich noch ?
Seid bereit (ihr Theologen),mit Sanftmut, Ehrfurcht und gutem Gewissen jedem Antwort zu geben, der von euch Rechenschaft verlangt (1 Petrus 3, 15-16)
In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüssen und herzlichem Dank.
Norbert Rohde
noro80@t-online.de
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Anonym, weiblich, 24 |
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Ich musste ein Leben lang jeden Sonntag und an allen Feiertagen in die Kirche gehen,zum Schulgottesdienst,Bußandacht, Fastenpredigt, Rosenkranzandacht..., vor und nach den Mahlzeiten beten, Morgengebet, Abendgebet.... Die ganzen Rieten hängen mir einfach zum Hals heraus und ich bin froh ein wenig Abstand gefunden zu haben und nur noch am Wochenende, wenn ich meine Familie besuche, ihnen zu Liebe, brav und heuchlerisch in den Gottesdienst zu gehen. Wenn ich ich ihnen sagen würde,dass: - ich nicht an die Existenz eines Gottes glauben kann wie er in der Bibel in den verschiedensten Versionen dargestellt wird und der sich obendrein noch für jeden einzelnen Menschen interessiert. - ich nicht glaube, dass Jesus Gottes Sohn war sondern nur ein toller, charismatischer Mensch, der weil er sich ganz für seine Überzeugung eingesätzt hat, sich zwangsläufig und bewusst Todfeinde geschaffen hat. Seine Auferstehung und die ganzen Wunder halte ich für falsche Erklärungen wahrer Begebenheiten und/oder nachträglich übertriebene bis erfundene Weitererzählungen. - ich den heilige Geist der uns alle überkommt, für den Glauben halte und der überkam mich eigentlich nie! - ich die heilige kath.Kirche und die ganzen Heiligen aus Prinzip schon nicht anbeten würde. -Vergebung der Sünden meiner Meinung nach eine praktische, günstige, anonyme psychologische Einrichtung ist, wenn man ´mal wirklich Verzeihung braucht und es keine andere Möglichkeit gibt. Ich es jedoch für quatsch halte sich Fehler die einen eigentlich nicht belasten oder direkt eingestanden werden können sich Bewusst zu merken, damit man bei der nächsten Beichtgelegenheit etwas zu erzählen hat!!! Das ganze wird einem dann mit drei "gegrüßed seist du Maria", einem "Vater unser" und einem Gebet aus dem Gottes Lob verziehen (lächerlich). -ich nicht ewig Leben will!!! Mich nicht im überfüllten Himmel langweilen will und auch eigentlich garnicht an ein Leben nach dem Tode glaube. Ich bin von einer Nichtexistenz nach dem Tod überzeugt, das ist weder gut noch schrecklich, einfach gefühllose ewige Ruhe. Ich glaube auch, dass ich diese in der Todesstunde ganz gut akzeptieren kann. -ich bestimmt nicht kirchlich heiraten werde, sondern eine Entscheidung fürs Leben in einem Schwur unter vier Augen treffen würde und dies evtl. im Nachhinein mit Freunden feiern würde - ich mich nur ihnen zu Liebe kirchlich beerdigen lassen würde. Für mich braucht kein Priester der mich nicht kannte etwas über mich an meinem Grab erzählen. Aber wenn er meiner Verwandschaft Trost und Beistand spenden kann ist mir das nur recht. Lieber würde ich jedoch sehen, wenn sie "Always Look On The Bright Site" oder "Don´t worry, Be Happy" sängen, ihre buntesten Klamotten anzögen und mich in einem Pappkarton im Garten begraben würden. ..würde ich wahrscheinlich das Vertrauen der Menschen die ich Liebe unnötig zerstören, meine Eltern unnötigen Qualen um mein "Seelenheil" aussetzen und mir so selbst wehtun.
