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Bright, männlich, 48 |
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An die Vertreter des Erzbistums
Köln: Ist es Ihnen nicht selber peinlich, allen Ernstes an
einen Gott in drei Ausführungen, einen Halbgott in
Menschengestalt, der nach seinem Tod wieder lebendig wird,
und an Brot und Wein, die sich in sein Fleisch und Blut
verwandeln, zu glauben? Und wie kann man eigentlich auf
die kannibalistische Idee kommen, seinen eigenen Heiland
in einer religiösen Zeremonie aufzuessen?
Das Christentum ist nichts weiter als ein Götzendienst und
seine erlogene, groteske Kunstfigur Jesus ist der oberste
Götze. Der reale Jesus würde sich im Grab umdrehen, wenn
er mitkriegen könnte, wofür die Christen seinen Namen
missbraucht haben.
Schon Ihre Fragestellung ist unsinnig. Man müsste die
Frage umkehren: Mit Gott leben. Wie geht das? Wie kann man
mit einer dermaßen absurden, der menschlichen Vernunft und
ganz einfach dem gesunden Menschenverstand so offenkundig
widersprechenden Vorstellung leben?
Ihre Grundannahme,
dass erst der Glaube an Gott ein sinnerfülltes,
glückliches Leben ermögliche, ist grotesk. Ich frage mich,
was das für Menschen sind, die ohne irreale höhere Wesen
keinen Sinn und kein Glück in ihrem Leben finden können.
Für mich ergeben sich Sinn und Glück aus Dingen, die ich
im Leben selbst vorfinde: Menschlichkeit, Mitgefühl,
Kultur, Phantasie, die Fähigkeit, Spaß, Vergnügen, Genuss
zu empfinden, usw. Und um gleich das unverschämteste
christliche Argument vorwegzunehmen: Werte wie Humanität
und Mitgefühl sind nicht christlich sondern menschlich.
Warum sind soviele Menschen offenbar nur deswegen bereit,
sich menschlich zu verhalten, weil sie die ausdrückliche
Anweisung dazu aus dem Himmel bekommen? Für wahre
Menschlichkeit braucht es keinen göttlichen Befehl.
Sie als Vertreter des Glaubens stehen letzlich für
Irrationalität und gegen Verstand und Logik. Sie führen
doch einen bedingungslosen Krieg gegen die menschliche
Vernunft und versuchen, eine aufgeklärte, säkulare
Gesellschaft mit Aberglauben zu indoktrinieren. Das finde
ich an Ihrer religiösen Position so abstoßend. |
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Anonym, männlich, 20 |
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Woher nehmen
sich die Kirchen das Recht zu wissen was ihr Gott will?
Nur weil es in einem alten Buch steht? Warum will ein Gott
überhaupt das man ihn anbetet? |
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Atheist |
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Gläubige
sollten sich fragen, warum sie glauben. Häufig sind es nur
Erziehung und Tradition. Denn der tatsächliche Gedanke an
die Existenz eines höchsten Wesens ist sogar für
Fantasyfilme schon ziemlich abgedreht. Doch unsere Welt
dreht sich zum großen Teil um diesen hinterwäldlerischen
Aberglaube. |
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Josef Wörmann, 57 |
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Ich bin streng katholisch
aufgewachsen. Ich ging als Kind selbstverständlich jeden
Tag mit Freude in die Kirche bis ich Ministrant wurde.
Dann war es nur noch 3-4 mal in der Woche. Meine
christliche Kindheit war sehr schön und Sie endete in
einem kirchlichen katholischen Lehrlingsheim.
Ich ging von der Kirche weg weil die Heimleiter zwar von
Nächstenliebe sprachen es aber nicht lebten. |
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Anonym, männlich, 62 |
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So wie es Menschen gibt, die
grundehrlich zu der Überzeugung gelangt sind, dass die
Welt von einem Schöpfer gemacht ist, so gibt es Menschen,
die grundehrlich zu der Überzeugung gelangt sind, dass die
Welt ungeschöpft eigenständig existiert und sich bewegt.
Versuche, die eigenen Machtmittel dafür einzusetzen, den
jeweils Anderen seiner Überzeugung wegen zu diffamieren
oder zur Unehrlichkeit sich selbst gegenüber zu
veranlassen, sollten ebenso unterbleiben wie die
Indoktrination von Kindern, deren Urteilsfähigkeit noch
nicht entwickelt ist. |
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Olga, 26 |
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Gott steht nicht im Widerspruch
zur Realität oder zur Wissenschaft, Gott steht nur im
Widerspruch zu der Vorstellung, die die Menschen von ihm
haben... und die einige, auch im Namen der Kirche,
weitergeben. Jemand, der keine Ahnung hat, kann sich noch
so oft vor die Leute stellen und auswendig Gelerntes und
verinnerlichtes Bla-Bla vorbeten, er hat trotzdem
weiterhin keine Ahnung. Man darf sich von solchen Leuten
nicht ablenken lassen... |
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Paul, 47 |
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Ich finde es mutig und schön,
daß die katholische Kirche diese Internetseite
eingerichtet hat und betreibt. Mein großer Respekt, auch
wenn ich nicht mehr an Gott glaube! |
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Anonym, männlich, 23 |
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licht ist schwarz
nichts ist weiß |
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Dee Lom, 52 |
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GOD IS THE SELF
SCHOENEN TAG NOCH
DAS WOVOR ALLE
KIRCHEN ANGST HABEN,DENN DANN GEHT KEINER MEHR HIN UND
SOMIT VERLIERT DIE KIRCHE ETC ALLE MACHT. I AM....! MAN
NENNT ES AUCH INDIVIDUATION - ALLE WEISEN LEHRTEN IMMER
NUR DAS EINE : I AM .. SELF REALISATION - NICHT DAS KLEINE
MIESE SELBST, EGO UND ICH SONDERN I AM. DAS PROBLEM IST
DAS DIE KIRCHEN ETC EINEN FALSCHEN GOTT EMPORGEHOBEN HABEN
UND ALLE VERFUEHRT HABEN.
DAS RESULTAT - DIE LEUTE GLAUBEN NICHT AN GOTT.
SELBSTERKENNTNIS ist eine heilige Angelegenheit.
Darin habe die kirchen versagt weil es denen egal war ob
die menschen dorthinfinden oder nicht. daher werden die
Menschen dorthin finden indem sie anders praktizieren
ueber selbstfindung und selbsterkenntnis. |
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Anna, 16 |
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Ich bin
katholisch erzogen, und seit meiner frühesten Kindheit hat
mich die Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigt. Ich
dachte nach über Gott und die Welt, das Universum, das
Sein und das Nichts. Als ich gerade einmal vier oder fünf
Jahre alt war, erzählte mir mein Vater: „Das Wichtigste
ist es, dass man ,gut‘ ist." Für mein damaliges begrenztes
Verständnis und meine eingeschränkte Vorstellungskraft war
das die Antwort auf all meine Fragen. Doch war ich damals
noch nicht vom Leben geprägt. Ich war schon immer sehr
nachdenklich, melancholisch, es kam mir das Leben oft
sinnlos vor (wem kommt es das wohl nicht in meinem
Alter?), aber es war ein angenehmes Nachdenken, ein
Überlegen mit Gott, ich lehnte ihn nicht ab, im Gegenteil,
er bereicherte meine Gedanken und gab ihnen Struktur. Als
ich vierzehn Jahre alt war, verstarb überraschend mein
Vater. Diese Erfahrung war für mich – gebeutelt von den
Stimmungsschwankungen der Pubertät – sozusagen mein
eigener „Weltkrieg", der Tag X, an dem ich begann, meine
Augen für das grauenvolle Leid der Welt zu öffnen. Was ich
subjektiv erfahren habe, diese Grausamkeit des Todes, die
Ausweglosigkeit, unendliche Trauer, nächtelanges Weinen,
ja, sogar die Arme habe ich mir ein paar Mal
aufgeschnitten, ich wollte wissen, bin ich denn überhaupt
noch da? Was gibt es denn noch in meinem Leben, das mir
wichtig ist und wofür es sich zu leben lohnt? All das
brachte mich zu der Annahme: diesen gütigen Gott kann es
nicht geben, diesen Gott von Auschwitz, diesen Gott, der
die Ungerechtigkeit und das Leid geschehen lässt. Bis ich
zu einem weiteren Gedanken kam: Der Mensch ist frei, er
ist zur Freiheit verurteilt (Sartre). Aber auch im
christlichen Sinne ist dieser Ansatz korrekt: Gott hat den
Menschen nicht als seine Marionette geschaffen, sondern
als sein Abbild, er ist frei, sich zwischen Gut und Böse
zu entscheiden. Er soll sich aus freiem Glauben und Willen
zu Gott und zum Guten bekennen, das ist es, was ihn über
alle anderen Geschöpfe der Erde erhaben mach. Er ist frei
und frei, gerecht zu sein, zu glauben und zu lieben. Ich
liebe diesen Gedanken; ebenso liebe ich die Lehre Jesu
Christi, der sich bedingungslos für seine Nächsten, aber
auch für seine Feinde einsetzte. Allerdings halte ich auch
die Umsetzung jener Lehre durch die katholische Kirche für
nicht akzeptabel. Was haben Jahrhunderte von
Konservatismus, eisernem Festhalten an von Menschen
geschriebenen Gesetzen, Inquisition und Hexenverbrennung
mit einem liebenden und barmherzigen Gott zu tun? Eine
Kirche, die – damals wie heute – ihren Gegnern Schrecken
einjagt, sie unterdrückt, sie aus der Gemeinschaft
ausstößt, nur weil sie eine andere Position vertreten?
Eine Kirche, die ihre Kirchen und Kathedralen mit Gold und
Prunk schmückt, während die Welt hungert? Eine Kirche, die
Lehren und Gesetze vertritt, die seit Jahrhunderten
veraltet sind? Eine Kirche, die den Aufrührer Jesus
wahrscheinlich selbst wieder ans Kreuz schlagen würde,
käme er noch einmal auf die Erde, den Pharisäern und
Gesetzestreuen gleich, denen Gottes Sohn damals die
wirkliche Bedeutung der Schrift und die Barmherzigkeit
Gottes aufgezeigt hatte. Eine Kirche, die nicht nach
Liberalismus und Allumfassenheit strebt, sondern die
Fortschritte der Menschheit beharrlich ignoriert und die
praktische Anwendung der Gebote Jesu unterdrückt? Nein,
ich lehne nicht das Neue Testament und die Lehre Jesu ab,
sondern die Institution Katholische Kirche selbst. Was
zählt, sind die praktischen Auswirkungen der Religion,
nach welchen Maßstäben sie den Menschen zu leben
vermittelt. Der Ursprung, die Theorie der Religion sind
unbedeutend, solange sie den Menschen zu moralischem
Handeln veranlasst. In diesem Falle ist der Glaube eine
Stütze des Menschen, er hilft ihm, sich nicht in der
tiefen Sinnlosigkeit des menschlichen Lebens zu verlieren.
Aber ist der Glaube an einen Gott, diesen Gott, sei er
auch barmherzig und gütig, wirklich die Antwort?
Projiziert der Mensch nicht all seine Unvollkommenheit und
all seine Wünsche auf ein anderes, höheres Wesen? Ich
zweifle niemals an, dass es etwas Höheres, Transzendentes,
über unser Vorstellungsvermögen Hinausgehendes gibt, doch
verbietet mir mein Verstand, auf einen Gott zu hoffen, ihm
zu vertrauen. Die neuesten Ergebnisse der Astrophysik
liefern erstaunliche Analysen zur Entstehung der Welt und
zu dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, welche
gigantischen Kräfte in unserem Universum wirken. Allein
die Tatsache, dass es vier Dimensionen, vereint in einem
Raum-Zeit-Konstrukt, und andere gesicherten Prinzipien der
Relativitätstheorie gibt, machen es mir unmöglich, einfach
an einen absoluten Gott zu glauben, der die Welt
erschaffen hat und über sie wacht. Selbst wenn der Mensch
letztendlich akzeptieren muss, dass er die Geheimnisse
unseres Universums aufgrund seiner Subjektivität und
Eingeschränktheit niemals vollkommen lösen wird, bleibt
die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes. Wie kann Gott das
Ungerechte zulassen? Viele Ungerechtigkeiten und Unglück
auf dieser Welt resultieren nicht aus der Freiheit des
Menschen, sie müssen als gottgegeben hingenommen werden.
Aber wieso lässt Gott jene Ungerechtigkeit zu? Dass durch
die von Gott gegebene Freiheit des Menschen Unglück und
Leid entstehen, lässt sich nicht leugnen, aber was ist mit
Tod, Krankheit, Unfällen? Wendet sich Gott denn von seiner
Welt ab? Oder ist dies vielmehr ein Zeichen dafür, dass
Gott nicht existiert? Ich habe in der Vergangenheit viel
mit mir und Gott gehadert, habe ihn in imaginären
Gesprächen immer wieder nach dem Grund für das Leid auf
der Welt gefragt, nach dem Grund für den frühen Tod meines
Vaters, den ich niemals ganz verkraften werde, und nie
eine Antwort erhalten. Ich habe in das Angesicht der Welt
und der Menschheit geblickt und nicht das Abbild eines
barmherzigen und gütigen Gottes gesehen, sondern in
Gesichter voller Neid, Hass, Trauer und Verzweiflung.
Deswegen kann ich nicht an Gott glauben. |
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Hartmut Keßler, 76 |
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Vorab: Ich
habe nichts gegen Religionen, solange diese nicht
Andersdenkenden vorschreiben wollen, was sie glauben
sollen. Leider ist dies bei den monotheistischen
Religionen mit ihrem Missionsauftrag niemals der Fall.
Gerade hier in Deutschland, das angeblich eine strikte
Trennung von Kirche und Staat hat, haben und nehmen die
Kirchen viel zu viel Einfluss (über Kindertaufe,
Religionsunterricht, Kreuze in den Schulen, Widerstand
gegen Ethikunterricht, ...) auf den Staat, dessen Bürger
und Steuerzahler bereits zu mehr als einem Drittel
konfessionslos sind. Meinen Kinderglauben an den "lieben
Gott" habe ich im Laufe meines langen Lebens parallel zu
meinem wachsenden Wissen verloren. Vor einigen Jahren bin
ich deshalb aus der Kirche ausgetreten und bedauere, dass
ich den vorausgegangenen Spagat zwischen Glauben und
Wissen/Vernunft nicht schon früher beendet habe. Ich fühle
mich als "bekennender" Atheist sehr wohl in meiner Haut:
Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod; ich weiß, dass der
Sinn meines Lebens darin besteht, eben dieses einmalige
Leben bewusst zu führen und zu genießen und andere an
meinem Glücksgefühl teilhaben zu lassen oder ihnen
ebenfalls zu einem glücklicheren Leben zu verhelfen; ich
bewundere (als ehemaliger Ingenieur) in jeder bewussten
Minute meines Lebens diese unvorstellbare Meisterleistung
der Natur, mit ganz wenigen unveränderlichen Ablaufregeln
(Naturgesetzen) eine überschaubare Zahl von jeweils
identischen Materiebausteinen (Atomen) zu schaffen und
daraus wieder ein riesiges Universum von Sternen und
Planeten sich entwickeln zu lassen, dann noch auf
mindestens einem dieser Planeten Lebewesen entstehen zu
lassen, die sich zu immer höherer Komplexität entwickelt
und verzweigt haben (Einzeller), sich zu noch komplexeren
Gebilden zusammengeschlossen haben (Mehrzeller), aus denen
schließlich hoch entwickelte Lebewesen entstanden sind,
die sich zu sozialen Strukturen zusammen schließen,
darunter auch wir Menschen. Dieses Wunder ist über die
Jahr-Millionen abgelaufen, ohne dass eine "höhere Macht"
jemals hätte eingreifen müssen, wie etwa ein schlechter
Schachspieler, der einen ungünstigen Zug zurücknehmen
will. Warum sollte nun plötzlich eine "höhere Macht" nach
diesen Millionen, ja Milliarden von Jahren eingreifen und
sich um diese eine Spezies "Mensch" unter den vielen
anderen Lebensformen auf einem unbedeutenden Planeten in
einer unbedeutenden Galaxis dieses riesigen Universums
kümmern? Alle Vorstellungen der Menschen von einem
persönlichen Gott, der für jeden Einzelnen da ist,
entspringen einer unglaublichen Überheblichkeit! Wir
Menschen sind wie alle anderen Lebewesen ein schnell
vergängliches Klümpchen Sternenstaub, ein Nichts im
Universum. Da wir dank unseres großen Gehirns in der Lage
sind, zukünftige Situationen einzuschätzen, können wir
unser Leben ein wenig vorausplanen. Ein guter Ratgeber ist
dabei die "Ehrfurcht vor dem Leben" (Albert Schweitzer).
Wenn wir uns Mühe geben, uns selbst, unsere Nachbarn, aber
auch andere Mitgeschöpfe (Tiere, Pflanzen) so zu
behandeln, dass unser/ihr Leben (physisch und psychisch)
möglichst wenig beeinträchtigt sondern eher gefördert
wird, dann haben wir unseren Teil zu einer besseren Welt
(Erde) beigetragen und damit mehr bewirkt, als wenn wir
"Gott" (was immer man auch darunter verstehen mag)
anbeten. Fazit: Ein erfülltes und glückliches Leben ist
leicht möglich ohne Gott, den es wahrscheinlich nicht gibt
oder der sich herzlich wenig um uns Menschen kümmert. |
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Anonym |
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Gott hin
oder her, die Offenbarungsreligionen sind äußerst
unangenehm. Es wird versucht die Wirklichkeit aus einer
von Menschen kanonisierten Schriftensammlung heraus zu
erklären, anstatt die Wirklichkeit zu erforschen. Es gibt
darin göttliche Offenbarungen, die nicht mehr als
Totschlagargumente/Autoritätkillerphrasen sind, mögen sie
auch mit Versprechungen oder Drohungen verziert sein. Den
Theologen/Religionsgelehrten fällt nicht auf, dass sie
ihre heiligen Texte schon lange überinterpretieren, da sie
das Tabu gar nicht mehr wahrnehmen, das darin besteht,
dass diese Texte nicht verändert werden dürfen, obwohl
bekannt ist, dass es Menschen waren, die sie kanonisiert
haben. Exegese von religiösen Texten ist ein schöner
Schein und eine Lachnummer. |
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Anonym, weiblich |
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Der Mensch
ist doch von Gott erschaffen, oder vertue ich mich da?
Wenn dem so ist, dann kann ich nur sagen: "Ich danke Dir,
o Herr, daß Du mich mit schielenden Augen geschaffen hast,
auf daß mich alle Welt verspottet, verhöhnt, ausgegrenzt,
entmenschlicht, entwürdigt und man mich ins soziale
Abseits gedrängt hat! Danke, Gott! Im Kindergarten wurde
ich nach 1 Woche rausgeworfen. Die Kindergärtnerin zu
meiner Mutter: Nehmen Sie Ihre Tochter mit nach Hause, die
schielt, die braucht gar nicht mehr kommen, und heulen tut
sie den ganzen Tag, mit der will sowieso keiner spielen."
30 Jahre durfte ich mir von meiner stockkatholischen
Mutter anhören, daß ich ein ungewünschtes Kind bin, weil
es schielt. (Von den Beleidigungen meines erzkatholischen
Vaters will ich gar nicht erst reden.) In der Grundschule
wurde ich von der Lehrerin vor die Klasse gestellt, und
die Lehrerin sagte laut: "Die da schielt, die hat den
Bösen Blick!" Ich wurde von einem Priester geschlagen,
weil ich schielte. Ich wurde von einem jungen Priester
verjagt, weil ich schielte. Bei einer Abschlußfeier bekam
ich nichts zu essen, als alle zu Tisch gebeten wurden. Mir
wurde ins Gesicht gepöbelt: "Du bekommst nichts, du
schielst!" Ich wurde bei strömendem Regen auf einer
Landstraße mitten in der Nacht aus dem Auto geworfen,
nachdem der Vater meiner Freundin im Rückspiegel meinen
Sehfehler bemerkte. Zwei Tage nach einer Krebs-OP wurde
ich im Krankenhaus bei der Visite von einem Praktikanten
vor 7 Personen lauthals wegen meines Sehfehlers
diskriminiert. Ach ja, auch das Unterstellen fehlender
Intelligenz gehört zum Reportoir! Und die meisten, die
mich so behandelt haben, denen ich nie etwas zu Leide
getan habe, waren ... gute Katholiken! Oh ja, ich danke
Dir, o Herr! Wirklich prima hast Du das gemacht! Aber
keine Sorge: ich lege keinen Wert darauf, nach meinem
Ableben zu Dir in den Himmel zu kommen! Da sind mir
zuviele gute Katholiken, die schielende Menschen hassen. |
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Anonym |
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Der Film
Constantine ist super und erklaert das ganze super! |
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Johannes Rohr, 41 |
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Ich würde
mich allerdings gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.
Wenn ich hier auch nur ein einziges gutes Argument für die
Existenz eines wirklich allmächtigen, allgütigen und
allwissenden Gottes lesen würde, würde ich es sehr
ernsthaft in Betracht ziehen. Allein - ich kenne kein
einziges gutes Argument. |
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Daniela Zitzelsberger, 25 |
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Ein große
Lob an diese Seite! Ich bin in einer gläubigen, religiösen
Familie großgeworden. Meine Geschwister sind
unüblicherweise gläubiger als meine Eltern, haben das
Tischgebet bei uns eingeführt und aufgezeigt, was aktiver
Umgang mit dem Glauben ist. Leider sties meine Haltung
immer nur auf Ablehnung. Ich kenne kaum Menschen, die sich
wirklich dafür interessieren, wie man ohne Gott lebt.. nur
ob man bekehrt werden kann. Für mich hat das Leben ohne
religiösen Glauben den Vorteil, das mein Urteil nie durch
meinen Glauben getrübt wird. Ich sehe und begreife die
Welt ganz anders und, denke ich, deutlich realer als
Gläubige. Der Nachteil? Ohne Gott ist man auf eine tiefe
Art alleine. Es gibt keine allumfassenden Antworten,
keinen Trostspender, keine Erklärung für tausend Dinge,
die der Mensch nunmal trotz aller Wissenschaft nicht
begreift. Aber: schafft man es, sich diesen Problemen zu
stellen, so hat die Welt keine Schrecken mehr. Denn das
Leben ist schön... auch wenn der Sinn einem verborgen
bleibt (wenns überhaut einen gibt), auch wenn man nicht
weiß was nach dem Leben kommt. es ist mir schlichtweg
egal! ich kann es vorher sowieso nicht erfahren. und das
habe ich akzeptiert. |
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Daniel, 25 |
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Warum das
alles .. aber antwortet Nie mit Gott. |
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Anonym, männlich |
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Ich bin
voller Zweifel und dennoch kein Atheist. |
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Anonym, männlich, 55 |
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bekenntnis
als säkularer humanist (atheist klingt so schlimm) glaube
ich an das gute in uns und das schwache. alle gleich,
jeder verschieden. verantwortlich für sich und für alles
auf dieser einzigen bühne. |
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Michael Bernast, 51 |
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daß die
menschen nicht wissen, wo sie her kommen und warum sie ein
stück hier sind, und daß sie unwiderruflich sterben
werden, erfüllt mich mit neugierde und ich erfeue mich
daran, daß sovieles bisher noch so unbegreiflich und
demzufolge noch zu erforschen ist. es ist keinesfalls ein
grund zur verzweiflung, noch nicht erklären zu können,
warum das universum entstanden ist, sondern das scheint
eine der spannendsten fragen zu sein, die sich den
menschen stellt. daß heute noch deshalb archaische
gotteskonstrukte bemüht werden, halte ich für einen
fatalen, ja, den wahrscheinlich größten irrum der
gegenwart. |
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Marc Stolt, 34 |
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zu dem thema was hier erwähnt worden ist
das man nur nach was suchen kann was man sehen kann oder
man weiß wie es riecht!! sag mir bitte wie die liebe
aussieht?? ich persönlich kann nur sagen das ich nicht
weiß wie sie aussieht oder riecht oder die luft kann nicht
anfassen oder sehen!! aber es gibt beides zumindest wird
das behauptet!! also warum nicht an gott glauben!! |
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Marc Stolt, 34 |
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hallo!! ich
möchte einfach nur ein paar worte schreiben oder sagen!!
ich 34 jahre alt, bin religiös aufgewachsen, war nicht
immer einfach!! irgendwann bin ich an einen punkt gekommen
wo ich einfach nicht mehr glauben konnte!! ich war als
sehr junger mann sehr oft krank sehr schlimm krank! so
dass man an einen punkt kommt wo zweifel aufgekommen!? da
war verzweiflung, wut aber ich habe immer wieder die frage
der fragen gestellt, warum ich!!?? ich habe zu gott
gesprochen habe ihn gebeten mir antworten zu geben! lange
zeit passierte gar nichts!!! aber ich habe irgendwann
antworten bekommen meine bitten wurden erhört!! und es war
schön einfach ei tolles gefühl!! was ich eigentlich sagen
will ist, dass man nicht irgendeiner religion angehören
muß um zu glauben! man muß ihn nur erkennen und mit ihm
ins reine kommen!! und ich habe immer nur gesagt und das
sage ich immer noch!! nicht mein wille, sondern sein wille
geschehe!! liebe grüße und ein schönes weihnachtsfest!! |
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Johannes S., 26 |
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Die Stimme
"Gottes" ist nichts anderes als unser Geist, welche durch
unseren Verstand nach uns ruft. Es ist das natürliche
Bestreben im Geiste zu Wachsen und sich Auszubreiten, so
wie es auch ein Baum tut. Es gibt so viel mehr dazu zu
schreiben, darum schreibe ich gerade ein Buch darüber,
welches eine plausible Erklärung für Dinge gibt, die sonst
mit dem Wort "Gott" abgetan wird. Es hier in ein paar
Sätzen zu erläutern, ist unmöglich. |
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Ralph Saathoff, 37 |
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Die Stimme
"Gottes" ist nichts anderes als unser Geist, welche durch
unseren Verstand nach uns ruft. Es ist das natürliche
Bestreben im Geiste zu Wachsen und sich Auszubreiten, so
wie es auch ein Baum tut. Es gibt so viel mehr dazu zu
schreiben, darum schreibe ich gerade ein Buch darüber,
welches eine plausible Erklärung für Dinge gibt, die sonst
mit dem Wort "Gott" abgetan wird. Es hier in ein paar
Sätzen zu erläutern, ist unmöglich. |
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Rudolf Garus |
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Wenn ich
etwas suche, dann muss ich wissen, wie das Gesuchte
aussieht, riecht oder wie es sich irgendwie bemerkbar
macht. So kann ich also Gott nicht suchen. Ich kann aber
z.B. staunen und voll Bewunderung vor einem riesigen Baum
oder vor einer wunderschönen(!) Blüte stehen und mich
wundern(!), was die Natur hervorgebracht hat. Wirklich?
Die Natur? Die 5 Buchstaben... oder? |
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Anonym, männlich, 17 |
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Ich glaube
nicht an Gott. Glauben tu ich nur dass, was ich sehe. In
schwierigen Situationen, in denen ich keinen Ausweg sehe,
glaube ich nicht an Gott. Aber dann hoffe ich, dass es
eine höhere Macht gibt. |
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Niklas D., 16 |
Eine Welt,
in der wir uns nicht mehr als Christen, Moslems, Hindus,
Buddhisten, Juden oder Atheisten wahrnehmen, sondern als
gleichberechtigte Mitglieder jener affenartigen Spezies,
die sich einst in einem Anflug von Überheblichkeit den
Namen Homo sapiens gab.
Michael Schmidt-Salomon, Philosoph |
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Ingeborg Albert, 65 |
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Atheismus
ist der richtige Weg, um mit sich im Klaren zu sein und
Spaß am Leben zu haben - ohne eine sog. "Hölle" oder
"Sünde". Liebe, Mitgefühl und Verantwortungsgefühl
gegenüber meinen Mitmenschen habe ich in mir. Ich bin
nicht getauft, habe jedoch in meiner Jugend für 4 Jahre
den Religionsunterricht besucht und schon als Kind den
Kopf geschüttelt über soviel Unwahrheit, soviel
Selbstbetrug - der da zelebriert wird. |
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Gunter Veet, 67 |
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Gott, oder
was immer dieser Begriff meint, ist m.E. mit Nietzsche
nicht nur tot, sondern hat nie gelebt, weil eine Idee eine
Idee ist, eine Kopfgeburt, die auch nach 2000 Jahren
Wiederholung nicht wirklich werden kann. |
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Anonym |
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Der
Kreationismus ist nur ein Symptom, der Fehler liegt
tiefer. Wer die Welt und die Menschen, die ein Teil der
Welt sind, verstehen will, muss "diese" beobachten,
erforschen und untersuchen. Wer stattdessen ein
traditionell überliefertes Gedankengebäude erforscht und
untersucht, wird stets ein Weltbild besitzen, das zwar auf
keiner völlig falschen, aber doch auf einer verzerrten
Basis beruht. Es hat einen Grund, wieso Bultmann,
Drewermann, die katholische Kirche und Kreationisten zu
unterschiedlichen Resultaten kommen, obwohl sie die Bibel
als gemeinsame Basis haben. Die Basis ist eine
traditionelle Überlieferung und als solche eine mystische
Verzerrung der Wirklichkeit, die mir übrigens sehr
menschlich erscheint, mit allen Fehlern und Schwächen die
Menschen so haben können (wobei ich auch Göttlichkeit für
ein menschliches Werturteil halte). |
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Heinz Deiss, 43 |
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Gott ist
böse und die Welt ist schlecht. Und er meint's nicht mal
persönlich. Vulgo: das (und wir) ist (sind) ihm
scheißegal. Dem kann man entweder über jahrelanges
Meditieren zu entkommen suchen oder man kann drauf
scheißen und drüber lachen! |
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Anonym, männlich, 26 |
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Welcher Gott? Selbst wenn
wir uns auf die abrahamitischen Religionen beschränken und
von diesen uns nur auf die Sammlung der
Glaubensgemeinschaften konzentrieren, die sich als
christlich bezeichnen gibt es viele verschiedene Götter.
Der Gott der Katholiken ist ein anderer als der der
Evangelen, ist ein anderer als der den man den frühen
gnostischen Christen unterstellt. Ich würde sogar sagen
das in einem Gottesdienst an dem 12 verschiedene Gläubige
teilnehmen auch 12 verschiedene Gottesvorstellungen
zugegen sind. Denn jeder macht sich gedanklich eben doch
eine eigene Vorstellung, trotz oder gerade wegen des
Bilderverbots. Welcher von diesen verschiedenen
Vorstellungen ist nun die richtige? Oder sind gar alle
Vorstellungen gleichberechtigt? Wenn dem so ist hätte Gott
ja auch sich widersprechende Eigenschaften. Die Idee von
einem Gott ist für mich gleichbedeutend mit der Idee einer
gemeinsamen Realität. Doch die Welt von heute ist einfach
zu komplex dafür geworden, niemand versteht den anderen
mehr. Dies ist nicht die Schuld irgendwelcher Satane
sondern eine ganz natürliche Entwicklung, die aus der
Kommunikation verschiedenster Kulturen und Sprachen
miteinander erwuchs. Die Erkennung der Relativität jeder
Wahrheit ist Voraussetzung für jede zukünftige
Gemeinschaft. |
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Ronaldiny, 51 |
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Hast das Böse und liebt das
gute Amos:5:15 Recht euch nicht selbst 1Kor.4:8-13 Was
Gott sagt wird auch geschehen Jes.14:24; 1Kö.8:56 |
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Heidrun, 58 |
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Ich glaube also nicht an
Gott als allmächtigen, liebenden, lenkenden Vater, sondern
eher als Ausdruck für allgemein gültige Rechte und
Pflichten. Die in einzelnen Religionen manchmal gesetzten
"Normen" und schon gar vorgeschriebenen Riten sind meist
sinnlos (geworden), wenn nicht sogar "antihumanistisch". |
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Carsten, 42 |
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42 (Für die die es nicht
wissen, 42 ist DIE Antwort (Per Anhalter durch die
Galaxis)) Kein Gott, Kein Herr (ein Ausspruch eines
Romanhelden von Jules Verne) Das Leben ist zu kurz, die
Existenz hat keinen Sinn und das Universum kein Ziel! Die
Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. |
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Peter Backfokus, 52 |
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Gefunden im Wort der Woche -
Archiv: Die Unmöglichkeit, in der ich mich befinde, zu
beweisen, dass es keinen Gott gibt, tut mir eben seine
Existenz dar. Das ist keine intellektuelle Glanzleistung.
Die Nichtexistenz von ultravioletten Hupfröschen lässt
sich ebenfalls nicht beweisen. Was schließt man daraus? |
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Jonathan Straub, 20 |
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So viele sind auf der Suche
nach Gleichgesinnten, nach der ganz persönlichen Herde.
Ich ja auch. Manche finden was sie suchen: die Religionen,
andere die Politik, die Kunst, oder die Wissenschaft. Wir
möchten mit unserer Individualität nicht alleine sein. Ich
würde mich deshalb sehr freuen, wenn ihr, die
Internetuser, etwas mit mir und meiner Geisteshaltung
anfangen und mir das mitteilen könntet! Hier noch mal in
Kürze alles, wozu ich mich hier bekenne: -Ich nehme die
Existenz Gottes an. -Ich glaube nicht an Gott im Sinne der
religiösen Definitionen von "Glaube". -Ich hasse Gott
nicht. -Ich respektiere Gott nicht. -Ich bekämpfe meine
Furcht vor Gott. -Ich bedaure Menschen, die an Gott
glauben. Danke, mfG, Jonathan |
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Michael Rauch, 65 |
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Da ich einmal katholisch
war, also lediglich die Institution Kirche verlassen habe,
aber die "Wurzeln" meiner religionsphilosophischen Aus- &
Weiterbildung in mir trage und mich auch weiterhin dazu
bekenne, bin ich "geprägt". Das stört mich aber nicht. Da
ich aber offen bin für Menschen anderer Meinung UND
anderer Erfahrung, sehe ich KEINEN Grund mich mit
verlogenen, weil in den meisten Fällen sinnfreien
"Glaubenswahrheiten" überhaupt auseinandersetzen zu
müssen. GLAUBEN und WAHRHEIT schließen sich für mich so
radikal gegenseitig aus, wie WASSER und FEUER. Daher
empfinde ich das Verhalten der meisten
Religionsgemeinschaften gegenüber ihren Angehörigen als
UNMENSCHLICH - ja ASOZIAL an, da diese Spiegelfechtereien
um "Glaubenswahrheiten" schon soviele Kriege und Nöte -
bis zum heutigen Tage - hervorgerufen haben, so dass alle
diese Religionsgemeinschaften ihre Kompetenz als "Mittler
zwischen Gott/Götter und Menschen" total und radikal in
Frage stellen lassen müssen. Übrigens: Der Austritt aus
der Institution Katholische Kirche war und ist für mich
eine Befreiung, sowie ein wesentlicher Zugewinn an Sinn
MEINER menschlichen Existenz. |
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Jens, 42 |
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Ich habe gute Freunde, die
Christen sind. Sie sind engagiert in einer Freien
Jesusgemeinde. Schon das war ein Grund, mich seit vielen
Jahren mit dem Thema christlicher Glaube zu beschäftigen.
Mein Resumee heute lautet: Es gibt keinen Gott! Warum
sollte es ihn geben? Warum sollte eine übergeordnete
göttliche Macht seit 2000 Jahren über eine sich enorm
wichtig nehmende, vergängliche Menschheit herrschen? Nicht
Gott erschuf den Menschen, sondern der Mensch erfand Gott.
Und zwar immer dann, wenn er ihn gerade brauchte oder
braucht. Der Gottglaube ist für mich eine putzige,
antiquierte Folklore, mit der sich viele Menschen ein
wenig Romantik in ihren Alltag zaubern wollen und sich
dauernd Wunder herbeireden, was im Grunde genommen ganz
natürliche Dinge sind, die passieren und die vom einzelnen
Menschen mit seinen Mitteln in ihrer Entstehung nur nicht
nachvollziehbar sind. Der Gottglaube ist die größte
Illusion, die sich die Menschheit leistet. Wer sich in
dieser Täuschung wirklich besser fühlt - bitteschön. Dann
hat es wenigstens etwas geholfen. Ein geradezu
lächerlicher Aspekt ist, dass in der Christenheit der
Vulkanismus mit dem Teufel in Verbindung gebracht wird.
Der Vulkanismus hält den Kohlenstoffkreislauf auf der Erde
in Gang. Und der ist allererste Voraussetzung für die
Schaffung von Grundlagen der Entstehung und der Existenz
jeglichen Lebens auf unserem Planeten. Ohne den
Kohlenstoffkreislauf gäbe es erst gar keinen Menschen, der
sich mit der Frage beschäftigt muss, ob es einen vor 2000
Jahren selbstgemachten Gott nun gibt oder nicht. Herzliche
Grüße. |
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Julitschka |
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Warum glaubst du an Gott?
Glaube doch lieber an die Liebe, Hoffe doch lieber auf
Hoffnung, Vertraue besser auf Vertrauen, Stärke deiner
eigenen Stärke den Rücken. Warum suchst du nach Gott? Sieh
doch erst einmal die Menschen, Verstehe zunächst mal ihre
Nöte, Lebe zuallererst, um ihnen Wohl zu tun, Opfere ihnen
ein bisschen deiner Zeit. Warum ringst du mit Gott? Ändere
lieber, was du ändern kannst, Nimm dein Leben in deine
Hände, Mach das Beste aus den Dingen, wenn es geht, Und
akzeptiere manchmal etwas, wie es ist. Warum strebst du zu
Gott? Strebe erst einmal zu dir, Sei barmherzig, gnädig,
vergebend, Sei göttlich, wenn du dir gegenüber stehst,
Erkenne dich selbst, denn du bist gut. Wenn du ehrlich zu
dir bist - Wie viel von deinem Glauben ist Angst, Wie viel
von deiner Suche ist Flucht, Wie viel von deinem Ringen
ist Wut - Wie wenig von deinem Leben bist du? |
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Chiara B., 27 |
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Gedanken, die mir nach der
Lektüre dieser Seiten durch den Kopf gegangen sind:
"Unmengen schlauer Zitate (in der Rubrik "Wort der Woche")
über Atheismus und Glauben, in vielen kommt ein Entsetzen
über das Nicht-Glauben, den Atheismus zum Ausdruck in dem
Sinne, dass atheistische Menschen blind, überheblich,
gefährlich, ohne Moral etc. seien. Sobald sie dennoch noch
moralischen Grundsätzen lebten, nach Wahrheit strebten,
angesichts bestimmter Phänomene erstaunt oder ehrfürchtig
werden, sei dies *eigentlich* Glaube an Gott, den sie
lediglich leugneten, weil sie ihn nicht wahrhaben wollen.