-Trotz allem finde ich die Institution Kirche unterstützenswert, denn nirgents gibt es so gute Jugendgruppen und andere soziale Angebote. In Sportvereinen geht das Miteinander im Wettkampf schneller verloren. Evtl. Kindern würde ich präventiv Taufen lassen, um ihnen die Möglichkeit zu geben am Gemeindeleben teilzuhaben und den christl. Glauben kennen zu lernen und sich frei Entscheiden zu können. -Ich glaube das meine Kirchensteuer gut Angelegt ist in der Arbeit der Kirche. -Ich bin gegen das Zölibat. Ich finde kath. Prister immer etwas unnahbar und habe immer das Gefühl, dass sie sowieso nicht in der normalen Welt leben. Da halte ich ev. Priester mit normalem Sexualleben immer für glaubwürdiger und kompetenter, erst recht wenn sie über Beziehungen, Ehe und Familie reden. -Manchmal hasse ich es auch christlich erzogen worden zu sein, weil ich ständig ein Bibelzitat in den Ohren habe, wie: "Du siehst den Splitter im Auge deines Nächsten, aber nicht den Balken in deinem Eigenen". Das finde ich ziemlich hinderlich, wenn man ständig Gewissensbisse haben muss. Wenn man das nicht realisiert und immer nur nett und freundlich, kammeradschaftlich ist, bleibt das Ego zurück und man wird viel zu schnell ausgenutzt! -Einen Sinn im Leben sehe ich nicht! Ich versuche einfach möglichst immer das zu machen was mir Spaß macht(mit Rücksicht auf meine Mitmenschen) und so meine Lebenszeit möglichst Glücklich zu verbringen.
Ich beneide Menschen die an Gott glauben: Es ist mit Sicherheit sehr hilfreich wenn man sich ernsthaft einbilden kann, dass man immer einen Gott neben sich herlaufen hat, der einem die Hand auf die Schulter legt und der dadurch das Leben leichter macht.
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Christoph, 22 |
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In seinem Buch "Das Mädchen" schreibt Stephen King: "Ich glaube an keinen wirklich denkenden Gott, der den Absturz jedes Vogels in Australien und jedes Käfers in Indien registriert, einen Gott, der all unsere Sünden in einem großen goldenen Buch festhält und über uns zu Gericht sitzt, wenn wir gestorben sind - ich mag nicht an einen Gott glauben, der es fertig bringt, vorsätzlich böse Menschen zu erschaffen, um sie dann bewusst in einer von ihm geschaffenen Hölle braten zu lassen - ..."
So ähnlich geht es auch mir. Denn wenn es einen Gott gibt und den Himmel, dann muss es zwangsläufig auch eine Hölle geben, denn sonst wäre der Himmel nicht anders, als das was wir hier auf Erden haben.
Gott ist ein Mythos. Kein schlechter Mythos, aber eben nur eine erfundene Gestalt, erschaffen um die Macht der Kirche zu sichern. Schaut man sich die Geschichte an, so sieht man, dass die Kirche "im Namen Gottes" tausende Menschen hat ermorden lassen und das teilweise völlig sinnlos. Die Kreuzzüge sind nur ein Beispiel dafür, ein anderes ist, dass früher teilweise jeder, der eine etwas andere Auffassung hatte als die Kirche sofort als Ketzer verbrannt worden ist. Kann Gott so etwas gewollt haben? Hätte er sich spätestens da nicht von der Kirche abgewandt und/oder selbst eingegriffen? Wenn Gott existieren würde, warum sollte ein so mächtiges Wesen dann zulassen, dass Tag für Tag unschuldige Kinder in völlig sinnlosen Kriegen sterben? Warum sollte ein Wesen wie Gott überhaupt Interesse an uns völlig unbedeutenden Menschen haben? Kann es überhaupt EINEN Gott geben? Ein außerirdisches technisch weit überlegenes Volk, das uns wie Götter erscheinen muss, kann ich mir noch vorstellen, aber ein EINZELNES Wesen? Und wenn ja, wo ist