Hmmm. In vielen (den meisten?) dieser schlauen Zitate (ein
allzu-menschliches Verlangen: für jeden eigenen Gedanken
einen Bürgen haben zu müssen, einen, der angesehen ist, in
Leistung oder Wirkung über dem Normalmenschen steht,
gott-ähnlich ist - Newton, Einstein, Pascal, Augustinus,
Wissenschaftler, Schriftsteller, Philosophen, Künstler
usw.) kommt zum Ausdruck, wenn man das Faszinierende, die
Mitmenschlichkeit, die Liebe, das Überwinden von Zweifel,
die Hoffnung... erlebt habe, komme man nicht mehr umhin,
an Gott zu glauben (z.B. in dem Zitat, dass auf dem Grunde
des Bechers der Wissenschaft Gott warte). Ein weiteres
beliebtes Argument der gläubigen Besucher jener Website
ist, so lange Atheisten über Glauben und Gott diskutierten
oder ihren Atheismus begründeten ("rechtfertigten"), seien
sie - wenn auch unwissentlich - noch auf der Suche nach
Gott. Bullshit! Der Mensch wird wohl immer auf der Suche
nach Ursachen, Begründungen, "Wahrheit" sein und seine
Überzeugungen, sein Verhalten und seine Schlussfolgerungen
begründen wollen - aber jeden, der Begründungen sucht und
gibt, als Suchenden nach Gott zu bezeichnen, bezeugt nur
die Beschränktheit der Perspektive dessen, der dies
behauptet. Mir sind im Gegenzug noch nicht sonderlich
viele Atheisten begegnet, die jeden, der sagt, er könne
Gott nicht beweisen, aber er fühle "irgendwie", dass er da
sei, als "Atheisten, der nur nicht weiß, dass er nicht an
Gott glaubt" bezeichnen. Kommt es mir nur so vor, oder
lassen sich Gläubige durch Atheisten stärker beunruhigen
als umgekehrt? Wenn ja, warum? Aber: Wenn ich natürlich
behaupte "Gott = Wahrheit", ist es nicht schwer, jeden,
der nach Wahrheit sucht, als Gottsucher zu bezeichnen. Nur
ist damit nichts gewonnen. Weder, dass es Wahrheit gibt,
noch dass es Gott gibt, noch dass Gott Wahrheit *ist*,
noch dass Atheisten verkappte Gläubige sind. Viele
Gläubige (und viele der Zitate) sagen sinngemäß: "Mir ist
Liebe / Hoffnung / Mitmenschlichkeit / Gnade / eine
unerwartete Lösung für mein Problem / etwas Mystisches /
etwas Unerklärliches / Erkenntnis / etc. widerfahren -
Dies ist doch der Beweis, dass es Gott gibt!" (Manche
schränken ein und sagen "Das ist *für mich* der Beweis,
dass es Gott gibt.") Hmmm. *Für mich* ist das nur
(höchstens!) der Beweis, dass es Liebe / Hoffnung /
Mitmenschlichkeit / Gnade / eine unerwartete Lösung für
mein Problem / etwas Mystisches / etwas Unerklärliches /
Erkenntnis / etc. gibt (genauer gesagt: dass es
*Phänomene* gibt, die wir als "Liebe / Hoffnung /
Mitmenschlichkeit / Gnade / eine unerwartete Lösung für
mein Problem / etwas Mystisches / etwas Unerklärliches /
Erkenntnis / etc." bezeichnen). Die Tatsache allein, dass
dies nicht rational begründbar oder auf einen logischen
Kern reduzierbar ist, wird als Beleg genommen, dass es
göttlichen Ursprungs sein muss. Als ob Atheisten nur
logisch Begründbares für existent hielten und nicht an
emotionale, irrationale, mystische etc. Phänomene
glaubten! Sie glauben nur nicht, dass diese Phänomene
göttlichen (oder allgemeiner, transzendenten) Ursprungs
oder gar ein Beweis für die Existenz eines bestimmten
(meist: christlichen) Gottes sind. Zu sagen "Ich habe
Liebe erlebt" beweist gar nichts. Aber von dieser Aussage
darauf zu schließen, dass es Gott gibt, ist ein viel
größerer Sprung als von dieser Aussage darauf zu
schließen, dass es Liebe gibt. Und selbst das kann man
noch bezweifeln (muss man aber nicht, auch nicht als
Atheist!). Wer sagt, in der Liebe Anderer, in menschlicher
Güte, Barmherzigkeit, Mitmenschlichkeit etc. begegne einem
Gott, offenbare sich Gott, der traut den Menschen nicht
sonderlich viel zu. Nennen manche (v.a. Gläubige) all
diese Phänomene vielleicht deshalb göttlich, weil sie sie
in sich selbst nicht erfahren und deshalb nicht für
menschlichen Ursprungs halten können? Ein spontaner
Gedanke: "Den" Atheisten wird oft vorgeworfen, sie würden
alles wegerklären, für alles eine rationale Begründung
fordern, sie wären fanatisch der Logik verhaftet und
ließen nichts gelten, was keine rationale Begründung hat.
Was aber ist die Aussage "dies und jenes (z.B. Leben,
menschlicher Verstand und Bewusstsein, Liebe etc.) gibt
es, *weil* Gott es geschaffen hat" anderes, als der
Versuch, eine logische (sic!) Begründung für etwas zu
geben, was man sich anderenfalls nicht erklären kann? Sind
es nicht vielmehr die Gläubigen, die nicht damit leben
können, dass es unerklärbare Dinge gibt, und daher für
alles, was sie nicht erklären können, Gott als Ursache
setzen? Was ist mehr logikverhaftet (-fanatisch): zu
akzeptieren, dass es Phänomene gibt, über deren Ursprung,
Zustandekommmen, Funktionieren etc. man nichts oder nicht
genug weiß, um es vollständig erklären zu können - oder
für all diese Phänomene eine *Erklärung* zu geben, die man
Gott nennt? Liebe Gläubige, warum genügt es euch (oft)
nicht, zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die "größer"
sind, als dass der menschliche Verstand sie fassen könnte?
Atheisten sind keine Götzendiener der menschlichen Ratio!
Aber viele Christen (und auch Gläubige anderer Religionen)
erscheinen oft genug als Verächter des Menschen. Die
meisten (sicher nicht alle) Atheisten (aber sicherlich
auch die meisten anderen Menschen in den meisten Fällen!)
bevorzugen lediglich in Situationen, in denen es eine
rationale UND eine nicht-rationale Begründung für ein
Phänomen gibt, die rationale Begründung. Anzuerkennen,
dass wir vieles nicht (oder zumindest nicht eindeutig)
erklären können (dass wir also *keine* rationale
Begründung liefern können) - z.B. in der Quantenphysik, in
der Frage des Ursprungs des Lebens, im Verhalten anderer
Menschen -, ist lediglich ein Beleg für die Beschränktheit
des menschlichen Geistes und der Komplexität der Welt. Es
ist kein Beleg für die Existenz Gottes. (Aus atheistischer
Sicht ist vielmehr die Tatsache, dass der Mensch Gott
braucht, um Komplexität zu erklären, nur ein weiterer
Beleg für die Beschränktheit des menschlichen Geistes: Er
[er]findet eine einfache Erklärung, die er gedanklich
fassen kann. Schaut man genau hin, ist Gott nämlich gar
nicht so komplex und unfassbar, wie Theologen gemeinhin
behaupten.) "Gott" ist somit lediglich eine Umschreibung,
ein Platzhalter, eine Summe für alles, was nicht rational
fassbar ist. Letztendlich läuft es aber auf die Tautologie
hinaus "Gott ist das Unerklärliche, und weil es
Unerklärliches gibt, gibt es Gott". Für mich genügt: Es
gibt die Liebe, also gibt es die Liebe. Genauso
tautologisch, genauso nicht-rational, kein Beweis. Ich bin
sicher, dass keine der Gottheiten existiert, wie sie von
all den Religionen in der Menschheitsgeschichte geglaubt
werden. Zu deutlich ist in allen religiösen Schriften,
Regeln, Riten, Praktiken das Menschlich-Kleine,
Menschengemachte, die menschliche Handschrift sichtbar.
Wenn es ein (!) Gott gibt, ist es für uns Menschen nicht
erkennbar - nicht erkennbar in einem Sinne von "mit keinem
unserer Sinne erfahrbar, nicht durch menschliche
Handlungen zu tangieren und nicht mit dem Verstand
fassbar". Ein solches Gott ist für mich und mein Leben -
irrelevant. |
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Claudia Martelli, 44 |
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Vielleicht brauchen alle
Kinder Gott. |
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Siegfried Vocasek, 70 |
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Es ist doch völlig witzlos,
irgendeinen Gott "anzunehmen" oder auch nicht. Darum
kann's doch nicht gehen. Wir haben nun mal nur ein Leben.
Ob lang oder kurz - nur dieses eine. Behauptung: Wir k ö n
n e n es nur leben, indem wir auf irgendwas/eigentlich
irgendwen vertrauen - und da haben wir n u r A l t e
r n a t i v e n, und die seh' ich mir dann doch an - und
klar dürfte sein, dass ein ganz anderes Leben sich ergibt,
je nachdem ... ODER? |
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Anonym, männlich, 40 |
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Es gibt keinerlei Grund,
Moral und Ethik an Religiosität zu knüpfen. Es ist nicht
so, dass sich unsere Moralität aus der Bibel ableiten
würde. Der Gott des alten aber auch der des neuen
Testaments befielt, tut oder anerkennt so viele abartige,
grausame, barbarische Handlungen, die unserer heutigen
Moral fundamental widersprechen. Die ultimative Barbarei
ist die ewige Höllenqual, die, wenn sie auch nur einen
einzigen Menschen träfe, die unerträglichste Grausamkeit
wäre, die man sich überhaupt ausdenken kann. Vor einem
solchen Gott kann man nur Angst haben. Der "Kirchenvater"
Augustinus rechtfertigt es wortreich, dass sein Gott fast
alle Menschen von Anbeginn zur ewigen Verdammnis bestimmt
habe, und ich habe noch von keinem katholischen
Kirchenvertreter bis heute eine Distanzierung von Augustin
gehört. Sein Menschenbild erscheint mir als einfach nur
abartig und zutiefst inhuman. Abartig ist auch, dass die
eine große Weltreligion ein Hinrichtungsgerät zu ihrem
Zeichen erhoben hat. Die Kreuzigung als Strafe in der
Antike hatte nur einen Zweck: die Todesqual möglichst zu
verlängern und das Opfer möglichst zu erniedrigen und zu
entmenschlichen. Was wenn Jesus gehängt worden wäre?
Hätten wir dann heute Galgen auf den Altären? Was wenn er
geköpft, gerädert oder gevierteilt worden wäre? |
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Edgar Nönnig, 58 |
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Der Glauben sollte immer
eine persönliche Sache bleiben und keine moralische
Staatskonstruktion, die die Leute maßregelt. |
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Alexander Krampe, 42 |
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Würde man den menschlichen
Geist bitten, sein schönstes Kunststück vorzuführen, dann
würde er sich Gott vorstellen. |
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Ines Blum, 28 |
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Zweifel Ja, ich zweifle!
Früher tat ich das nie, ich glaubte was man mir erzählte,
das es IHN geben würde, ER unser Retter wäre! ja, ich
betete jeden abend zu ihm in dem Vertrauen darauf das ER
es gut meinte! Ich diente IHM in der Freizeit, stand
sonntag morgens um zehn vor der Kirche! Es wurde mir
gesagt das seine wege unergründlich seien, aber er nur
unser aller wohl im sinn hätte! Ja, man kann sagen ich
habe geglaubt! und ich habe IHM vertraut! Als er mir
meinen Vater nahm GLAUBTE ich auch das ER wohl seine
GRÜNDE hatte, ...und ich betete weiter! Als er mir meinen
Buder nahm, GLAUBTE ich als man mir sagte ER würde starke
menschen brauchen! ... und ich betete weiter! Als er mir
meinen Neffen nahm, verstand ich nicht was es für gründe
geben konnte, ... doch ich betete weiter! als meine Mama
ins Krankenhaus kam, ging ich ihn die KIrche und betete,
ich betete zuhause, ich betete im Auto, ich betete, beim
einkaufen, ich betete Tag und Nacht, ich flehte IHN an,
ihr zu helfen, sie nicht sterben zu lassen! DOCH ER HÖRTE
MICH AUCH DIESESMAL NICHT!!!! Er holte unsere geliebte
Mutter am 19.06.2008 im alter von nur 53 jahren zu sich!
Und nun habe ich aufgehört zu beten! Ich GLAUBE nicht
mehr! |
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Norbert Schnitzler, 50 |
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Ich habe mich kurz gefaßt,
man will dem Gegner ja auch nicht zu viel verraten. Aber
ich kann andere ja leider nicht hindern, in die Falle zu
tappen. |
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Anonym, männlich, 36 |
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Ich habe keinen Respekt vor
Gott, der Kirche, den Gläubigen, ich betrete in meinem
Leben nie wieder eine Kirche. |
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Johannes Paulus, 39 |
und hättet ihr alle
Weisheit und könntet prophetisch sprechen....und hättet
der Liebe nicht... so wäret ihr nichts...
Wahre Liebe kann sich nur im Tun für den Nächsten Äußern
(was mir durch Herrn Z. klar geworden ist). Das ist der
Weg, der uns gezeigt wurde. Und es gibt keine
Entschuldigung, wenn wir ihn nicht gehen... So ist es
doch, oder? Etwas beruhigen tut mich die Geschichte mit
den Weingärtnern, nämlich dass auch die den vollen Lohn
bekommen, die erst kurz vor Feierabend mit der Arbeit
begonnen haben... |
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Lars, 40 |
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Es wäre gut ein Leben zu
führen im Glauben. . . oder aber die Kraft zu haben ein
Leben so zu leben als könnte man glauben. |
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Andre Aengels, 28 |
Meiner Meinung nach ist die
Menschheit nicht bereit mit den überlieferten Lehren und
dem überzeugten Dasein der Buddisten in einigkeit zu
existieren, da die Menschen zu sehr an der heutigen
GEsellschaft und dessen Erzeugnissen hängen - sie brauchen
die Technik, die Mode, das Leben in der Scheinwelt des
"perfekten Menschen", was uns das Fernsehen immer wieder
zu Gemüte führt.
Sick, sad World sage ich nur ...! |
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Ekkehard Arnold, 52 |
Niemand hat Gott je
gesehen. (Joh.1,18)
Wir werden uns immer wieder mit diesem Satz beschäftigen
müssen. Unser ganzes Leben lang. Denn Glauben heißt
Glauben, heißt Glauben. Und Hoffen heißt Hoffen, heißt
Hoffen. Und die Liebe reicht tief in mein Heute hinein.
Nur die Liebe reicht tief in mein Heute hinein. Und die
Liebe reicht tief in mein Heute hinein. |
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Christoph Niklaus Kuropka, 29 |
ich bin nicht religiös
und halte die idee der existenz eines gottes für kindisch
und falsch. es fehlt mir in meinem leben an nichts und ich
empfinde keinerlei sehnsucht nach mysthischen verklärungen.
das konzept eines gottes ist eine einwandfreie projektion
unseres eigenen menschlichen seins auf andere, belebte und
unbelebte materie. wir menschen bauen und erschaffen in
großem stil dinge. wir versuchen dinge zu erklären, suchen
nach einem sinn und geben dingen einen sinn. um uns in
unserer immer noch bestehenden, partiellen ratlosigkeit
halt zu geben, nehmen immer wieder einzelne von uns an,
dass auch um ums herum ein planendes "wesen" wirkt. eine
sehr beruhigende lüge, der man auch noch alles (bisher)
unerklärbare irgendwie zurechnen kann. als logische idee
ist die gottestheorie allerdings vollkommen unbrauchbar,
ja unfair. "das ist eben vom menschlichen verstand nicht
zu verstehen...", ist nichts weiter als eine dreiste
behauptung und fauler zauber. vor allem weil es
seinerseits von menschen ausgesprochen wird. ich
persönlich habe immer schon angst vor der enormen
emotionalen macht der gottesidee und der religionen, sowie
ihren für rationale argumente unzugänglichen und
verzückten anhängern.
die wissenschaft, bzw. die menschliche intelligenz, deren
werkzeug die wissenschaft ist, hat gott und seine
religionen immer und immer wieder, immer weiter
zurückgedrängt und somit die welt für uns menschen
verständlich gemacht. die religion hat immer gegen diese
vernunft gekämpft, weil sie ihre macht und die labile
psyche ihrer anhänger selbst gefährdet. ohne auch nur
irgendeine erklärung dafür zu geben, verändert jede
religion über die jahrhunderte immer wieder ihre ansichten
und parolen, um mit dem realen, kognitiven fortschritt
zumindest einigermaßen mitzuhalten und erklärt willkürlich
neue ansichten als "gottgegeben".
die vernunft wird religion und gott in nicht allzu ferner
zukunft zu lächerlichen, historischen ruinen werden
lassen. sie waren ein hilfreiches gerüst zu beginn der
geistigen entwicklung unserer spezies, wird aber wie jedes
gerüst irgendwann überflüssig werden. ich hoffe nur, dass
einige von uns diese zeit noch erleben werden. |
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Thomas Meier, 37 |
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Bin schon sehr lange, mit
14, aus der katholischen Kirche ausgetreten. In
Österreich, ich komme aus Salzburg, interessiert es
inzwischen auch niemanden mehr ob man noch Mitglied der
Kirche ist. Viele verbliebene Beitragszahler sehen die
Kirchenzugehörigkeit als eine Art humanitäre Hilfe an weil
man die Kirchen, als Bauwerke, weiterhin erhalten müsse
und Organisationen wie die Caritas weiter existieren
müssen (womit sie eigentlich auch recht haben). Nach den
kirchlichen Gesetzen lebt aber keiner mehr und was der
Papst, der ja nüchtern gesehen ein Diktator ist und somit
keinen Platz mehr hat in einer demokratischen
Gesellschaft, zu sagen hat, interessiert ohnehin nur mehr
die Hardcorekatholiken. Für mich bedeutet Religion und der
glaube an Gott eher folgendes: Rückschritt, Unterdrückung,
Anderssein, Krieg und die Freude am Tod. Ich bevorzuge das
Leben und die Kurze Zeit die mir auf Erden beschieden ist
möchte ich in vollen Zügen genießen ohne jemand anderen zu
Schaden. |
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Anonym, männlich, 64 |
PS ist zwar eigentlich
nachträglich, in meinem Fall könnte es nicht stimmen. Wenn
ich das richtig verstanden habe ist dies eine Seite der
katholischen Kirche. Nun denn, ich war evangelisch,
erz-evangelisch. Das heißt Mitarbeit in der Kirche,
Kirchenvorstand und das ganze Konzert. Nur, gerade durch
diese Tätigkeiten, bekam man Einblick in vieles hinter den
Kulissen. Hinzu kamen Entscheidungen der evangelischen
Kirchenleitung die ich nicht mittragen konnte und wollte.
Und so bin ich im Moment nichts, oder bin ich jetzt ein
Heide? Nun denn so wie ich das im Augenblick sehe, bin ich
auf dem Wege katholisch zu werden. Nicht aktiv aber mehr
und mehr sympathisierend. Mir gefällt einfach die
Standhaftigkeit dieser Kirche. Die entgegen jede Zeitläufe
sagt, "Es steht so geschrieben, als müssen wir so
handeln". Ja sie gefällt mir, obwohl ich auch um ihre
Schwächen weiß.
Nun, wir werden sehen.
(wollt ich mal loswerden) |
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Anonym, männlich, 33 |
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Es freut mich, dass sich die
Kirche mit diesem - zweifellos ununterdrückbaren - Thema
auseinandersetzt, auch wenn die hier genannten Argumente
und Meinungen vielleicht dazu verwendet werden können, die
religiöse Gegenargumentation besser anzupassen. Die Fakten
sind aber klar und die Welt entwickelt sich weiter, wenn
es fanatischen Religionsanhängern nicht gelingt ihren Kurs
weiter zu fahren. |
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Anonym, männlich, 18 |
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Hört auf an was zu glauben
was es nicht gibt |
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Anonym, männlich, 23 |
Ich habe vor kurzem
meinen Glauben an Gott verloren (zumindest an einen Gott
in Form einer Person). Das Universum ist für mich
unerklärlich; die Existenz eines Gottes würde zwar die
Existenz des Universums erklären, allerdings die noch
unergründlichere Frage danach aufwerfen, warum Gott
existiert, über allen Menschen.
Ich glaube an die allumfassende Energie, die in der Natur
steckt und in allem anderen, allerdings in UNSERER Welt,
in UNSEREM Universum und nicht in einem Jenseits. Die
Existenz des Universums ist für mich unerklärlich und ein
Wunder. Ebenso kann ich nicht verstehen, warum ich denke
und wahrnehme, während ich nur ein großer Zellhaufen bin.
Der Glaube an Gott wäre für mich ein großer Trost und
würde meinem Leben wieder Halt geben, allerdings verbietet
mir der Verstand, seine Existenz zu erwägen.
Ich wünschte es wäre nicht so. |
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Uwe, 62 |
ich bin religiös, aber
nicht im sinne der kirche. habe letztes jahr wieder viel
im nt gelesen, ohne daß es mich wirklich innerlich bewegt
hat. stelle ich mir dagegen die unendlichkeit der welt
vor, so ist das so ziemlich das schönste und tiefste, was
ich überhaupt kenne. in diesem sinne bin ich religiös.
aber in dieser religiosität gibt es keinen gott,
jedenfalls keinen personalen, den man ansprechen kann.
der hauptgrund, weshalb ich die christliche religion nicht
annehmen kann, sind die wunder, insbesondere die
auferstehung und die himmelfahrt jesu. dabei braucht man
doch gar keine institutionalisierte religion, keine kirche
usw., diese ganze welt ist doch ein vollkommenes rätsel
und geheimnis, und ist es in einer so unglaublich tiefen
art und weise, daß es jedem sinn und halt geben kann.
dieses nichtnennbare ist für mich so etwas wie gott.
und noch etwas, das mich trotz einsamkeit beruhigt: wer
wirklich gott sucht, der kann das nur für sich selbst. in
jeder gemeinschaft wird m.e. sofort nonsens daraus.
ich jedenfalls komme meinem x am nächsten, wenn ich ganz
allein bin. |
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Hans-Joachim Münster, 66 |
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Seit
Jahrzehnten bin Jahrzehnten auf der Suche nach Gott. Aber:
wo ist ER? Wo ist Er angesichts der schrecklichen
Naturkatastrophen, der Verbrechen an Unschuldigen etc.?
Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem
christlichen Gottesbegriff, habe ich mich einige Jahre mit
dem Buddhismus in seiner ursprünglichen Form beschäftigt,
also nur mit dem Pali-Kanon. Doch die darin enthaltene
Anschauung, daß es keinen Gott, keine Seele und kein Ich
gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist mir manchmal,
als gäbe es in der geistigen Welt einen Kampf um das
Menschen-Ich. Nun gibt es viele kluge Menschen, die die
Theodizee-Frage gelöst haben. Nur ich nicht - oder? |
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An, 41 |
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Es ist nicht meine Art,
meine Ansichten nach dem persönlichen Empfinden anderer zu
richten. Ich denke, ich habe meine Worte ausreichend
allgemein gehalten. |
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Anonym, männlich, 52 |
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Für mich stellt sich immer
wieder die Frage, weshalb braucht die Gattung Mensch
eigentlich immer sowas wie eine Seele, bzw. warum darf
nach dem Tod nicht alles aus sein? |
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Ulrich Wöss, 60 |
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Möchte gerne an Gott glauben
können, kann es aber nicht! |
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Anonym, weiblich, 60 |
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Es kommt wohl auf die
Definition von "Gott" und "Mensch" an. Ohne Schöpfer
(Gott) kein Geschöpf (Mensch). Offensichtlich hat der
Schöpfer großes Interesse (Liebe) an seinen Geschöpfen. Er
versorgt sie mit allem, was für sie lebensnotwendig ist.
Gott los wäre leb-los. Meinem Leben gibt Halt, daß
offensichtlich "Jemand" an meiner Existenz interessiert
ist. Und ich interessiere mich für IHN, das nenne ich
Religion. Tut gut!! |
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Anonym, männlich, 38 |
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Werde glücklich, ob mit
einem oder ohne was auch immer für einen Gott. Pass auf
deine Freunde auf und sei auch mal nett zu der Frau an der
Kasse. Vielleicht lernen die Leute ja mal, wie schön es
ist, positive Energien auszutauschen, statt mehr oder
weniger destruktiv zu sein. Irgendwann mal... in einer
fernen, fernen Zukunft... |
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Jürgen Caspari, 44 |
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Ich bin nur ein ganz
normaler Mensch und ich schreibe von Mensch zu Mensch. Ich
habe nur eine Bitte: Bitte arbeiten Sie mit daran, daß die
überdurchschnittlich vielen Kindesmißhandlungen von
ehelosen katholischen Priestern ein Ende finden. Wenn
durch die Aufhebung des Pflichtzölibates Abhilfe
geschaffen werden kann, dann bitte arbeiten Sie mit an
einer Abschaffung des Zölibates. Ich glaube nicht, daß
Gott unser Herr das wirklich auf Kosten Anderer selbst so
befürwortet oder dieses Opfer in der Form will, denn Gott
weiß ganz bestimmt auch, daß Priester Menschen aus Fleisch
und Blut sind, denen man natürliche Triebe nicht
abbefehlen kann. Diese Triebe sind sicherlich natürlich
und von Gott gegeben. Sind wir nicht alle Kinder Gottes?
Wir alle wissen von Gottes Sohn. Wenn also Gott, unser
Vater, Kinder haben kann, und wir als Menschen auch, warum
dann nicht auch ganz offiziell Priester? Warum nicht auch
ganz offiziell innerhalb einer Familie? Nur so wird die
Liebe auch Ihnen zugänglich, nur so wird sie empfindbar,
respektierbar. Ich weiß, Sie alle können nichts dafür, und
ich verurteile nichts von dem was bisher geschehen ist.
Man sollte da auch nicht nachtragend sein und in Salz in
Wunden streuen. Da wir alle nicht ohne Sünde sind, steht
es uns auch gar nicht zu, zu urteilen. Aber ich bitte Sie
von ganzem Herzen, im Namen unseres Herrn, im Namen der
Nächstenliebe und der wahren Liebe, für die Zukunft der
Kirche die Zölibatpflicht für Priester abzuschaffen, damit
Priestern innerhalb der eigenen Familien Stellenwert,
Unversehrtheit und Hilflosigkeit des Kindes viel besser
bewusst wird. Was nützt die Reinheit des Glaubens nach
außen hin, wenn es das Herz oder die Gesinnung nicht ist.
Die vielen Fragesteller hier, die nach Gott fragen, ihn
suchen, könnten so schnell die Antwort finden. Ersetzt das
Wort "Gott" ganz einfach durch das Wort "Liebe" und schon
werdet Ihr feststellen, daß Gott nicht etwa ein "alter
Mann mit weißem Bart" ist. Er schuf uns nach seinem
Ebenbild, das heißt er gab auch uns die Fähigkeit zu
lieben. Die Macht der Liebe ist der Schlüssel zu all Euren
Fragen. Wenn Ihr also Gott sucht, dann sucht ganz einfach
nach der Liebe in Euch. Sucht nicht allein nach der
körperlichen Liebe, sucht vielmehr die Nächstenliebe. Wer
lieben kann ist nie Atheist, denn Gott ist ihm bereits
ganz nah. Lieben können ist göttlich, auch wenn oft Leid
notwendig ist, damit man die Liebe wieder in sich finden
lernt. Man muß nicht unbedingt Mitglied einer Kirche sein,
um Gott in sich zu finden, um Gott, der Macht der Liebe
nahe zu sein. Aber jede Kirche dieser Welt versucht schon
seit Jahrtausenden religions- und kulturübergreifend diese
eine Botschaft zu vermitteln. Hätte jeder seine Macht der
Liebe in sich gefunden, gäbe es natürlich keine sinnlosen
Kriege mehr. Unser Ziel auf Erden ist, jeden Tag ein
Stückchen besser zu werden, das heißt, jeden Tag Gott ein
Stück näher zu kommen. Vergeudet nicht die Zeit mit der
Suche nach Gott, sondern lebt mit Gott. Umarmt die, die
Euch hassen. Reicht die Hand denen die Eure Feinde sind,
lernt wieder etwas mehr verzeihen, dann werdet Ihr sehen
das Gott (die Liebe) Berge versetzen kann, dann habt Ihr
die Botschaften von Gott gefunden und verstanden. Gott =
Liebe.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Caspari |
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Michael Paschko, 47 |
|
Trotz Horst Paffen erlaube
ich mir weiterhin den Luxus, bei meiner Ansicht zu
verharren, dass es für einen Atheisten im Rahmen dieser
Website keinerlei Sinn macht, sich zu Sätzen wie "Gott ist
mir nicht begegnet", "Ich kann nicht an Gott glauben" oder
"Gott existiert für mich nicht" zu äußern, weil alle diese
Sätze Gott als sinnvoll bestimmbaren Begriff voraussetzen.
Als Atheist sollte es einem das Anliegen sein, den
Vertretern des Erzbistums die Augen zu öffnen, dass es
möglich ist, die Welt auch ohne theistische Brille zu
betrachten. Natürlich macht es durchaus Sinn mit
Vertretern des Erzbistums über Gott zu diskutieren (mich
würde z. B. brennend interessieren, was sie unter "Gott"
verstehen und wie sie sinnvoll über etwas reden können
über das alles ausgesagt werden kann, ohne das dies in
irgendeiner Weise überprüfbar wäre), aber das ist ja nicht
das Thema dieses Webprojekts. Hier wollen die Vertreter
des Erzbistums ja etwas von uns Atheisten lernen. Und um
das zu erreichen, müssten sie sich darauf einlassen, ihre
Fixierung auf Gott zumindest zeitweise zur Seite zu
stellen. Wenn sie dagegen Aussagen wie die oben genannten
von Atheisten kommentiert haben wollen, erscheint es mir
doch sehr fraglich, ob ihr Interesse in Wirklichkeit nicht
doch ein rein apologetisches ist. Was Horst Paffen
betrifft, so gestatte ich mir den Hinweis, dass angesichts
seiner Meinung, jeder der dem Thema Gott nicht fluchtartig
den Rücken kehrt, würde schon nach Gott suchen, der
Schluss nicht völlig unzulässig ist, dass es sich bei ihm
nicht gerade um einen lupenreinen Atheisten handelt und er
auf dieser Seite daher doch wohl eher fehl am Platze ist.
;-) |
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Judith, 18 |
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Ich habe abschliessend noch
die Frage, wie man sagen kann, dass das Judentum z.B. vor
3000 Jahren entstanden ist, obwohl es Gott doch eigentlich
schon immer gegeben hat. |
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Anonym, männlich, 48 |
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Nur mit und durch Gott kann
man den richtigen Weg finden. |
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Anonym, männlich |
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Keine der deistischen
Religionen kann mit einer Geschichte aufwarten, die eines
Gottes auch nur annähernd würdig wäre. Der Mensch als
Träger von Vernunft beginnt erst in dieser Zeit und nur
ganz vereinzelt (z.B. Dalai Lama, Ghandi, Jesus Christus?
und manche/r andere) überhaupt erst daran zu rühren, was
Mensch sein bedeuten könnte. |
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Andreas Selinger |
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Wofür sollte ich denn beten?
Dass es weniger Übel auf der Welt gibt?! Da ist es sicher
besser etwas wirklich gutes zu tun als zu beten und zu
hoffen, irgendetwas würde sich ändern! |
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Tanja, 31 |
GOTT - Wer ist das?
Das fragte ich mich als Kind in der Grundschule und bei
meinem ersten Kommunionsunterricht. Völlig unfähige
Leiterinnen des Selbigen taten ihr übriges daran mich
nicht an Gott und vor allem die katholische Kirche glauben
zu lassen.
Unser ständig besoffener Pfarrer war auch nicht unbedingt
ein glänzendes Vorbild und bei der Beichte vor der
Kommunion wurde ich kurzerhand aus der Kirche
herauskomplimentiert als ich dem Pfarrer mitteilte, dass,
wenn ich etwas zu beichten hätte, dies meiner Mutter sage
und sonst niemandem.
Die katholische Kirche hat mir einen generellen Glauben an
Gott von vornherein vergällt. Als ich dann mit 14 meine
Oma verlor war für mich klar: Ein Gott der solchem Mist zu
verantworten hat, ist meines Glaubens nicht wert. Danach
gab ich mich kurzfristig in der normalen Pubertätsphase
dem schnöden Satanismus (ohne Opfergaben) her und
konvertierte später, nach Rückkehr des Verstandes, zum
Freidenker, Atheisten und Humanisten.
Ohne Religion keine Religionskriege.
Ohne Religion keinen Ratzingers und Meissners die sich
selbst gerne reden hören - nur bei dem Inhalt des Monologs
den Verstand ausblenden.
Ohne Religion keine gewaltsame Christianisierung der
Weltbevölkerung. u.v.m.
Dies könnte ich noch ewig fortführen, aber das würde
vermutlich den Rahmen sprengen.
Ich plädiere einfach für einen reinen Verstand der selbst
denkt - ohne Vordenker zu haben. Das gilt auch für die
rückhaltlosen Befürworter der Bright-Bewegung. |
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Rene Göckel, 57 |
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Ich kann gut auf die von
christlicher Seite gern und zunehmend häufig postulierte
Erkenntnis verzichten, dass das Leben eines Ungläubigen
seicht und sinnlos ist. (z.B. Kardinal Wetter) |
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Anonym, männlich, 50 |
Wo war Gott in
Auschwitz?? Der allmächtige Gott der die Welt und so
vieles erschaffen hat schaute hier tatenlos zu. Ach ja, er
hat ja auf den Willen des menschen keinen Einfluss. Der
ganze Glaube ist nichts als eine menschliche Konstruktion.
Er wird immer so gedreht dass es passt. Und warum ist er
so unfassbar - wieso kann Gott sich uns nicht visuell
zeigen warum schweigt er?
Das schlimme am Glauben ist, mit welcher Primitivität auf
die Fragen warum er schweigt, nicht sichtbar ist und nicht
eingreift. Hier wird mit nicht nachweisbaren Argumenten
wie Gefühl, Spiritualität etc geantwortet. Nichts
Konkretes - nichts. Nur Worthülsen und Phrasen |
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Ephräm Syrer, 50 |
@Horst Paffen, 58
Für die Beantwortung der Frage, ob das deutsche Wort
"Gott" eine inhaltlich bestimmbare Bedeutung hat, ist es
ziemlich unerheblich, welche Etymologie das Wort hat. Man
kann ein Wort in einem bestimmten Sinnzusammenhang (Satz,
Text, Rede, Gespräch usw.) unmittelbar verstehen oder
nicht, und wenn letzteres der Fall ist, wird man nach der
Bedeutung dieses Wortes fragen und hoffen, daß die
Bedeutungen der zur Erklärung benutzten Wörter für mich
verständlich sind. Falls die erklärenden Wörter im
jeweiligen Zusammenhang selbst nicht klar oder voll
verständlich sind, wird man wiederum nach deren Bedeutung
fragen usw., bis die Erklärung hoffentlich irgendwann an
ein vorläufig - d.h. für mich zu einer bestimmten Zeit in
einer bestimmten Situation - befriedigendes Ende kommt.
Zur Bedeutung eines Wortes muß es nicht gehören, daß das
durch dieses Wort Bezeichnete real existiert bzw.
existieren soll oder muß.
Ob der Satz "Gott ist mir nicht begegnet" einen "Sinn"
hat, kann man abstrakt nicht beantworten. Ein Satz hat
immer nur in einer bestimmten Situation in einer
bestimmten Zeit für einen bestimmten Menschen einen
konkreten Sinn. Sätze wie "Hans-Heinrich ist mir nicht
begegnet", "Ein schwarzer Schimmel ist mir nicht begegnet"
oder "Gott ist mir nicht begegnet" haben zwar dieselbe
syntaktische Struktur, aber die einzelnen Subjekte
("Hans-Heinrich", "ein schwarzer Schimmel", "Gott") werden
vermutlich nicht dieselbe Funktion haben. Die real
existierende Person "Hans-Heinrich" ist anscheinend auch
dem Gesprächspartner bekannt, "ein schwarzer Schimmel" ist
begriffslogisch widersinnig, und "Gott" ist ein aus
verschiedenen Religionen bekanntes Konzept. Ein
naheliegendes Verständnis des letzten Satzes im Kontext
dieser Internetseite wäre wohl: "Ein Gott, wie ihn die
Christen oder andere Religionen verkünden oder die
Philosophen lehren, ist mir nicht begegnet", mit anderen
Worten: "Ich habe keine entsprechende Erfahrung gemacht,
die ich so deuten könnte, möchte oder müßte". Ein
"Interesse an Gott" setzt das nicht voraus. Die These:
"Keiner beschäftigt sich mit etwas, wenn er es nicht
unbedingt muss oder es ihn nicht interessiert.", ist in
einer bestimmten Hinsicht viel zu optimistisch. Wer sich
umschaut, wird im Gegenteil ständig Menschen begegnen, die
sich auf die eine oder andere Weise betäuben oder mit
zeitraubenden Nichtigkeiten beschäftigen, um gerade das
nicht tun zu müssen, was sie interessieren könnte. Ein
gläubiger Christ könnte vielleicht sogar vor der Ahnung
erschaudern, daß der Teufel selbst hier seine Finger im
Spiel haben könnte und die Menschen immer zu dem verleiten
möchte, was ihren tatsächlichen Interessen gerade nicht
entspricht. Außerdem können wir nie sicher sein, ob wir
uns ein bestimmtes Interesse an etwas womöglich nur
vorgaukeln. Das Selbstbewußtsein, religiös interessiert zu
sein, kann sich in Wirklichkeit ganz anderen Neigungen
verdanken (Flucht vor der Wirklichkeit, vor Ängsten, vor
der eigenen Talent- oder Bedeutungslosigkeit, vor der
eigenen Bosheit, Trägheit usw.; Eitelkeit, Egozentrik
usw.); wer wüßte schon so tief in sich hineinzusehen, um
sich seiner eigenen Motive wirklich sicher zu sein?
Schließlich kann mich das Interesse an meiner biologischen
Spezies aus den verschiedensten Gründen umtreiben.
Menschen scheinen seit frühester Zeit auch "religiös"
gewesen zu sein. Dafür kann ich mich durchaus
interessieren, ohne selbst im religiösen Sinne an
religiösen Fragen interessiert zu sein. |
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Horst Paffen, 58 |
»Nur der Gottgläubige
meint doch, das Wort "Gott" habe eine inhaltlich
bestimmbare Bedeutung.« Diese Aussage ist falsch, da jedes
WORT im Gegensatz zu einer beliebigen Buchstabenfolge
semantisch gefüllt werden kann.
»Das Wort Gott ["althochdeutsch got, germanisch
guđa
vielleicht eigentlich „das (durch
Zauberwort) angerufene Wesen", zu einem indogermanischen
Verb mit der Bedeutung „anrufen"" , griech. θεός [theós],
lat. Deus, hebr. Jahwe bzw. El/Elohim, arabisch: Allah]
ist die Bezeichnung, der Name für den höchsten und
eigentlichen, den letztlich einzig gemeinten Gegenstand
bzw. Inhalt religiösen Glaubens.« (Franz u.a., Lexikon
philosophischer Grundbegriffe der Theologie, S. 178) Diese
Definition kann selbstverständlich jeder Mensch
übernehmen, und es spielt keine Rolle, ob ich mich als
Agnostiker, Atheist oder Monotheist verstehe oder ob mir
dieses Thema sch...egal ist. Ich erfasse doch auch die
Wörter "Zauberer", "Magier" usw. weiter, ohne dass ich mir
ihren Bedeutungsinhalt für mich als sachlich richtig oder
wahr zu Eigen mache, außer wenn ich damit vielleicht einen
Unterhaltungskünstler meine.
»Wer wirklich "ohne Gott" lebt, für den haben Sätze wie
"Gott ist mir nicht begegnet" [...] keinerlei Sinn.«
Solches Empfinden kann ich sehr wohl nachvollziehen. Der
Theologe (wie die Damen und Herren des Erzbistums, die
diese Seite betreuen) drückt alles "Gott" betreffende
immer in einer bildhaften Sprache ("begegnet") aus, weil
Gott für den an ihn Glaubenden unfasslich, unbegreiflich
ist. Das ist in allen Bereichen so, in denen sich dem
Objekt des Interesses nur (an)genähert werden kann und für
das es keine unmittelbare Erfahrung gibt (und auch geben
kann). Dieses "analoge Reden" von Gott ist auch in den
Naturwissenschaften, in denen ich mich zu Hause weiß, eine
anerkannte Methode, die wir hier Modellvorstellung(en)
nennen.
Übrigens, wer auf dieser Seite gelandet ist, will doch
niemandem ernsthaft weismachen, dass bei ihm oder ihr
überhaupt kein Interesse Gott betreffend vorliege.
Agnostiker, Atheist und Monotheist glauben ihr "Ding", und
Objekt ihres Glaubens ist jeweils der gleiche Sachverhalt,
wenn auch anders gewichtet.
Die Existenz Gottes wie auch seine Nichtexistenz lässt
sich mit der Vernunft nicht beweisen. Für beide Annahmen
finden sich gleichermaßen und gleichwertige Argumente,
wobei naturgemäß das als einsichtiger erscheint, welches
der eigenen Sicht eher entspricht, nach dem Motto:
"Intelligent ist der, der meiner Meinung ist."
Ich weiß zwar, dass sich niemand gerne vereinnahmen lässt,
ich sage es aber trotzdem: Bereits jedwede Beschäftigung
mit Gott ist eine Suche nach Gott. Keiner beschäftigt sich
mit etwas, wenn er es nicht unbedingt muss oder es ihn
nicht interessiert. |
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Jutta Steinbach, 22 |
Von guten (?) Mächten
ungeborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Dann kommt schon der nächste Morgen und zugleich der
nächste Schlag.
Was will "Er" damit bezwecken,
will das Schlechte in uns wecken?
Wir wollen doch nur in Frieden leben.
Warum will er uns diesen nicht geben?
Wer kennt die Antwort?
Niemand. |
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Michael Paschko, 47 |
Wer etwas von Menschen
erfahren möchte, die "ohne Gott" leben, sollte sie nicht
ausgerechnet nach Gott fragen. Wer wirklich "ohne Gott"
lebt, für denen haben Sätze wie "Gott ist mir nicht
begegnet" oder "Gott existiert für mich nicht" oder "Ich
kann nicht an Gott glauben" keinerlei Sinn. Nur der
Gottgläubige meint doch, das Wort "Gott" habe eine
inhaltlich bestimmbare Bedeutung. Über "Nicht-Gott" kann
ich nicht sinnvoll reden, ebensowenig wie ich keinerlei
sinnvolle Aussage über das Nutellabrötchen machen kann,
dass ich heute zum Frühstück nicht gegessen habe. Allein
schon, dieses Nutellabrötchen hier "Nutellabrötchen" zu
nennen, ist völlig irreführend, weil es ja gleichzeitig
auch ein Rollmops, eine Sahnetorte, eine Salamischnitte,
eine Salmiakpastille, ein überbackenes Baguette mit
Camenbert, Tunfisch und Paprika, ein Nudelauflauf, ein
Blaubeerjogurt, eine Schüssel Vanillepudding, eine
Broccolipizza mit Knoblauch, ein Vollkornbrot mit
Frischkäse, eine Portion Bratkartoffeln mit Spiegelei und
Salatbeilage, ein Esslöffel Olivenöl, ein Stück
Streuselkuchen... (ich breche die Aufzählung völlig
unzulässiger Weise ab) ist. Nun könnte ich natürlich statt
dieser unendlichen Aufzählung alles dessen, was ich heute
morgen nicht zum Frühstück gegessen habe, auch sagen:
Heute morgen habe ich Gott nicht gegessen. Aber würde das
mehr Sinn machen? Genauso wenig Sinn würde es machen, wenn
ich hier behaupten würde, Gott sei mir nicht begegnet,
oder ich würde nicht an Gott glauben. Alles Sätze ohne
jeden Inhalt.
Lasst uns nicht über einen Platzhalter reden, der für
jeden in jedem Augenblick etwas anderes oder gar nichts
bedeuten kann. Lasst uns über wirklich wichtige Themen
reden. Was wollt ihr wirklich von Gottlosen wissen? Über
welches Thema, welche Angelegenheit wollt ihr konkret
etwas erfahren? Dazu müsst ihr inhaltlich bestimmte Fragen
stellen. Gottlose über Gott zu befragen ist sinnlos. |
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Alexander Mai, 17 |
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Atheist wurde ich als meine
Vernumpft einsetzte. |
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Henry, 37 |
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Man braucht nicht unbedingt
an Gott zu glauben. Es liegt auf der Hand, daß "geistige"
Nahrung einen Menschen mehr erfüllt, als Reichtum. Ein
reicher Mensch verhält sich merkwürdig. Er hat eben nichts
zu bieten. Darum fängt er an, anderen vorzugaukeln, wie
toll es sich doch im Reichtum lebt. Dabei merkt er nicht,
daß er sich von allem Menschlichen entfernt und krank
wird. |
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Anonym, 19 |
Vor nicht allzu langer
Zeit las ich in einem christlichen Forum in einem Beitrag:
"Glaube muss man nicht begründen". Ich habe darauf
geantwortet:
"Der Begriff "Glauben" bezeichnet das führ wahr halten von
etwas, weil man auf die Wahrheit vertraut (zumindest in
religiösem Kontext, man kann "Glauben" auch als "Vermuten
übersetzen). Behält man das einmal im Hinterkopf, ist
klar, das man den Inhalt des Glaubens gar nicht begründen
kann - sobald das möglich wäre, würde der Glaube zu Wissen
(sofern die Begründung korrekt ist). Der Inhalt eines
Glaubens ist allso immer etwas, von dessen Wahrheit man
sich nicht komplett überzeugen kann - da ist es nur
konsequent, dass man seinen Glauben nicht begründen kann.
Die eigentlichen Fragen, denen man sich stellen sollte,
sind die, warum man von etwas überzeugt ist, das man nicht
begründen kann und ob man die Konsequenzen, die sich aus
dieser Überzeugung ergeben (können) verantworten kann. Ich
schreibe das hier nicht als Angriff auf den Glauben,
sondern bin schlicht der Meinung, das sich jeder, der
Glaubt, zumindest diese Fragen für sich selber beantworten
sollte.
Die Frage nach dem "warum" ist i.d.R. außerordentlich
komplex, weil sie voraussetzt, das man in der Lage ist,
die eigene Psyche analytisch und ergebnisoffen
reflektieren zu können und das Ergebnis davon ehrlich für
sich selbst akzeptieren zu können.
Ich selber wahr lange Zeit gläubig und habe versäumt die
Ursachen des Glaubens zu reflektieren, was dazu führte,
das mir ein wesentlicher Teil Selbsterkenntnis fehlte, was
zu einer Unsicherheit gegen mich selbst führte, die meinen
Glauben weiter verstärkte. Zweifel an der Richtigkeit der
Glaubensinhalte plagten mich schon recht früh, trotzdem
vermied ich immer die Frage, warum ich überhaupt diesem
Glauben anhing und warum ich wollte, das er wahr wäre. Die
Gedanken darüber machte ich mir erst, als ich mich einmal
intensiver mit einem Satz beschäftigte, den ich vorher
schon oft gehört aber nie überdacht habe: "Ich denke, also
bin ich" von Rene Descartes. Beim Nachdenken darüber stieß
ich auf 2 Fragen, die mich innerlich plagen und auf die
ich die Antworten im Glauben gesucht habe:
1.: Warum "ist" überhaupt etwas?
2.: Welchen Sinn hat dieses sein?
Der Glaube liefert auf beide Fragen Antworten und diese
Frage unbeantwortet lassen konnte ich nicht, worin mein
Glaube begründet lag. Ich habe knappe anderthalb Jahre
gebraucht, um das zu erkennen, trotzdem meine ich das es
die schwierigkeiten Wert war, denen man sich aussetzt,
wenn man seine eigene Psyche ergründen will, denn seitdem
ich dieses Wissen habe, habe ich zwar den Glauben und
damit die Antworten auf die Fragen verloren, aber
erheblich an Selbstsicherheit gewonnen, weil ich nun auch
mit Gedanken und Gefühlen umgehen kann, die sich früher im
Glauben manifestiert haben.
Ich will hier niemanden von seinem glauben abbringen,
sondern nur dazu anregen, das sich jeder gläubige die
Frage stellt, warum er von etwas überzeugt ist, das er
nicht rational begründen kann.
Den Grund möchte ich auch noch erklären: Wir leben heute
in einer Zeit, in der der Missbrauch religiöser Gefühle
leider weit verbreitet ist. Schauen wir in den nahem
Osten, finden sich genug Beispiele, aber auch hier in
Deutschland und Europa versuchen Parteien, mithilfe des
Glaubens Wählerstimmen zu erschleichen, versuchen Kirchen
sich in weltliche Belange einzumischen und versuchen
Sekten und "Freikirchen" ihre Mitglieder in ihrem Sinne zu
manipulieren. All diese Manipulationen erfolgen meistens,
indem die Manipulatoren sich des Glaubens der Menschen
bemächtigen, indem sie die Ursachen des Glaubens den
Menschen immer stärker ins Bewusstsein bringen und den
Glauben dadurch immer weiter ins extreme bringen, bis am
Ende Fanatiker herauskommen. Wer sich der Gründe seines
Glaubens bewusst ist, ist gegen diese Manipulation fast
immun, da er erkennen wird, wenn jemand versucht, ihn über
den Umweg es Glaubens zu manipulieren.
Auch als Atheist empfinde ich den Glauben als etwas
wichtiges, da er vielen Menschen Halt und Sicherheit im
Leben gibt und habe daher gegen toleranten Glauben, der
bereit ist, die Rechte jedes Menschen unabhängig seiner
Religion zu achten, nichts einzuwenden und freue mich für
die Menschen, die daraus in ihrem Leben etwas positives
gewinnen - nur leider ist religiös gerechtfertigte
Intoleranz und Ungleichbehandlung weit verbreitet,
weswegen man seine Religiösität und ihre Ursachen durchaus
reflektieren sollte."
Das ist eine Empfehlung, die ich jedem Gläubigen nahelegen
will ... |
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Sergey Kartamyshev, 21 |
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Gott ist Tot und ICH habe
ihn getötet! |
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René, 35 |
|
...zum Abschluss und
zum Nachdenken ein "Gebet", dem sogar ich als Atheist mich
anschließen könnte. Denn hier wird kein "Gott" angebetet:
"Ich bete an die Macht der Liebe,
die Menschenherzen warm durchfließt,
die selbstlos, rein in heil'gem Triebe
den Feind gleichwie den Feind umschließt;
der Liebe, die nichts will als geben,
der Liebe dien, mein ganzes Leben.
Ich bete an der Wahrheit Sonne,
die hell des Irrtums Nacht durchbricht;
sie schafft dem Geiste höchste Wonne,
sie schenkt dem herzen Trost und Licht.
Der Wahrheit, die uns kann erheben,
der Wahrheit gilt mein heißes Streben.
Ich bete an die Freiheit Sterne,
ihr Glanz erhellt der Knechtschaft Bahn;
noch funkeln sie in weiter Ferne,
doch unaufhaltsam wir uns nah'n.
Für Freiheit, für des Menschen Adel,
kämpf furchtlos ich und ohne Tadel.
Ich bete an, der Tugend Walten,
die Freiheit, Recht und Wahrheit liebt,
die nie im Guten kann erkalten,
die ganz sich ihrer Pflicht hingibt.
Die Tugend, die nicht fragt nach Lohne,
sie wünsch ich mir als Lebenskrone!
Ich bete an, was her und prächtig,
des Lebens Mühsal überragt -
ich bete an, was geistesmächtig
hervor aus Nacht zum Licht sich wagt:
Das Wahre, Gute und das Schöne,
sind meines Herzens Jubeltöne." |
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Anonym, männlich, 25 |
|
christen,juden (über moslems
darf mann ja nix sagen sonst hat mann ja gleich ne bombe
am .....) dass sind doch die größten verbrecher überhaupt.
tun alle so heilig , gehn ein auf die nerven mit dem gott
bla bla , haben kein sinn mehr für die realität . es ist
halt einfach sich hinter einer imagienären vorschtellung
zu verstecken , sind egoistisch ( ist es gut wars gott ,
ist es schlecht wars der mensch) . mann kann halt mit dem
glauben ne menge geld machen deshalb ist das noch aktuell.
naja wie auch immer vor 300 jahren wurde mann gehängt wenn
nicht geglaubt hat das gute ist in 300 jahren kommt man
warscheinlich in die klappsmühle wenn mann glaubt |
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S.R., männlich, 27 |
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und sollte, ja sollte
es doch einen gott geben so ist er weder großmütig noch
gütig.. Siehe buch hiob Wer
ist's, der den Ratschluß verdunkelt mit Worten ohne
Verstand? Gürte Deine Lenden wie ein Mann! Ich will Dich
fragen, lehre mich! Wo warst Du, als ich die Welt
gründete?
Sag's mir! Weißt Du, wer ihr das Maß gesetzt hat, oder wer
über sie die Richtschnur gezogen hat? Worauf sind ihre
Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt,
als mich
die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle
Gottessöhne? Wer hat das Meer mit Toren verschlossen, als
es herausbrach wie aus dem Mutterschoß, als ich's mit
Wolken
kleidete, als ich ihm seine Grenzen bestimmte mit meinem
Damm und setzte ihm Riegel und Tore und sprach: "Bis
hierher
sollst du kommen und nicht weiter; hier sollen sich legen
Deine
stolzen Wellen!"? Hast Du zu Deiner Zeit dem Morgen
geboten und der Morgenröte ihren Ort gezeigt, damit sie
die
Ecken der Erde faßte und die Gottlosen herausgeschüttelt
würden? Haben sich Dir des Todes Tore aufgetan, oder hast
Du gesehen die Tore der Finsternis? Welches ist der Weg
dahin, wo das Licht wohnt, und welches ist die Stätte der
Finsternis? Kannst die Bande des Siebengestirns
zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen? Wer
gibt die Weisheit in das Verborgene? Wer gibt verständige
Gedanken? Wer ist so weise, daß er die Wolken zählen
könnte?
Wer mit dem Allmächtigen rechtet, kann der ihm etwas
vorschreiben? Wer Gott zurechtweist, der antworte! Willst
Du
mein Urteil zunichte machen und mich schuldig sprechen,
daß
Du Recht behältst? Antworte, Samuel!
Also, man sieht er ist ein egoistischer, cholerischer
eingebildert ... wie auch immer |
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Horst Paffen, 58 |
Meinen – glauben –
wissen
Jesus sagte zu den Juden: Ihr erforscht die Schriften,
weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben.
(Johannes-Evangelium 5,39) Welch Unterschied, hätte er zu
ihnen gesprochen: Ihr erforscht die Schriften, weil ihr
glaubt, in ihnen das ewige Leben zu haben. Oder ihnen gar
bedeutet: Ihr erforscht die Schriften, weil ihr wisst, in
ihnen das ewige Leben zu haben.
Wer meint, das ewige Leben zu haben, ist sich bewusst,
dass er seine Meinung gegebenenfalls zur Disposition
stellen muss. Meinen hat also in etwa die Bedeutung von
für möglich halten.
Wer glaubt, das ewige Leben zu haben, hält seinen Glauben
zwar für richtig, ist sich allerdings über die
unzureichende Objektivierbarkeit im Klaren. Glauben geht
folglich in die Richtung von für wahrscheinlich halten.
Wer weiß, das ewige Leben zu haben, ist sich seiner
Überzeugung – im Rahmen menschlicher Fehlbarkeit – sicher.
Wissen drückt mithin die Bedeutung für gewiss halten aus.
Meinen, glauben, wissen haben also die gemeinsame
Bedeutung des Fürwahrhaltens, allerdings in
unterschiedlichem Grade:
»Meinen ist ein mit Bewusstsein sowohl subjektiv als
objektiv unzureichendes Fürwahrhalten. Ist das letztere
nur subjektiv zureichend und wird zugleich für objektiv
unzureichend gehalten, so heißt es Glauben. Endlich heißt
das sowohl subjektiv als objektiv zureichende
Fürwahrhalten das Wissen.« (Immanuel Kant, Kritik der
reinen Vernunft)
Manch einer meint etwas zu wissen, ein anderer glaubt dies
gar, doch »eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß;
mit dem Wissen wächst der Zweifel.« (J. W. von Goethe,
Maximen und Reflexionen) Obgleich Wissen die höchste Stufe
des Fürwahrhaltens darstellt, haftet ihm stets etwas
Hypothetisches an, das zum rechten Zeitpunkt dem Vergessen
anheim fällt, um freilich im gleichen Moment mit
aktualisiertem Inhalt wiedergeboren zu werden. So
betrachtet hält sich seine Mächtigkeit in Grenzen, und es
hat den Dunstkreis seiner einfältigeren Geschwister
Glauben und Meinen noch nicht ganz verlassen, was wohl der
menschlichen Natur zu schulden ist. So sind auch die
Grenzen zwischen meinen, glauben, wissen fließend und wo
nicht gewusst werden kann, um zu einer Überzeugung zu
gelangen, muss geglaubt werden, um einen Standpunkt zu
finden, und wo auch glauben nicht möglich ist, bleibt noch
die Möglichkeit der Meinungsbildung.
Um zu »erkenne[n], was die Welt im Innersten zusammenhält«
(J. W. v. Goethe, Faust 1. Teil), sind deren ungezählte
Fragen gestellt worden und die Antworten darauf können nur
in einem Begriff umfassend, indes zugleich (fast völlig)
verhüllt, gebündelt werden: Gott.
Je nachdem, was dazu geglaubt wird, ist zu unterscheiden
zwischen Deismus (Gott als "Uhrmacher"), (Mono)-Theismus
(Glauben an (den einen) Gott), Atheismus (Nicht-Glauben an
Gott) und Agnostizismus (Glauben an die
Nichtentscheidbarkeit des Glaubens oder Nicht-Glaubens).
Daneben gibt es noch eine weitere Haltung, den
Indifferentismus (Gleichgültigkeit), der weder „gewusst",
noch „geglaubt" oder „gemeint" werden kann.
Leider lassen sich komplexe Dinge nicht kurz und bündig
darstellen, um aber hier zu einem Ende zu kommen, eine
letzte Definition: Christlicher Glaube bedeutet Glauben im
Sinne einer vertrauenden Hoffnung auf Gott in Jesus
Christus. |
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Ingo Jäckels, 29 |
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Ich habe der Kirche viel zu
verdanken, nur leider nichts Gutes. Ihr habt mir die
Zukunft genommen, doch nun ist es Zeit die Schuld
einzufordern! |
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C., weiblich, 29 |
Alle reden wie
selbstverständlich über "glauben". Ich stolpere über
diesen Begriff. Was bedeutet er eigentlich?
- Bedeutet "glauben" soviel wie "ich hätte es gerne so",
"ich hoffe/befürchte, dass es so ist"? Projiziert man
seine Wünsche oder Ängste, wenn man etwas "glaubt"?
- Ist "Glaube" die schlechtere Alternative für Gewissheit?
(Ich glaube es, ich halte es lediglich für plausibel, weil
ich es eben nicht weiß.)
- Meint "Glaube" eher "Wille", im Sinne von einer Kraft,
die die Wirklichkeit beeinflusst oder gar überhaupt formt?
("Der Glaube versetzt Berge!")
- Oder ist "Glaube" eine alternative Erkenntnisform, eine
Alternative zu Vernunfterkenntnis? Etwas, das man
vielleicht "erlebte Gewissheit" oder "Herzenserkenntnis"
nennen könnte? Wenn es so ist, warum reden dennoch alle
von "Glauben" und nicht von einem "Wissen", das sie
tatsächlich erleben? |
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Anonym, männlich, 18 |
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Ich wäre gerne ein weniger
kritischer Mensch, denn mit der personifizierten Idee
eines Gottes lebt es sich in vielen Lebenslagen sicherlich
besser. Ohne Gott leben - wie geht das? Es MUSS irgendwie
gehen. Habe ich denn als Skeptizist eine Wahl? |
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Tamara General, 19 |
in der heutigen zeit
ist sowie so alles anders .. angefangen beim werteverlust...
ueberlegen wir uns jetzt mal unsere 3 wichtigsten
moralischen grundsaetze. ich muss da nicht lange
ueberlegen. es sind fuer mich TOLERANZ, ACHTUNG VOR MIR
UND VOR ANDEREN !!! als ich neulich im spiegel eine solche
umfrage gelesen habe, war ich sehr geschockt: in einer
auflistung von den 10 wichtigsten grundsaetzen fand ich
meine gar nicht.... an erster stelle war puenktlichkeit...
ich meine nicht dass nur meine moralvorstellung richtig
ist, aber wo leben wir, dass wir materialistische
grundsaetze ehtischen vorziehen ... ich glaube wir werden
alle zu maschinen ... und manchmal frag ich mich wirklich
ob, wir die raedchen sind die die maschine an laufen
bringt, oder ob wir von der maschine gezwungen werden so
zu laufen. wie sie es will.....
zeit,.... was heisst das dennn ...??? ich habe mal einem
freund einen brief geschrieben... zeit ist eine
zwangsjacke, in die wir uns zwaengen um kontrolle ueber
dinge zu bekommmen, die wir nicht kontrollieren duerfen...
hier beginnt das goettliche ... wenn wir alles in frage
stellen, stellen wir gott in frage.. und unser eigenes
dasein....wofuer leben wir dann noch???? ausserdem hat
zeit keine bedeutung fuer mich ,,,,... es zaehlt nur der
moment, und danach der naechste moment, und danach wieder
der naechste.... ich habe mal fuer jemand ein bild gemalt
woran ich sehr lange gesessen habe..... wirklich lange...
aber es war fuer einen besonderen menschen und ich hatte
die ganze zeit ueber spass beim malen und es war
schliesslich ein schoepferischer prozess.... als ich ihm
das bild gab, fragte er mich wie lange ich dafuer
gebraucht habe , es sei sehr schoen...
und an dieser stelle beginnt sich alles zu drehen in
meinem kopf, und seine worte gehen durch einen filter und
uebrig bleibt nur das woertchen ZEIT....
ist das bild jetzt mehr wert nur weil ich lange gebraucht
habe??
das ist wie bei einer geburt... ein kind das 27 stunden
fuer sich gebraucht hat , ist auch nicht mehr wert als
eines, das per kaiserschnitt nur 10 minuten gebraucht hat,
oder????? jeder schoepferische prozess ist vollstaendig
gleich viel wert, solange man dabei in sich vertraut ... |
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Lan Duong, 34 |
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die frage bin ich der der
ich bin |
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Oswald, 66 |
Allen Betreuern und
allen Mitstreitern, auf diesen Seiten, wünsche ich
Gesundheit, viel Freude und Gottes Segen.
Oswald |
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Anonym, weiblich, 26 |
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Mir sind Engel begegnet. Ich
hatte das Glück mit ihnen zu sprechen. Sie wollten mich
aufbauen und mir helfen. Ich habe mein Versprechen zu Gott
gebrochen. Dafür hat Gott mich verlassen. Ich will zurück
zu Gott. |
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Amy, 16 |
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die liebe besteht darin,
dass sich zwei einsame beschützen, berühren und
miteinander reden. |
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Manfred Oppdehipt, 44 |
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Drum prüfe, wer sich
ewig bindet... (Teil einer alten Volksweisheit)
"Dein Verstand ist schwankend, wird
er nicht auf die Sinne gebaut;
dein Glaube ist dunkel, wenn ihn die Vernunft nicht
beleuchtet."
(L. Börne;1786 - 1837)
Warum glaube ich nicht mehr, was in der Bibel steht? Warum
löse ich mich nach zehn Jahren von dem überlieferten
Glauben an den Gottessohn Christus? Meinen Weg zum
Christen und wieder zurück möchte ich hier nachzeichnen;
meine Hoffnung ist, dass sich andere auch entschließen,
nachzudenken.
Im Anfang:
"Ich bin das Licht der Welt,
wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln,
sondern wird das Licht des Lebens haben." (Jesus
Christus; Joh. 8, V 12b)
Finsternis schien über mein gesamtes Leben zu liegen;
Licht gab es nur selten. Jedenfalls war mein Empfinden so.
Nach einer soliden, katholischen Kindheit in einem Dorf am
Niederrhein verdunkelte sich mein Leben: mein Stiefvater
löschte das Licht und tyrannisierte meine Mutter und mich.
Einzelheiten spare ich mir. Ich wurde zu einem "Runaway
Child"; den Rest meiner Jugend verbrachte ich in
verschiedenen Heimen. Mein Weg schien vorbestimmt;
Aussichtslosigkeit bestimmte meine Lebenseinstellung. "No
Future": Punk war mein Leben. Die Stranglers lieferten den
Soundtrack. Kurz bevor ich selber "strangled" war, traf
ich über eine Teestube Baptisten. Das war 1980 in Münster,
mitten in einer neuen "Jesuswelle".
Diese christliche Jugend war schon hysterisch im Glauben,
das ging auf die Dauer nicht gut: Was ich brauchte, war
ein Fundament, keine rosa Wolke.... So wendete ich mich
meinem wirklichen Leben zu und beschloss, doch noch was
daraus zu machen. In den 1980ern lernte ich meine Frau
kennen und schaffte tatsächlich einen bescheidenen
beruflichen Erfolg. Die Opfer dabei waren hoch. Und ich
war weiter auf der Suche nach dem "wahren" Gott.
Christ - Sein:
"Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so
haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus
Christus." (Paulus; Röm. 5, V 1)
Prima. Nach langem Bibelstudium blieb dieser Satz bei mir
hängen. Im Rahmen einer Evangelisationswoche nahm ich
Jesus als meinen Herrn an. Ich ließ mich taufen und
schloss mich einer Freien evangelischen Gemeinde an. Über
die offenen Fragen, wie Schöpfung und Jungfrauengeburt,
die Wundertaten Jesu usw., machte ich mir erst mal keine
weiteren Gedanken. Ich ging davon aus, dass sich das mit
der Zeit schon klären wird. Immer im Glauben vertrauen....
Da in FeG's (Freie evangelische Gemeinde) das "allgemeine
Priestertum" hochgehalten wird, bringt der Gläubige sich
gemäß seiner Gaben ein. Ich selbst arbeitete im
Kindergottesdienst mit und bei der Gottesdienstgestaltung.
Der wöchentliche Hauskreis rundete mein Engagement ab.
Alles in allem eine durchaus befriedigende Zeit; es machte
Spaß und ich fühlte, dass mein Leben sinnvoll ausgebucht
war. Differenzen in der Bibelauslegung sind nicht so
dramatisch; man respektierte sich weitgehend. Selbst
Streit in der Gemeinde sah ich nicht so dramatisch. Das
gab es allem Anschein nach ja auch in der Urgemeinde und
wurde in Liebe aufgelöst. Dennoch gab es aber nach einiger
Zeit zwei Knackpunkte: zum einen die Ansicht über die
Bibel als Wort Gottes und die entsprechende Auslegung, zum
anderen die Person Jesus Christus. Ich begann
entsprechende Literatur zu studieren.
Die Prüfung:
"Der Einfältige glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet
auf seinen Schritt." (Sprüche 14, V 15)
Mein Umzug nach Moers brachte auch einen Wechsel der
Gemeinde mit sich. Und einen partiellen Rückzug aus dem
Gemeindeleben. Mit meiner Glaubenskrise konnte ich auch
kaum vernünftig mitarbeiten. Der Besuch des
Bibelhauskreises war das einzige zur "Zurüstung", was ich
mir erlaubte. Meine Sicht der Texte stieß aber hin und
wieder auf "Gegenwehr".
Was machte eigentlich meine Sicht aus? Das Trennende zum
Christlichen musste ich mir bewusst machen. Im Einzelnen:
Ich gehe von der Evolution aus - Christen in der Regel
nicht.
Ich sehe in den Schriften der Bibel eher Mythen und
Erfahrensberichte von Menschen, die eine Gottessicht
vermitteln wollen. Mit allen Stärken und Schwächen.
Ich kann das Alte Testament nicht im Blick auf Christus
lesen, ohne das Gefühl zu haben, den Texten damit Unrecht
zu tun.
Ich kann nicht an die Hölle glauben.
Ich fühlte mich nie "schuldig" - nur "gottesfern".
Ich glaube nicht an eine Jungfrauengeburt.
Ich glaube nicht an die Wunder Jesu.
Im einzelnen waren diese Differenzen nicht unbedingt
"dramatisch"; allerdings ergab sich im Gesamten ein Bild,
das zu einem nicht ganz unerwarteten Ergebnis führte.
Evolution:
Christen gehen maximal vom Kreationismus aus; in der Regel
also Schöpfungsglaube, der sich aus der Bibel nährt.
Vielfach wird sogar an die wortwörtliche 7-Tage-Schöpfung
geglaubt. Ich bin mit der Evolutionslehre aufgewachsen und
finde sie logisch und nachvollziehbar. Mit Schwächen
versehen, wie Wissenschaft nun mal so ist, aber gut
belegt. Eine Schöpfung durch Evolution, ja, sogar die
"Hineingabe" Gottes selbst in die Evolution schien mir
noch plausibel. Aber nicht unbedingt meinen Mitchristen.
Allerdings ist dieser Punkt nicht Grund, einen
Christusglauben fallen zu lassen. Es gibt viele, auch
angesehene Christen, die so ähnlich denken wie ich.
Allenfalls wäre hier nur ein Wechsel in eine
aufgeschlossene Gemeinde notwendig gewesen; allerdings ist
FeG hier durchaus "frei". Aber:
Bibel-Exegese:
Hinzu kommt meine sehr historisch-kritische Sicht auf die
Bibel. Durch die Entstehungsgeschichte der Bibel im Ganzen
und des Neuen Testaments im Besonderen kam ich zu dem
Schluss, dass die Bibel weder Wort Gottes, noch besonders
inspiriert ist. Eine Sammlung von Mythen und Weisheiten
von Menschen, die ihre besondere Begegnung mit Gott
weitergeben. Weder Abraham noch Moses und andere waren
unbedingt historische Personen in der Art und Weise, wie
sie in der Bibel geschildert werden. Die Geschichten des
Alten Testaments wollten auch den Zusammenhalt des Volkes
Israel erklären und festigen. Und durch JHWH [so
bezeichnete das israelische Volk ihren Gott] hatten sie
auch den notwendigen Kitt dazu. Wenn überhaupt, dann ist
in diesen Geschichten eine tiefere Weisheit über Gott
enthalten. Von daher fiel es mir schwer, die Texte
"christlich", d.h. in jedem Wort Christus zu suchen, zu
deuten. Aus der von mir genutzten Literatur konnte ich
ersehen, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine stehe.
Himmel und Hölle:
Ein Knackpunkt. Nur der Glaube an die Hölle bedingt den an
einen Himmel. Und umgekehrt. An Satan und die Hölle konnte
ich nie glauben; ich halte sie für eine Erfindung, um sich
Menschen gefügig zu machen. Denn nur wer Angst hat,
gehorcht ohne Fragen.
Es scheint mir unwahrscheinlich, dass ein gerechter,
liebender und gütiger Gott, wie er ja auch im Neuen
Testament verkündet wird, für ein vielleicht
siebzigjähriges, verpfuschtes Leben die ewige Höllenqual
als Strafe verhängt. Und ewige Verdammnis für jene übrig
hat, die nicht an ihn glauben. Das ist ja so ähnlich, als
wenn ich zu meiner Frau sage würde: "Du kannst freiwillig
bei mir bleiben, das entscheidest Du. Aber bleibst Du
nicht, verprügle ich Dich".
Absurd. Genauso absurd ist das Drohen mit der Hölle. Ich
glaube nicht daran und ein ewiges Leben ist mir eh
suspekt. Unvorstellbar.
Die Schuldfrage:
Eine entscheidende Sache ist bei Christen, sich schuldig
zu fühlen. Sozusagen Sünder von Haus aus. Auch das ist mir
suspekt. Ich fühlte mich nie schuldig im christlichen
Sinne. "Gottesfern", das trifft meine Gefühlslage; und so
sehe ich auch die "Schuldfrage" des Menschen: er hat sich
von Gott abgewandt. Jesus Christus hat diese eine Schuld
getilgt, so schien es mir. Wer will, hat freien Zugang zu
Gott, wenn er nur dran glaubt. Aber mich quälte auch hier
die Frage: Wieso braucht es dazu einen "Vermittler"?
Die bisherigen Punkte sind zwar nicht unerheblich als
Glaubensfrage; im einzelnen aber nicht unbedingt dem
Glauben abträglich. Einen aufgeschlossenen, kritischen
Christusglauben kann man ja leben; wäre nur die Frage, ob
eine FeG die richtige Gemeinde ist. Diese Frage brauchte
ich aber nicht mehr zu beantworten. Entscheidend ist
nämlich der Glaube an einen auferstandenen Christus.
"Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist
auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht
auferweckt ist, so ist auch unsere Predigt inhaltslos,
inhaltslos aber auch euer Glaube." (Korinther 15 V 13+14)
Die entscheidende Frage ist die nach Jesus Christus: sein
Leben, sein Tod, seine Auferstehung, seine Göttlichkeit.
Jesus Christus:
Hier hatte ich meine größten Probleme. Ich wollte nicht
den Glauben an Christus lassen. War er doch mein
Lebensgrund.
Auf Grund meiner Bibelsicht konnte ich ja auch nicht an
die Wunder glauben. Sie waren für mich Mythos, die Jesu
Göttlichkeit unterstreichen sollten; antike Übertreibung
eben, die aber durchaus einen bestimmten Aussagewert
haben. Ebenso die Legende von der Jungfrauengeburt.
Nur an die Auferstehung, daran wollte ich unbedingt
festhalten. Sie ist fundamental für den christlichen
Glauben. Also konnte ich gar nicht davon lassen.
Schließlich war mein Glaubensleben doch kein Irrtum?! Oder
doch?!
"Ich glaube an Gott...und an Jesus Christus...geboren von
der Jungfrau Maria...gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage
auferstanden von den Toten, aufgefahren in den
Himmel;...." (Auszüge aus dem Apostolischen
Glaubensbekenntnis)
Ich sprach mit einem Freund aus der Gemeinde. Naturgemäß
hatte er natürlich Einwände gegen Evolution und meine
Sicht der Bibel. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck,
dass hier eine Trennung bevorstand. Zu denken gab mir ein
Hinweis. Wenn ich diese kritisch-historische Bibelsicht
habe und nur glauben kann, was belegbar ist und damit die
Wunder als Tatsache ablehne: "Mir ist ja noch niemals ein
von den Toten Auferstandener begegnet!", also könne ich
logischerweise ja auch nicht an das größte aller Wunder
glauben!
Alea iacta est: Nach ein paar Tagen des Nachdenkens war
mir klar: mein Christsein ist nicht mehr. Denn ich glaubte
der Bibel nicht mehr und konnte tatsächlich nicht an den
auferstandenen Christus glauben. Und merkte, dass ich mir
zumindest die letzten zwei Jahre etwas vorgemacht hatte,
weil ja nicht sein kann, was nicht sein kann.
Fazit:
"Und dann kommen auch die großen Tröster
Mit den neusten Plänen in der Hand
Dann wird diskutiert
Und dann wird reflektiert
Und danach konstatiert
Dass man dich angeschmiert"
(H.D. Hüsch; Den möcht ich sehn..., heyne-verlag)
Alles in allem fühlte ich mich nicht unbedingt verarscht;
ich glaube, ich habe mir all die Jahre selbst etwas
vorgemacht. Kein Blick zurück im Zorn; nein, die frommen
Menschen, die mir begegnet sind, glauben alle aufrichtig.
Soweit ich das beurteilen kann. Und sie bemühen sich, ihr
Leben entsprechend auszurichten.
Ich habe meinen Glaubensweg mit wenigen Worten
nachgezeichnet, meinen Weg zum Glauben und wieder weg.
Damit möchte ich nur in etwa meinen Denkprozess deutlich
machen. Es ist keine theologische Abhandlung.
Manche Christen werden behaupten, ich war ja nur ein
Scheinchrist gewesen. Dass ich die Gnade nie wirklich
erfahren habe. Dem ist aber nicht so. Ich habe lange Jahre
an Jesus Christus geglaubt und mich selbst dabei
verleugnet. Nun, da ich wirklich frei bin, sehe ich das
so.
Ein neues Leben, als Mensch, der sich der Verantwortung
des Lebens stellt und diese nicht mehr an einen imaginären
Gottessohn abgibt. Ich fühle mich frei, glücklich und
freue mich auf das, was noch kommt.
Manfred Oppdehipt, geschrieben im Januar 2001, kurz nach
meinem Glaubensabfall. Ist Teil meiner Homepage.
Die Antwort von Werner Höbsch:
Guten Tag!
Für Ihre ausführliche Zuschrift, in der Sie einen Einblick
in Ihre Glaubensgeschichte geben, danke ich Ihnen. Sie
schreiben, dass Sie vom Glauben abgefallen sind und nennen
dafür einige Gründe.
Gerne möchte ich aus meiner (katholischen) Glaubenssicht
zu einzelnen Punkten Stellung nehmen.
Sie sagen, dass
Christen in der Regel nicht die Evolutionstheorie
annehmen. Dies ist nicht richtig: Die Überprüfung der
Evolutionslehre unterliegt wissenschaftlichen Kriterien.
.Die "Schöpfungsberichte" des Alten Testamentes aus dem
Buch Genesis sind keine Protokolle eines
naturwissenschaftlichen Geschehens, sondern
Glaubensaussage. Sie drücken die Überzeugung aus: Alles,
was ist, ist durch Gott geschaffen. Diese Glaubensaussage
liegt auf einer anderen Ebene als die
naturwissenschaftlichen Aussagen.
Zum Verständnis der Bibel: Auch ich sehe in der Bibel die
Erfahrungen von Menschen niedergelegt, die Zeugnis von
ihrer Erfahrung mit Gott weitergeben wollen. Jedoch ist
die Bibel nach christlichem Verständnis mehr als ein Buch
mit Erfahrungen, sondern wird in christlicher Sicht als
Offenbarung angesehen. Offenbarung bedeutet: Gott selbst
hat sich den Menschen mitgeteilt. Die Bibel bietet „Gottes
Wort in Menschenwort". Für Christen ist Jesus Christus das
Mensch gewordene Wort Gottes. Von diesem Wort Gottes legen
die Schriften des Neuen Testamentes Zeugnis ab.
Mit Blick auf das Alte Testament gilt: Es ist fester
Bestandteil der christlichen Bibel und somit, ebenso wie
das Neue Testament, Wort Gottes. Christen deuten das Alte
Testament auf dem Hintergrund ihrer eigenen
Glaubensüberzeugung. Das ist legitim. Ebenso legitim ist
es, dass das jüdische Volk diese Schriften in seiner
(rabbinischen) Tradition deutet und versteht. Dies hat die
katholische Kirche ausdrücklich anerkannt.
Zum theologischen Verständnis von " Hölle": Darunter
versteht die Kirche einen Zustand der Gottes Ferne, so wie
"Himmel" als ein Zustand (oder Ort) der Gottesnähe
verstanden wird. Menschen können ihr Leben verfehlen, sie
können von Gott eröffneten Lebensmöglichkeiten zerstören
und schuldig werden. Das gehört zur Freiheit des Menschen.
Hölle bedeutet ein Leben in bewusster Zurückweisung und
Leugnung Gottes im "Angesicht Gottes".
Übrigens: Es gehört
zur Lehre der katholischen Kirche die Aussage, dass
Menschen schon jetzt in der ewigen Gegenwart Gottes leben
(als Heilige), aber nicht, dass Menschen auf ewig verdammt
sind. Sehr salopp formuliert: Die Kirche lehrt zwar die
Existenz der Hölle als Ort der Leugnung und Ferne Gottes,
aber nicht, dass jemand in der Hölle und bereits jetzt zur
ewigen "Höllenqual" verdammt ist.
Zum
Glauben an die Auferstehung: Damit steht und fällt der
christliche Glaube. Der christliche Glaube an die
Auferstehung besagt: Jesus Christus hat den Tod besiegt,
der Tod hat fortan nicht mehr das letzte Wort. Das Leben
jedes einzelnen Menschen endet nicht im Nichts und in
ewiger Vergessenheit, sondern im Sein bei Gott. Gott, der
das Leben geschaffen hat, wird es im Tod wandeln, aber
nicht vernichten.