dieser Gott dann? Und was ist mit dem Himmel? Kommen Menschen in den Himmel und tote Katzen, Hunde, Mäuse, Käfer, Ameisen, ... Wohl nicht. Genauso absurd wie die Theorie von der Wiedergeburt ist die Theorie von einem Himmel. Wie sollte denn ein Mensch dorthin kommen? Seinen Körper lässt er zurück und nur seine Seele macht sich auf den Weg? Aber es müsste eine Seele ohne Erinnerungen sein, aus reiner Energie - aber selbst dann wäre sie messbar und würde irgendeine Art Strahlung von sich geben (Wärme oder Licht), dies konnte jedoch nie nachgewiesen werden. Bewiesen ist jedoch, dass die gesamte Persönlichkeit eines Menschen nur durch die Erziehung und den Umgang mit anderen Menschen geformt wird, eine gute oder böse Seele, die der Mensch in sich trägt, hat da nichts mit zu tun. Nein, die Wahrheit ist, dass die Menschen sich Gott selbst geschaffen haben, als sie vieles nicht erklären konnten und einfach nicht daran glauben konnten, dass Dinge wie Gewitter, Tod, Hungersnöte oder Naturkatastrophen willkürlich geschehen. Heutzutage können wir dies fast alles erklären, bis fast dahin, wie das Universum entstanden ist (z.B. Urknalltheorie). Gott wird durch die Wissenschaft immer weiter zurückgedrängt und spätestens wenn wir die Weltformel haben, völlig ausgelöscht sein.
Wo zeigt sich Gott denn? Schicksal? An das Schicksal oder Bestimmung oder wie immer man es nennen will kann ich nicht glauben, weil das bedeuten würde, dass der Mensch keinen freien Willen hat und nicht sein Schicksal selbst bestimmt. Zufall? Unbestreitbar, der Zufall existiert, aber er hat nichts Göttliches an sich, denn unter Berücksichtigung aller Umstände ist der Zufall nicht zufällig (*g*) sondern berechenbar. Ich habe oben geschrieben, dass Gott kein schlechter Mythos ist. Denn die Menschen, die ihn erfunden haben, haben sich wirklich etwas dabei gedacht. Wenn wir die Bibel nicht als Buch von/über Gott ansehen, sondern als Buch über menschliche Verhaltensweisen, als Anleitung für's tägliche Leben, dann brauchen wir auch keinen Gott. In gewisser Weise existiert Gott für die Menschen, die an ihn glauben und durch diesen Glauben und die Orientierung an der Bibel verbessert er das Zwischenmenschliche, den Umgang der Menschen miteinander. Insofern ist er keine schlechte Erfindung. Ohne den Glauben an irgendwelche Götter hätten die Menschen sich vielleicht schon selbst längst ausgerottet, aber das heißt nicht, dass ein Gott wirklich existiert, oder es jemals hat.
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nowshaltthou, 27 |
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.. bin mir aber auch nicht sicher, ob es mir besser ginge, wenn ich es könnte. Ich bin sehr religiös erzogen worden, war Meßdiener und Pfadfinder, habe bei der Caritas Zivildienst gemacht und war dort auch ehrenamtlich engagiert. Keine schlechte Zeit; ich habe das gelernt, was man gemeinhin soziale Verantwortung nennt und in einer Gemeinde gelebt, die (da ich mittlerweile wieder am alten Wohnort lebe) auch heute noch ein Stück zuhause für mich ist.
Das ist die eine Seite. Zugegebenermaßen habe ich, das mochte mein Fehler gewesen sein, den ganzen religiösen Kram ernster genommen als viele andere Jungs in meinem Alter. Ich habe den Gewissenspiegel für Jugendliche im "Gotteslob" gelesen und hatte Gewissensbisse, weil ich onanierte, wie alle anderen auch. Ich beichtete und schämte mich danach noch mehr, weil der Pfarrer doch jetzt auch wußte, was meine Sünde war, von der ich nicht lassen konnte. Was dem HErrn nicht alles ein Greuel ist!
Auf einer Gemeindefreizeit mit sehr frommen Betreuern wurde keine Gelegenheit ausgelassen, mit uns Kindern zu beten. Ertappte ich mich, wie meine Gedanken woanders waren, fühlte ich mich schuldig. Verweigerte ich wem meine Hilfe, aus welchem guten Grund auch immer, ließ es mich tagelang nicht los. Lieber stopfte ich das Mittagessen ganz in mich rein, auch wenn ich nicht mehr konnte, als etwas wegzuschmeißen (die armen Kinder in Äthiopien): Ein Gewichtsproblem durch falsch trainiertes Eßverhalten ist mir als Andenken geblieben... egal. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, und ich habe keinen Bock, "die Gesellschaft" oder "die Kirche" oder so allgemeine Sachen für meine Psychomacken (die ja nicht heftiger sind als bei jedem anderen auch), verantwortlich zu machen. Aber ihre Frage beantworte ich gern: Leben ohne Gott heißt: Leben frei von Komplexen, sexueller Verklemmtheit und dauernder Infragestellung des eigenen Wertes, des eigenen Verhaltens. Ich kenne Ihre Antworten: Nächstenliebe heißt auch Liebe zu sich selbst, die Sexualität ist ein Geschenk Gottes usw. usw. blablabla. Ich bleibe dabei: Die Praxis der katholischen Lehre hat das alles in ihre Schäflein gepflanzt. Nicht, daß ich es nicht auch mit einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde versucht hätte, aber die sind ja noch beknackter. In einem allerdings haben die der römischen Kirche was voraus: Einzig die Bibel ist Maßstab ihrer Lehren, kein Papsterlaß, keine Kurie und kein Konzil. Doch es geht ja hier nicht um Kirche, es geht um Gott.
Ich bin immer noch ziemlich bibelfest und kann über vieles mit ihnen reden, wir können theologische Haare spalten bis der Arzt kommt. Aber wenn es an die entscheidenden Fragen geht: Glaubst du, daß da jemand ist, der der Universum und alles Leben erschaffen hat, der jeden Menschen mit Namen kennt und liebt, daß es einen Teufel gibt und ein Jenseits, daß eine Jungfrau schwanger werden und ein Mensch von den Toten auferstehen kann? Dann kann ich nur mit einem klaren Nein antworten, ich glaub ja auch nicht an den Osterhasen. Wenn aber diese Grundlage nicht gegeben ist - dann ist auch alles, was darauf aufbaut, nicht mehr mein Problem. Wie recht der ungläubige Thomas hatte, der einen Beweis Jesu Auferstehung wollte! Wie richtig von Adam und Eva, vom Baum der Erkenntnis gegessen zu haben! Was kann am Wissen-wollen Sünde sein?
All das kam mir natürlich peu a peu, doch rückblickend ist es für mich wie ein Befreiungsschlag. Lange habe ich gar nichts mehr von der Kirche wissen wollen. Mittlerweile, ich bin beruflich viel unterwegs, gehe ich mal ab und zu in eine Kirche, zünde am Marienaltar eine Kerze an und denke über mein Leben und die Dinge, die in der Welt so passieren, nach. Ich bekreuzige mich und somit, formal gesehen, bete ich. Das Muster hat sich perfide in mein Gehirn eingebrannt, es funktioniert immer noch, es hilft mir, meine Gedanken klarer zu denken. Ich mag kitschige Devotionalien. Ich verteidige im Gespräch mit knallharten Atheisten gerne die Position des Gläubigen, die nicht meine ist. Ich habe kirchlich geheiratet, weil irgendetwas in mir das Bedürfnis danach hatte. Ich habe schon mal nachgedacht, zu beichten, nur so, mir ein paar Dinge von der Seele reden, die ich als dunkle Last mit mir herumtrage. Doch ich weiß, es ist nicht Gott, sondern Konditionierung. Das ist okay. Ich trete nicht aus der Kirche aus und zahle Steuern, weil ich weiß, daß sie als Sozialverband mit einer gigantischen Anzahl hochmotivierter, weil aus dem Glauben überzeugter, haupt- und vor allem ehrenamtlicher Mitarbeiter nicht zu ersetzen ist, auch was die Qualität dieser Arbeit angeht. Aber an etwas glauben, was es nicht gibt?