Gerne würde ich von Ihnen noch wissen, was Ihnen jetzt
nach Ihrem "Glaubensabfall" Halt und Orientierung gibt.
Sie schreiben, dass sie sich frei und glücklich fühlen und
sich auf das freuen, was noch kommt. Können Sie dazu noch
etwas sagen? Gerne bleibe ich mit Ihnen weiter in Kontakt.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Höbsch |
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Chaled Osman, 39 |
Die Tabaklobby
zweifelt immer an den Gutachten von Krebsspezialisten.
Warum eigentlich?
Würden alle Gläubigen die nicht nicht-existenz Gottes
annehmen, käme der Beweis vom Teufel persönlich?
Ich ließ dreimal Glühbirnen aus der 29. Etage fallen und
eine blieb unversehrt. Vergeße ich nie. Aber wieso einem
Blinden die Welt der Farben erklären, wenn dieser nicht
wahrnehmen will, daß man Farben auch erfühlen kann?
Einen Hungerleider sollte man nicht für Satt erklären.
Wenn sich zwei Genies mit dem zeichnen einer Spirale
beschäftigen, wovon der Eine dabei in immer winzigere
Strukturen eindringt, wohingegen der Andere in die Weite
des Raumes wegdriftet. Würden beide sich später Ihre
Erfahrungen hierzu mitteilen, redeten Sie doch Ihr ganzes
Leben aneinander vorbei. Obwohl diese Spirale existiert,
haben beide Recht, werden aber den anderen in der kürze
der Zeit nie verstehen.
70000 Menschen sehen ein Fußballspiel, und doch zählt nur
die eine Meinung des Schiedsrichters, wenn Der dann auch
noch gekauft ist?
Hat die Kirche einen Notfallplan? |
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Ina, 40 |
Glauben an Gott? -
Nach langer Zeit des Nicht-Glaubens - ja. Es gab da ein
Schlüsselerlebnis, welches sich 11 Jahre später in
anderer, aber ähnlicher Form wiederholt hat.
Jedoch sehen die meisten Leute hier nur den christlichen
Gott. Ist ja klar. Das ergibt sich aus jahrhundertelanger
Prägung. Genau damit aber habe ich meine Probleme: Wie
können Menschen einen anderen Menschen, einen
Laienprediger - Jesus - nach 1300 (?) Jahren plötzlich zum
Gott erklären, den man anbeten soll? Denn so und nicht
anders ist es gelaufen. Jesus wurde doch von einem
kirchlichen Konzil zum Gott bzw. gottgleichen Wesen
erklärt! Wie anmaßend ist das denn?! Ich bin überzeugt,
Jesus, der Menschenfreund, hätte das so nicht gewollt.
Aber er konnte sich nicht mehr dagegen wehren.
Viele Menschen haben auch die Widersprüche moniert, die
die Bibel enthält. Ja wer hat denn die Bibel geschrieben?
- Menschen. Wer hat die Geschichte des Laienpredigers
jahrhundertelang wieder- und wiedererzählt und dabei
verändert um sie den sich ständig verändernden
Lebensumständen anzupassen? Menschen. Und Menschen machen
Fehler. Das geht schon bei der Übersetzung des Wortes
"Jungfrau" los. Es könnte auch "junge Frau" bedeuten.
Oder, dass Jesus im Sternzeichen der Jungfrau geboren
wurde. Was heute als ziemlich sicher gilt. Das Datum im
Dezember wurde doch kirchlicherseits einfach irgendwann
mal festgelegt. Es hatte wohl auch etwas mit einem
heidnischen Fest zu tun. Man wollte den Nicht-Christen den
Übertritt zum neuen Glauben erleichtern.
Ich bin überzeugt, dass es viel mehr Menschen gibt, die an
Gott glauben, als man denkt. Wahrscheinlich aber gehen
viele Menschen deshalb nicht in die Kirche, weil sie
niemanden brauchen, der ihnen sagt Was und Wie sie zu
glauben haben. Sie reden einfach selbst mit Ihm. Ich würde
mich gern mit Leuten unterhalten, die an Gott glauben,
aber Probleme mit dem Trubel um Jesus haben. |
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Ano Nym, männlich, 14 |
glauben und glauben
lassen
immer öko bleiben
cannabis legalisieren
das leben geniessen
versuchen eine gerechte welt zu schaffen
(meine lebensziele) |
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Ulli Becker, 41 |
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Schade - hier fehlt noch
was! Die gnostische Komponente als Ersatz eines außen
angesiedelten Gottes: Wir sind ES SELBST!!! Ich war da -
ich habe das gesehen und erfahren. Ich brauche nicht
länger zu glauben - ich weiß! LG aus MS Ulli Becker |
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Ava Avatar, 16 |
Aleyna, und DAS ist
ein weit verbreiteter Irrtum!!! Die Menschen ruhen sich
auf Gott aus, weil sie in ihm einen Sinn sehen (wollen).
Aber genau das ist ihr Fehler. Diese Menschen sind
Mitläufer. Elende, folgende Individuen, die nichts mehr
sehen, außer Gott. Die unkreativität und Phantasie ist auf
dem Null-Punkt.
Doch schon allein der Gedanke an andere Kräfte, Mächte
oder sogar Dinge, die alles auf den Kopf stellen würden,
ergäben einen besseren Sinn.
Auch nur die SUCHE nach dem Sinn, wäre ein passender Sinn
im Leben eines Menschen, aber solange man sich auf Gott
ausruht, der Gedankengestalt, der menschen, wird man NIE
zu dem Punkt kommen, nach dem Sinn zu suchen, weil man
glaubt, ihn längst gefunden zu haben. Und damit reden sich
abertausende was ein und belügen sich selber, ohne es
wahrscheinlich zu wissen.
Ich selber glaube nicht an Gott. Ich verabscheue es sogar,
diese "Macht" Gott zu nennen.
... |
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Robert, 32 |
@Aleyna:
"ich denke die menschen ohne glaube sind unglücklich, für
was leben sie denn, was haben die für einen sinn??????"
Muß es denn für das Universum überhaupt einen Sinn geben?
Warum interpretieren Christen in alles einen Sinn hinein.
Warum sollte nicht alles einfach da sein und gut...
Ein Gott würde vor der Tatsache der Existenz von Leid auf
Erden sehr, sehr schlecht wegkommen, denn nicht alles Leid
ist von Menschen verursacht und zudem hätte auch da ein
Gott die Pflicht, Leid zu verhindern, denn es ist ja
schließlich seine eigene Schöpfung. Also stünde er als
Sünder da, der seine Schöpfung vernachlässigt. Freiheit
der Menschen entbindet den Schöpfer NICHT von der
Verantwortung. Das geht Ihnen genauso, wenn Sie z.B.
Kinder haben.
Robert |
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Aleyna, 19 |
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ohne gott zu leben
funktionert gar nicht.ich denke die menschen ohne glaube
sind unglücklich, für was leben sie denn, was haben die
für einen sinn?????? Kann mir das einer beantworten????
dieses leben ist gegenüber dem jenseits als würde man
einen finger in den grossen weiten ozean tauchen und
wieder herausziehen, also nichts!!!!Wollt nach der
wahrheit suchen und ihr werdet sie finden... |
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Anonym, weiblich, 18 |
Nicht an Gott zu
glauben, kann genau so schwer sein wie an ihn zu glauben.
Wenn man mit einem Gott aufgewachsen ist, fühlt man sich,
als würde etwas Entscheidendes fehlen, wenn man aufhört an
ihn zu glauben. Nie wieder habe ich dieses Sicherheit und
diese Geborgenheit gespürt. Nie wieder war ich so
überzeugt davon, alles in diesem Leben ertragen zu können.
Ich glaube nicht mehr an Gott, und ich brauche auch keinen
Gott mehr, um in meinem Leben einen Sinn zu sehen. Aber
ich sehne mich manchmal zurück nach diesem Gefühl.
Manchmal würde ich doch gerne wieder an einen Gott
glauben, weil dieser Glaube mir so viel Kraft gegeben hat. |
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Anonym, männlich, 21 |
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Lest mal das Buch Ein neuer
Anfang von Esther und Jerry Hicks und vergleicht es mit
der Bibel und Ihr werdet feststellen das dies
realistischer wirkt |
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Claudia |
ich halte
religionen...egal welcher art.. eher für schädlich für die
menschheit... sie waren wohl mal nützlich um menschen zu
beherrschen... um eine beherrschbare gesellschaft zu
formen... aber heutzutage..trennen religionen nur die
unterschiedlichen völker von einander!!
jeder beharrt auf seiner sichtweise der welt..und hält die
anderen für "ungläubige".. das gilt auch für die christen...
ausserdem.. warum sollte ich an einen gott glauben?... ich
sehe darin überhaupt keinen sinn...!!
sowas ist definitv nich nötig um zu leben!!
ich lebe seit meinem 14 ten lebensjahr ohne gott!! (werde
bald 37) !!
und mir fehlt nichts...
ausser vielleicht etwas mehr toleranz von sog.
gläubigen!!! |
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Sandra |
wieso soll man ohne gott
nicht leben können?
ich bin davon überzeugt, dass religion nicht frei macht...
dauernd glauben leute mir würde etwas fehlen, nur weil ich
nicht an gott glaube oder keiner religion angehöre!
zum allerletzten mal: mir fehlt nichts! ich bin frei! |
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Manfred Radler, 42 |
Viele verstehen nicht
...
Gott ist nicht Religion
Religion ist nicht Gott
Man kann nichts leugnen, dass nicht existiert.
Logisch !? |
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Anonym, weiblich, 18 |
Für meine Begriffe ist
die Kirche an sich zu großen Teilen Schuld daran, dass die
Menschen nicht mehr an Gott glauben (sofern man "die
Schuldfrage" klären möchte. Denn die Kirche hat während
ihren Bestehens sehr viele Dinge gemacht, die den Glauben
an Gott nur zerstören konnten.
Anzuführen wären hier zum einen die Kreuzzüge im Namen
Gottes, die zwar schon Jahrhunderte zurückliegen, dennoch
aber immer noch ein schwarzes Licht auf die Kirche werfen.
Zum anderen ist hier die Skrupellosigkeit der Kirche im
Mittelalter zu nennen. Schließlich wurden die Menschen,
die zumeist kaum Bildung hatten, im Namen Gottes betrogen
und belogen. Gott wurde verkauft, für sein eigenes,
persönliches Wohl.
Fraglich ist heute auch noch, warum die Kirche, trotz
ihrer propagierten Veränderungen, immer noch eine
hierarchische Struktur hat, die zwar demokratische Züge
hat, aber nur in kleinen Bereichen.
Außerdem ist fraglich, warum die katholischen Kirchen
immer noch hohe Kirchensteuern verlangen, auch von
Menschen, die kaum Geld zum Leben haben, obwohl der
Vatikan fast platzt vor Geld.
Hinzu kommt, dass der Papst, als Stellvertreter Gottes auf
Erden, einen solches Bild von sich propagiert. Ein in
Prunk gehüllter , auch Lateinisch redender MANN.
Wo bleibt die Emanzipation??? |
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Anonym, männlich, 18 |
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auch wenn ich nicht an gott
glaube, und dies wohl auch nie der fall sein wird, finde
ich gut, dass es initiativen wie diese gibt. |
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Veronika Fritsche, 28 |
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wegen mir bräuchte es gott
nicht zu geben, auch das christentum als solches ist mir
zuwider!!! |
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Lea, 17 |
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Dass euch die Meinung von
uns interessiert finde ich gut. Ich selbst habe gläubige
Freunde und habe mich damit auseinandergesetzt, musste
aber feststellen dass mir das nicht das gibt was ich mir
wünsche. Ich möchte schon irgendwie religiös sein,
allerdings nicht unbedingt christlich. Ich sehe keinen
große Unterschied zwischen de Religionen. Sie haben alle
gewisse Funktionen wenn man sie genauer betrachtet. zb.:
Die 10 Gebote enthalten moralische Vorgaben die uns das
Zusammenleben erleichtern sollen. |
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Sven Anderson, 32 |
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Religion ist wie ein
Placebo: sie funktioniert, wenn man daran glaubt, das ist
unbestritten. Aber dennoch beruht sie auf einer Täuschung. |
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Anonym |
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Diese Seite hier und
gott-glauben.de haben einen interessanten Unterschied: im
Alter der Beitragsschreiber. Beim Überfliegen würde ich
mal schätzen, der Durchschnitt liegt mindestens 5 Jahre
auseinander. Er wäre vermutlich noch größer, wenn man
diejenigen rausrechnen würde, die gar keine Atheisten
sind, deren Zwischenrufe hier aber penetranterweise
toleriert werden. |
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Henri, 38 |
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Ihr Christen glaubt an einen
Gott, der unschuldige Kinder büßen lassen will (2.Mose
20,5). "Unschuldig" deswegen, weil es nach der Bibel
verboten ist, daß die Kinder die Schuld der
Eltern/Erwachsenen tragen (Hesekiel 18,20). Aber solche
Widersprüche regen Euch nicht weiter auf, gelle !
Hauptsache das Geld kommt pünktlich...... |
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Lars S., 35 |
Obwohl ein Theologe,
dem ich in Vielem kritisch gegenüber stehe, möchte ich
doch mit Hans Küng schließen: Kein Zurück hinter
Feuerbach!
Werft euren alten Aberglauben ab, habt Mut, euch aus der
selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien! |
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Mirko, 23 |
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Seht das Leben lockerer,
hört auf Menschen zu bekehren, jeder sollte seinen eigenen
Gott haben dürfen. |
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Anni |
Woher soll man wissen,
mit ganzer Sicherheit wissen, dass es diesen Gott gibt?
Kann man das? Ich meine, ich fühle zwar, dass es einen
Gott geben muss - sonst wären mir die Wunder der Welt
unerklärlich -, doch woher weiß ich, dass er so ist, wie
ihn Katholiken/Protestanten/Juden oder auch Angehörige
einer Sekte sich vorstellen? Vielleicht kann man mit
Sicherheit sagen, was er auf keinen Fall ist? Ich kann mir
zumindest nicht vorstellen, dass Gott ein
mordendes/menschenverachtendes/böses Wesen sein kann. Es
würde mir im Widerspruch zu der wunderschönen, perfekten
Natur stehen. Ich habe auch die unterschiedlichsten
Erfahrungen mit Sektengläubigen etc. gemacht. Es kam mir
falsch vor, doch eine objektive Begründung habe ich nicht.
Genauso wenig für meine Neigung zum katholischen Glauben
(obwohl eigentlich atheistisch erzogen). Es kommt mir
schlicht richtig vor. Bedarf es einem solchen Glauben
einer Begründung?
Ich möchte so gerne Antworten auf meine Fragen bekommen,
vielleicht könnten Sie ja zurückschreiben.
Danke,
Gruß
Anni
Eine Antwort
von Bernhard Riedl:
Hallo Anni,
woher weiß jemand, der blind ist, dass es die Sonne gibt?
Wie kann jemand wissen, ob der geliebte Partner diese
Liebe erwidert? Was lässt ein Kind seinen Eltern
vertrauen? Ist es nicht letztlich in allen drei Fällen die
grundsätzliche, nicht hinterfragbare Erfahrung von Gutem -
von Güte? Unser deutsches Wort "glauben" hat ja ganz viele
Bedeutungen; aber wenn wir als Getaufte vom Glauben an
Gott sprechen, meinen wir diese Art von
erfahrungsbasierter Gewissheit, dass Gott es mit uns, mit
jedem Einzelnen und mit der Gemeinschaft der Glaubenden,
gut meint. Einen Beweis für eine endgültige Sicherheit
oder Gewissheit gibt es nicht, kann es nicht geben, das
stünde auch im Widerspruch zu dem, was "glauben" bedeutet:
Was ich gewiss weiß, kann und brauche ich nicht mehr
glauben. Dabei gewinnt der christliche Glauben seine
Festigkeit und seine Zuversicht aus der Begegnung mit
Menschen, die ihr Leben an Jesus Christus ausrichten und
dabei ihren Glauben als Halt auf ihrem Lebensweg erfahren,
denn von den Spannungen zwischen Freude und Trauer,
Hoffnung und Angst bleibt auch der glaubende Mensch nicht
verschont. Ihr Glaube ist Vertrauen darauf, von Gott
gewollt und angenommen zu sein und dadurch einen Wert zu
haben, den sie nicht aus sich selbst haben oder den sie
selbst hergestellt hätten - etwas durch besondere
Leistungen.
Was man nach Auskunft der biblischen Bücher gewiss von
Gott sagen kann, ist dass er ein anwesender, ein
gegenwärtiger Gott ist, und dass er sich den Menschen
zuwendet, damit sie das Leben "in Fülle" haben, wie es im
Johannesevangelium (10,10) heißt. Daraus lässt sich dann
ableiten, was Gott mit letzter Sicherheit nicht ist: böse.
Dass manche so genannte "Gottesbilder" und ihre (Art der)
Verbreitung in Geschichte und Gegenwart die Wirklichkeit
Gottes verdunkelt haben und weiter verdunkeln, ist eine
traurige Tatsache, die in vielen Fällen darauf
zurückzuführen ist, dass Menschen - einzelne oder Gruppen
- Gott für ihre Zwecke instrumentalisiert haben, oft in
vermeintlich guter Absicht, um Menschen zu "bekehren".
Aber keine Form der Gewalt kann die Liebe Gottes für sich
reklamieren.
Bernhard Riedl
PS: Wer eine
Reaktion auf seinen Eintrag bekommen möchte, wird gebeten,
seine E-Mail-Adresse anzugeben. |
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|
S. Haeske |
|
zu Silver Aquila: Sag nicht
der Mensch ist dumm - nur weil das deiner Sicht
entspricht, ich weiß, das ich mich mit dem Glauben
an Gott selbst betrüge, aber man wird dadurch leichter mit
der eigenen Existenz fertig. Ein Glaube hilft mir
Antworten zu finden, (wo es eigentlich gar keine gibt).
Denn es kann schwer zu ertragen sein, zu erkennen das
alles "Zufall" ist, das man sich Fragen stellen kann, nach
dem "Warum". Die Vorstellung, unsere Fantasie hilft uns,
damit fertig zu werden. Ich bin mit meinem Leben
zufrieden, ich habe mir meine "Welt" geschaffen. Ich sehe
auch die Schlechten Sachen, aber diese kann ich nicht
ändern, ich kann nur auf meine unmittelbare Nähe
einwirken. Menschen wundern sich, daß ich vieles positiv
sehe, sie denken auch, das ich oberflächlich bin - aber
ich möchte nicht mit meinem Leben hadern - miese Laune
ergibt mieses Leben. Aber dadurch, daß ich nur dieses eine
Leben habe, werde ich es mir so angenehm wie möglich
gestalten. Mit den Widrigkeiten des Lebens werde ich auf
meine Art fertig. Wenn ich heut sterbe, kann ich sagen -
ich habe zufrieden gelebt. Und NICHTS hätte ich ändern
wollen. Ich hoffe, daß alle Menschen eine Zufriedenheit in
ihrem Leben finden. Aber, was die Menschen nicht sind: SIE
SIND NICHT DUMM! |
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Silver-Aquila |
Der Mensch ist dumm,
ja er ist es... er sagt was gut und schlecht ist, was
richtig und falsch... aber setzt er sich hin, und lässt
einmal sein Ego hinter sich, hört er einmal auf zu werten,
gibt es das alles nicht mehr, dann existiert gut und böse
nicht mehr!
Und dass ist die Wahrheit, wir sind alle zu dumm dies zu
erkennen, wir lieben unser Ego, wir lieben es die Gründe
für unser Leid auf unsere Umwelt zu schieben, wir lieben
es, wenn jemand unseren Weg geht und wir mögen es nicht,
wenn jemand unseren Weg nicht gehen will... wenn ein
Christ zusehen muss wie sein Kind atheistisch wird, ist er
enttäuscht, aber wieso??? ach, die Menschheit ist dumm...
die Menschheit selber ist das Leid auf Erden... welcher
Mensch kann schon von sich behaupten sich zu kennen? wenn
es so wäre, dann wären wir nicht alle so dumm, würden uns
nicht täglich von unseren Ego verarschen lassen, von
unserer Dummheit... wir sind weg von jeglicher Wahrheit,
wir leben einen Traum... ja die Welt spielt sich in
unseren Kopf ab, einfach alles, egal wie es ist, es ist so
wie wir es sehen... die Menschheit ist dumm... also hört
auf darüber nachzudenken, wo Gott ist, wie Gott ist... man
kann einzig und allein Gott in sich begegnen, denn das
einige was wir wirklich sind ist unsere Seele und unsere
Seele hat den einzigen Zugang zu Gott, nicht der Verstand,
nicht das Denken, sondern unsere Seele und die finden wir
nicht da draussen, sondern in uns! |
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Rene Goll, 78 |
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Es heisst doch: Erde und
Himmel werden vergehen, mein Name jedoch nicht. Nun wenn
Himmel und Erde vergehen, ist ja niemand mehr da um die
Worte Gottes zu hören. |
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Silvia Haeske, 40 |
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Das Leben ist so
interessant, alles steht mir offen - Der Mensch selber(
und sonst kein Anderer) macht sich sein Leben schwer |
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Silver-Aquila, 16 |
Zitat:
"Die Antwort von Bernhard Riedl:
Nein, den Glauben macht niemand mit sich selbst ab: Man
empfängt ihn von anderen und man gibt ihn an andere
weiter. Nur so funktioniert das. Alles andere ist religiös
verbrämtes Geschwurbel, das mit christlichem Glauben wenig
oder gar nichts zu tun hat. Jesus hat die Menschen in die
Gemeinschaft seiner Nachfolge berufen - von Anfang an: die
12 Jünger, die 72. Dabei ist er durchaus auf die einzelnen
zugegangen, aber er hat sie in die Gemeinschaft berufen."
*löl* so das alle die gleiche Lüge
leben?
Es ist als würde man einen Menschen dazu erziehen dass er
sich wie ein Hund benimmt... irgendwann wird dieser sich
weigern wenn er alt genug ist und wird sich auf seiner
selbst besinnen und sich sagen "ich bin kein Hund, ich bin
ich, ich handle so wie ich will, ich glaube an das an das
ich glauben will..."
Jesus selbst soll ja auch gesagt haben:
Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da
glauben, sind die: In meinen Namen werden sie Teufel
austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben,
und so sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht
schaden, auf die Kranken werden sie die Hände legen, so
wird's besser mit ihnen werden."
Ich frage mich, ja es mögen Millionen Menschen meinen sie
würden an Jesus glauben, in seinen Namen handeln so wie er
es wollte, es mag einen Papst geben, der ja Gottes
Vertreter auf Erden sein soll, aber wer verdammt nochmal
kann von den allen denn das was Jesus
prophezeite....wer???
Menschen die Reiki beherrschen können die Hände auf andere
Menschen legen und deren Leiden hindern, andere Menschen
können Löffel verbiegen... andere können Magie bewirken,
aber die wenigsten von ihnen sind Christen, sie sind meist
Heiden, Taoisten oder andere Gläubige die ihre geistigen
Fähigkeiten schulten... die Christen sind am wenigsten
fähig "Wunder" zu vollbringen. |
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Ilona Oellers, 31 |
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Ich habe von dem Begriff der
"anonymen Christen" gehört (ich meine von Karl Rahner),
vielleicht sind viele der Menschen, die ein Leben ohne
Gott leben dieser Gruppe zugehörig. Vielleicht wissen wir
nicht von Gott und leben doch in gewisser Weise nach ihm,
vielleicht gehen wir genauso tolerant, nächstenliebend,
mit ethisch und moralisch "richtigen" Einstellungen durch
unser Leben, ohne die Frage nach einem "Gott" zu stellen
oder einfach mit dem Wissen, diese Frage nicht beantworten
zu können. |
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Anonym, weiblich, 16 |
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Sicherlich glaubt oder
vertraut jeder Mensch auf etwas, aber muss es unbedingt
eine bestimmte Religion oder Kirche sein zu der man
gehört? Bin ich nicht auch religiös, wenn ich nicht an
Gott glaube, sondern an die Natur und deren Wissenschaft,
die für mich zwar eine höhere Weisheit bzw. Kraft
verkörpert, aber nicht der Vorstellung der Menschen von
Gott gleicht? |
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Anonym, weiblich, 18 |
An Robert
Wenn sogar Kirchenvertreter der Meinung sind, Evolution
sei kein Widerspruch zur Schöpfung, die Evolutionstheorie
sogar anerkennen, dann scheint dies mit der Bibel
vereinbar zu sein. Man meint, Evolution sei der Prozess,
von Gott in Gang gesetzt, die Möglichkeit, dass dies
überhaupt geschehen konnte, habe Gott geschaffen. (Gott
als Schöpfer aller Möglichkeiten -> Emergenztheorie)
Soweit ich weiß, glaubt das Christentum an den freien
Willen, nichts mit Zwang. Es sind eher die Umstände auf
der Erde und die Menschen selbst, die den Menschen leiden
lassen. Diese können laut Erfahrung durchaus
menschenverachtend sein, was dann aber nichts mit Gott zu
tun hat.
Grüße |
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Anonym, weiblich, 18 |
Antwort an Bernhard Riedl:
Warum kann niemand ohne andere Gläubige Christ sein? Den
Glauben macht doch jeder mit sich selbst aus, ohne dass
ihn andere wirklich beeinflussen könnten. Wirklichen
Einfluss hat, wenn überhaupt, Gott allein, oder nicht?
Viele Menschen behaupten, Gott würde strafen. Das passt
für mich nicht in das Bild von Gott als liebenden Vater.
Was stimmt denn nun?
Vielen Dank für Ihre Antwort und liebe Grüße
Die Antwort
von Bernhard Riedl:
Nein, den Glauben macht niemand mit sich selbst ab: Man
empfängt ihn von anderen und man gibt ihn an andere
weiter. Nur so funktioniert das. Alles andere ist religiös
verbrämtes Geschwurbel, das mit christlichem Glauben wenig
oder gar nichts zu tun hat. Jesus hat die Menschen in die
Gemeinschaft seiner Nachfolge berufen - von Anfang an: die
12 Jünger, die 72. Dabei ist er durchaus auf die einzelnen
zugegangen, aber er hat sie in die Gemeinschaft
berufen.
Oder um es mit dem
Dichter Reiner Kunze zu sagen:
Der Irrtum des
Pilatus
Er sah nur Jesus,
sah
nicht jene,
die berichten würden
von jahrtausend zu jahrtausend |
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Robert H., 31 |
@Oswald
<<Es gibt auch Geologen die mit erstaunen feststellen,
dass alle prähistorischen Lebewesen schon ziemlich
vollkommenen Organismus besaßen.>>
Ja, sicher. Das widerspricht nicht einer Evolution. Hale
Organismen wäre ja wohl schwerlich lebensfähig. Die
Evolution baut nicht stückweise Lebewesen auf, sondern es
entstehen ziemlich sprunghafte Veränderungen. Und über den
Anfang der Evolution können Sie die Aussage, die Sie
machen nicht so in den Raum stellen. Das wäre ein schön
dummer Gott, der ein Schöpfung beginnt und dann die
Evolution quasi Korrekturen anbringen läßt. Zudem steht
das so auch nicht in der Bibel. Diese behaupte, alles wäre
so vom Himmel gefallen und in 1,2,3...7 Tagen geschöpft
worden. Alleine die Reihe des Pferdes zeigt, daß dies
nicht der Fall ist. Die Evolution gibt von Eohippus,
Mesohippus, Pliohippus schrittweise bis zum heutigen Pferd
(equus). NUR das erklärt, warum das Pferd noch eine Zehe
hat, die es gar nicht benützt. Das ist ein Überbleibsel
seiner Vorfahren, denn die hatten einst fünf Zehen und
nicht nur ein Huf. Wenn ein Gott das geschöpft hat, kann
ich ihn ohne weiteres zum Vollidioten erklären.
Die Lösung des Dilemmas ist einfach: Das Wort Gott in der
Bibel bedeutet nicht "Wesen", sondern "Universum, Raum".
Die Menschen in biblischen Zeiten konnten es eben nur
nicht anders ausdrücken, als mit dem Wort "Gott". Und Adam
und Eva sind nicht zwei Menschen, sondern nur Sinnbilder
für 'die ersten Menschen', die sehr wohl Australopithecus
afaresis oder Sahelanphropus tschadii geheißen haben
können und sie sich nicht nur zwei waren. Adam und Eva
sind Allegorien und keine realen Individuen. Auch der
'Sündenfall' ist keine Verkostung von Äpfeln, sondern ein
Bild. Es weise ziemlich sexuelle Züge auf, mit einer
Frucht als Sinnbild der Fruchtbarkeit und die 'Vertreibung
aus dem Paradies' als Bild einer 'Aufgabe des Jugendalters
oder der Jungfräulichkeit'. Woran sieht man das noch? Die
kirchlichen, dumpfen Choräle der Mönche sind ursprünglich
mit ganz anderer Melodie geschrieben. Das zeigt, daß die
Kirche den Menschen nur ein Zerrbild darstellte, das
nichts mit der ursprünglichen Realität zu tun hatte, denn
die ist viel, viel toleranter, freundlicher und offener.
Insgesamt läßt sich sagen, daß beinahe alle Christen ihr
eigenes Buch so falsch verstanden haben, wie man es nur
falsch verstehen kann, weil sie es wörtlich nahmen - vor
allem die Fundamentalisten.
Robert |
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Robert H., 31 |
@Silver-Aquila
<<Gott ist für mich alles, in jedem ist Gott und jeder ist
in Gott, Gott ist das All, der Kosmos, die Unendlichkeit,
daran glaube ich!>>
Das ist damit aber kein Gott, denn das Wort 'Gott' setzt
einen Wesenscharakter voraus.
Robert |
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Oswald, 64 |
an Robert
Was die Evolution betrifft haben Sie wohl recht, aber. Es
gibt auch Geologen die mit erstaunen feststellen, dass
alle prähistorischen Lebewesen schon ziemlich vollkommenen
Organismus besaßen.
Es fehlt Ihnen der Angang. Wann begann die Evolution? War
da nicht am Anfang der Schöpfer, der die Gesetze der
Evolution festlegte ? Evolution ,weil die Natur
Bedingungen ändern sich , Gott aber nicht. |
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Silver-Aquila, 16 |
Tod einer Geliebten
Person? gut, schlecht, Gottes böse Tat oder vielleicht
einfach nur der Gang der Natur?
Was wäre der Mensch ohne Trauer und was ohne Glück?
Den Tod einer Geliebten Person kann man auf zwei Arten
sehen, einmal im gesamten und einmal im individuellen und
subjektiven Sinne.
Kein Mensch will, dass ihm eine sehr geliebte Person
stirbt.
Man leidet unter diesen Verlust.
Vor allem wenn man weiß, dass diese Person noch viel im
Leben vor hatte... den Tod individuell zu sehen und
subjektiv, das macht ihn böse... nur, kosmisch, ganz nach
der Natur gesehen, es kommt und geht alles, und auch du,
der diesen Text gerade liest, wird einmal den Weg aus
diesen Leben gehen, alle werden wir geboren und sterben
wir und was wäre dass für ein Chaos auf Erden, wäre es
nicht so?
Für Atheisten ist es trotzdem schlimm, tot? einfach nicht
mehr existieren? einfach so weg sein? oft dann noch leiden
bevor man stirbt, tagelang, wochenlang, monatelang, ja
manch einer sogar jahrelang wie Heinrich Heine selbst acht
Jahre leiden musste, bevor ihn der Tod einholte.
Tod, dass ist für die meisten was Ekeliges, was
schreckliches, was ungerechtes und was deprimierendes.
Doch, ist es nicht so, dass wir alles schwarz oder weiß
färben? hängt nicht selbst die Färbung des Wortes Tod vom
Auge des Betrachters ab?
Menschen die an Wiedergeburt glauben, sehen in dem Tod nur
einen Wandel, der Tod, eine Art Geburt in die andere
Ebene.
Die Geburt eines Mensch, der Tod einer Seele in der
anderen Ebene.
Menschen, die den Tod einfach so sehen, die daran glauben,
sie sehen den Tod als etwas natürliches, was jeder Mensch
innerhalb seines Seelenlebens durchmachen muss.
Der Tod gehört zum Leben dazu, wie die Geburt und zu
meinen, dass Gott einer Person den Tod schicken würde um
seine Angehörigen und die Person selbst damit zu schaden,
in meinen Augen ist das eine sehr subjektive und
egoistische Sichtweise, Menschen vergessen in ihren ganzen
Leid, dass nicht sie gestorben sind, sondern jemand
anderes und dass sie noch hier sind und nicht um zu
trauern, sondern um zu leben.
Trauer ist ein Prozess der Verarbeitung, aber der Hass
gegen etwas anderes, der aus ihr erwachsen kann, ist purer
Egoismus. |
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Silver-Aquila, 16 |
Gott ist für mich
keine Person mit menschlichen Eigenschaften... Gott ist
für mich alles, in jedem ist Gott und jeder ist in Gott,
Gott ist das All, der Kosmos, die Unendlichkeit, daran
glaube ich!
Und ich sehe es auch nicht in Gottes Aufgabe uns zu
helfen, dies tun für mich die jeweils persönlichen
spirituellen Begleiter oder einfach Freunde und Geliebte
auf dieser Erde.
Es liegt an uns, was wir aus unserer lieben Erde tun und
welche Zukunft wir unseren Kindern bieten, daran glaube
ich! |
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Robert H., 31 |
anonym, weiblich:
<<Die Evolution ist nicht ein Widerspruch zur Schöpfung.
Die Schöpfung ist, was entstanden ist, die Natur; die
Evolution ist der Prozess.>>
Damit haben Sie sich vom biblischen Original
verabschiedet. Gut. Weiter so!
<<Zur Liebe Gottes: Vielleicht ist das Leid notwendig,
damit der Mensch/Christ besser versteht, warum er denn
nicht böse sein soll.>>
Ach so. Also ein Kind, das im Sudan hungert ist dazu von
Gott nur gezwungen, damit es erkennen möge, nicht 'böse'
zu sein. Wieviel Menschenverachtung braucht es, solche
Aussagen zu tätigen. Sind die Gläubigen bereits so weit
entfernt von Menschenverstand, daß sie sich zu solchem
hinreisen lassen? Damit hätten Sie Ihren 'liebenden' Gott
zum Diktator und Oberlehrer degradiert. Suuuuper! Sie
werden immer atheistischer.
Robert |
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Anonym |
Das Leben ist wie ein
Satz.
Nach jedem Satz kommt ein Punkt.
Und dieser Punkt ist die größte Liebe, die uns jemals
begegnet ist. Und keiner kann ihr entkommen. Ist das nicht
wunderbar? |
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Anonym |
Hallo (lieber?) Gott,
warum hast Du mich erschaffen?
Konntest Du dir das nicht verkneifen?
Mußt Du mich durch diese Welt schleifen?
Die Natur ist schön anzusehn.
Doch manches daran kann ich nicht verstehn.
Als ich ein Kind war wär es beinahe geschehn.
Das ich hätte müssen von dieser Erde gehn.
Du hast leider anders entschieden.
Und ich bin mit meinem Leben nicht zufrieden.
Kann es nicht für alle Menschen wunderbar sein? Das Leben.
Kannst Du uns nicht die große Liebe schenken, mal eben
:-)?
Dann hast Du doch auch weniger zu tun ;-).
Kannst ein bißchen ausruhn... |
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Anonym, weiblich, 18 |
Robert,
gerade das ist ein Irrtum. Die Evolution ist nicht ein
Widerspruch zur Schöpfung. Die Schöpfung ist, was
entstanden ist, die Natur; die Evolution ist der Prozess.
Den Grund kann sie jedoch nicht nennen, ihr Gebiet ist
alles folgende.
Zur Liebe Gottes: Vielleicht ist das Leid notwendig, damit
der Mensch/Christ besser versteht, warum er denn nicht
böse sein soll. Gott wird nämlich auch als Beistand/Lehrer
beschrieben. Soll heißen, selbst wenn Gott perfekt ist,
der Mensch ist es nicht, was heißt, dass er lernen muss.
Der Mensch ist frei, ja. Doch deswegen kann man seine
"Freiheit" trotzdem einschränken, indem man z.B. nichts
"Böses" mehr tun will. |
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Anonym, weiblich, 18 |
Ich möchte gern eine
Antwort auf folgende Frage haben: Was ist eigentlich so
wichtig daran, in die Kirche zu gehen? Eigentlich dient
die Gemeinde doch "nur" der Gemeinschaft, wie das Wort
sagt, oder?
Liebe Grüße
Die Antwort von Bernhard Riedl:
Die christliche Gemeinde ist nicht nur irgendeine
Gemeinschaft, sondern die von Gott berufene oder auch
zusammengerufene. Sie dient nicht sich selbst, sondern
Gott. Deshalb heißt ihre wichtigste Versammlung
Gottesdienst. Die Menschen, die Gott versammelt hat und
die sich um Gott, vor Gott versammeln, dienen ihn,
verehren ihn, sagen ihm Dank (das bedeutet das griechische
Wort Eucharistie) dafür, das er sie berufen hat und
erhält. Sie tun das in Gemeinschaft, weil Gott sie in
Gemeinschaft zusammengeführt hat. Anders gesagt: So wie
man nicht aus sich selbst Christ werden kann, sondern
immer nur durch andere, so kann man auf Dauer auch nicht
allein, also nicht ohne andere Gläubige, Christ sein.
Wer nicht an Gott glaubt, wer sich ihm nicht nahe fühlt,
ihn nicht liebt, der wird sich möglicherweise schwer tun,
dies nachzuvollziehen. Und mancher Gottesdienst strahlt
das vielleicht auch wirklich nicht aus. Leider.
Bernhard Riedl |
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Robert H., 31 |
@Donate Frank
<<Diese Freiheit dominiert in unseren Köpfen und wir geben
uns gerne hin und sind sogar bereit uns zu opfern - wir
nennen es ein Risiko eingehen Wie oft verrennen wir uns da
in eine Sackgasse?>>
Dann müßte ja alle Atheisten erfolglos sein. Das ist aber
nicht der Fall. Donata, lassen Sie nicht zu, daß eine
Interessengruppe Ihre Ängste dazu mißbraucht, Ihnen einen
Gott einzureden, der nicht existiert.
<<Was bleibt wenn der Erfolg aber nicht kommen will? Wo
ist denn da Freiheit?>>
Das IST die Freiheit. Freiheit heißt nicht, daß man tun
kann, was man will, sondern daß man nicht tun muß, was man
nicht will.
Und diese 'unvollkommene Schöpfung', von der Sie sprechen,
beweist, daß es Ihren Gott nicht gibt. Ein allwissender
Gott würde alles vollkommen schaffen. Das ist nicht der
Fall, also gibt es keinen Gott. Ansonsten hätten Sie Ihren
Gott zum Vollidioten erklärt oder zum Sadisten.
Innerhalb einer Evolution sind die Schlaglöcher sehr wohl
erklärbar und es gilt, daß eine brauchbare Theorie eben
alle Daten erklären muß und nicht einige auslassen darf.
Zwar überlebt nur das, was anpassungsfähig und stark ist
in der Evolution, aber der zweite Satz heißt, daß das, was
nicht direkt stört nicht oder nur sehr langsam
verschwindet. Deshalb hat der Wal einen Beckenknochen,
weil seine Vorfahren an Land lebten. Das beweise wiederum
eine Evolution. Ein Gott stünde wie ein Dummkopf da, wenn
er Walen Becken eingesetzt hätte bei seiner Schöpfung.
Ein weiterer Hinweis ist, daß aus heutiger medizinsicher
Sicht Jesus's Verletzungen am Kreuz nicht direkt tödlich
waren. Zudem nahm man ihn ab, was zu dieser Zeit nicht
üblich war. Das legt einen Verdacht nahe. Seine Anhänger
haben ihn abgenommen und versteckt und er floh nach Osten,
nachdem er aus einem künstlich erzeugten Koma aufgewacht
war. Dies wurde mit Alraune herbeigeführt, das man zu
dieser Zeit oft mit Essig reichte. Deshalb die Berichte
davon, man hätte ihm Essig gegeben am Kreuz. Das paßt
alles ins Bild. Nach westen konnte er nicht, denn da war
Rom. Seltsamerweise kennt ein Völkchen in Nordindien eine
Legende von einem Jus Asaf - einem Heiler aus dem Westen.