Was mir Halt gibt? Die Frau, die ich liebe. Die Arbeit, die ich tue. Die Freunde, auf die ich mich verlassen kann. Und die Beine, auf denen ich stehe. Die Gravitation
Die Antwort von Georg Girschek:
Sehr geehrter Herr,
für Ihre so offene, freimütige Zuschrift danke ich Ihnen sehr. Zum Kernpunkt Ihrer Zuschrift möchte ich nur ein paar Gedanken vortragen:
Aus theologischer Sicht ist die Existenz eines Gottes selbstverständlich nicht beweisbar. In dieser Sicht ist Gott ist nicht faßbar, paßt nicht in die Kategorien des Menschen, übersteigt das menschliche Fassungs-vermögen. Doch auch in ganz empirischer Sicht kann es durchaus vernünftig sein, eine übergeordnete Instanz vorauszusetzen. Ein solcher Glaube liefert eine plausible Erklärung für das Vorhandensein von Mensch und Welt, und er liefert eine plausible Grundlage für die Herkunft und Verbindlichkeit ethischer Maximen.
Ein Satz in Ihrer Zuschrift hat mich sehr nachdenklich gemacht: Sie sprechen von "Konditionierung", die das Bedürfnis nach Religiosität oder nach einem Gott bedinge. Abgesehen von Erziehung und Sozialisierung (die ja in Ihrem Sinn auch "konditioniert" sind), die Religiosität weitergeben und den Menschen in gewissem Sinn sicherlich "konditionieren", frage ich mich, woher letztendlich das Bedürfnis nach Religiosität oder einem Gott kommen kann. Ist dieses Bedürfnis dem Menschen vielleicht von vornherein zugehörig, ihm mitgegeben? Ist der Mensch vielleicht von vornherein auf Religiosität, auf eine Transzendenz verwiesen? - Wenn das so ist, dann stellt sich mir die Frage, wo die Ursache für eine solche Verwiesenheit liegt. Vielleicht bei dieser Transzendenz?
Mit freundlichem Gruß und guten Wünschen Georg Girschek
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Anonymus, weiblich, 14 |
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yo! sorry aber ich kann weder an "gott"glauben noch daran das ihr nur das beste wollt!ich meine wenn ihr nur wollt das die menschen an gott glauben warum muss man dann eine mordsmäßig hohe kirchensteuer zahlen?alles was ihr wollt ist geld!so siehts nämlich aus!
es leuchtet doch ein das man sich lieber eine neue hose von dem geld gönnt als es euch in den rachen zu schmeißen!man kriegt ja noch nicht mal was dafür zurück!ich glaube schon an so eine art gott aber er lebt in jedem menschen und man sieht ihn immer wenn man was gutes tut!und das heißt buddhismus und ist die einzige religion die einen nicht vorschreibt was man zu tun und zu lassen hat!und eure komischen 10 gebote sind ja wohl auch fürn arsch oder?ganz oben:"du darfst nicht töten"und was tut eure religion?das gegenteil!im mittelalter schon!ihr wart es die die ganzen rothaarigen frauen verbrannt habt von wegen hexen und so...!ist doch schwachsinn!oder das in island!die evangelischen töten dort alle die nicht an sie glauben!ist das toll oder was!soviel zum thema du darfst nicht töten!ich sag nicht das die katholiken besser sind die sind genauso scheiße wie ihr!und mit diesem beten vor dem essen!wozu soll das gut sein?schmeckts dann besser?ehrlich,wenn das der himmel ist muss es dort sehr langweilig sein!dann will ich lieber in die hölle da ist wenigestens was los!denkt ihr mal lieber über die geldsache und über eure gebote nach anstatt hier rumzusülzen!
PS:die zeugen jehovas könnt ihr auch zuhause lassen die verarsch ich(und alle die ich kenne tun das auch)nur!das bringt nix!spendet mal lieber ein bisschen von eurem haufen geld an arme kinder wenn ihr so heilig seid anstatt euch die 5. yacht zu kaufen!