D.h. Jesus als Person stieg sehr wohl von Kreuz herab, und
entkam den römischen Häschern nach Indien, wo er bis ca.
60 n. Chr. lebte. Es ist anzunehmen, daß diese Person des
Jesus gewissen naturwissenschaftliche Kenntnisse besaß und
auch gewisse Taschenspielertricks, um die Massen von sich
zu begeistern und den Kult um sich zu generieren.
Robert |
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Donata Frank, 41 |
@Robert
es liegt an uns selbst mit Hilfe unseres Gewissens und
unseres Willens aus unserem Leben das Beste zu machen und
auf die bestmöglichste Art zu gestalten.
Auch der Zufall ist ein Geheimnis das uns zufällt.
wenn wir uns nur nach dem Zufallsprinzip orientieren,
schweben wir zwischen der Angst vor der Unfreiheit, der
Angst und dem Streben nach der Freiheit.
Die Oberflächlichkeit die uns Freiheit verspricht blendet
uns mit Erfolg, Geld macht und Attraktivität. Diese
Freiheit dominiert in unseren Köpfen und wir geben uns
gerne hin und sind sogar bereit uns zu opfern - wir nennen
es ein Risiko eingehen Wie oft verrennen wir uns da in
eine Sackgasse?
Was bleibt wenn der Erfolg aber nicht kommen will? Wo ist
denn da Freiheit?
Freiheit ist der Weg von innen nach außen führt, wo der
Mensch seine eigene Stärke, Schwäche und Zerbrechlichkeit
eingesteht, ohne daran zu zweifeln wieso die Schöpfung
nicht perfekt ist.
L.G. Donata |
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Robert H., 31 |
<<Dass die Menschen
nicht kalt sind und das Leid sehen (wie auch Sie) oder wie
z.B. Mutter Teresa, auch was dagegen tun, beweist, dass
die Liebe lebt.>>
Aber, daß ein Schöpfer trotz alles gepredigter Liebe das
überhaupt zuläßt beweist, daß es keinen Gott gibt, denn
der wäre entweder nicht allmächtig und damit kein Gott
oder ein Perversling.
Die Reihen zeigen, daß es keinen Gott gibt. Man kennt die
ganze Reihe der Entwicklung vom Vormenschen zum heutigen
Menschen. Ein Schöpfer hätte sich ja immer wieder
korrigiert und damit kein so gutes Bild abgegeben. D.h.
was Jesus das Genick bricht sind die Datierungen, nach
denen sich Wege der Evolution zeichnen lassen. Z.B. die
Zahl der Zehen der Vorfahren des Pferds wird immer
geringer von fünf über drei bis zu einer (Huf). Das zeigt
eine Anpassung, keine Schöpfung, denn ein allwissendes
Wesen murkst nicht an seinem Werk rum, sondern es hätte
alles von Anfang an als perfekt erschaffen. Dies ist aber
nicht der Fall. Also liebe Christen: Nutzt das als Chance.
Ihr seid FREI. Es gibt keinen Gott. Ihr seid alle selbst
verantwortlich und Ihr seid mehr, als dieses Knochengesell
mit Dornenkrone am Kreuz und Froschgrinsen.
Robert |
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Anonym, männlich, 34 |
Eine ganz einfache
Frage:
Was passiert eigentlich am "jüngsten Tag"?
Entscheidet an diesem Tag Gott, wer in den Himmel darf und
wer in die Hölle muss? Aber was geschieht dann mit all den
Menschen, gleich nachdem sie sterben? Kommen die alle
erstmal ins Purgatorium (also auch Hitler, die Päpste
etc.)? Aber andererseits soll man doch für die
Verstorbenen beten, damit sie schneller in den Himmel
kommen...
Wie ichs auch drehe und wende, die ganze Sache gibt
irgendwie keinen Sinn. Ich hab auch schon viele Freunde
gefragt, aber keiner wusste die Antwort. Ich will wirklich
einfach nur die "offizielle" Antwort wissen, wenn nötig
auch unterschieden nach "katholisch", "evangelisch" und
sonstigen Sektionen.
Die Antwort aus dem
"Katechismus der katholischen Kirche; Kompendium":
Was ist das Purgatorium (Fegefeuer)?
Das Purgatorium ist der Zustand jener, die in der
Freundschaft Gottes sterben, ihres ewigen Heils sicher
sind, aber noch der Läuterung bedürfen, um in die
himmlische Seligkeit eintreten zu können.
Wie können wir den
Seelen im Purgatorium helfen?
Kraft der Gemeinschaft der Heiligen können die Gläubigen,
die noch auf Erden pilgern, den Seelen im Purgatorium
helfen, indem sie Fürbitten besonders das eucharistische
Opfer, aber auch Almosen, Ablässe und Bußwerke für sie
darbringen.
Worin wird das
Letzte Gericht bestehen?
Das Letzte (allgemeine) Gericht wird im Urteil zum seligen
Leben oder zur ewigen Verdammnis bestehen. Wenn Jesus
Christus als Richter der Lebenden und der Toten
wiederkommt, wird er über die "Gerechten und Ungerechten"
(Apg 24, 15), die alle vor ihm versammelt sein werden,
dieses Urteil aussprechen. Im Anschluss an das Letzte
Gericht wird der auferstandene Leib Anteil erhalten an der
Vergeltung, welche die Seele im besonderen Gericht
erhalten hat.
Wann wird
dieses Gericht stattfinden?
Dieses Gericht wird am Ende der Welt stattfinden, dessen
Tag und Stunde Gottallein kennt. |
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Oswald, 64 |
an Robert
Man sieht aus Ihren Ausführungen das Sie durch und durch
ein Humanist sind.
Das freut mich, auch wenn Sie kein Christ sind. In der
Bibel steht geschrieben "weil du weder kalt noch heiß bist
(nur lau) will ich dich ausspucken". Lau sind Sie aber
nicht. Ich bin zwar nicht einverstanden, wegen
menschlichen Fehler (auch aus der Kirche) oder Gewalten
der Natur die Existenz des Gottes zu verneinen, aber
Anbetracht so vielen Leiden in der Welt kann ich es
verstehen. Dass die Menschen nicht kalt sind und das Leid
sehen (wie auch Sie) oder wie z.B. Mutter Teresa, auch
was dagegen tun, beweist, dass die Liebe lebt.
Ich habe das Glück, diese Liebe, Liebe Gottes öfters zu
erfahren und das wünsche ich auch allen.
Euer Oswald |
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Donata Frank, 41 |
@Robert
auch das hat mir keiner erzählt. wenn jemand mir etwas
erzählt muss ich es auch nicht einfach hinnehmen. Mit
keinem einzigen Wort habe ich Jesus erwähnt.
ich habe lediglich erwähnt dass ich an Gott glaube nicht
mehr und nicht weniger. ich gehe auch nicht jeden Sonntag
zur Kirche, denn ich bin auch Sonntags berufstätig und
auch an den meisten Feiertagen.
ich habe auch keine Erziehung genossen, wo die Kirche zu
sehr im Vordergrund stand. Wenn wir in die Kirche gingen
dann nicht als Pseudo-Christen. Sondern man hat mir klar
gemacht, dass man auf den Nächsten und auf alles um sich
herum achten soll. Dass man teilen soll und nichts achtlos
wegwerfen soll, dass man seinen Nächsten ebenso behandeln
soll wie man selbst behandelt werden möchte. Das macht
mein Christsein aus. Auch ein Christ, ein richtiger Christ
nimmt nicht alles so einfach hin. Auch er hat Fragen und
hat unterschiedliche Meinungen. Atheisten nennen es
Gewissen. Die Buddhisten nennen es im Einklang mit sich
selbst und der Umwelt leben.
Das was Sie ansprechen ist eher eine Art Sektenpropaganda.
Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht und bin alt genug
und frau genug nicht leichtgläubig zu sein. ich mag keine
Schwarzseherei und keinen Zynismus und die ganze Skepsis
die sich breit macht. Ich mag auch die immensen
Interpretationen nicht. Ich mag auch die Engstirnigkeit
nicht, alles von sich abstreifen und sich in einem Bunker
zu verbarrikadieren und die Augen vor der Welt zu
verschließen.
ich halte dies alles für ein bescheidenes Mittel seine
eigene Geringingkeit mit Zynismus zu bemänteln und die
Unfähigkeit weltoffen zu sein und weiter nach vorne zu
blicken.
ich flüchte auch nicht aus Hilflosigkeit in irgendeine
kirchliche Institution und schiebe nicht die Verantwortung
die ich für mein leben habe in die Hände Gottes und mache
Jesus und Gott nicht dafür verantwortlich wenn etwas nicht
nach meinem Sinne läuft.
Meinen Glauben hat mich noch nicht daran gehindert das zu
tun was ich möchte.
Nach vorne zu blicken und nach dem verborgenen
Entwicklungspotential zu suchen, nicht nur was der Glaube
betrifft sondern auch im menschlichen Sinne.
ich weiß es nicht wie die medizinische Lehre in den Zeiten
Jesus war und auf Spekulationen lasse ich mich nicht gerne
ein.
Ein Komapatient kann nachdem er aus dem Komata erwacht
nicht einmal stehen und seine Umwelt logisch wahrnehmen
geschweige denn fliehen.
Liebe Grüße Donata |
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Robert H., 31 |
@Oswald
<<Denken Sie sich dabei das der Liebe Gott so Seine Liebe
zu einem Menschen bekundet.>>
Ach so. Und vor lauter Liebe läßt Ihr Gott Menschen
verhungern und läßt zu, daß andere sie in Kriege hetzen,
daß Tornados und Fluten ihnen ihre Häuser wegnehmen und,
und, und. Dann 'liebe' ich im christlichen Sinne also
jemanden, wenn ich ihn im Stich lasse, ganz wie Ihr
perverser Gott. Aha. Soviel zur christlichen Auffassung
von 'Liebe'. Und da haben sich die Kirchen als oberste
Moralapostel in Szene gesetzt. Ich denke die haben
jeglichen Anspruch auf Moralwächter verloren bei solchen
Aussagen. Oswald, der Atheismus hat da eine viel bessere
und ganz einfache Antwort. Er erhebt keinen Anspruch auf
'göttliche Liebe', sondern er stellt klar, daß Gut und
Böse relativ sind um von Betrachter abhängen. Was für den
einen gut ist, kann für einen anderen böse sein. Dieses
Weltbild hat einen entscheidenden Vorteil: Es kommt nicht
in Verruf pure Heuchelei zu sein.
Und die Evolution ergibt das selbe Bild. Die Natur ist
sehr kalt und bei weitem nicht so, als wäre sie von einem
'liebenden Gott' erschaffen. Was wir sehen ist nur ein
kurzer Ausschnitt aus einem hastigen Kampf ums Dasein und
keinenfalls Liebe. Wer das größte Maul hat kann den
anderen Fressen und wer die Zähne hat auch noch kauen oder
wer giftig ist, kann sich seiner Haut wehren. DAS ist die
Realität, nicht die rosa Brille der 'christlichen
Liebesbotschaft'.
Robert |
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Oswald, 64 |
Wir sprechen oft über
Liebe Gottes. Ich würde gern Ihre Aufmerksamkeit auf zwei
Lieder lenken. Sie kennen bestimmt das Lied vom Drafi
Deutscher "Marmor, Stein und Eisen bricht aber meine Liebe
nicht ". Denken Sie sich dabei das der Liebe Gott so Seine
Liebe zu einem Menschen bekundet. Ähnlich, wenn wir uns
vorstellen, beim hören des Liedes von Gaby Albrecht
"Abschied", dass der Liebe Gott eben eine Seele auf die
Erde schickt um Mensch zu werden und sagt am Ende ....bis
wir uns wieder sehen.
Ob die Autoren dabei über Gott gedacht haben, weiß ich
nicht aber, so sprechen die Lieder zu mir.
Das wünscht Euch auch euer Oswald |
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Karin, 15 |
ziemlich viele leute
um mich herum (besser: aus meiner familie) sind sehr
krank. meine oma ist bereits gestorben als ich 9 war,
meinen großvater durfte ich nie kennenlernen.
es gibt für mich nichts auf der welt, das beweist, dass
ein gott existiert. |
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Robert H., 31 |
@Donata Frank
<<Keiner hat mir erzählt dass er Kerzen oder Lichter sieht
oder sonstiges.>>
Aber es hat Ihnen jemand erzählt, er hätte Jesus gesehen
und sogar als 'Auferstandenen'. Das ist doch viel, viel
abstruser. Auf der einen Seite scheinen Christen so
skeptisch, auf der anderen so leichgläubig.
Übrigens habe ich nie behauptet, Schläfenlappenepileptiker
wäre plemplem. Ich stellte die Krankheit zur Diskussion
als Grund für Visionen und damit als Auslöser des
christlichen Glaubens. Wenn nur einer der sogenannten
Jünger und Propheten aufgrund nachvollziehbarer
Hirndefekte Dinge sah, die nicht existent waren, dann
stiftete er alle damaligen Menschen mit an, weil man zu
dieser Zeit die Realität hätte schwerlich nachweisen
können. Auch das 'Koma' war nicht bekannt. Woher wollen
Sie wissen, daß Jesus nicht im Koma lag. Kein der
beschriebenen Verletzungen ist aus medizinischer Sicht
zwingend tödlich. Zudem hätte man ihn am Kreuz hängen
lassen, bis nichts mehr da gewesen wäre. Seltsam ist schon
die Tatsache, daß man ihn schon nach kurzer Zeit abnahm
und versuchte zu beerdigen. Da ergaben sich für ihn
Fluchtwege.
Robert |
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Donata Frank, 41 |
@Robert
"Doch, die Liebe ist definiert über Hirnströme und damit
etwas Faßbares. Die Liebe quasi an sich als abstraktes
Etwas ..."Sie lesen und
wissen Sie auch was Sie lesen?
Die biochemischen Reaktionen sind mit EEG messbar auch mit
verschiedenen Kernspinthomographen aufzuzeichnen. es sind
Reaktionen - hormonelle emotionale - chemische Reaktionen.
Freude ebenso wie Trauer oder andere Emotionen wird
aufgezeichnet, je nach psychischer Verfassung. Nicht mehr
und nicht weniger. In keinem meiner Einträge konnten Sie
etwas über Erscheinungen oder Jesus lesen!!
Hier ist nicht der Ort um mit Ihnen über Medizin,
Pathologie oder Psychologie zu reden. Wenn Liebe so real,
so beweiskräftig zu interpretieren wäre, würde es doch
weniger Trennungen, Scheidungen geben. Oder liebt man sich
nur so lange der eine sich dem anderen anpasst oder nur so
lange der eine für den anderen äußerlich attraktiv genug
ist?
Lieber Robert, Schläfenlappenepileptiker sind weder
paranoid, noch schwachsinnig, noch sehen sie was andere
nicht sehen. 20 Jahre Berufserfahrung hat gereicht um das
zu bestätigen. Keiner hat mir erzählt dass er Kerzen oder
Lichter sieht oder sonstiges. Mir hat auch keiner erzählt
der reanimiert wurde dass er irgendwelche Engel oder Jesus
gesehen hat.
ich lehne die Wissenschaft nicht ab, aber ich bin der
Meinung sie soll sich nicht auf irgendwelche
Spiritualitäten beschränken. Fanatiker gibt es nicht nur
in der Religion.
Ich würde an Ihrer Stelle etwas vorsichtiger mit
Diskriminierungen von Epileptikern und anderen Aussagen
sein. Denn kein Mensch ist davon ausgeschlossen , von
einem Moment auf den anderen schwerstbehindert oder sogar
tot zu sein.
Ich frage mich wer hier irrational ist? Ein Epileptiker
denkt rationaler als mancher Gesunder.
Liebe Grüße Donata |
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Robert H., 31 |
@ anonym, weiblich
<<Ich stimme mit Ratzinger, Meissner und Buttiglione
ueberein, wenn sie argumentieren, dass nach der Bibel
Homosexualitaet abzulehnen ist.>>
Wo steht das? Das ist nie (zumindest nicht in der Form)
erwähnt.
Robert |
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Anonym, weiblich, 34 |
Es ist schon eine
seltsame Religion, die zwar Liebe vorgibt aber zu
Intoleranz anstiftet. Ich stimme mit Ratzinger, Meissner
und Buttiglione ueberein, wenn sie argumentieren, dass
nach der Bibel Homosexualitaet abzulehnen ist. Wenn ich
die Bibel lese, dann komme ich zu dem gleichen Ergebnis.
Daraus folgt: Es ist definitiv nicht die richtige Religion
fuer mich. Mit jeder Seite die ich lese, wird mir das mehr
bewusst. Ganz deutlich wird es in der Offenbarung: Meine
grosse Goettin ist dort die grosse Hure Babylon. Danke,
echt tolerant!
Wenn man Ratzinger so hoert, so scheint er ja gerne
Toynbee zu zitieren. Nun habe ich zwar Toynbee nicht
gelesen, mich wohl aber im Lexikon informiert: Es geht
wohl um das Aussterben von Kulturen. Ratzinger scheint das
auf Europa zu beziehen und sieht nur das alte was
vielleicht ausstirbt. Was er jedoch nicht sieht (oder
sehen will) ist das neue, was entsteht. Heute gibt es
innovative Formen der Religionsausuebung. Die nicht
frauenfeindlich sind, weil es sowohl weibliche Goettinen
als auch maennliche Goetter gibt. Die als polytheistische
Religionen keinen Absolutheitsanspruch kennen und daher
keine Missionierung noetig haben. Die keine Aussagen zur
Entstehung der Welt machen, und daher viel besser mit der
modernen Wissenschaft in Einklang zu bringen sind. Fuer
die alle Lebewesen gleich viel Wert sind, die daher auch
keinen Unterschied machen zwischen Toeten durch Fleisch
essen und Toeten durch RU 486. Die in der Natur selbst das
Goettliche verehren, anstatt sich die Erde untertan
machen. Daher engagieren wir uns besonders fuer den
Umweltschutz. Die aber auch um ihre eigene Verfolgung
wissen und teilweise auch den Hexenhammer gelesen haben.
Daher engagieren wir uns besonders gegen Folter.
Mit anderen Worten: Die von der Frucht der Erkenntnis
gegessen haben, die fuer Eurch Christen ja verboten ist.
War es wohl ein Apfel? Auch auf Avalon gab es Aepfel. War
da nicht noch eine Schlange? Sozusagen eine Erdgoettin?
Denkt mal darueber nach! |
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Robert H., 31 |
@ Donata Frank
<<Wenn ich nicht glauben kann dass es die Liebe gibt würde
ich nicht lieben.>>
Doch, die Liebe ist definiert über Hirnströme und damit
etwas Faßbares. Die Liebe quasi an sich als abstraktes
Etwas gibt es wirklich nicht, genauso wenig, wie es Jesus
gibt oder gab. Allenfalls über die Handlungen der
Menschen, die sich lieben kann man Liebe erklären und ich
meine damit exakt definieren. Jesus erscheint mir da eher,
wie diese Außerirdischen, an die viele UFO-Gläubigen
glauben. Die wichen auch nicht davon ab, obwohl ihnen nie
ein Außerirdischer begegnet ist und es nicht einen ernst
zu nehmenden Beweis für sie gibt. Was es gibt, sind
Betrügereien und Taschenspielertricks. Mit dem selben
Mechanismus haben Christen versucht, anderen ihren Jesus
aufzudrücken. Liebe hingegen ist ein reales Gefühl, das
über Handlungen oder physiologische Funktionen sehr wohl
nachweisbar ist.
Schwieriger wird es bei den sogenannte
Schläfenlappenepileptikern. Diese Leute sehen Dinge ganz
real vor sich, die gar nicht da sind, denn ihr Hirn
vervollständigt Bilder auf andere Weise, als bei gesunden
Menschen. Es heißt, einige der Jünger wären
Schläfenlappenepileptiker gewesen. Damit erklären sich die
Berichte z.B. der 'Auferstehung Jesu' als den Jüngern eine
Figur im Gegenlicht erscheint und behauptet, er wäre 'noch
nicht bei seinem Vater'. Eine Reihe von Kerzen erscheinen
für einen Schläfenlappenepileptiker als 'Heiligenschein'.
Damit lassen sich solche Visionen real erklären - aber sie
sind nicht real.
Robert |
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Robert H., 31 |
@ anonym, weiblich
<<in dieser Hinsicht ist wohl jede Person nur „subjektiv"
erkennbar: Wie sollte man eine Person beweisen? Wenn du
eine Person noch nie gesehen hast, ist sie dir
non-existent, bis du sie eben selbst triffst>>
Ja, genau. Das ist das Problem, das ich mit dem Glauben an
sich habe. Die UFO-Jünger glauben auch an Personen, die
sie nie gesehen haben - Außerirdische. Heißt das aber, daß
wir alle jetzt an Außerirdische glauben müssen, weil die
es tun?
Robert |
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Donata Frank, 41 |
@ anonym weiblich 18.
Ab einem gewissen Alter sollte man den Weg allein gehen.
Ein winziger Unterschied: ich habe den Atheismus NIE
bejaht, war aber auch nicht immer mit der Kirche
einverstanden. Aber ich entfernte mich nicht von Gott.
Mit Sicherheit will Gott nicht von uns haben, dass wir Nun
alle Theologen werden oder die Bibel wortwörtlich zitieren
können, aber Er wird sich freuen wenn wir nach dem
Christlichen Motto "liebe deinen Nächsten wie dich selbst"
leben. natürlich kommen im Laufe des Lebens Zweifel auf,
weil die Logik Fragen aufweißt die sie gerne beantwortet
wüßte. Doch die Logik weiß auch dass das Leben nicht nur
aus Frage und Antwort besteht sondern aus Vertrauen. Und
Vertrauen ist Glauben.
Wenn ich nicht glauben kann dass es die Liebe gibt würde
ich nicht lieben. Wenn ich nicht glauben kann, dass ich
mit dem Auto wirklich heil am Ziel ankomme, würde ich
nicht fahren. Woher weiß ich dass der Gegenverkehr
wirklich auf der linken Spur bleibt, wenn nicht durch
Vertrauen?
Was ist so schwer daran dann an Gott zu glauben? Würden
wir von einem Moment zum anderen unser gewohntes Vertrauen
verlieren würden wir innerhalb ganz kurzer Zeit eine
emotionale Katastrophe erleben.
Über Glaubensfragen rede ich nicht mit Menschen, von denen
ich weiß, dass sie anders denken. Sie würden mich nicht
verstehen. Jeder hat seine eigene Meinung und ich
respektiere diese, aber meine soll ebenso respektiert
werden. es ist nicht mehr als fair.
Liebe Grüße Donata |
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Anonym, weiblich, 18 |
Hallo Robert H.,
in dieser Hinsicht ist wohl jede Person nur „subjektiv"
erkennbar: Wie sollte man eine Person beweisen? Wenn du
eine Person noch nie gesehen hast, ist sie dir
non-existent, bis du sie eben selbst triffst – oder jemand
anderem, der dir von ihr erzählt, glaubst. So ist es auch
mit Gott, denke ich. Du glaubst solange nicht an Gott, bis
du den Glaubenszeugen glaubst oder selbst eine
Gotteserfahrung gemacht hast. Jeglicher Glaube beweist
sich am Leben.
Natürlich kann dein Gewissen auch beurteilen, ob dein
Glaube richtig ist. Wenn du glaubst, Menschenopfer wären
notwendig, wird dir dein Gewissen (hoffentlich!)
widersprechen.
Grüße! |
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Donata Frank, 41 |
@ Robert H.
Sie sagen es subjektiv! Das leben ist individuell und
subjektiv bewusst und unbewusst gestaltet. ich glaube
nicht nur an Gott sondern auch an die Liebe und diese ist
ebenso unsichtbar und nicht tastbar. Ich glaube nicht an
Shiva und wie die anderen noch heißen mögen. Und ich habe
auch keinen Sinn für Märchen, denn ich bin zu viel
Realistin und bin nicht durch Märchen zum Realismus
herangeführt werden. Gott ist mit einem Märchen der gebr.
Grimm und Andersen nicht vergleichbar. ich suche IHN auch
nicht ausschließlich in der Kirche. Der Papst ist ein
Mensch wie ich und du und jeder andere. Es ist traurig
wenn ich mich von jemandem an der Hand führen lasse und
mir erzählen lassen muss was der Unterschied ist zwischen
Gut und Böse.
Und wenn ich Fehler begehe nehme ich dafür die
Verantwortung und schiebe sie keinem Horoskop, Götter oder
Gott unter. So viel zu Glauben und nicht Glauben. ich
interessiere mich auch für Technik und Wissenschaft wenn
die positiv dem Menschen dienst. Ich liebe auch die Natur
und Umwelt.
Nur was ich nicht mag: alles was dem Menschen den Boden
unter den Füßen wegzieht, was es auch immer und wer es
auch immer sein mag.
salutations cordiales Donata |
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Anonym, weiblich, 15 |
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die bibel ist von menschen
geschrieben. nicht von gott !!! |
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Anonym, weiblich, 18 |
Hallo Donata, was Sie
schreiben, hat mich sehr berührt.
Ich habe teils ähnliche Erfahrungen gemacht, teils
konträre.
Ich wurde atheistisch erzogen, meine Eltern sind Atheisten
wie auch meine Großeltern; in der Schule ging es mir so
wie Sie es beschrieben haben; der Großteil meiner Freunde
und Bekannten sind Atheisten.
So fragt man sich, wie man so überhaupt gläubig werden
kann. Es ist ein Wunder. Die wenigen Christen in meiner
Nähe haben mir "ihre Welt" und ihren "Sinn" gezeigt. Wenn
man auf der Suche ist, ist man sehr froh über jegliche Art
von Richtungsweisung. Man erforscht vorsichtig den neuen
Weg, ob er denn hält ist. Dann ist man überzeugt und
fasziniert von dessen Komplexität und Stabilität.
Doch dann kommt das Altbekannte: Familie und Freunde
verstehen nicht oder wollen nicht verstehen, meinen, an
Gott zu glauben sei ein Zeichen für deine seelische
Instabilität, glauben, das ist nur was für "hoffnungslose
Fälle", prangern auch das (vergangene & aktuelle)
Verhalten der Kirche an (behaupten bspw., der Vatikan
könne all die Hungersnot auf einmal mit seinen Reichtümern
bezahlen, wenn er denn wollte). Bei all der
Feindseligkeit, die einem entgegen schlägt, wenn man auch
nur den Versuch wagt, über das Thema Gott zu reden,
überlegt man es sich, ob man wirklich diesen Weg
einschlagen möchte. All das lässt einen vielleicht mehr an
seinem Glauben zweifeln als man tatsächlich glaubt.
Wären nicht diese Zeiten der völligen Gewissheit, ich
hätte wohl schon längst aufgehört zu glauben!
Liebe Grüße! |
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Robert H., 31 |
Re: Donata Frank: <<Nun ist
Gott weder sichtbar noch hörbar, doch aber im Herzen
fühlbar und begreifbar.>>
Das wäre aber ein subjektiver Eindruck. Ihr subjektiver
Eindruck zählt nicht. Alleine objektive Beweise zählen,
denn mit dem Argument 'ich fühle ihn ja' könnte man auch
Schneeweißchen und Rosenrot beweisen, wenn man behauptet,
sie zu fühlen oder Shiwa, wenn man sich sicher ist, dass
man den 'fühlt'. Gibt es also dann Shiwa? Und was ist mit
Wishnu und Hanuman? Und was mit Kalima? Sollte man ihr
weiterhin Menschenopfer darbringen? |
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Donata Frank, 41 |
Die Kunst des Staunens
darf uns nicht abhanden kommen. In der Kette der Gesetze
von Ursache und Wirkung, wo jede Aktion eine Reaktion nach
sich zieht und die Reaktion ihrerseits wiederum eine
Aktion auslöst, muss Platz für das Überraschende, für das
Geheimnis, für das Staunen sein. ©zeitlos
Wir stellen die Existenz Gottes in Frage weil wir Ihn
nicht sehen, nicht greifen. nicht hören können. Für uns
ist er ein Geheimnis und alles geheimnisvolle erzeugt in
uns zuerst Angst.
Liebe ist ebenso ein Geheimnis - man sieht sie nicht, man
kann sie nicht anfassen und hören kann man sie auch nicht.
Doch Angst davor haben wir nicht.
Wir glauben fest an sie, wir rechnen mit ihr.
Wir glauben sie in unserem Herzen zu spüren. Wir hoffen,
dass wir geliebt werden. Wir glauben daran, sie darf uns
begleiten, sie darf ...sie muss weil wir sogar narzistisch
darauf beharren, dass die Liebe immer für uns da sein
muss. Wehe wir fühlen uns von ihr verlassen, verliert
unserer Meinung nach das Leben seinen Sinn. Enttäuscht und
wütend hegen wir Hassgefühle.
Durch die Banalität unseres gegenwärtigen Denkens und
durch unsere Zweifel haben wir verlernt richtig zu staunen
und zu glauben. Erschreckend die emotionale Armut die uns
im Alltag begleiten darf.
Skeptisch, lustlos die Gesichter der Menschen auf der
Straße. In den Kinderschuhen haben viele das Staunen schon
verlernt. Viele kann keine einzelne Blüte mehr das Staunen
hervorrufen, aber sie können dir haargenau erklären wie
ein Game-Boy oder ein PC-Spiel zu funktionieren hat. Sie
kennen die Ursache und Wirkung mittels vorgegebenen
Regeln.
Sie haben aber vergessen damit zu rechnen und zu
begreifen, dass das Leben Überraschungen,
Unvorhergesehenes und Geheimnisse parat hat und alle
Pläne, seien sie noch so gut durchdacht und strukturiert
über den Haufen wirft.
Wenn alles auf Ursache und Wirkung beruft wie lässt sich
dann das erklären? Zufall? Auch der ist ein Geheimnis das
zufällt.
Es gibt eine Art Zartheit eine Art Schönheit die sich
nicht mit drei Worte erklären lässt.
Für was ist diese Schönheit, Zartheit, Zerbrechlichkeit
ein Zeichen? Um uns unsere Sinne zu wecken, damit dass
eine oder andere sichtlich, hörbar bei uns besser ankommt.
Woher der Glanz, das Licht?
Das Licht lässt lässt die Pflanzen wachsen, lässt die
Früchte reifen.
Im Genesis heißt es sinngemäß; "Es werde Licht"
(vielleicht kann jemand besser ergänzen und erklären).
Wir haben dieses Licht selbstverständlich vor Augen, doch
wir nehmen sie ihn ohne zu staunen und ohne sie zu
schauen. Ein Beispiel:
Die DNA - obwohl wir glauben den genetischen Code jedes
Menschen erforschen zu können( was auch in vielen
Bereichen nützlich ist) bleibt sie ein Geheimnis.
nicht nur der Körper besitzt seine ganz eigene DNA, in
deren Aufbau die Augenfarbe, Haarstruktur, Körpergröße,
Stimme, die Form der Hände, die Gesichtszüge, sowie das
Temperament, die Begabungen und viele andere winzige
wichtige Dinge wie Krankheiten und weniger wichtige Dinge
von denen wir nichts wissen in einem Basen Code
festgehalten sind. Sondern unser Herz, unsere Seele
besitzt ihre eigene DNA. In ihr ist unsere Liebe unser
Denken unsere Werte, unsere Stärken unsere Schwächen
unsere eigene Zerbrechlichkeit unsere Hoffnungen unser
Glaube und unsere Wege die wir im Laufe unseres Lebens
gehen können festgeschrieben.
Zwei Strickleitern verbinden Körper und Seele und HERZ.
Das Geheimnis des Lebens - mittels des genetischen Code
entziffert ist unser Körper - aber das Herz ?Herzlichst
Donata |
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Sarah Bernauer, 36 |
Gott ist so wahr wie das
Leben!
Wenn wir es nur zulassen, unser Herz für ihn öffnen, dann
ist er da. Gott drängt sich nicht auf, ist ganz
bescheiden, hält sich im Hintergrund und wenn wir es
wollen, kommt er näher, wenn nicht, begleitet er uns eine
"unendliche" Weile, nahezu unauffällig. |
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Donata Frank, 41 |
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Gedanken zum Tag - Beten
Was bedeutet beten?
Ein Dialog mit Gott? Nun ist Gott weder sichtbar noch
hörbar, doch aber im Herzen fühlbar und begreifbar.
Damit wir das Gebet zum Ausdruck bringen können, brauchen
wir Worte. Woher kommen diese Worte wenn nicht aus unsrem
Herzen, oder aus unseren Gedanken? Wir beten in Gedanken,
wir beten leise. Beten wir laut? Wären wir stumm, hätten
wir keine Stimme, wie würden wir beten? Bestimmt mit den
Gedanken aus dem Herzen.
Wann beten wir eigentlich? Zu Weihnachten, wenn wir uns
mal wieder mit aller Kraft gegen unseren Willen um der
Familie, oder "weil es sich so gehört" oder damit die
"Nachbarn" uns nicht für ungläubig halten? Beten wir, wenn
wir vor einer größeren Entscheidung stehen und uns durch
das Beten erhoffen eine Lösung zu erhalten oder schneller
voranzukommen? Oder vor Prüfungen, in der Hoffnung sie
summa cum laude zu bestehen? Mal ganz ehrlich, lieben wir
nicht jeden Augenblick, stumm, ohne Worte, ohne
Gedankengänge, sichtbar und unsichtbar den besonderen
Menschen, oder lieben wir ihn nur nach Bedarf
irgendwelcher Sehnsüchte und Triebe? Wenn es so ist,
könnten wir damit aufhören zu beten und zu lieben.
Zählen wir die Minuten, die Stunden, die Tage, wie lange
wir lieben? Warum reservieren wir für die Zeit mit Gott
xxx Minuten? Lassen wir IHN uns doch heute Morgen und
überhaupt uns auf unserem Weg begleiten.
Was ist ein richtiges Gebet? Wie betet man richtig? Wir
wollen doch keine Meisterschaft gewinnen, oder? Kann ich
IHM erzählen, dass ich davor und davor Angst habe, dass
ich deswegen und deswegen wütend bin, dass ich jetzt und
hier alles in die Ecke werfe? Wieso scheue ich mich IHN zu
loben für den einen oder anderen besonderen Tag? Wieso
danke ich IHM nicht für den einen oder anderen besonderen
Menschen, der mir heute begegnet ist und morgen
wahrscheinlich begegnen wird. Wieso erzähle ich IHM nicht
von meinem heutigen Tag, als wäre ER ein Kumpel oder der
beste Freund?
Beten - wie auch immer wir es tun - wichtig ist, dass wir
mit dem Herzen dabei sind!
Herz - nicht der Muskel, der für den Antrieb des Körpers
zuständig ist damit gemeint, sondern das innere Wesen des
Menschen, der Ort wo sich Gefühl und Logik zum "Meeting "
versammeln und gemeinsam harmonisch oder disharmonisch
über das Leben entscheiden
Liebe Grüße Donata |
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Anonym |
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Ich bin glücklich, wenn alle
Menschen glücklich sind. Also NIE. |
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Donata Frank, 41 |
Heute gab es in Hessen
Zeugnisse. Wer selbst Schüler ist, weiß dass es gute oder
weniger gute Zeugnisse gibt und dass nicht alle Fächer zu
den Lieblingsfächer sortiert werden. Wer nun schon
Elternteil ist, weiß auch wie subjektiv er selbst seine
Fächer ausgewählt hat und nach welchen Kriterien er
gelernt hat.
Heute ist wieder so ein Erinnerungstag. Was hat das alles
nun mit Glauben zu tun?
Seinerzeit gab es solche Schulfächer, die uns gelehrt
haben Gott aus unserem Leben auszuschließen. Für den
Atheisten, so stand es sinngemäß im Lehrbuch, gibt es nur
den jeweiligen Augenblick, der im Hier und jetzt genutzt
werden muss, ehe er vorbei ist.
Wer Jean-Paul Sarte lesen musste oder gelesen hat, weiß
dass er in "Das Sein und das Nichts" schrieb: "So ist der
Tod nie das, was dem Leben Sinn gibt. Er ist im Gegenteil
das, was ihm grundsätzlich jede Bedeutung nimmt"
Typisch atheistisch. Die Haltung wurde von vielen offen
propagiert, den anderen die nicht so herzlich daran
glauben konnten oder wollten, aufgedrängt, aufgehalst und
durch Druck und Manipulation dazu gezwungen daran zu
glauben.
Gerade im Kindesalter und im Übergang zur Jugend ist der
Mensch äußerst sensibel, unsicher und zerbrechlich.
Aufgrund der Ängste passt man sich halt an. "Halt
anpassen" ist ein Vorbehalt. Man passt sich an, aus vielen
Gründen aber mit bescheidenem Erfolg. Der Note wegen, dem
Druck wegen, oder die Konsequenzen befürchtend.
Ich wurde in einem katholischen Elternhaus geboren und
wurde im Christlichen Sinne erzogen. Mir wurde
Nächstenliebe vorgelebt ohne mich in meinem Denken und
Handeln einzuschränken. Ich habe gezeigt bekommen, dass
Gott seinen Sinn, seinen Baustein in unserem Leben hat.
Die Lehrer in der Schule erzählten mir aber das Gegenteil
und die Bücher und alle Zusatzlektüren ebenso.
So wanderte ich von einem Weg zum anderen und zwar täglich
- Zuhause - Schule - Schule - Zuhause. Und in den ganzen
Jahren wo ich nicht öffentlich sagen konnte; "ja ich bin
religiös, ich glaube an Gott" habe ich nie aufgehört an
Gott zu glauben, obwohl ich manchmal auch desillusioniert
war. Reduziert der Atheismus den Menschen nur auf die
Hülle, durch die Neagtion Gottes und beschränkt ihn auf
das Äußere, liefert er ihn geistiger und emotionaler Armut
aus. Vielleicht ist es das was mich wütend machte, was
mich ehrgeizig machte mich gegen den Atheismus zu wehren,
wenn nur stumm. Ein winziges Stück Realität durch
Forschungsbelege und Fakten verwechselt mit dem Ganzen.
Der Mensch ist ein homo sapiens, deutlicher er stammt vom
Affen ab und der Zufall bestimmt das Leben, den Lauf der
Dinge. Gut und Böse gibt es nicht, es gibt subjektiv und
objektiv, alles beruht auf Ursache und Wirkung, auf Aktion
erfolgt Reaktion. Für alles andere sind wir blind, taub
und unfähig zum Staunen.
Alles was geschieht ist Zufall, also ohne Absicht. Unser
Leben ist Zufall und der Zufall macht uns einmalig und
statten uns mit einem Code aus der sich DNA nennt, der
unser Leben gespeichert hat. Nun mittels Forschung kann
man diese ja entziffern, nun ist das Leben auch kein
Geheimnis mehr.
Im lateinischen heißt Zufall aber cadere und bedeutet so
viel wie fallen. Und laut Physik sagen die Naturgesetze,
ist eine Bewegung die nur von oben nach unten erfolgen
kann und nicht von unten nach oben und von rechts nach
links.
Schon im 16. Jahrhundert meinte Pietro Bembo (venetianischer
Philosoph) definierte den Zufall; "Geheimnisvolle und in
den Zeiten versunkene Gründe menschlichen Handelns"
Ergo ist der Zufall doch ein Geheimnis. Schön ist es wenn
der Mensch fähig ist den Augeblick zu bewerten weiß, dass
das leben aus vielen davon besteht und jeder einzelne
wertvoll ist. Nur er darf nicht missbraucht werden um
weniger wichtige Dinge vorzustellen, wie Egoismus, Geld
und Macht und Erfolg.