PPS:antwort erbeten!bin mal gespannt was ihr dazu wohl zu sagen habt!
Die Antwort von Georg Girschek:
Hallo,
für Dein mail vom 26. Juli danke ich Dir. Leider hast Du sehr wenig über den Glauben an Gott geschrieben, sondern das meiste über die katholische Kirche. Du machst der katholischen Kirche eine Menge Vorwürfe. Dein Herz ist sehr voll davon. Ich nehme Deine Zeilen sehr ernst. Aus Platzgründen kann ich Dir leider nur auf ein paar Dinge, die Du geschrieben hast, antworten, also:
- Du schreibst: "Ich kann [nicht] glauben [....], daß ihr nur das beste wollt". - Ich möchte Dir erläutern, was wir mit unserem Projekt "Ohne-Gott" wollen: Wir möchten Menschen zum Nachdenken darüber einladen, was für sie im Leben wirklich wichtig ist und warum es wichtig ist. Dieses Nachdenken kann vielleicht so manchen Menschen - und auch den Menschen um sie herum - helfen. Du weißt bestimmt, daß in unserer Gesellschaft nicht wenige Menschen nur hinter dem Konsum und hinter Ablenkung herlaufen. Konsum ist wichtig, davon lebt unsere Wirtschaft und somit wir alle. Auch Ablenkung ist wichtig, die braucht man zum Entspannen, wenn man Stress gehabt hat. Aber Konsum und Ablenkung allein können das Leben nicht tragen. Wenn man sich nur an Konsum und Ablenkung hält, macht man sein Leben zu einer ziemlichen Nullnummer. Man kann, wie ich meine, mehr damit anfangen:
Man kann z.B. lernen, daß alles, was gut ist, nicht selbstverständlich ist. Man kann lernen, dankbar zu sein, daß man leben darf. Man kann versuchen, seine Arbeit gut zu machen. Man kann versuchen, das Leben, die Welt und andere Menschen immer mehr zu begreifen. Man kann sich an dem Schönen in der Welt freuen und es fördern. Man kann versuchen, anderen Menschen ein gutes und schönes Leben zu bereiten. Man kann für Gerechtigkeit und für mehr Verstehen und Verständnis unter den Menschen arbeiten - für eine bessere Welt. - Sicher gibt es noch mehr Möglichkeiten, das Leben ernst zu nehmen und ihm einen Sinn zu geben. Für alle diese Möglichkeiten kann Religion eine Begründung liefern.
Manche Menschen flüchten in Konsum und Ablenkung, weil sie Angst haben, sich die Frage zu stellen, was im Leben wichtig ist und warum es wichtig ist; die Antwort könnte für sie ja sehr unangenehm ausfallen. Manche haben Angst vor der Frage, was sie mit dem Leben denn Gescheites anfangen können; die Antwort könnte ja unbequeme Konsequenzen erforderlich machen. Andere Menschen sind einfach hilflos und suchen bisher vergebens nach gescheiten Antworten.- Vielleicht hilft unsere Aktion dem einen oder anderen, über diese Fragen nachzudenken und für sich eine Antwort zu finden. - Unser Projekt funktioniert auch nach dem Schneeball-Prinzip: Einer schreibt einen Beitrag, und die anderen denken über den Inhalt dieses Beitrags nach und äußeren vielleicht dazu ihre Meinung in einem Beitrag usw. - Somit hast Du zum Funktionieren unseres Projekts mit Deinem ausführlichen Text beigetragen. Danke!
- Du schreibst davon, daß man von der Kirchensteuer nichts zurück bekomme. Wenn Du im Internet "www.kirchensteuer-koeln.de" aufrufst, kannst Du dich dort darüber informieren, was die Kölner katholische Kirche mit den Kirchensteuern anfängt. Ich meine, daß mit dem Geld sehr wichtige Dinge für die Menschen gemacht werden. Auch - wie Du ja forderst - armen Kindern helfen wir. Und übrigens: Ich kenne keinen in der Kirche, der sich von der Kirchensteuer "die fünfte Yacht" - wie Du schreibst - kauft.