Das Leben ist kein Rennen auf eine großes Ziel, denn Ziele
ohne emotionalen, geistigen Wert, werden auf Dauer aber
wertlos, gerade in der heutigen Zeit, wo nur die
materielle Macht des Augenblicks zählt.
Der Augenblick ist da um seine ganze Fülle zu erkennen. Er
ist nicht da um den Menschen von Gott zu befreien, sondern
zu erkennen dass man Schwächen und Stärken hat und um
seine eigene Zerbrechlichkeit zu einzugestehen.
"Man muss wissen dass es neben dem ICH auch ein DU gibt
Herzlichst Donata |
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Oswald, 64 |
Ich wurde gern den Rat von
Herr Alexander,
wenn Er schreibt - bitten sie Jesus um Hilfe - ergänzen.
Vielleicht fragt jemand- wie soll ich mit Gott sprechen?
Erinnern Sie sich an Film- Don Camilo und Peppone? Eben so
direkt wie es Don Camilo tut. Gott fragen, Ihm danken, Ihn
loben, Ihn bieten. Die Antwort kommt bestimmt.
Manchmal kommt sie wie ein Blitz, und der Mensch muss sie
erst in Worte fassen.
Manchmal erkennt man - es gibt keine Worte, um zu
beschreiben, was Gott zu erkennen oder zu sehen gibt, und
es bleibt nur zu sagen - Heilig, Heilig, Heilig.
Die Antworten kommen meistens in Stille, das Sehen in
kontemplativem Gebet oder im Traum.
Es kann ohne extra Übungen, einfach aus der Gnade Gottes
geschehen.
Das wünscht Euch
Euer Oswald |
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Donata Frank, 41 |
Guten Morgen, nun habe ich
diese Seiten etwas genauer betrachtet. Zu Faq:
dazu fällt mir ein "Wo Gott die ganze Woche nicht war,
wird Er auch am Sonntag nicht sein" ich habe schon
erwähnt, dass viele Menschen Gott nicht in sich selbst
suchen, dass sie Gott nicht im Alltag begleiten darf,
sondern sie suchen IHN in der Kirche. Ich bin nicht
bibelfest. Nun schon in der Bibel wird von Gemeinden
gesprochen. Die eine oder andere Interpretation der
"Gemeinde" verbunden mit Tradition, schreckt viele ab.
Die sogenannte Selektion: wie z.B. Scheidung gibt es
nicht, die Ehelosigkeit der Priester, oder dass Frauen zum
Priesteramt nicht zugelassen werden, Homosexualität,
neulich auch wurden die Thesen des Papstes kritisiert. Nun
aber vor Gott ist jeder Mensch gleich. Und deswegen wird
die Kirche als widersprüchlich angesehen. Das treibt viele
aus der Kirche. Es fängt im Elternhaus an (es gibt viele
die heute 60 sind und sich als Pseudo-Atheisten,
Agnostiker oder der einen oder anderen "Religion"
zugewandt haben). Gott existiert da nicht, oder nur zum
Schein (bei der Taufe, Heirat und Begräbnis).
Wo soll der Glaube dann entstehen wenn nicht da, in der
Kinderstube?
Eltern erziehen ihre Kinder zu streng im Glauben - ja es
gibt leider auch der Fanatismus.
Oder wenn man als Kind das die Widersprüche erlebt - wenn
der "Kirchgang" nur zum Schein der Gesellschaft dient und
die christliche Nächstenliebe im Alltag nicht praktiziert
wird.
Und es gibt auch die schwankende Willenskraft die die
Jugendlichen, aber auch viele Erwachsene der "religiösen
Werbung" verfallen lässt.
Die Schule erreicht herzlich wenig, wenn sie Religion als
Unterrichtsfach anbietet und die Schüler mit Videos
berieselt und nicht lehrt was ein Christ an Weihnachten,
Karfreitag und Ostern feiert.
Die Kirche kann nicht alles aufholen was da versäumt
wurde. Und da ist auch sehr viel Arbeit von Seite der
Pfarrer/innen oder Priester nötig, dass sie sich unter die
Jugendlichen mischen, dass sie nun nicht mit Bibelwissen
vorgehen sondern eine ganz weltliche Sprache sprechen. da
erreicht man sehr viel. Weiß ich aus Erfahrung.
Ein Punkt wo viele Menschen nicht differenzieren können
oder wollen.
Nun, ich hatte keinen Religionsunterricht in der Schule,
keine Bibellehre auf dem Gymnasium und im Studium als
Philosophie und Ethik wurde die Religion herausoperiert.
Es gibt hier Religionsunterricht, man hat die Möglichkeit
die Bibel draußen auf der Wiese zu lesen ohne angeprangert
zu werden. Warum geschieht das nicht? Der
Religionsunterricht besteht nur aus Videofilmen und
irgendwelche Blättchen zum bemalen oder darzustellen. Was
soll man darstellen wenn man keine Ahnung hat, wer, was
und warum es so ist? Man kann keine Blume ohne Stiel,
Blätter und Wurzeln darstellen - wäre zu oberflächlich und
hätte kein Leben. Was ist Christentum? Wie stellt die eine
oder andere Christliche Kirche es dar? Wieso lernen denn
die heutigen Kinder das alles nicht? was aus der Gemeinde
wird hängt vom Pfarrer ab und die Mitarbeiter die für die
jeweilige Gemeinde zuständig ist. Welcher Pfarrer mischt
sich unter die Jugendlichen um ihnen mit einfachen Worten
zu erklären was Christ-sein bedeutet? Kindergottesdienste
reichen nicht aus um einem Kind so oder anders das
Evangelium darzustellen. Mischt sich ein Pfarrer denn
unter die Jugend, erklärt er ihnen das Evangelium, die
Werte so, ohne sie zu belehren? Eher selten, oder?
Es ist Sache der Erwachsenen die der Eltern und auch die
der Gemeinde so zu vermitteln dass es gut ankommt. Aber
wenn man den Nachwuchs einfach der Natur des Tages
überlässt, wird es ein Wort mit X - nix
Wenn allein die Predigt nicht anspricht, weil viele
Priester damit schon leicht überfordert sind, wird der
eine oder andere allein subjektiv sich gegen die Gemeinde
entscheiden (leider ja) der Werteverfall hat allein schon
in den 69.zugenommen ( Antiautorität, der propagierte
Pseudo-Atheismus der IN mutiert hat.....wir haben einen
Bundeskanzler und einen Außenminister die Atheisten sind -
(vom Steinewerfer zum Repräsentant eines Volkes.) Hinzu
kommen noch die verschiedenen andere Religionen - oder die
sich als solche bezeichnen - die "missionieren" egal im
welchen Sinne und in welcher Ausführung, die den
Christlichen GOTT aus den Köpfen und Herzen der Menschen
vertreibt, (zum Buddhismus - weil Buddha so schön lächelt,
oder zum Islam wegen der 1001 Nacht - wenn sie es
zulassen. (ach Pardon!) In der Bibel wird ebenso über
Werteverfall gesprochen.
Nun das ist meine Sichtweise.
Herzlichst Donata |
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Oswald, 64 |
Lieber
Alexander
Ich danke Dir für Deine ausgewogene Beiträge. Höre nicht
auf am Ball zu bleiben.
Oswald |
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Alexander, 46 |
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Liebe Franzi,
als Naturwissenschaftler kann ich dir versichern, dass die
Naturwissenschaft nicht im Widerspruch zu Gott steht – im
Gegenteil! Aber als Anfang des Weges zum Gott ist sie
nicht besonders geeignet. Dass du glauben willst, zeigt
doch, dass du eigentlich schon glaubst. Den ersten Schritt
musst du selber machen, den Rest erledigt Gott. Denke in
einem ruhigen Augenblick einfach an Jesus und bitte Ihn um
Hilfe. Habe einfach Vertrauen! |
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Alexander, 46 |
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Bevor man
heutzutage Sartre oder Camus als Guru akzeptiert, sollte
man sich vielleicht das gründlich recherchierte Buch „Faith
of the Fatherless" von Paul C. Vitz vornehmen. Hinter dem
Unglauben von diesen Herren von Vorgestern scheint (neben
dem Marxismus als sekuläre Esatz-Religion) wohl eher ein
banaler Vater-Sohn-Komplex zu stecken und nicht irgendeine
intellektuelle „Tapferkeit". Die Existentialisten hatten
dadurch eine seltsame Null-Summen-Vorstellung von der
menschlichen Freiheit: Entweder wir haben sie oder Gott.
Aber was wenn Gott (wie jeder gute Vater) unsere Freiheit
wünscht, pflegt und unterstützt? |
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Anette, 41 |
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Wie viele
Menschen sage ich: Ich glaube nicht an Gott (bin also wohl
keine Christin), aber ich lebe die christlichen Werte.
Aber was heißt "Christliche Werte"? Bisher war mir das
egal, aber ich bekomme bald mein drittes Patenkind und die
Eltern erwarten jeweils, dass ich diese christlichen Werte
weitergebe (wenn schon nicht den Glaube an Gott). Was sind
diese christlichen Werte, auf die wir uns im Abendland
berufen? Nächstenliebe? Was sonst noch? |
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Franzi Steiner, 13 |
Ich weiss
nicht, wie ich anfangen kann, an Gott zu glauben.
Die Wissenschaft hat Dinge rausgefunden, die mir keinen
Anfangsfaden geben, an dem ich mich festhalten kann, damit
ich an ihn glauben kann wie z.B. die Schöpfungsgeschichte!
Ich weiss einfach nicht, wo ich anfangen soll! Ich würde
gerne glauben! Nur wie ist die frage!
liebe Grüsse
Franzi |
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Anonym |
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Ich glaube nicht, dass
Sartre oder Camus trivial einfach sind!!! Wer das
behauptet hat keinen Sinn für Freiheit und ist - nach
Sartre - wohl ein "Feigling" oder "Schmutzfinke"!!! |
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Alexander, 46 |
Manche „Ungläubige",
die hier Messages hinterlassen, scheinen irgendwie stolz
darauf zu sein - als ob sie eine großartige intellektuelle
Leistung vollbracht hätten. Dabei war es wohl schon immer
trivial einfach nicht an einen unsichtbaren Gott zu
glauben. Für unsere materialistische Konsumgesellschaft -
und ihre unaufhörliche Medienpropaganda - sind eh nur
Dinge existent, die man kaufen und verkaufen kann. Soll
ich auch noch stolz sein den Kakao zu trinken, durch den
ich gezogen werde?
Mag sein, dass unsere Omas und Opas manchmal automatisch
die damaligen gesellschaftlichen Normen befolgt und aus
Naivität gläubig waren – aber aus Naivität ungläubig sein,
das ist ja noch schlimmer… |
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Anonym, männlich, 64 |
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Ich bewundere Ihre Auswahl
beim Wort der Woche. Im Einstein-Jahr bemühen Sie Einstein
sehr ausgiebig. Sie sollten aber nicht verschweigen, dass
Albert Einstein nicht an einen persönlichen
(personifizierten) Gott geglaubt hat. |
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Peter Peteukus, 17 |
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es ist quasi schon bewießen
dass es gott nicht gibt, nur ist es schwer etwas
erfundenes zu wiederlegen.ich gewinne jede argumentation
über die existenz gottes mit leichtigkeit gegen jeden
gläubigen. :) |
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Kuno Kiefer, 55 |
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Durch die meisten
Offenbarungsreligionen ist mehr Leid, als Glück in der
Welt. Gefahr von "Religionskriegen" zwischen den Völkern
und von Bürgerkriegen z.B. in Ländern wie Indien, mit
einer Vielzahl von Religionen. |
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Lisa, 38 |
Ich lese in euren
Erklärung "Wer ist der Gott der Bibel", dass ihr schreibt,
Gott ist auf die Erde gekommen...
Wie ist die Dreieinigkeitslehre die die christlichen
Kirchen vertreten mit der biblischen Lehre zu vereinbaren?
gruss Lisa |
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Veikko Imhof |
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Wer aus verzweiflung Betet
der sollte nicht all zu lange im beten verharren. Wer
betet der will das eigene denken Gott überlassen. Wer ohne
Not betet den straft Gott mit Verachtung. |
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Sandrine Gehriger, 14 |
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Gott ist ein spannendes
Diskussionsthema- denn man kann noch so lange über ihn
diskutieren- Antworten wird man nicht finden. Aber
verschiedene Meinungen und Ansichtsweisen. |
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Anonym, männlich, 34 |
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Wieso eigentlich nennen wir
die Kultstetten fremder Religionen fast immer Tempel, die
der Christen aber Kirchen oder Kathedralen oder Dome? Ich
bin für Gleichbehandlung. Kölner Tempel sollte es heißen. |
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Anonym, männlich, 18 |
Es ist vielleicht von
Interesse, zu schildern wie es kommt, das ich als jemand
der in einer Umgebung aufwuchs, die man landläufig als
ziemlich katholisch bezeichnen kann, zu seinen Ansichten
zum Thema Kirche und Glauben kam und welche Entwicklung
diese durchlaufen haben.
Aufgrund der familiären Verhältnisse war es undenkbar, das
ich nicht getauft werden würde und quasi das komplette
Ritualprogramm mitzumachen hatte. Man könnte nun annehmen,
das bei so einer Sozialisation Bindungen an die
Institution Kirche entstehen müssten, weit gefehlt.
Ich könnte nicht sagen, dass ich als Kind in die Kirche
gezerrt wurde, eigentlich war der Kirchgang äußerst
sporadisch und gezwungen fast nie. Aber die Kirche selbst
empfand ich immer als ziemlich kalt und äußerst
befremdlich. Kollektive Rituale mag ich, mit wenigen
Ausnahmen, bis heute nicht. Knien und Beten empfand ich
schon immer als erzwungene Unterwürfigkeit und Demütigung.
Kurz und knapp, mit Gottesdiensten hatte ich noch nie
allzuviel am Hut. Dann kam die Kommunion, mit viel Aufwand
im Vorfeld, in bester Erinnerung habe ich noch die erste
und letzte Beichte meines Lebens. Ich behaupte, ich war
ein ziemlich nettes Kind, Hauptsünde war das unaufgeräumte
Zimmer und solche Kinkerlitzchen. Dafür diese Erniedrigung
im Beichtstuhl und meine Katechetengruppe kriegt das auch
noch mit, nein danke. Danach war erstmal ziemliche Ruhe,
bis etwa zu meinem 14. Lebensjahr als die Firmung
bevorstand. Hier musste meine Mutter mit empfindlichen
Übeln drohen um mich dazu zu bewegen den Unfug
mitzumachen. Das war reine Güterabwägung. Resultat: der
Gang in die vollständige innere Emigration. Spätestens ab
hier fiel der Entschluss Kirchen höchstens noch für
Beerdigungen, Hochzeiten oder Taufen zu betreten, da wo es
eben der Höflichkeit entspricht. Mit der Institution habe
ich komplett gebrochen.
Parallel dazu (oder auch gerade wegen diesem Verlauf) kam
die Entwicklung meines Weltbildes und meiner persönlichen
Werte. Ich war nehme ich an schon immer recht
freiheitsliebend und individualistisch veranlagt. Glaube
und Religion empfinde ich deshalb als einengend. Vom
kindlich naiven, unreflektierten religiösen Glauben kam
ich also ziemlich schnell in eine, ich gebe zu nicht
weniger unreflektierten Technikgläubigkeit.
Naturwissenschaften interessieren mich eigentlich schon
ziemlich lange und daher lag es als jemand der nur
oberflächliche Ahnung hatte nahe die Physik als das
Nonplusultra und die ultima ratio zu sehen. Nur mit der
Zeit verstand ich, das eben die Physik das Wie beschreibt
während die Frage nach dem Warum außen vor bleibt. Mit der
Beschäftigung kommt die Einsicht, dass es Grenzen der
Erkenntnis gibt. Diese Grenzen zu akzeptieren, damit habe
ich kein Problem. Gott ist aber in einem weiterhin
naturalistischen Weltbild nicht allzu plausibel.
Es bleibt die Frage nach den Werten und der Moral. Mein
oberster Wert, das kristalisierte sich früh heraus, ist
die Freiheit. Daraus leiten sich gewisse Ansprüche an mich
ab, in etwa gerecht und fair zu sein, andere zu
tolerieren, niemanden zu schädigen, nicht darauf zu
warten, dass jemand alles für mich erledigt, sondern Dinge
selbst in die Hand zu nehmen, kurzum ein ehrenhaftes Leben
zu führen. Von Perfektion darin bin ich entfernt, aber
meine grobe Richtung ist nicht allzu verkehrt und ich
fühle mich dabei wohl. Für Religion ist deshalb kein
Bedarf.Um das etwas
literarisch zu schließen, bemühe ich Berthold Brecht:
Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum hat er Stiefel im
Gesicht nicht gern.
Er will unter sich keinen Sklaven sehen, und über sich
keinen Herrn! |
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Robert, 31 |
[Werner Höbsch]
"Gerne hätte ich mehr von Erfahrungen gelesen, die zu der
harschen Ablehnung Gottes führen."
Ja, ich denke [Elisabeth] meint damit, daß es viel Leid
auf der Welt gibt, welches die Theologen nicht einfach auf
'böse, böse Menschen' abschieben können. Einmal schlechtes
Wetter in Afrika, Dürre und schon hungern die Menschen,
ein Hurrican und schon sind viele wohnungslos in Lousiana
und Florida. Das ist nicht vereinbar mit der so viel
zitierten 'Liebe des Herrn'. Wenn jemand einen liebt, dann
wendet er (wenn zudem noch allmächtig!) alles Unheil von
demjenigen ab. D.h. die Nicht-Existenz eines göttlichen
Wesens folgt aus dem Vergleich der Behauptungen der
Theologen mit der tatsächlichen Realität der Welt. Gäbe es
einen Gott, wäre die Welt auch anders aufgebaut, da sie ja
durchorganisiert wäre. Es gäbe z.B. auch keine Chaos und
wie gesagt kein Leid.
Robert |
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Anonym |
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Gott hat Langeweile.
Daraufhin geht er ins Theater. Und wir stehen auf der
Bühne. Er schaut uns nett zu. Wenn der Vorhang fällt, dann
geht er nach Hause. Was wollen wir mehr. |
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Oswald, 64 |
Sehr geehrte Frau
Elisabeth.
Bitte, lassen Sie Ihre, so wichtigen Entscheidungen, nicht
durch menschliches versagen beeinflussen. Der heilige
Franziskus sagte in seinem Sonnengesang-
- Gelobt seist DU , mein Herr!
durch alle, die vergeben in Deiner Liebe,
die Krankheit und Trübsal ertragen.
Selig, die dulden in Frieden; werden von Dir,
o Höchster, gekrönt.
Über die Erfolgreichen sagen wir- sie haben vielleicht,
das Segen Gottes empfangen und sollen dieses Segen weiter
an die Kleinen geben. Meistens tun sie es aber nicht, und
so sagte Jesus- es wird den Reichen schwere ins
Himmelsreich zu kommen, als der Kamel durch die Nadelohr.
Ich habe zwar nur Maschinenbau studiert, aber, trotzdem
die Nähe Gottes erfahren. Wir brauchen, nicht unbedingt,
auf die Worte der Theologen aufzupassen denn, wir können
ja selbst lesen und spüren. Sagen Sie, alle Ihre Zweifeln
dem Gott selbst und ich wünsche Ihnen dass, ER Sie bald
tröstet. Euer Oswald. |
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Elisabeth, 50 |
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Ich kann nur jedem raten,
sich nicht auf Gott zu verlassen. Er gibt Versprechen, die
er nicht einhält, er ist erbarmungslos, ohne Gnade, und
unterstützt nach meiner Erfahrung nur die, die ohne
Rücksicht auf andere durchs Leben gehen. Ich kann auch die
hilflosen Erklärungsversuche der Theologen nicht mehr
hören ( habe selber mal Theologie studiert), warum Gott
gerade so handelt oder eben nicht handelt. Ich fühle mich
in meinem Glauben schrecklich missbraucht!
Gerne hätte ich
mehr von Erfahrungen gelesen, die zu der harschen
Ablehnung Gottes führen. Auch hätte ich gerne über die
"hilflosen Erklärungsversuche der Theologen" gewusst.
Warum sind sie hilflos?
Werner Höbsch |
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Winfried Penkert, 55 |
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frieden und eine heile
welt können wir menschen erst erreichen wenn wir gut und
böse neu und richtig verstehen.warum muss Gott alles auf
erden zulassen?kein mensch kann je sagen wer und was Gott
ist.wer und was ist das böse,es kann immer nur ein glaube
sein.wenn es Gott das gute gibt müssen wir menschen erst
begreifen wie Gott uns helfen kann.ein gutes wesen hat
keine machtda es nur im guten helfen kann denn es wird
niemals böse. ein böses wesen kann alles machen,aber das
haben wir menschen noch nie begriffen,daher auch nie Gott
und die macht eines bösen verstanden usw.wir menschen
glauben unterschiedlich wie ist das universum erstanden.
ich möchte beweisen das universumbesteht seit einer
ewigkeit es hat weder einen anfang noch ein ende.aus
materie usw.ist dann das gute Gott,wie leider auch ein
eigenes böses wesen erstanden.mehr möchte ich erstmal
nicht sagen dazu.das wichtigste für uns menschen ist es
erstmalig offen und ehrlich alles neu diskutieren.sonst
geht die welt grausam zu ende.das möchte ich meinen
mitmenschen bewusst machen wo jeder selbst entscheiden
kann ob ich wahrheit spreche. |
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Oswald, 64 |
Liebe Freunde.
Eure Entschlossenheit in Negation an Existenz Gottes ist
plausibel erklärt worden. Man braucht nicht zu glauben um
gerecht, tolerant, hilfsbereit, voll Mitgefühl zu sein.
Die Natur reagiert, früher oder später, auf menschliche
Fehler, Verschmutzung, Rohabbau usw. In menschlichen
Beziehungen gibt es viele Gemeinheiten und in Leben viel
Leid, Schmerz, Tod und Ungerechtigkeit. In Religion,
besonders in jüdisch-christlicher, wird in 10 Geboten, in
Geboten der Liebe, versucht Ordnung in menschlichen
Beziehungen zu schaffen. Das ist Absicht des Gottes und
dient eigentlich nur Menschen. Ich meine, es wäre gegen
die menschliche Vernunft anzunehmen, dass so viel Leid und
Ungerechtigkeit, nicht mindestens im Bereich des ganzen
Universums, ausgeglichen werden soll. Wir glauben, das
Gott selbst, in Person von Jesus Christus, durch sein
Leiden, den Durchbruch zur Gerechtigkeit geschaffen hat.
ER kann dadurch, in Seine Barmherzigkeit, für jeden von
uns den Ausgleich schenken. Wenn ER, durch Sein Leiden uns
die Gerechtigkeit-Ausgleich schenkt, wie wertvoll sieht ER
auch Leid, Schmerz und Sorgen von jedem von uns. ER will
nicht das wir leiden aber, jeder der leidet, warum auch
immer, ist somit mehr geliebt vom Gott. Gottes und
menschliches leiden (auch unsere tägliche Sorgen) dienen
der zukünftigen Transformation dieser ungerechten Welt in
ein neues , heiliges Reich-Gottes.
PS. Ich bin kein Theologe. |
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Dennis S., 28 |
An einen Gott
Ich danke nicht jemandem der mich so enttäuscht und mir
das Herz aus der Brust gerissen, der mir meine Seele
genommen und mich zerstört. Einen Menschen aus meiner
Mitte nahm,der mich kannte und verstand, mich auf meiner
Reise die das Leben hieß begleitete und für mich da war
wenn ich es dringend brauchte. Wie kann ein Gott, der
versucht mich zu betören, wie ein Traum aus fernen
Ländern, wie, wie kann ein Etwas, geschaffen von
teiggesichtigen alten Männern eine ganze Welt verseuchen,
die auch ohne ein Märchen leben und sich verdammt noch mal
um ihren eigenen Kram kümmern sollte, denn der ist ihr
Leben, geschaffen durch die Evolution und menschliche
Beziehungen ohne ein Kreuz in der Mitte, welches den Haß
schürt Menschen zu verbrennen und Untertanen zu
erschaffen, welche zu dumm sind einen Betrug zu Begreifen,
der direkt vor Ihrer Nase unter Obhut einer Kirche
geschieht. |
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Anonym, weiblich, 40 |
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"Der Tod birgt kein
Geheimnis, er öffnet keine Tür." (Norbert Elias) |
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Tim Gebensleben, 18 |
Ich glaube nicht an
Gott, weil...
...ich der Auffassung bin, dass es eine rationale,
naturwissenschaftliche Erklärung für alle Phänomene dieser
Welt gibt. Zwar muss ich zugeben, dass es niemals eine
wissenschaftliche Erklärung der Fragen "Warum existiert
überhaupt etwas?" oder "Warum sind die Naturgesetze genau
so, wie sie sind, und nicht anders? Wie kam zum Beispiel
die Gravitation zu Stande?" geben wird.
Dennoch nehme ich an, dass niemand diese Gesetzmäßigkeiten
geschaffen hat, sie also sehr wohl eine
naturwissenschaftliche Basis haben, Menschen allerdings
aufgrund der Tatsache, dass sie keine Möglichkeit haben,
an den Anfang der Zeit zurück zu wandern, den Ursprung
dieser nicht erforschen können.
Somit bleibt die Frage offen, woher die Welt eigentlich
kommt. Der Gedanke, dass etwas schon immer, also ewig,
besteht, wirkt genau so absurd wie die Tatsache, dass im
Umkehrschluss irgendwann Zeit, Materie und Raum aus dem
Nichts entstanden sein müssen.
Letzterer Gedankengang repräsentiert die inzwischen
weithin akzeptierte Urknalltheorie, diese lässt natürlich
Spielraum für einen Gott, der diesen veranlasste, denn wie
sollte der Big Bang von selbst, und ohne Anlass zünden?
Aber: auch Gott muss irgendwie entstanden sein, selbst
wenn er allmächtig ist, kann er jedoch auf keinen Fall
sich selbst erschaffen haben, bevor er überhaupt ein
"Selbst" hatte, mit dem er sich erschaffen hätte können,
was uns wieder an den Anfang der Frage nach dem Ursprung
der Welt bringt: das Argument, Gott habe sie erschaffen,
stellt aufgrund des eben erläuterten Paradoxons keine
befriedigende Antwort dar. Es gibt übrigens noch ein
weiteres Allmachts-Paradoxon: wie kann es einen
allmächtigen Gott geben, wenn er doch nicht fähig wäre,
ein Universum so groß zu erschaffen, dass er selbst den
Überblick darüber verlieren würde?
Neben dieser rein wissenschaftlichen Betrachtungsweise
fällt es umso schwerer, an Gott zu glauben, wenn man sich
ins Gedächtnis ruft, wie leicht die Kirche und Bibel
auszuhebeln sind. Einige Beispiele:
- Gott liebt alle Menschen, wie kann er dann Millionen bei
der Sintflut umbringen?
- Gott ist gerecht, wie kann er die Erbsünde dulden?
- Gott ist gnädig, warum tötet er unschuldige Kinder, als
er Sodom und Gomorrha ausradiert?
- Jesus ist seit 2000 Jahren nicht zurückgekehrt, obwohl
seine baldige Wiederankunft ein Kernstück des christlichen
Glaubens bildet.
- Dogmen der Kirche, zum Beispiel die Erde als Scheibe,
haben sich als schlichtweg falsch erwiesen. Doch wenn
diese Dogmen von Gott selbst stammen, hätte dieser
folglich lügen müssen.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass biblische und
kirchliche Argumente bei der Frage, ob es einen Gott gibt
oder geben kann nicht weiterhelfen. Niemand anderes als
Menschen selbst haben die Bibel geschrieben, die Kirche
ins Leben gerufen und deren Dogmen und Glaubensregeln
aufgestellt, teils um andere unter dem Deckmantel des
Glaubens brutalst zu unterdrücken.
Insofern bleibt das einzige Attribut, was man auf der
Suche nach einer Antwort auf die Frage nach dessen
Existenz Gott zuschreiben kann, die Allmacht.
Ein Gott muss nicht gerecht oder gnädig sein, geschweige
denn die Menschen lieben.
Somit wird die Kirche und deren Gottesbild allein schon
durch folgenden Gedankengang vor ein schweres Dilemma
gestellt:
Wie kann es sein, dass es so viel Schmerz, Leid und
Ungerechtigkeit in der Welt gibt, wie kann Gott das
dulden? Warum beendet er nicht, was die Menschen aus
eigener Kraft nicht stoppen können (Anm.: der Kommunismus
scheiterte)?
Entweder er kann, und will nicht, oder er will und kann
nicht, oder aber kann weder noch will er. Jede dieser
Antworten ist entweder dem einen oder dem anderen der zwei
wesentlichen kirchlichen Wesenszügen Gottes zuwider: der
Allmacht oder der Gerechtigkeit, beziehungsweise der
bedingungslose Liebe zum Menschen.
Aufgrund dieser Tatsache werde ich mich nicht weiter mit
weltlichen (kirchlichen, biblischen, christlichen)
Argumenten für die Existenz Gottes befassen, da unter
beschriebener Sichtweise wie bereits erläutert die
Omnipotenz das einzige bleibt, was einen Gott definieren
kann.
Seit Anbruch der Zeit, die eigenständig denkende Menschen
hervorbrachte, erforscht dieser sich und Welt. Doch wie
kam er auf die Idee des übernatürlichen, göttlichen, das
zusätzlich zum natürlichen, rationalen und weltlichen
Prinzip existieren soll, wo doch der Mensch nichts anderes
als das natürliche um sich herum kennt?
Die Antwort, warum während der Menschheitsgeschichte
tausende Religionen aufkeimten und wieder verblühten hat
zwei einfache Gründe:
Erstens gab es immer Phänomene, die der Mensch nicht
verstand oder versteht. Was also niemand erklären kann,
muss einen übernatürlichen Grund haben, Götter, Geister,
oder geheimnisvolle Mächte wurden also als Ursache für
Blitze, Unwetter, das Leben, den Tod, die Existenz der
Dinge an sich, etc. herangezogen.
Zweitens die Tatsache, dass menschliches Zusammenleben
sowie die Lebensumstände niemals perfekt waren noch sind
oder sein werden, also angesprochene Ungerechtigkeit und
Leid vorhanden sind.
Aus diesem Grund braucht Utopia keinen Gott. Da die Welt
nicht Utopia ist, sollte klar sein, warum die Menschen
sich einen Gott geschaffen haben, und nicht andersherum.
Doch inzwischen hat die Wissenschaft eine rationale
Erklärung nicht nur für so manches gefunden, das vorher
unmittelbar mit dem Werk und Willen Gottes verknüpft war.
Zum Beispiel war es früher eine Sache des Glaubens, dass
die Erde der Mittelpunkt der Welt ist. Heute ist es eine
Sache des Wissens, es ist durch Forschung bewiesen, dass
die Erde nur ein winziges Staubkorn am Rande der
Milchstraße ist, einer Galaxie, wie sie es zu Milliarden
in einem unvorstellbar großen Universum gibt.
Es lassen sich viele Beispiele dieser Art finden, doch das
erdrückendste wäre die Feststellung folgender Tatsache:
Die Seele, das menschliche Bewusstsein, das Denken an sich
hat physikalische, genau berechenbare Grundlagen und
"besteht" aus Atomen die sich zu Molekülen vereinen, wie
alles andere auf der Welt auch.
Das innerste heilige des Menschen würde damit entscheidend
an Würde verlieren, gingen doch die Menschen bisher immer
davon aus, die Seele sei etwas übernatürliches,
besonderes, der Teil, der sie das göttliche in sich selbst
spüren lässt. Doch was, wenn es gar keine Seele gibt?
Kann der Mensch, sollte man feststellen das sich das
Bewusstsein und das Denken genau so erklären lassen wie
ein Blitz oder eine Maschine überhaupt noch an Gott
glauben?
In der Tat ist Wissenschaftlern in letzter Zeit
erstaunliches gelungen:
Organismen mit Elektroden im Gehirn lassen sich schon
heute wie Spielzeugautos per Fernbedienung steuern, anhand
bestimmter Aktionspotentialamplituden werden Gedanken
"gemessen", das Bild eines Tischs ruft zum Beispiel eine
andere Amplitude hervor als das einer Maske.
Der Denkprozess an sich, dem das Bewusstsein zu Grunde
liegt, ist nichts anderes als das Zusammenwirken von
Milliarden Neuronen, die miteinander unzählige Synapsen
bilden. So kompliziert der Vorgang jedoch sein mag, jede
einzelne Nervenzelle für sich selbst ist "dumm" und lässt
sich, also wie das Denken auch, chemisch und physikalisch
theoretisch vollständig erschließen.
Wie könnte es sonst möglich sein, wenn es eine
übernatürliche Seele gäbe, dass inzwischen erste Erfolge
beim Speichern von Erinnerungen auf Chips erzielt werden,
und diese Chips in naher Zukunft sogar Patienten
eingesetzt werden können, die sich an alles bewusst
erinnern werden, was auf diesem gespeichert ist, ob sie es
erlebt haben oder nicht? Nicht einmal die abstrakteste
philosophische Schule würde abstreiten, dass die
Erinnerungen das sind, was das Bewusstsein, die "Seele"
oder die "Vernunftbegabung" des Menschen ausmachen.
Aus diesen Gründen, nämlich das Denken und Bewusstsein
augenscheinlich ausschließlich dem Gehirn zu Grunde
liegen, glaube ich nicht an die Existenz einer Seele.
Doch wenn es keine Seele gibt, wie kann es da keinen Gott
geben?
Ich muss zugeben, dass natürlich eine minimal Chance auf
die Existenz Gottes besteht, denn wenn er allmächtig ist,
könnte er sich, so er wollte, den Menschen einfach für
alle Zeiten verborgen halten. Aus diesem Grund ist es
nicht möglich, Gott jemals zu hundert Prozent zu beweisen
oder zu widerlegen.
Außerdem gibt es einige äußerst merkwürdige Dinge, an
denen der menschliche Verstand (bisher) scheitert, zum
Beispiel das die Realität wie wir sie kennen im kleinsten
Bauteil der Welt, in das der Mensch bisher vorgedrungen
ist, dem Nukleus eines Atoms, aufhört zu existieren:
bestimmte Partikel können zum dort Beispiel zum gleichen
Zeitpunkt an zwei verschiedenen Orten sein, oder entstehen
einfach aus dem Nichts oder verpuffen wieder dorthin.
Ich kann meinen Standpunkt insofern dahingehend
zusammenfassen, dass ich aufgrund der bisherigen
wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht an die Existenz
eines Gottes glaube, es allerdings doch höchst merkwürdige
Entdeckungen und Befunde gibt, die mich immer wieder
zweifeln lassen, wie diese ohne einen Anstoß von außerhalb
möglich sind.
Zum Beispiel die unverkennbare Tatsache, dass "etwas" also
zum Beispiel Materie existiert. Selbst wenn alle
Sinneseindrücke eine Illusion wären, "irgendetwas" muss
dennoch "existieren", sozusagen den Gegenpart zu einer
nicht vorhandenen "Nicht-Existenz" bilden.
Dabei fände ich es viel logischer, wenn überhaupt nichts
existieren würde. |
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Oswald, 64 |
Liebe Hanna, lieber
Frank
Ich habe dankend Eure Antwort gelesen, obwohl ich lange
Zeit diese Seiten nicht besuchte. Als ich die Relativität
Theorie erwähnte, dachte ich an die Aussagen viele
Physiker die behaupten - um alle Vorkommnisse auf diese
Erde zu erklären, musste man annehmen dass, unsere
Wirklichkeit mindestens 7-Dimensional sein musste. Suchen
Sie nicht so nach Beweisen dass, Gott existiert - spüren
Sie, lauschen Sie die Stille. Als ich jung war, suchte ich
Gott und sagte oft - Gott, wenn DU da bist, wenn DU
existierst, dann gib mir, bitte, die Gnade auch daran zu
glauben. Das meinte ich als ich sagte - fragen Sie Gott
selbst.
Wenn Sie mir erlauben, wurde ich, in Euren Namen IHN darum
bitten, weil ich sowieso täglich zu IHN spreche.
Jetzt über was anders. Mit 25 Jahren, habe ich einen
ehemaligen Auschwitz Häftlingen gefragt - glaubst du an
Gott? Oswald - sagte er mir - ich kann es nicht.
Ich habe so viel Elend. so viel Schmerz, Tod und
Unmenschlichkeit gesehen - es kann nicht sein - dass Gott
das alles gesehen hat und nicht intervenierte. Er war,
trotz seinem Schmerz, sehr guter Mensch und Hasste keinen,
weder für das was er erleben musste noch sonst. Ich habe
auch einen meinen Kollegen gefragt - warum glaubst du
nicht an Gott? Oswald - sagte er mir -ich war Ministrant
und sehr gläubig. Als ich 12 war, erkrankte mein Vater
sehr und ich habe Gott inständig gebetet, dass Er ihn
weiter leben lässt. Mein Vater ist gestorben. Gott half
mir nicht - ER existiert wohl gar nicht, sonst hätte Er
mich erhören müssen.
Ich beuge mich vor allen den Menschen die nicht glauben -
warum auch immer- sind aber Tolerant, höflich, voll
Mitgefühl.
Ich lese gern, aus dem alten Testament das Psalmenbuch und
bin immer erstaunt wie gut( schon vor -3000 Jahren) die
Menschen den Gott kannten.
Ich wünsche allen Geduld und Offenheit für alles was wir
nicht verstehen können.
Euer Oswald. |
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Anonym, weiblich, 32 |
Zen ist Erziehung in
Stille.
In der Stille erhebt sich
der unsterbliche Geist
und wortlos kommt die Freude. |
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Tobias Kilens, 22 |
Ich glaube nicht an
die Kirche, darf ich dann Gott glauben?
Ich denke schon.
Gott ist mir nie begegnet, weil er keine Entität ist. Er
ist das Unaussprechbare, ja das Undenkbare. Gott ist nicht
Gott, sobald Gott ist. Sobald wir von Gott sprechen,
sprechen wir nur über ein Wort, weil wir nicht über das
Phänomen Gott nicht sprechen können.
Gott existiert für mich nicht in der Weise, in der ich
existiere. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Gott
existiert, also existiert Gott für mich nicht.
Mir mangelt es an Sein, Gott ist das Sein an sich, durch
meinen Mangel an Sein also kann ich ihn nicht an ihn
glauben.
Ich glaube nicht an die Kirche und an das Bild, das sie
von Gott zeichnet.
DU SOLLST DIR KEIN BILD VON MIR MACHEN.
Ich glaube an etwas - wie ich es nenne, ist mir selbst
überlassen.
Ich bedaure Menschen, die an Gott glauben, wenn sie nur an
die Traditionen glauben und nicht selber reflektieren. Ich
bedaure solche Menschen, wenn sie vehement Konventionen
und Paradigmen, Dogmen verteidigen, aus Angst, dass nichts
bleibt.
Sie sind diejenigen, die nicht Gott glauben, Zweifel
hatten sie vorher schon, da muss kein kleiner
Philosophie-Student kommen und unangenehme Fragen stellen.
Ich respektiere und bewundere Menschen, die heutzutage
selbstbewusst genug sind, sich zum Glauben zu bekennen,
der über jeden Zweifel erhaben ist.
Meinem Leben gibt der Gedanke Halt, dass geistiger
Stillstand nicht zu tolerieren ist. Stetige Überprüfung
meiner Wahrheiten und Motive ist notwendig, und nur
Ehrlichkeit sich selbst gegenüber formt den Fortschritt.
Ich lebe ohne Gott.
Und doch lebe ich mit Gott.
Paradox... |
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Christian Dittmann, 49 |
Manchmal braucht man
fast vierzig Jahre, um von oben ganz unten anzukommen, um
sich dann wieder den Gipfel zu erobern.
Ich habe die Zeit gebraucht und keine Sekunde bereut. Denn
ich habe in dieser Zeit Wahrheiten erkannt und bin dankbar
dafür. Leute, denkt!