- Du schreibst, daß Du die Zeugen Jehovas "verarschen" würdest. Dazu muß ich Dir ganz deutlich meine Meinung sagen: Ich halte das für eine ziemlich miese Art und Weise, mit Menschen, die ernsthaft religiös sind, umzugehen - auch wenn man eine andere Einstellung als diese Menschen hat und deren religiöse Überzeugung ablehnt. Wie wärs denn mal mit einer sachlichen Auseinandersetzung mit anderen Überzeugungen?
- Du schreibst, der Buddhismus ist "die einzige Religion, die einem nicht vorschreibt, was man zu tun und zu lassen hat". Da kennst Du Dich aber leider nicht so gut im Buddhismus aus. Denn auch Buddha hatte ganz klare Vorstellungen davon, wie die Menschen sich verhalten sollen, um das Glück oder das Heil zu erreichen.
- Nicht jeder einzelne in der katholischen Kirche meint, daß er "heilig" ist, wie Dein Vorwurf lautet. - Die katholische Kirche besteht aus Menschen mit allen Fehlern und Schwächen. Aber wir glauben, daß es überhaupt für die Menschen gut ist, daß es die katholische Kirche gibt. Wir glauben, daß unser Auftrag gut ist: für den Glauben an Gott zu werben, das Leben in eine Beziehung zu Gott zu stellen und den Menschen zu helfen.
Vielleicht hat Dir das eine oder das andere, was ich Dir geschrieben habe, etwas gebracht. Wenn das der Fall ist, freue ich mich. Wenn das nicht der Fall ist, bin ich Dir für Deine sachliche Kritik dankbar. Wenn Du wieder schreiben möchtest, kannst Du fest mit meiner Antwort rechnen.
Machs gut und adieu!
Georg Girschek |
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Jürgen Dahlmann, 30 |
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Ich glaube nicht an Gott - ich weiß, dass es ihn nicht gibt!!! ... übrigens ich bin evangelisch; ... Was ist denn das in der heutigen Zeit, was immer mehr Menschen in die Gottlosigkeit führt? Vielleicht gibt es bald ja wieder eine solche Karte, die sich mit der Frage nach dem "Warum?" beschäftigt. Ich persönlich habe in meinem doch erst kurzem Leben schon genug miterleben u. sehen müssen, dass nach anfänglichem Zweifel, der Glaube dem Wissen wich. Bin kein Religionsfanatiker, in der Kirche sieht man mich auch sehr, sehr selten aber mit etwas gesundem Menschenverstand, offenen Augen und etwas Mut, kommt jeder zu dieser Einsicht – denk’ ich mal. Egal, ob Gott, Manitu, Jihowa oder Allah - das, was wir sind, was wir sehen, wo wir leben - das Leben - ist kein Produkt des Zufalls oder gar der Phantasie!
Eine tolle Idee, das mit der Karte, aber wenn Kirche wirklich überall wäre, dann müssten wir uns solch traurige Gedanken über die Gottlosigkeit nicht machen! |
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Klaus Mehlert, 29 |
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...weil ich den Gott, den die Kirche verkündet, genau mit dieser Kirche nicht zusammendenken kann.Und mit einem anderen Gott als dem der christlichen Kirchen bin ich nicht ernsthaft in Kontakt gekommen. |
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Jens Schumacher, 26 |
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...weil ich eine zu Wissenschaftliche Einstellung habe und ich noch keine "Beweise" gefunden habe, die mir sagen, das es Gott gibt. Ausserdem gibt es so viele Religionen mit einem Gott - warum soll dann gerade die christliche Glaubensrichtung die richtige sein. Die katholische Kirche ist auch kein Vorbild im "christlichen Sinne". Der Papst stellt welt- und realitätsfremde Forderungen (Geschlechtsverkehr ohne Verhütung und dann die Beratungstellen für Frauen schliessen, die aus bestimmten Gründen abtreiben müssen; usw.) |
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