Verwechselt nicht persönliche Erfahrungen mit der
"Amtskirche" mit der Begegnung mit Gott. Kirche,
"Polit-Kirche" wird auf der Erde von Menschen gemacht.
Trotzdem, trotz aller Vorbehalte, die da hochkommen,
Hinschauen und Mitmachen ist angesagt!
Schaut mal im Kleinen nach, dort, wo z.B. die Caritas
Basisarbeit verrichtet. Genau da wird Gott erkennbar, in
der unmittelbaren Arbeit mit und für Menschen.
Ich will niemanden bekehren, ich schreib' das vielleicht
nur für mich. Ich möchte nur gern anderen mitteilen, dass
es sich lohnt. Das Nachdenken. |
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Klaus Koch, 24 |
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Gott? Gibt es nicht! Warum
sollte es Gott zulassen das wunderbare Menschen einen
grausamen und langsamen Tot sterben müssen? Welchen Sinn
und Zweck soll sowas haben? Wenn es Gott geben sollte (was
ich nicht glaube) dann ist er ein Sadist und mit Satan
gleich zusetzten! Obwohl man da Satan unrecht tut. Denn
von ihm weiss man was man von ihm zuhalten hat. "Gott" ist
viel schlimmer. Denn er lässt dieses Grauen auf unseren
Planeten zu! darum glaube ich nicht an "IHN"! Es gibt
vielleicht etwas nach dem Tod, aber nicht das was die
Kirche uns erzählen will. Denn das ist die Erfindung von
uns Menschen. Das hoffen und wünschen des ewigen
Glücklichseins und der daraus resultierenden
UNSTERBLICHKEIT!
Die Antwort von Werner Höbsch:
Guten Tag,
für Ihre E-Mail bedanke ich mich, auch wenn ich ihrem
Inhalt nicht zustimme. Warum Menschen grausam sterben,
warum Kinder sterben - darauf kann ich auch keine
befriedigende Antwort geben. Weser "mit Gott" noch "ohne
Gott". Ich glaube aber fest, dass diese Menschen von Gott
in ein Leben voller Frieden aufgenommen werden. Diese
Überzeugung ändert nichts an dem Protest, den Klagen und
dem Leiden an einem zu frühen Tod oder einem grausamen
Sterben. Was mich interessiert: An was oder wen glauben
Sie? Was gibt Ihnen Halt und Orientierung? Was wünschen
Sie sich?
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Höbsch |
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Irene Kirchner, 21 |
Ohne Gott zu sein ist
einfach. Denn nicht ein Gott, dem ich nie begegnet bin und
dem ich sicherlich auch nicht begegnen werde, hat mich
geschaffen. Es waren meine Eltern. Und nicht die Liebe
eines Gottes, sondern die Liebe meiner Familie und Freunde
gibt mir Kraft, die Dinge zu tun, die ich nie für möglich
gehalten hatte. Mein Herz schlägt jeden Tag. Das Leben
pulsiert. Es ist nicht das Leben Gottes, sondern mein
eigenes. Ich war da, sowie die Angehörigen meines Herzens,
mich zu leiten, zu denken, zu leben und zu lieben. Ich
glaube an mich. Ich bin die Kraft, die in meinem Leben
alles entscheidet, siegt und verliert und dabei stets
lernt. Nicht Gott leitet mein Leben, sondern ich.
Dabei ist mir bewußt, dass es Dinge gibt, die ich nicht
überschauen oder verstehen kann. Sie entspringen der
Natur. Und es ist mir nicht gegeben, die Natur zu
zerstören, zu hinterfragen oder ähnliches. Wenn man dieser
Natur den Namen Gott gibt, dann vertraue ich einem Gott.
Wenn Gott Energie ist, weiß ich, dass ich nie sterben,
sondern nur eine andere Gestalt und eine andere Aufgabe
erlangen werde. Doch frage ich mich wirklich: In der Bibel
steht geschrieben, dass man Gott kein Bild geben soll. Er
muss jedoch irgendein Bild haben, wenn er Gesetze,
Richtlinien und hinterlistige Moral schicken konnte. Und
ich frage mich: Wie können Menschen einem Glauben, einer
Kirche folgen, die andere aufgrund ihres Wissens, ihrer
Herkunft, ihres Glaubens diskriminiert...
Ich glaube an mich. An wen andere glauben, ist mir egal.
Ich brauche keinen Priester, der mir sagt, was gut für
mich ist. Ich brauche kein Werk, in dem man mir sagt, was
ich zu glauben habe. Meine Richtlinien stehen in den
Gesetzbüchern dieses Staates. Und Moral hat mir kein Gott
geschenkt, sondern meine Eltern mich gelehrt.
Auf der Erde bin ich nicht, weil jemand dies wollte,
sondern weil es der Lauf der Dinge ist. Ich bin stark und
ich weiß, dass ich in meinem Leben sehr viel Glück hatte.
Doch ich hatte auch weniger Glück. Es ist der Lauf der
Dinge. Ich bin stark genug, ohne den Beistand eines
Gottes, der mir nie begegnet ist, auszukommen. Eines
Gottes, der behauptet, ganz allein für diese Welt
verantwortlich zu sein, sie erschaffen zu haben. Ein Gott,
der nichts neben sich akzeptiert und damit in meinen Augen
unfähig ist, Toleranz zu üben. Ein Gott, der es zuläßt,
dass seine Gläubigen gegen andere Glaubensmöglichkeiten in
den Krieg zogen, die Juden verfolgten, den Heiden Dummheit
vorwarfen, die Kenntnisse vieler Frauen und Männer als
Ketzerei abzutun und sie zu eliminieren, der den Papst
nicht befähigt hat, Einwände gegen den Nationalsozialismus
vorzubringen. Was ist das für ein Gott, der behauptet, er
sei allmächtig, sich aber raushält, wenn Menschenleben auf
dem Spiel stehen und seine Gläubiger seinen Namen
mißbrauchen. An so einen Gott will ich nicht glauben.
Wenn ich ein Bild für die Spiele der Natur brauche, würde
ich die griechische Mythologie wählen. Denn sie läßt
Spielraum für die Fehler der Götter. Sie ist wie das
Leben. Und das Leben ist voller Überraschungen.
Mein Leben basiert auf menschlichen Übereinkünften, die
Freiheiten gewähren. Und ich tue alles, um meine
Freiheiten zu leben - denn ich bin nicht weniger Wert als
ein Mann. Ich denke genauso schnell wie ein Mann, arbeite
härter als ein Mann (Kinder darf ja auch ich erziehen) und
halte die sozialen Kontakte, die für das Leben meiner
Familie von Nöten sind. Daher kann ich an einen Gott, der
es zuließ, dass Menschengruppen verschiedenster Art, vor
allem Frauen, diskriminiert wurden und werden, nicht
glauben.
Denn ohne ihn lebe und liebe ich Freiheit...
Die Antwort von Werner
Höbsch:
Guten Tag Frau
Kirchner,
für Ihre ausführliche E-Mail bedanke ich mich. Sie leben
Ihr Leben selbst bestimmt ohne Gott. War das schon immer
Ihre Position? Sie setzen sich von einem Gott, ich würde
sagen: einem Bild von Gott, ab, den ich auch ablehne. Für
mich ist Gott keiner, der hinterlistige Moral verkündet,
der Menschen zur Gewalt oder zum Krieg gegen andere
auffordert, der Menschen diskriminiert, der Angst einjagt,
sondern der Leben ermöglicht. Gerne möchte ich Ihnen zu
einigen Ihrer Gedanken meine Überzeugung mitteilen. Die
Richtlinien der Staaten, von denen Sie sprechen, sind für
mich niemals letzte Instanz. Diktaturen haben Menschen
verachtende Richtlinien und Gesetze. Gerade die
Hitlerdiktatur hat das schmerzlich und in verbrecherischer
Weise gezeigt. Nicht Gott hat die Vernichtung der Juden
angeordnet, sondern Menschen, die sich in ihrem Denken und
Handeln von Gott abgewandt hatten. Für mich garantiert
Gott die Würde eines jeden Menschen. Das ist in der
Schöpfungsgeschichte im ersten Buch der Bibel ausgedrückt.
Nicht der Mensch hat das Leben erschaffen, nicht der
Mensch ist Herr über Leben und Tod, sondern Gott. Jeder
Mensch hat ein Recht auf ein Leben in Würde - ob gläubig
oder ungläubig, ob schwarz oder weiß, ob intelligent oder
dumm, ob behindert oder nicht behindert - jeder und jede
ohne Unterschied. Das verbinde ich mit dem Glauben an Gott
als den Schöpfer und diese Überzeugung geht allen
Staatsverfassungen voraus. Wenn diese Grundüberzeugung
nicht beachtet wird, ist aus Glaubensgründen Widerstand
angesagt. Sie haben Recht, in der Geschichte der Kirche
ist dies oft nicht in genügender Weise beachtet worden.
Kirche hat Schuld auf sich geladen. Sie hat sich an der
Gewalt gegen Menschen beteiligt, sogar dazu aufgerufen
oder einfach geschwiegen. Sie hat aber auch aus ihrer
Schuldgeschichte gelernt. Papst Johannes Paul II. hat ein
Schuldbekenntnis öffentlich abgelegt und sich in unserer
Zeit so deutlich wie kein anderer gegen Krieg und
Unterdrückung ausgesprochen.
Ihnen wünsche ich alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Höbsch |
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Jürgen Schneider, 40 |
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Am meisten stört mich an der
Religion, egal ob Judentum , Christentum oder Islam, daß
sie die Menschen um ihr einziges Leben betrügt ( das ist
meine Meinung - ich möchte niemanden in seinem religiösen
Glauben verletzen). |
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Alexander Schratt, 42 |
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Mir ist bewusst, dass wenn
eine religiöse Gemeinschaft so eine Website
veröffentlicht, sie die User zu "Gott bekehren" will, wie
das alle Religiösen wollen. Ich führe gerne den Dialog,
bin aber in meinen Haltungen gefestigt. Ich hoffe sogar,
andere überzeugen zu können, dass das Leben als Atheist
genauso erfüllt ist wie als Christ. |
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Sabine Stuth, 38 |
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Ich bin auf der Suche nach
etwas unbestimmten. Manchmal scheint es Gott zu sein, aber
ich will ihn eigentlich nicht, denn er ist brutal, grausam
und schwer zu fassen. Ich will erklären, warum ich so
zweifele: Ich bin in Gedanken gewesen, habe als Beifahrer
mir eine Stadt angeschaut durch die ich chauffiert wurde.
Mit einen Mal lese ich auf einem Schild: "Wir müssen
miteinander reden. -Gott" WAR DAS EIN ZEICHEN VON
IHM??????? |
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Bettina Rossi, 38 |
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Ich habe eine Freundin deren
kleines Mädchen ( 4 Jahre )bei einer "0815-Operation" (
Polypen ) durch einen Arztfehler am 11.08.2004 gestorben
ist. Ich suche jetzt händeringend nach einer Möglichkeit
Ihr wirklich zu helfen. Ich glaube an Gott und er hat mir
bisher immer geholfen. Meine Freundin glaubt nicht an
Gott. Ich würde Ihr so gerne diesen Glauben vermitteln.
Aber mit so einem Schicksal weiß ich nicht, wie ich das
schaffen soll. |
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Anonym |
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Dies ist doch nur eine reine
Propaganda-Seite. Wieso wollen sie nicht akzeptieren, dass
es Menschen gibt, die sich ihre eigene Meinung bilden
können, und lassen diesen Blödsinn einfach? |
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Anonym, männlich, 22 |
"Wenn in einem
unvorstellbaren komplexen Kosmos ein Wesen mehrere
Handlungsmöglichkeiten hatte, nahm es diese alle wahr und
schuf dadurch viele verschiedene zeitliche Dimensionen und
Entwicklungsgeschichten. Da es in jeder Entwicklungsphase
des Kosmos sehr viele solcher Wesen gab, von denen jedes
viele Handlungsmöglichkeiten hatte, und da außerdem
zahllose Kombinationen zwischen diesen Möglichkeiten
existierten, entstand in diesem Kosmos innerhalb jeder
Phase in jedem Augenblick eine unendliche Zahl
verschiedener Universen."
OLAF STAPLETON |
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Charlotte Sophie, 17 |
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Ich muss
allerdings zugeben, dass meine Allergie gegen Religion
auch daher rührt, dass ich im Zuge eines
USA-Schüleraustauschs drei schreckliche Monate bei einer
extrem fundamentalistischen Familie lebte, die
ausgesprochen lesben- und homosexuellenfeindlich war, Sex
vor der Ehe ablehnte und mir verbot, "Oh GOtt!" zu sagen,
da sie dies als Gotteslästerung empfanden. Manchmal
beteten sie so lange, bis sie heiser waren. Zuerst waren
sie davon überzeugt, dass Gott mich zu ihnen geschickt
habe, damit sie mich bekehren könnten. Als ich mich
dagegen immun zeigte, waren sie sich sicher, dass Satan
mich geschickt habe, um sie von ihrem Glauben abzubringen.
Diese Menschen warne psychisch krank und ungeheuer DUMM.
Und so will ich nie werden. Deshalb lehne ich es ab, mich
überhaupt auf so etwas einzulassen, da immer die Gefahr
herrscht, zu weit zu gehen. |
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Matthias Lehner, 23 |
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Sapere aude! |
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Jürgen Naarmann, 48 |
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Wir begehen ein Verbrechen
gegen Gott, wenn wir unseren Kindern nicht erzählen und
erklären, dass Jesus auferstanden ist, lebt und darauf
wartet, dass wir mit ihm zusammen leben, jeden Moment und
das wir ihn immer fragen können: "Jesus, was soll ich
jetzt tun"? "Soll ich meinem Spielkameraden die Faust ins
Gesicht schlagen, weil er mich getreten hat?" - Was würde
Jesus diesem Kind wohl antworten und wie würde das Leben
dieses Kindes wohl in zwanzig Jahren aussehen und das
Leben der anderen Kinder, die mit Jesus aufgewachsen
wären. - Und warum erzählen die studierten Prister das den
Kindern nicht, wo sind die studierten Teologen von Montags
bis Samstags? Bitte sagt jetzt nicht es gibt noch andere
Arbeit. Fragt Jesus Christus, was ihr angesichts der
Probleme die wir haben, was ER von Montags bis Samstags
machen würde und dann tut das, was er sagt, denn er ist
unser Vorbild. Oder? |
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Josef Butscher, 69 |
Der Mensch
Der Mensch:
Wolke im Wind.
Fluchtobjekt.
Kein Dach überm Kopf,
keinen Boden unter den Füßen.
Der Mensch ohne Gott:
Wohin treibt es ihn?
Gott,
Weg ins Freie,
Baum der Ruhe,
Born lebendigen Wassers,
Dach, das mich zu Haus sein lässt,
Berg, der fest gegründet ist.
Gott,
was immer ich schaue,
wohin ich auch gehe,
ich sehe die Zeichen
deiner Schönheit und Güte.
In allem bist du.
Fehlanzeige
Auf der Bedarfsgütermesse
wurde Gott nicht angeboten.
Keine Nachfrage.
Es gab Zeiten,
da wurde er
zu Schwarzmarktpreisen
gehandelt.
Wen Gott gefunden hat, der kann
sich nicht mehr verlieren.
Gott, die enge Tür, ist der
Eingang zu einem Leben in Freiheit.
Ein Grashalm Gottvertrauen gibt
mehr Sicherheit als eine Festung Selbstvertrauen.
Viele verbreiten das Motto: Ich
glaube nur, was ich sehe. Und da sie nichts sehen, glauben
sie nichts.
Der Mensch: Ein Bündel Fragen.
Gott schnürt es auf.
Wohin du auch gehst: Gott, die
Wanderdüne, zieht mit dir. Er beschützt dich.
Mit herzlichen Grüßen
Josef Butscher |
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Daniela, 25 |
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Ich habe 20 Jahre ohne
jeglichen Glauben gelebt. Das einzige was für mich
wirklich real war, war die Tatsache das Menschen von Natur
aus grausam sein können. Ich bin mit solchen Menschen
aufgewachsen und jeder hat angenommen das ich auch so
werden müsste. Und doch bin ich ganz anders geworden, und
dies ohne jeglichen Glauben. Die Kirche war mir 16 Jahre
lang verboten worden und Fragen nach Gott oder Religionen
wurden mit Ohrfeigen und Hausarrest bestraft. Was hat das
mit Güte zu tun? Seit einigen Jahren beschäftige ich mich
mit dem Thema Gott, doch ich habe noch keine Antwort für
mich gefunden. Außer das man mit Strafen rechnen muss,
wenn man kritisch ist. Vor allem bei katholisch oder
evangelisch Gläubigen. Heißt also Glauben bestraft zu
werden? Oder ist nur die Suche nach Antworten strafbar?
Ich frage mich fast täglich was mich den Lebensmut und die
Lebenslust nicht verlieren läßt und die einzige Antwort
ist, dass ich auf der Suche nach Schönheit bin. Habt ihr
schon einmal eine Blume blühen sehen? Oder das Gras
wachsen? Oder die unglaubliche Schönheit eines Sees oder
des Meeres bewundert? Ist das Glauben? Oder ist es einfach
nur die Natur? Ich weiß es nicht, jedoch frage ich mich
was ich meinem ungeborenen Sohn erzählen soll, wenn er
mich dies fragt. Ich würde ihm gern Antworten, denn ich
habe als Kind schlimme Erfahrungen gemacht, wenn ich
solche Fragen stellte: doch was soll ich ihm sagen? Meine
Schwiegermutter weiß es ganz genau, denn sie ist
katholisch. Doch mein Mann und ich stehen vor einem schier
unlösbaren Problem. Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und
schweige lieber bevor ich lüge. Doch soll ich meinen Sohn
dann jedesmal anschweigen, bloß weil die Bibel für mich
nicht wahr ist. Glaubt er dann nicht auch das seine Oma
lügt? Ich möchte nicht das dies passiert, denn es ist ihr
Glauben und sie ist glücklich damit. Aber was sage ich?
Ich hoffe mir kann jemand helfen, denn so langsam rauben
mir diese Fragen den Schlaf. Dani |
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Helmut Lehmann, 76 |
Wenn es wahrlich eine
überirdische Gottheit gibt, die den Kosmos, unseren
Lebensraum mit all den Wundern dieser Erde, uns Menschen
nach seinem Vorbild und auch andere Kreaturen geschaffen
hat zu seiner Freude, was ich weder bejahen noch verneinen
kann, sondern mich mehr mental indifferent dazu verhalte,
begleitet dieser mögliche Schöpfer auch meinen Lebensweg
in guten und schlechten Tagen. Auch das liegt im
„Geheimnis des Glaubens" was, nach meinem ganz
persönlichen Verstehen von Religion, nicht unbedingt den
dogmatischen Formen der jeweilig pseudoamtlichen
Glaubensrichtungen entsprechen muß. Was ist daran nun zu
tadeln? Ich erfreue mich meines Daseins, bin auf eine, an
sich nicht zu erklärende Art, irgendwie dankbar über meine
gegenwärtig körperliche Verfassung und, entsprechend
meines Alters, für jeden Tag den ich bei klarem Verstand
erleben kann. Andererseits weiß ich, daß mein Lebensweg
sich dem Ende nähert. Diesem natürlichen Zyklus ist nun
mal jede Kreatur (ob Mensch, ob Tier) unterworfen. Dieser
Vorgang ist nicht zu widerlegen. Ein Weiterleben nach dem
Tod? Es wäre zu schön. Dann wäre ja eine vollzogene
Todesstrafe keine Strafe mehr, sondern eine Beglückung
(!?).
Religiöse Vorstellungen, Phantasien, Überzeugungen,
Eiferungen und auch sonst noch in diesem Rahmen vollzogene
Handlungen können nach meiner Einschätzung für die
jeweilige Person, welche darin lebt, die Psyche teils
positiv (das heißt „lebensbejahend") oder gar negativ
(lebensfremd, realitätslos, ja fast zerstörerisch)
beeinflussen. Beim Letzteren käme der Sinnspruch
„Übereifer schadet nur (!?)" voll zur Geltung. Auch muß
ich hierbei selber bekennen, ohne die Religion als solche
nun grundsätzlich abzulehnen, daß ich, solange ich von
Religion nichts wußte und mich auch nicht damit
beschäftigt bzw. damit geistig innerlich
auseinandergesetzt habe, mich geistig freier gefühlt habe
und unbefangener war, ohne dabei die mir per Erziehung
beigebrachten Lebensformen zu mißachten. Durch meinen
Kontakt mit der Religion und den dadurch verursachten
Zweifel an der Sache fühle ich einen inneren Zwiespalt.
Dennoch kann ich nicht blindlings den religiösen
Erzählungen und Geschichten glauben schenken. Leider! Ich
bestreite nicht die geschichtliche Person „Jesu". Auch
nicht die Person seiner Mutter und deren (nach meiner
Sicht) Lebensgefährten und familiären Anhang. Auch nicht
die Vereinigung von Gleichgesinnten, die wir „Jünger"
nennen . Mein Zweifel reibt sich an biblischen Aussagen,
welche mir unnatürlich und unlogisch erscheinen. Wer es
glaubt, dem sei es gegeben und auch gegönnt. Ich kann es
beim besten Willen nicht. Und man sollte mich so
akzeptieren wie ich nun einmal bin. Nicht mehr und nicht
weniger. |
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Philipp, 26 |
Ich verstehe es nicht,
wenn jemand behauptet, er wisse, welche Vorstellungen ein
Gott davon hat, welches Verhalten eines Menschen richtig
oder falsch ist. Es gibt keine Beweise, es kann alles
postuliert werden. Da lobe ich mit die Philosophie. Sie
ist für mich das geeignete Instrument, um rational über
Aspekte der Ethik nachzudenken und um das Zusammenleben
von Menschen im Sinne eines größtmöglichen Vorteils für
alle zu organisieren. Religionen trennen die Menschen
mehr, als dass sie verbinden. Fanatismus spaltet und
Fundamentalisten kappen das alle Menschen verbindende
Band. Ich bin überzeugt, das wir in Europa am Anfang einer
langen Entwicklung stehen, an deren Ende die Abschaffung
der bisherigen christlichen Institutionen stehen wird.
Dies sehe ich als einen entscheidenden Schritt in der
kulturellen Evolution des Menschen an. Kirche hat so viel
menschliches Leid produziert, ich finde es reicht langsam.
Allerdings muss ich zugeben, das es im Sinne der Kirche
wohl so sein muss, weil das Leben im Hier ja möglichst
voller Qualen sein muss, um im Dort (Jenseits) um so
glücklicher anzukommen. Für mich ein perverses Denken. Ich
kann es nicht nachvollziehen. Alle, die sich über die
Erosion des christlichen Glauben aufregen, sollten mal
überlegen, ob es nicht etwas mit der Kirche selber zu tun
hat. Und: das Universum ist so groß, so weit und so
unergründlich. Warum sollte ein Gott sich dafür
interessieren, was Männer im Bett machen, wenn die
seelische Liebe ihren körperlichen Ausdruck findet. Die
Vorstellung ist einfach nur lächerlich. |
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Anonym, weiblich, 15 |
ER ist die
WAHRHEIT!!!!!!!!!!!!!!
und das LEBEN!!!!!!!!!!!! |
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Gabriele Obermayr, 43 |
guten tag herr höbsch,
herzlichen dank für ihre antwort zum thema "gottesvergiftung".es
tat mir gut eine andere meinung kennenzulernen. so lese
ich gerne beiträge u. antworten, weil es oft fragen sind,
die man selber schon lange in sich trägt u. nun eine
antwort erhält. sie fragen nach meiner verbindung zum
katholischen. ich hab aus meiner "aktiven" zeit
freundschaften u. kontakte in den lebenabschnitt " ohne
gott" rübergerettet - diese menschen sind mir super
wichtig, ich schätze sie u. ihr "katholisches" leben u.
sie sind mir eine wertvolle bereicherung für mein leben.
ich hab meine gottesferne nicht selbst gewählt, vielmehr
wurde mir diese beziehung durch eine schwere psychische
krankheit u. durch suizide in der familie u. damit
verbundenen gefühlen der gottesverlassenheit genommen. Es
ist mir wichtig zu betonen:zu keinem zeitpunkt hab ich
mich dagegen entschieden-es war u.ist mir einfach nicht
mehr möglich zu glauben - inzwischen wünsch ich es mir so
sehr u. weiss nicht, wie ichs anpacken soll. es lässt sich
eben nicht einfach machen? was gibts für hilfen?
herzl. gruß vom bodensee gabi |
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JS, weiblich, 14 |
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- SEHNSUCHT NACH DER HEILEN
WELT - |
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Jörg Weigel, 61 |
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Ich bin recht christlich
aufgewachsen in Bethel bei Bielefeld. War recht engagiert,
bin jedoch nach dem Abitur aus der Kirche ausgetreten,
weil ich das Pharisäertum der christlichen Konfessionen
nicht mehr länger ertragen konnte. Die Anstalt Bethel ist
für mich schon ein Vorbild und ihr Gründer Pastor
Friedrich von Bodelschwingh eine Lichtgestalt, die ich
noch persönlich wie auch seine Sohn kennengelernt habe.
Aber das ist nur ein winziges leuchtendes Beispiel für
Menschenliebe auf unserem Globus, welches sich nicht sehr
oft wiederholt hat. Die überwiegende Mehrheit der Parrer,
Pfaffen, Pater, Bischöfe, Kardinäle, Superindentanten,
Imane, Rabbis, etc sind nichts als Menschen, die ihr
eigenes Wohl darin sehen haben, einen sicheren Lebensjob
zu bekommen. Und den gilt es recht lange zu behalten. Bis
zum bitteren Tod. Und dann klagt jeder der Honoratioren,
das er nicht das ewige Leben erleben wird. Wat'n Pech. |
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Julika-Janina Wulf, 19 |
Wenn Gott beständig
wäre, würde er meine Hand nicht loslassen in schwierigen
Zeiten.. aber er ist auch nur auf die Glücklichen fixiert,
zu denen ich längst nicht mehr zähle...
Meine Tränen verrinnen im Nichts und Gott sieht meine
Schmerzen nicht! |
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Karin, 42 |
Bis zu meinem 40. Lebensjahr
glaubte ich, dass Gott alle Menschen liebt. Dass es nur
vom "freien Willen" des Menschen abhinge, ob ein Mensch
sich Gott zu- oder abwendet und damit ein erfülltes und
zufriedenes Leben lebt und sich innerlich einfach gut
fühlt (die äußerlichen Bedingungen dabei jetzt mal
vernachlässigt).
Vor 2 Jahren habe ich schmerzlich erfahren, dass das wohl
ein Irrtum ist.
So fand ich in der Bibel zwei Aussagen, die meine
Erfahrungen bestätigten:
1.) Die Geschichte von Jakob und Esau.
Bevor die beiden Brüder geboren werden, sagt Gott, dass
sie für zwei Völker stehen, und dass Er Jakob lieben wird
und Esau nicht. Daraus ergibt sich alles Weitere. Jakob
wird geführt und beschützt; alle seine Handlungen fallen
auf fruchtbaren Boden, so dass alles zu seinem Besten
dient. Esau erfährt das alles nicht. Eher noch das
Gegenteil. Er verliert sogar noch das was er mitbekommen
hat (seine Rechte als Erstgeborener)an Jakob, der es ihm
abtrickst. Und im Buch Daniel wird gesagt, wenn Esau alles
zerschlagen wird und er es neu aufbauen will, es wieder
zerschlagen wird. Esau wird im Leben auf das Körperliche
reduziert und kann damit niemals wirklich Glück, Frieden,
Freiheit finden.
2.) Im NT wird in den Römerbriefen gesagt, dass Gottes
freie Gnadenwahl darüber entscheidet, wessen er sich
erbarmt und mit wem Er also ist. Das weder des Menschen
Wille noch seine Werke damit etwas zu tun haben, denn ob
Er sich erbarmt oder nicht wird vor der Geburt
entschieden.
Wenn also die Gnadenwahl vorausbestimmt ist, wo ist dann
noch der freie Wille des Menschen? Es liegt mir wirklich
fern zu intellektualisieren, dazu bin ich viel zu
erschüttert von dem was ich erkennen mußte und selbst
erlebe. Ich möchte meine Erkenntnisse weitergeben und
meine Verzweifelung und meinen Schmerz über diese
ausdrücken und klagen.
Denn was kann schlimmer sein als zu erfahren, dass Gott
nicht mit einem ist und nichts etwas daran ändern kann???
Danke für
Ihre Mail. Da ich bis Sonntag auf dem Katholikentag war,
kann ich Ihnen erst heute antworten.
Ich weiß nicht, welche persönlichen Erfahrungen Ihrer Mail
zugrunde liegen, warum Sie glauben, dass Gott Sie nicht
mehr liebt. Die Frage, warum Gott Menschen im Stich lässt,
stellen auch Menschen in der Bibel. In einigen Psalmen
wird über die scheinbare oder tatsächliche Abwendung
Gottes geklagt. "Gott, mein Gott, warum hast Du mich
verlassen."
Gott führt Menschen auf unterschiedliche Wege, das wird an
der Geschichte von Esau und Jakob deutlich. Ich lese die
Geschichte Esaus nicht so, dass er von Gott nicht geliebt
ist. Er ist Stammvater von Edom. Nachdem sich Jakob den
Segen des Vaters erschlichen hat, schwört Esau Rache. Aber
es kommt nicht zu der Rache, sondern zu der Versöhnung der
beiden Brüder (Gen. 33)
Zu Ihre Ausführungen zum Römerbrief möchte ich anmerken,
dass gerade dort steht, dass jeder Mensch durch die Gnade
Gottes und durch Jesus Christus gerechtfertigt ist. Diese
Rechtfertigung Gottes kann sich kein Mensch durch Taten
verdienen. Gerade dies ist die Spitze dieser Aussage: Gott
liebt alle Menschen auch die Sünder. Und aus der Erfahrung
der Liebe Gottes werden Menschen befähigt zu handeln.
Sie haben Recht, von Geburt an ist entschieden, wie Gott
am Menschen handelt: Er verwirft keinen Menschen. Es gibt
keine Menschen, die aus der Liebe Gottes fallen. Das ist
die Aussage der Bibel.
Ich stimme Ihnen zu, dass dies nicht immer leicht zu sehen
und anzunehmen ist. Ich weiß, dass Menschen aufgrund ihrer
Erfahrungen an der Liebe Gottes zweifeln. Aber dieser
Zweifel ist kein Unglaube, es ist ein Ringen mit Gott -
vielleicht so wie Jakob am Fluss Jabbok mit Gott ringt
(Gen 32,23-32).
Worin besteht Ihre Verzweiflung und Ihr Schmerz? Gerne
vertiefe ich das Gespräch mit Ihnen, auch wenn wir es dann
nicht veröffentlichen, weil es zu persönlich ist.
Mit freundlichen
Grüßen
Werner Höbsch
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Gabriele Obermayr, 43 |
Durch zufall habe ich über
das programm des kath.tages in ulm von dieser seite
erfahren-finde so ein forum super interessant! Ich kann
seit einigen jahren leider überhaupt gar nichts mehr
glauben - bin sehr kath. aufgewachsen, später engagiert
bei cursillo u. charismatischen gruppen. tilmann moser
schreibt mir in seiner "gottesvergiftung" aus der seele:"...
weil du für mich armen sünder deinen einzigen sohn
geopfert hast. das macht natürlich eindruck: wie schlecht
muss ich sein, dass es einer solchen inszenierung bedarf,
um mich zu erlösen! seltsam, seltsam - keiner von den
predigern hat je verdacht geschöpft, dass vielleicht nicht
mit UNS, sondern mit DIR etwas nicht stimmt, wenn du vor
lauter menschenliebe deinen sohn schlachten lassen
musstest." ja, das spricht mir aus der seele-bin mir - wie
moser- auch keiner schuld o. so unendlich großer
schlechtigkeit bewusst,die eines solch qualvollen
szenarios bedürfte. ich kann das alles nicht verstehen u.
nicht nachvollziehen - es kommt mir einfach an den haaren
herbeigezogen vor, weil der mensch sich nicht mir seiner
endlichkeit abfinden kann u. somit ganz verzweifelt u.
dringend trost in religiösen " leben-nach-dem
tod-phantasien" sucht. bin offen für kritik u. anregung.
gruß aus dem süden der republik, vom bodensee gabi
Guten Tag,
Danke für Ihre E-Mail. Gerne will ich versuchen zu
antworten. Tilmann Moser ist mir mit seiner (An-)Klage
gegen Gott bekannt. Mich hat dieses Buch beeindruckt, weil
ich diese Klagen teilweise nachvollziehen kann. Allerdings
hat sich durch viele Gespräche und Studien mein
Gottesverständnis gewandelt. Ich teile nicht die Auffasung,
dass Gott seinen Sohn gefoltert hat, damit wir die ewige
Seligkeit erlangen. Vielmehr denke ich - und beziehe mich
dabei auf das Neue Testament - ,dass Gott sich selbst in
die von Gewalt und Sünde geprägte Welt begeben hat, aber
an keiner Stelle dem Kreislauf des Hasses und der Gewalt
erlegen ist, sondern sich hat töten lassen, um nicht
selbst Gewalt anzuwenden. Er hat eben nicht den Vater
gebeten, dass Engel für ihn kämpfen. In dieser Haltung
wird für mich der barmherzige Gott erkenntlich, der eben
keine Gewalt anwendet.
Für mich ist Gott kein Sadist, sondern jemand der sich mit
Menschen solidarisiert und freiwillig und stellvertretend
Leiden auf sich nimmt.
Meine Frage: Finden Sie sich so leicht mit der Endlichkeit
ab, wie Sie schreiben? Was gibt Ihrem Leben Halt und
Orientierung?
Interessant finde ich, dass Sie unsere Seite im Programm
des Ulmer Katholikentages gefunden haben. Haben Sie (noch)
eine Beziehung zum Katholischen?
Mit freundlichen Grüßen
Werner Höbsch |
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Menni Besemer, 40 |
Gott ist auf die Welt
gekommen, um eine Religion zu erschaffen. Und der Teufel
kam gleich hinter her um sie zu organisieren.
Ich glaube an eine höhere Macht, jedoch nicht an das
Bodenpersonal. Ihre Beilegung der Bibel war bisher
meistens falsch. Ja ich glaube an die Liebe und das ist
die stärkste Kraft von allen. |
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Anonym, weiblich, 34 |
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Die Menschheit lebt
mit einem Weltbild. Es wird Zeit, dass dieses Bild von der
Wand genommen wird. Weil diese Wand Wahrheit ist und
gleichzeitig die eigene Grenze. |
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SDGm, 20 |
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Wie dumm muss man
sein, um nicht an Gott zu glauben? |
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Ulf Michael, 50 |
Was wäre ein Staat
ohne Rettungswesen? Keine Feuerwehr, Krankenwagen,
Notarzt, keinerlei technische Hilfestellung bei Unfällen,
Überschwemmungen usw.
Antwort: In diesen Staat möchte niemand auf Dauer leben.
Wie sind die religiösen Lebensbedingungen in der
Menschheit? Gibt es da ein Rettungswesen? - Ja.
Sind dies ausgewählte Menschen, Priester oder Gurus? -
Nein. Denn das von Gott für die Menschen erschaffene
Rettungswesen ist unzerstörbar und kann immer und überall
helfen. Dies ist der Dienst der Engel. Sie sind biblisch
verankert von Gott beauftragt den Menschen auf ihrem Weg
zu Gott beizustehen, neuen Lebensmut zu geben, Tränen zu
trocknen, gute Gedanken und inneren Frieden zu geben. Das
Wirken der Engel geschieht unabhängig der menschlichen
Hautfarbe, Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Jeder
wahrheitsliebende Gottsucher wird dies bestätigen. |
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Raphaela, 20 |
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Vorher? - Nachher!
Der letzte Vorhang ist gefallen,
die Welt steht still um mich.
Die Finsternis schließt ihre Krallen,
sogar der Himmel weint um sich.
Doch plötzlich mitten in der
Sprachlosigkeit,
lockt mich ein sanftes Murmeln aus der Traurigkeit.
Worte durchdringen glühend die Mauer des Schweigens
und zärtlich klingt eine Stimme tief in mir:
"Sei gewiss, ich bin für alle Zeit und immer bei dir!
Ich habe versprochen, DICH zu tragen
durch alle Augenblicke, Zweifel und Fragen.
Auch wenn DU nicht immer an mich glauben kannst,
oder mit deinem Verstand nicht verstehst,
werde ich dich stets begleiten, wenn du gehst!"
Staunend lausche ich SEINER
Verheißung
und frage: "Warum gerade ich?"
In mir spricht es nur leise:
"Ganz einfach: Ich liebe DICH!"
Da öffnet sich der Vorhang wieder,
die Welt beginnt sich abermals zu drehen.
Licht und Wärme recken ihre Glieder
und ich kann in den Himmel sehen.
Raphaela Soden |
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Falk Bender, 20 |
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Alles Gute |
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Scarlett, 24 |
Glaube in den
Grundfesten erschüttert...
ich bin in einer sehr christlichen Familie aufgewachsen,
bei uns wird regelmäßig von einem Familienmitglied die
Kirche besucht. Ich selber gehe höchsten nochmal an
Weihnachten hin, weil es für mich einfach dazugehört. Ich
würde mich selber als gläubig, jedoch nicht unbedingt als
christlich bezeichnen. Ich denke es gibt einen Gott, aber
ich weiß nicht welcher Natur er ist. An den "lieben Gott"
den man mir als Kind immer vermitteln wollte, glaube ich
schon lange nicht mehr im Angesicht von Krieg, Terror usw.
Mein Glaube ist allerdings in seinen Grundfesten
erschüttert worden und zwar in erster Linie dadurch das
mir Gott zuerst die Liebe meines Lebens schenkt, den
Menschen mit dem ich den Rest meines Lebens hätte
verbringen wollen - und sie mir ein halbes Jahr später
wieder entreißt. Dann nimmt er mir meine Arbeit weg, läßt
mich seit 1 1/2 Jahren suchen, suchen, suchen - nach neuer
Arbeit, aber vor allem auch nach Liebe. Ich habe alles
verloren was einem Menschen im Leben halt gibt. Die Liebe
meines Lebens, die Arbeit, viele Freunde. Ich bin einsam
und allein. Ich warte so sehr auf ein Zeichen des Herrn,
aber er gibt mir keines. Wie soll ich da nicht langsam an
ihm und an meinem Glauben verzweifeln. Es gibt diesen
schönen Spruch mit den Spuren im Sand: Dort wo nur eine
Fußspur ist, in den schwersten Zeiten deines Lebens, habe
ich dich getragen. Es fällt mir sehr schwer noch daran zu
glauben oder darin halt zu finden. Ich wünschte mir, ich
könnte spüren dass er mich trägt. Vielleicht bin ich ein
schlechter Mensch in seinen Augen, ich weiß, ich bin kein
Engel, aber womit habe ich das alles verdient???
Guten Tag,
Gerne würde ich auf Ihre Mail persönlich antworten, habe
aber keine Email-Anschrift. Eines möchte ich Ihnen sagen:
Ich sehe Ihre traurige Situation nicht als Strafe Gottes.
Vielleicht melden Sie sich noch einmal.
Werner Höbsch |
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Anonym, weiblich, 21 |
Mag sein, dass meine
Entwicklung in Bezug auf Gott etwas merkwürdig verlaufen
ist. Ich habe immer an ihn geglaubt, ich bin christlich
erzogen worden, wenn auch nicht dogmatisch oder erzwungen
streng, sondern im Gegenteil recht offen- ich hab mit
meinen Eltern immer über Gott und Religion/Kirche etc
diskutieren können.
Irgendwann habe ich mich näher mit dem Thema beschäftigt,
beeinflusst vor allem durch Freunde, die christlich sehr
aktiv waren. Von meinem 16. Lebensjahr an, habe ich mich
sehr intensiv damit auseinandergesetzt. Leider gab es
immer mehr Dinge, die mich störten, je mehr und je tiefer
ich in diese Kreise kam. Das fing damit an, dass man über
gewisse Dinge nicht diskutieren konnte (Abtreibung;
Homosexualität, Darwins Theorien etc). Dann wurde mir mehr
oder minder klargemacht, dass man als Christ diese oder
jene Überzeugung vertreten müsste, eine bestimmte Ansicht
haben müsste, sonst wär man kein guter Christ. Das hat mir
einfach sehr widerstrebt, mich so unterzuordnen und
anzupassen. Als es dann auch noch gegen bestimmte
Musikrichtungen ging, die ich gerne höre (zB Metal), war
es ziemlich vorbei. Ich dachte, na wenn ich keine gute
Christin sein kann, dann bin ich lieber gar keine. Vor
allem hatte ich das Gefühl, ich müsste mein logisches
Denken aufgeben, mich quasi künstlich dumm stellen, und
außerdem ziemlich intolerant werden, nur um dort
"anerkannt" zu werden.
In sofern- ich liebe Gott, ich stehe seiner Botschaft
positiv gegenüber. Aber ich würde mich nicht mehr als
Christin bezeichnen. Denn ich kann und will nicht mehr mit
solchen Menschen leben. Sie sollen glauben, woran sie
wollen, aber dieselbe Toleranz erwarte ich für mich. |
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Frank Natas, 18 |
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hey oswald, erstmal zu
einstein: es ist nicht alles relativ, sonst wäre der satz
auch falsch, da selbstwidersprüchlich... aber das nur am
rande. zum 50-50 verhältnis: wie hanna schon festgestellt
hat, ist die anwendung rationaler kriterien auf
glaubensfragen zumindest bedenklich. andererseits stellt
sich die frage, ob es einen unterschied zwischen
rationalität und religion gibt. so behaupten einige
postmodernisten ja, dass unsere rationale wissenschaft die
gleiche evidenz hat´wie homers götter. das ist sicherlich
eine starke these. worauf ich aber hinaus möchte ist, dass
es mit sicherheit klüger ist eine agnostische position zu
beziehen, denn man verheddert sich auch bei einer
ablehnung der existenz gottes in widersprüche, ebenso wie
umgekehrt. |
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Michael, 18 |
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gott ist für jeden da, wo er
ihn haben will. |
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Anonym, weiblich, 16 |
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"Religion ist Opium fürs
Volk!" Karl Marx |
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Hanna, 16 |
LIEBER OSWALD. (ich
hoffe, sie finden meine antwort...)
sie verwundert meine "entschlossene ablehnung der existenz
gottes"?! nun, (abgesehen davon, dass mich ihre
überzeugung der existenz gottes auch wundert...)sie
sprechen ja selbst die mangelnde beweislage an. und für
mich ist eben kein beweis auch ein beweis (das auch nur
einer meiner gründe). außerdem sind beweise doch eine rein
rationalistische sache, auf die sie als glaubender
eigentlich nicht angewiesen sein müssten, oder!?
weiterhin schreiben sie, ich solle doch einfach "gott
selbst fragen". und sehen sie, genau das meine ich mit
missionarisch und sich überordnen: obwohl sie wissen, dass
ich von der nicht-existenz eines gottes überzeugt bin,
raten sie mir, ihn zu fragen! das ist leicht unverschämt.
und ganz platt wäre meine antwort eine frage nach seiner
telefonnummer...
noch nen letzten kommentar zu ihrem schlussatz (ja?).
also, weil ich "intelligent" erscheine (danke übrigens
fürs kompliment), würde ich irgendwann einsehen, dass die
menschliche erkenntnis nicht ausreiche und würde dann
zwangsläufig gott finden, soweit ihr satz. aber warum muss
man auch immer alles erklären?! das scheint mir so eine
eigenart des menschen zu sein. oft reichen doch schon die
worte nicht aus, um irgendetwas zu beschreiben. erklären
sie mal rational, was liebe ist, da scheitert´s doch schon
an der sprache. aber nein, sie haben ja gleich ihren
vierbuchstabigen "vorwand" als erklärung für alles. früher
konnten sich die menschen blitz und donner nicht erklären,
woraufhin sie einen gott erfanden (für sie: verantwortlich
machten). heutzutage kann man darüber nur schmunzeln, ist
doch längst erwiesen, wie solche "phänomene" der natur
entstehen.
nun gut, soweit erstmal- (vielleicht bis bald?)
ihnen alles gute
hanna |
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Roland, 35 |
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Wenn ich von
Religionen spreche meine ich dass im weitesten
weltanschaulichen Sinn. Nicht nur Weltanschauungen, die
ein höheres menschenähnliches Wesen anbeten sind
Religionen. Auch der neoliberale Kapitalismus hat seinen
verqueren Katechismus, der hauptsächlich der als
"Volkswirtschaft" genannten höheren Ordnung dient. |
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Sebastian Schrottenbach, 17 |
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wer an gott glaubt
fragt nur nach dem warum, nach dem sinn aller dinge. man
sollte versuchen sich selbst zu verstehen... bevor man die
welt verstehen kann. |
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Tine, 23 |
Dafür, dass die Seite zum
Dialog zwischen Menschen wie mich und religiösen Menschen
dienen soll, sind überproportional religiöse Beiträge
vorhanden.
Und wenn sie interessiert sind, was Menschen wie mich
ausmacht, dann kann ich nur Literatur von Pollack,
Tiefensee oder Körner empfehlen.
Mit den besten Grüßen,
Tine |
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Oliver, 31 |
Mit Gott leben - wie
geht das? Glaube (speziell der theistische) ist eine in
sich vollkommen selbstwidersprüchliche Konstruktion. Man
ist immer an der einen oder anderen zentralen Stelle
gezwungen, den eigenen Verstand zu suspendieren. Wäre das
im Alltag in gleicher Weise der Fall, so würde das ein
geregeltes Leben quasi verunmöglichen. Ich habe dreißig
Jahre gebraucht, um mich von der religiösen
Indoktrination, die mir widerfuhr und die man in unserer
sich großenteils immer noch "christlich" nennenden
Gesellschaft meist so gemeinhin mitbekommt, zu
verabschieden. Was mit dieser zweihundert Jahre nach Kant
den Menschen, speziell den Kindern, die sich noch nicht zu
helfen wissen können, immer noch angetan wird, ist
abscheulich. Die Aufklärung ist erst am Anfang (das
betrifft allerdings nicht nur Ihre Religion).
Gruß,
Huh? |
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Oswald, 63 |
Liebe Hanna.
Mich verwundert Ihre entschlossene Ablehnung der Existenz
Gottes. Selbst, als ich beim polnischen Militär war (60er
Jahre), hatte ich einen Bericht einer Konferenz für
Offiziere über Gottes Existenz gelesen. Als Resume stand,
dass man weder Existenz noch Nicht-Existenz Gottes
beweisen kann.
Das hat mir viel zu denken gegeben; dass Atheisten,
Kommunisten zu solchem Schluss gekommen sind. (50/50)
Einstein sagte, dass alles relativ ist.
Es ist nicht gut, nach Fehlern der Menschen oder
Institutionen (die aus Menschen bestehen) voreilige
Schlüsse zu ziehen.
Lesen Sie weiter das Pro und Contra, oder fragen Sie
einfach den Gott selbst.
Ich bin sicher, weil Sie mir als sehr intelligent
erscheinen , dass Sie nach dem Studium, in welchem Fach
auch immer, wo Sie an die Grenzen der menschlichen
Erkenntnis gelangen, Gott finden.
Das wünscht Ihnen Oswald |
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Hanna, 16 |
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ich muss sagen, dass es
wirklich gut tut, Beiträge und "Werke" von Menschen zu
lesen, die ebenso von einem Leben ohne Gott überzeugt
sind, wie man selbst. Insofern empfinde ich diese Seite
durchaus als eine lobenswerte Sache. Doch gerate ich in
Wut, wenn ich lese, was die "Urheber" der Seite da
teilweise zu kommentieren haben. Ich finde es unglaublich,
dass sie sich anmaßen, diese in rot zu schreiben- dass sie
auch ja schön hervorgehoben sind und man garnicht anders
kann, als sie notgedrungen zu lesen. Das hat für mich
wieder einen missionarischen Charakter, so als ob sie
einfach über den "dummen kleinen Atheisten" stehen. Ein
Satz, den ich in einem Kommentar von Bernhard Riedl zum
Zweck dieser Seite gefunden habe, unterstreicht dies: "Wir
suchen den Kontakt mit den Suchenden und Fragenden"-
später: "Diese seite ist nicht gedacht für die
Selbstgewissen, die Glaubensfesten" -HALLO?! Ist das nicht
ganz schön anmaßend, Atheisten als unselbstgewiss zu
bezeichnen und sie als nicht glaubensfest darzustellen!
Ich will mal behaupten, dass ich mindestens so überzeugt
von meiner atheistischen Weltanschauung und der Sicherheit
bin, dass es keinen Gott gibt, wie es jeder Herr Riedl,
jeder Pfarrer oder sonstwer von seinem Kram ist. Ich mache
oft die Erfahrung, dass es ungemein interessant ist, über
Glauben oder Nichtglauben zu diskutieren, Pro und Contra
von Religionen zu erörtern, aber he: es gelingt nie, den
anderen zu überzeugen, ihn umzustimmen oder sonstwas.
Insofern ist es sinnlos. Ist dieses Forum also nichts
mehr, als eine bloße Verarschung?! Von wegen sucht mal
schönb hilflos nach worten, wir wissen es eh besser?! |
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David, 19 |
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"Gott ist die Gosse in der
alle Wiedersprüche zusammenlaufen." (Georg Wilhelm
Friedrich Hegel, Philosoph) |
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Thomas Kesselring, 41 |
mal ganz im Ernst:
Lebt ihr alle aus einer Laune der Natur? Warum seid
ausgerechnet IHR da? Warum nicht dein Bruder vor dir,
warum hast du keine Schwester... beliebig fortsetzbar!
Deine Eltern haben ihre Gene, nicht unbedingt weil sie das
wollten, oder? Nennen wir es deutlich: Sie hatten Sex! Ich
konnte mir lange Zeit nicht vorstellen, dass meine Eltern
"so was" machen! lach
DU bist entstanden! Nicht dein Bruder oder deine
Schwester, DU! Reiner Zufall? Ich glaube nicht an Zufälle. |
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Dieter Uhl, 58 |
An ERTRAS 20 möchte
ich meine Antworten richten. Sie sind jedoch an jeden
Menschen gerichtet, der davon Nutzen bezieht.
Sie schreiben: *Ich habe auch versucht, so objektiv wie es
einem subjektiven Individuum nur möglich ist, Ausschnitte
aus der Bibel zu lesen. Ich brauchte gar nicht weit zu
blättern, um einen Stammbaum auf den ersten paar Seiten
des AT zu finden, der mir sagt, daß Menschen 900 Jahre alt
geworden sind und mit 90 die ersten Kinder bekommen
haben... Ich glaube, so weit sollte man trotz allen
Glaubens an Gott die Wissenschaft nicht verleugnen.*
Sie machen genau den Fehler, den ich bereits von mir
geschildert habe. Sie befassen sich mit den
problematischsten Bibelstellen. Ihre Objektivität heißt,
daß Sie Gottes Wort an menschlichen Maßstäben messen. Das
ist kein Glaube, das ist Unglaube (Hebr. 11:1+2). Die
Erklärung für das hohe Alter liegt da, wo Sie Ihren
»Apfel« erwähnt haben. Nur müssen Sie auseinanderhalten,
daß Gott den Adam nicht vor eine Entscheidung stellte,
sondern Adam diese Situation selbst erzeugt hat. Adam hat
von Eva keinen Apfel bekommen. Das steht so nicht in der
Bibel. Lesen Sie 1. Mose 2:9 und Sie werden feststellen,
daß es beim Sündenfall nicht um einen Apfelbaum geht,
sondern um den Lebensbaum. Andersherum: Adam hat Gott zur
Ent-scheidung gezwungen. Denn Gott hatte Adam und Eva in
Kenntnis gesetzt (1. Mose 2:17), daß sie des Todes sterben
würden, falls sie von dem Baum der Erkenntnis essen
sollten. Sollte der Mensch eigenmächtig davon essen,
bedeutet das für ihn den Tod. Die Frucht vom Baum des
Lebens bedeutet aber das ewige Leben haben, was dann nicht
mehr möglich sein kann, wenn Ungehorsam, Uneinsichtigkeit
(Rebellion gegen Gott) im Spiel ist. Von dem Lebensbaum
gibt Gott selbst (Offb. 2:7): *wer überwindet
(umkehrbereit ist), dem will ich zu essen geben von dem
Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist* (auch Joh.
6:40). Deswegen mußten Adam und Eva auch das Paradies
verlassen, damit sie nicht dennoch als sündig- und damit
sterblich gewordene Menschen unrechtmäßig von dem
Lebensbaum essen und als solche ohne Erlösung ewig leben
würden (1. Mose 3:22-24).
Die Schlange, die Gottes Widersacher darstellt, verstand
es phänomenal das schwächste von den beiden Wesen hinters
Licht zu führen (1. Mose 3:1). Satan hat weder gelogen,
noch hat er Eva verführt. Er hat sie nur verunsichert. Er
hat Gottes Weisung in Frage gestellt (hinterfragt). Er hat
ihr etwas schmackhaft gemacht, daß ihr bis dahin unbekannt
gewesen ist: nämlich Erkenntnis, Neugierde * also
Eigenschaften, wie sie bis dahin nur Gott und dem
gefallenen Engel Luzifer eigen waren. Nicht daß Gott dem
Menschen etwas vorenthalten wollte * nein: aber
Eigenschaften müssen allmählich wachsen. Man setzt auch
keinen Urwaldbewohner von einer Minute zur anderen ins
Auto und verlangt von ihm, daß er nun sein Essen im
Kaufhaus holen soll!
Sie werden sich fragen, warum Gott die Rechtfertigung für
diesen Ungehorsam bei Adam und nicht gleichermaßen auch
bei Eva sucht: Eva wurde von Satan verführt, war also
genau so chancenlos, wie wir es heute auch noch sind. Der
Mann wird darum (scheinbar) bevorzugt, weil er (in den
meisten Fällen wenigstens) der körperlich stärkere Teil
der Einheit Mann und Frau ist. Adam dagegen wurde nicht
verführt, sondern er hat sich zum Ungehorsam entschieden
(1. Mose 3:6 *Und sie nahm von der Frucht und aß und gab
ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß*),
weshalb Jakobus (1:12) auch schrieb: *Selig ist der Mann,
der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist,
wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen
hat denen, die ihn lieb haben*. Die Frau wird durch das
Liebesverhältnis beschützt und so rechtfertigt sich die
scheinbare Bevorzugung des Mannes. Ein liebender Mann wird
seine Frau immer gleichrangig und gleichberechtigt sehen
und behandeln.
Ich habe nicht geschrieben, Gott wäre ungehörig, sondern
meinen gesellschaftlichen Eindruck wiedergegeben: Gott
habe den Menschen standardmäßig ihre Wünsche zu erfüllen,
die sie erwarten, andernfalls würde Gott als »ungehorsam«
gelten und die Menschen wenden sich von ihm ab, da er
ihnen ja nichts einbringt. Es sind immer die
Hintergedanken, wie sie bei kleinen Kindern oftmals zutage
treten:
*Lieber Gott, wenn du meine Mammi gesund werden läßt,
werde ich auch jeden Abend beten und meine Hausaufgaben*
Solche Geschäfte sind nicht mit Gott zu machen. Aber Sie
haben recht, Gott ist nicht ungehörig. Aber Gott wendet
sich auch dann nicht vollends von einem Menschen ab, wenn
dieser ausschließlich seinen eigenen Willen ausleben
möchte. Gott läßt dem Menschen die freie Entscheidung *
für ihn oder gegen ihn (Jer. 21:8). Gott kämpft um seine
Geschöpfe * vergl. Offb. 3:20 * dennoch überläßt er den
Menschen die Entscheidung. Der Nachteil bei uns ist, wir
entscheiden immer ohne ausreichende Fakten! Diese
Tatsachen lese ich in Ihren Gedankengängen, sowie in
zahlreichen anderen. Wenn ein Kind versucht seinen Willen
konstant zu dominieren, schreiten (vernünftige) Eltern
(vorausgesetzt) zum Wohle ihres Kindes verbietend * aber
erklärend * ein, weil die Eltern wissen, daß die Absichten
oder die Situation das Kind überfordern würden, Nicht
anders hat es Gott getan. Er wollte seine Geschöpfe immer
vor Leid und Elend bewahren (Hiob 5:6-9) und ihnen die den
Weg zum Wohlstand seiner Verheißungen weisen.
Oft habe ich schon gehört, die Bibel würde sich an vielen
Stellen widersprechen, was * zugegeben wurde * Wissen vom
Hörensagen ist, denn diese Kenntnis war nie durch
Bibelstudium erarbeitet. So ist auch die Rede vom
»grausamen Gott« des Alten Testaments, welches durch Jesus
Christus abgelöst worden sei * einschließ-lich der 10
Gebote. Wer solches behauptet, versteht die Bibel nicht.
Gott und Christus sind identisch (Joh. 10:30). Gott hat
mit dem Sündenfall die Erlösung für alle künftigen
Menschen eingeleitet (1. Mose 3:15). Hier beginnt der
»rote Faden«, der sich bis Offb 1:7 durch die gesamte
Bibel zieht.
Wenn *in der Bibel steht, daß Gott die Menschen nach
seinem Ebenbild schuf*, dann stimmt das schon, weil mit
dem Begriff Ebenbild die charakterlichen Eigenschaften
gemeint sind. Die ersten Menschen waren fehlerlos also
ohne Sünde und sie lebten in einer wunderbaren Welt * dem
Paradies. Gott hat keine »fehlbaren Menschen« geschaffen.
Ihre Frage nach der Strafe für die ersten Fehler ist
falsch gestellt. Gott bestrafte nicht, oben habe ich
geschildert, daß Gott verhindern mußte, daß sündig
gewordene Menschen ewig leben sollten. Sie müssen durch
den physischen Tod * wie ihn Jesus auch gegangen ist *, um
wieder zum Ebenbild Gottes werden zu können. Die biblische
Erwachsenentaufe symbolisiert diesen Tod (Verg. 1. Petr.
3:18-22). Gott bestraft genaugenommen überhaupt nie. Es
ist immer das Selbe: wir empfinden es als Strafe, wenn uns
die Folgen treffen, die wir zuvor nicht konkret
überschauen konnten. Gott läßt uns unsern Willen, wenn wir
auf ihn nicht hören * oder seinen Rat erst gar nicht haben
wollen. Für die Folgen sind wir selbst verantwortlich. Wir
schaffen zwischen uns und Gott eine immer größere Distanz,
die die Bibel als »Halsstarrigkeit« bezeichnet (Jes.
59:1*3).
Gott hat das nie gesagt, wer nicht für mich ist, ist gegen
mich. Das ist aber eine Art Naturgesetz, daß der, der sich
gegen Gott entscheidet eine leichte Beute für den Satan
ist. Ihm sind wir nicht gewachsen, weil wir die
Waffenrüstung Gottes - (siehe Epheser 6:11 * 13: *Zieht an
die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen
die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht
mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und
Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser
Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem
Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit
ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles
überwinden und das Feld behalten könnt*) - ja nicht haben
wollen! Gott würde ja helfen, denn *Siehe, des Herrn Arm
ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen könnte, und seine
Ohren sind nicht hart geworden, so daß er nicht hören
könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von
eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor
euch, daß ihr nicht gehört werdet. Denn eure Hände sind
mit Blut befleckt und eure Finger mit Verschuldung; eure
Lippen reden
Falsches, eure Zunge spricht Bosheit. Es ist niemand, der
eine gerechte Sache vorbringt, und niemand, der redlich
richtet. Man vertraut auf Nichtiges und redet Trug; mit
Unheil sind sie schwanger und gebären Verderben*. Schreibt
schon Jesaja etwa 700 Jahre vor Christus (Jes 59:1-4).
Auch Jeremia: schildert Ähnliches: *Aber eure
Verschuldungen verhindern das und eure Sünden halten das
Gute von euch fern. Man findet unter meinem Volk Gottlose,
die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, um sie zu
fangen, wie's die Vogelfänger tun. Ihre Häuser sind voller
Tücke, wie ein Vogelbauer voller Lockvögel ist. Daher sind
sie groß und reich geworden, fett und feist. Sie gehen mit
bösen Dingen um; sie halten kein Recht, der Waisen Sache
fördern sie nicht, daß ihnen ihr Recht werde, und helfen
den Armen nicht zum Recht.*
Es ist ein Unterschied, ob Gott sagt, wer nicht für mich
ist, ist gegen mich, oder ob das ein Präsident sagt. Wenn
Gott das sagt, ist das ein Ausspruch seines Bedauerns auf
Grund unserer Entscheidung gegen ihn und damit für den
Satan. Wenn ein Präsident das sagt, meint er
Gewaltandrohung, falls die Gegner sich ihm nicht
unterordnen wollen und derartige Neigungen hat Gott nicht.
Sie haben in soweit recht, denn unsere Denkweise leitet
uns oftmals in die Irre. Das fängt bei unbedeutenden
Kleinigkeiten an und steigert sich. Alles, was wir tun,
tun wir ohne Gott. Die Anfechtungen sind pausenlos, denn
sie dienen dem Angriff gegen Gott. Wir haben uns ja von
Gott gelöst und nicht umgekehrt. Würde Gott in das Denken
einzelner Menschen eingreifen, um auf diese Weise eine
Aussöhnung herbeizuführen, würde er die persönliche
Entscheidungsfreiheit beschneiden.
Würden wir auf unsere Entscheidungsfreiheit freiwillig
verzichten zum eigenen Wohle, könnten wir uns so manchen
Ärger ersparen.
Jakobus 1:13 * 15: Niemand sage, wenn er versucht wird,
daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht
versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand,
sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen
eigenen Begierden gereizt und gelockt! Danach, wenn die
Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde
aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod! |
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Ertras, 20 |
Hiermit möchte ich
Bezug nehmen auf Herrn Oswald und Herrn Uhl.
Zuerst zu Herrn Oswald. Mir geht es nicht darum, dass Gott unbedingt MICH
berühren soll oder ich ihn wahrnehmen soll. Das ist genau
das, was ich meinte mit " einen Schritt von sich selbst
zurück treten ". Als ich gebetet habe, tat ich das nicht
für Dinge, die mich persönlich betrafen, und ich habe auch
nicht nur ein oder zweimal gebetet. Gott muss mir nicht
antworten, aber ich sehe es in gewisser Weise doch als
eine seiner Aufgaben an, Menschen in die richtige Richtung
zu leiten, wenn sie es nicht selbst schaffen, was sie ja
offensichtlich nicht tun. Ich will mir nicht anmaßen zu
behaupten, ich wisse, was die richtige Richtung ist, ich
weiß aber soviel; das, was jetzt vor unser jeder Haustür
geschieht ist der falsche Weg, er wird tiefer zum
Scheitern führen, als wir uns wahrscheinlich vorstellen
können.
Nun ein paar Worte zum Beitrag von Herrn Uhl. Ich glaube
nicht, dass Gott, wie Sie sagen, ungehörig ist und
Menschen sich deshalb von ihm abwenden. Vielmehr ist es
denke ich so, dass sich Gott von den Menschen abgewendet
hat, weil sie zu sehr von ihrem freien Willen Gebrauch
gemacht haben... Bsp. Paradies und Adam und Eva. Falls
diese bekannte Geschichte wirklich stimmt, warum stellt
Gott, der doch eigentlich gut sein soll, Adam auf so eine
einschneidende Weise vor die Entscheidung "Gott oder
Satan", nur weil Adam vom Apfel gegessen hat? In der Bibel
steht zwar, dass Gott die Menschen nach seinem Ebenbild
schuf, was so ganz gewiss nciht stimmt, denn sonst wären
wir alle unfehlbar und würden in einer wunderbaren Welt
leben. Aber da wir das nicht sind, warum bestraft Gott
gleich den ersten aller Fehler der fehlbaren Menschen, die
er schuf?
Ich habe auch versucht, so objektiv wie es einem
subjektiven Individuum nur möglich ist, Ausschnitte aus
der Bibel zu lesen. Ich brauchte gar nicht weit zu
blättern, um einen Stammbaum auf den ersten paar Seiten
des AT zu finden, der mir sagt, dass Menschen 900 Jahre
alt geworden sind und mit 90 die ersten Kinder bekommen
haben... Ich glaube, so weit sollte man trotz allen
Glaubens an Gott die Wissenschaft nicht verleugnen. Wenn
das in einem beliebigen anderen Buch stehen würde, keiner
könnte es glauben, aber da es ja das vermeintliche Buch
Gottes ist, kann es ja sein, dass da was dran ist.... Wenn
ich ein Buch empfehlen darf, vielleicht kennen Sie es
schon; es heißt "Was dachte sich Gott, als er den Menschen
erschuf" von Kenneth C. Davis. Wenn Sie es einmal lesen,
würde ich gern Ihre Meinung darüber erfahren.
Vielleicht leitet uns "unsere Denkweise" tatsächlich in
die Irre, ich glaube aber, dass vielleicht mancher, der
nicht glaubt, aber Interesse am Thema hat und vielleicht
sogar gern glauben können würde, die Bibel
unvoreingenommener liest, als Menschen, wobei ich
niemandem zu nahe treten will, die schon so sehr davon
überzeugt sind, dass stimmt, was darin steht und von
Gottes Existenz in jener Form überzeugt sind, dass sie
womöglich oftmals zu unkritisch diesem Buch gegenüber
stehen. Die Stelle, die sie aus Jak 4:4 zitiert haben, ist
ebenfalls ein Beispiel für die weniger "gute" Göttlichkeit
Gottes. Zum einen erinnert das Zitat stark an den
Ausspruch von Herrn Bush junior, "Wer nicht für uns ist,
ist gegen uns". Wenn Gott so spricht, ist es wahrlich eine
Schande für ihn, von so weltlichen, menschlichen Regungen
heimgesucht zu sein. Zum zweiten, was gibt Gott das Recht,
zu erwarten, dass man sich nicht mit seinem Leben im
Diesseits so gut als möglich stellt, denn schließlich lebt
man hier und sollte eigentlich nicht in einem Zeitraum von
ca. 80 Jahren darauf warten, dass man tot ist, um in den
Himmel zu gelangen. Gott gesteht damit ein, dass ihm die
Menschen entglitten sind, wenn ich es so nennen darf, denn
er sagt, dass das Leben auf Erden nicht das ist, was Gott
vorsieht. Sollte er nicht aber jene, die noch an ihn
glauben, dazu bringen, sich im seinem Sinne auszusöhnen
mit "den anderen" und ihr Denken verändern, da sie vom
vermeintlich rechten Weg abgekommen sind, als zu
verlangen, jene auf dem falschen Weg allein weiter gehen
zu lassen, damit Gott mit Drohungen Menschen krampfhaft
festhält, die nicht nur im Jenseits leben wollen?
Freundliche Grüße. |
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Oswald, 63 |
Was für eine heilige
Ungeduld, in Erwartung auf Gottes Berührung, bei unseren
jungen Freunden.
Ich meine, dass Gott, in frühen Jugend meistens nur die
berührt, die ER als besondere Mitarbeiter beruft.
Uns Laien, lässt ER noch lange Zeit frei wildern.
(~sündigen ?)
Ich war schon gut über 40, als ich die erste Gottes
Berührung wahr nahm.
Üben Sie, verharren Sie in Höflichkeit und Gutmütigkeit zu
allen Menschen, ja zu ganzer Schöpfung. Eines Tages
Berührt ER Sie und Sie werden mit ganzem Herzen "Der
Sonnegesang" des heiligen Franziskus singen können. Das
wünscht Ihnen
Euer Oswald. |
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Dieter Uhl, 58 |
Biblisch 58 / 17.01.04
Betr.: Leben ohne Gott *
Sehr geehrte Damen und Herrn,
Eine gute Idee sind diese Seiten * aber nicht immer der
Inhalt * weshalb ich mich entschlossen habe, mit meinem
Beitrag in soweit pauschal, die / den anzusprechen, der /
die sich wiedererkennt. Ich glaube schon, daß sich die
Schreiberin * der Schreiber in meiner Abhandlung erkennen
wird und so hoffe ich, daß ihr / ihm eine Erkenntnis oder
Antwort zuteil wird.
Hochauffallend ist in allen Beiträgen * von denen ich alle
gelesen habe * daß man die Kirche verläßt, weil die
vorgegebenen Strukturen störend, weltfremd,
lebensfeindlich sind. Gleichwertige Ursache ist auch, weil
Gott nicht das tat und nicht tut, was der Mensch von ihm
längst erwartet hat. Gott ist also ungehorsam und darum
wendet sich der Mensch von ihm ab.
Ich habe durchaus dann Verständnis, wenn sich jemand von
Gott trennt, weil er die irdische Situation nicht mit
einer göttlichen, überirdischen Realität (denn meine
Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind
nicht meine Wege, spricht der Herr. Jes. 55:8) auf die
Reihe bekommt, ebenso heißt es in der Bibel, daß es sich
bei dem Reiche Gottes nicht um diese irdische Welt
handelt. (Joh. 18:36).
Wenn man das begriffen hat, daß Adam und Eva im Paradies
trotz Verbot von einem bestimmten Baum aßen, wird einem
klar, daß sich Eva frei entscheiden konnte, die Weisung
Gottes zu mißachten (1. Mose 3:11). Ebenso konnte sich
Adam frei entscheiden, von der Frucht, die ihm Eva anbot
zu nehmen, oder abzulehnen. Erst, als Gott die Beiden zur
Rede stellte, versteckten sie sich, obwohl sie beide ihren
Schöpfer kannten. Sie wußten, daß ihr Versteck kein
Hindernis für Gott war, der die Frage an Adam richtete:
»Adam, wo bist du?« Nicht, daß Gott nicht wußte, hinter
was sich die Beiden versteckten, vielmehr definiert sich
Frage nach der Haltung Adams für die Zukunft: Adam, wo
stehst du jetzt * auf meiner Seite, oder der des Satans.
Gott selbst gab das erste Opfer für die beiden Nackten. Er
gab ihnen Felle, sie haben erkannt, daß seit ihrem
Ungehorsam alles anders war, als zuvor! Das wird deutlich
durch die Nacktheit, die den Beiden von da an unangenehm
war.
Ganz genau so empfinde ich die innere Einstellung einiger
Schreiber auf dieser Seite. Dazu kommt, daß * ich möchte
fast sagen * alle die Bibel in ihrem Inhalt gar nicht oder
doch unzureichend kennen. Wenn man sich dann mit ihrem
Inhalt auseinandersetzen will und im Hinterkopf schon
weiß, daß alles Mist ist, was da steht und man selbst
recht hat, wird man nicht weit kommen.
Ich weiß, wovon ich rede! Ich kam Anfang der 70ger Jahre
bis zu der Bibelstelle, die da heißt: »Lasset uns Menschen
machen«. Das Buch zuknallen, aufstehen war eine Bewegung.
Ich höre mich noch heute sagen: *Gott ist doch allein!
Selbstgespräche eines Allmächtigen? *, oder vielmehr
Druckfehler * wie dem auch sei, ich wußte, daß das Mist
ist, was da drin steht*.
Mit einer derartigen Haltung geht das nicht. Euere
Denkweise leitet Euch in die Irre. Könntet Ihr dem
Bibelinhalt neutral begegnen, wäre zumindest ein Ansatz
da, der weiterhilft.
Die Kirche als Institution ist kein Grund Gott von sich zu
weisen. Beide Großkirchen sind leider nicht in der Lage
Gott und Jesus Christus zu repräsentieren. Die Ursache
liegt jeweils in der unbiblischen Lehre, in den sinnlosen
Ritualen sowie den mangelhaften Predigten (Römer 10:17).
Tatsache ist, daß wir Menschen an Gott keinen Dienst
verrichten können, was aber Standart in den Großkirchen
(auch in den meisten kleinen Christlichen Gemeinden) ist.
Einen Dienst will Gott an uns Menschen verrichten, uns neu
motivieren, Kraft geben für die neue Woche u.v.m¼ (vergl.
Jak. 1:5). Allerdings müssen wir diese Geschenke auch
annehmen wollen.
Ihr aber wollt das erfüllt haben, was Ihr euch als Gabe
Gottes so vorstellt * wie ich schon sagte, Gott hat dem
Menschen zu gehorchen. Prüft das doch bei euch, ob es
nicht im Einzelfall so sein kann.
Jemand hat den biblischen Inhalt in Frage gestellt. Seit
den Qumranfunden müssen wir uns keine Gedanken mir in
diese Richtung machen. Es steht jedem frei, sich mehrer
Bibeln zu bedienen. Einschließlich der Interlinearen
Übersetzungen. Die Lutherbibel ist zwar die
lesefreudigste, aber auch die mit den meisten
Übersetzungsfehlern * etwa 300 Fehler hat sie. Den
gravierensten Fehler möchte ich als Beispiel anbieten, den
Ihr bitte mit einer Elberfelder* oder Schlachterbibel
vergleichen könnt: Lutherbibel 1984, Psalm 118 Vers 27:
»Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest
mit Maien, bis an die Hörner des Altars¼« Gleiche Stelle
in der Elberfelder: »Jehova ist Gott, und er hat uns Licht
gegeben, bindet das Festopfer mit Stricken bis an die
Hörner des Altars.«
Kein Christ kann seinen Glauben leben. Diese
Individualität läßt Gott nicht zu. Seine Regeln sind
vorgegeben. Christus sagte, er sei der Weg, ebenso die
Wahrheit, von der es nur diese Eine gibt und keine andere,
und letztlich erlangen wir durch ihn das ewige Leben (Joh.
14:6). Er allein gibt den Weg vor, er bietet Hilfe und
Erfolg an. Uns allen bleibt der Gehorsam und damit
verbunden eine gewisse Distanz zum Weltlichen.
Nun ist das so, man kann darin eine Doktrin sehen, eine
Diktatur, die Unfreiheit schlechthin. Dabei kommt es
darauf an, worauf man ausgerichtet ist und sein will! »Ihr
Abtrünnigen,«, heißt es in der Lutherbibel »wißt ihr
nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit
Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes
Feind sein« (Jak 4:4).
Ich bin bereits 58 Jahre alt und darum kenne ich das
Problem, das sich hier auftut. Wir sind alle von dieser
Welt, wir sind in sie hineingewachsen, sind geprägt und
mehr oder weniger verpflichtet, uns an den
gesellschaftlichen Normen zu orientieren. Ich kann an
dieser Stelle nur unzulängliche biblische Ratschläge
geben. Außerdem würde dieser Beitrag unverträglich lang
und damit langatmig. Nur soviel sei geraten: Ohne ein
ausführliches Bibelstudium wird sich kein Weg zu Gott
finden lassen. Nicht die Normen einer Kirche, keine Norm
der Welt, keinen anderen Weg * sei es über Allah, Wotan,
Wishnu oder Buddha * wird zu Gott führen. Auch wichtig,
ist es, daß man sich kein Gottesbild selbst vorfertigt.
Wir sind Menschen und darum wird Gott immer vermenschlicht
sein in unserer Vorstellung. Darum heißt das 2. Gebot auch
(biblische * nicht kirchliche Reihenfolge) in 2. Mose
20:4: »Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch
irgend ein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was
unten auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde
ist« (elberf. Übers.).
So ganz nebenbei erwähnt: würde dieses Gebot Gottes
Beachtung finden, hätte es keinen Kruzifixskandal gegeben
und das Kopftuchproblem gäbe es erst gar nicht.
Vielleicht ist es auch sinnvoll das Wort GLAUBE zu
definieren. Glaube bedeutet keineswegs: *ich vermute, ich
glaube, daß das Wetter* Die Wurzel liegt bei Geloben! Ich
gelobe Gott! Glaube hat mit Überzeugung zutun, nicht mit
Vermuten!
Jeder Mensch hat die Freiheit sich für oder gegen Gott zu
entscheiden. Gottes Zorn, Hölle oder Verdammnis steht
vorerst nicht zu befürchten. Gott wird um das verlorene
Schaf bis zuletzt * bis an dessen Tod heran * kämpfen,
denn bis dahin ist Zeit zur Umkehr * danach ist der Mensch
ohne Umkehr verloren.
Auf das Thema »Hölle« jetzt auch noch einzugehen, halte
ich für nicht mehr verträglich. Ich meine, darauf kann man
zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.
Bis dahin.
Freundliche Grüße, |
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Ertras, 20 |
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Der Gott der Bibel kann
meiner Ansicht nach auf keinen Fall existieren; verstehen
kann ich nicht, wie man an diesem Gottesbild festhalten
kann. Man muss nur um sich schauen, von sich selbst einen
Schritt zurück treten, das Leben betrachten, die
pervertierte Gesellschaft dominiert durch das Denken, was
durch ein Wirtschaftssystem hervor gerufen wird, was
unmenschlicher nicht sein könnte. Was heißt es, angesichts
der globalen Situation an den Gott der Bibel zu glauben?
Blindheit? Nicht sehen wollen, was um unseren eigenen
kleinen Tellerrand herum passiert? In Momenten der totalen
Zerrissenheit angesichts dieser Probleme in der Welt,
angesichts der eigenen Ohnmacht, die man als Mensch dann
empfindet, angesichts des Entsetzens über das Denken bzw.
Nichtdenken und Handeln der Mehrheit der Menschen, beneide
ich jene, die tatsächlich an Gott glauben können. Denn
erstens haben sie mit einem Mal einen Sinn im Leben, der
mir noch immer, auch nach vielen Nachdenken darüber,
verborgen bleibt und ich gern sagen können wollte, worin
ich ihn sehe und zweitens, in solchen Momenten würde Gott
unendlich über dieses Gefühl im Inneren hinweg trösten,
was so sehr zermartert. Meiner Meinung nach ist das jedoch
nicht viel mehr als egozentrische Feigheit. Der eigenen
Seele soll es besser gehen, man will sich besser fühlen,
indem man ein Stütze hat, die uns Kraft gibt, doch ist es
nicht eigentlich besser, selbst Unrecht zu erleiden, als
Unrecht zu tun (Socrates)? Dies steht in abgewandelter
Form schließlich auch in der Bibel. Wenn es anders wäre,
wenn Gott uns daraus befreien könnte, stumpft man ab; ein
ewiges darüber Hinwegtrösten führt nur dazu, dass man
eines Tages nicht mehr empfindsam für die
Ungerechtigkeiten der Welt ist. Und was tut diese Kraft,
genannt Gott, eigentlich gegen diese Ungerechtigkeiten,
wenn man es so nennen will? Warum handelt sie nicht? Wenn
sie mit Jesus den Menschen ein Zeichen geben wollte,
sollte es jetzt, im vollkommenen Werteverfall der Zeit, in
der Zeit der Massenverdummung durch vermeintliche
Superstars, ominöse Werbeblöcke, viel zu vielen
Einkaufszentren in jeder Stadt u.a., nicht mehr denn je
erforderlich sein, ein Zeichen zu geben, dass den
Einzelnen zum Umdenken bringt, ihn dazu bewegt, zu
Erkennen, wo uns der Kapitalismus höchst wahrscheinlich
hin führen wird? Ein Christ würde an der Stelle vielleicht
sagen, dass Gott es nicht nötig hat, Zeichen zu geben,
dass er ja jeden mit einem freien Willen ausgestattet hat
und der Mensch selbst entscheidet, was er tut. Doch das
ist wohl das am wengisten göttlichste, was Gott tun
könnte. Es rechtfertigt nämlich in keinster Weise, dass er
damit zulässt, dass Menschen unendliche Qualen aushalten
müssen; körperlicher und seelsicher Art. Ebenso
rechtfertigt die Ansicht, Gott will mit seinem
Nichteingreifen, mit dem Zulassen von Kriegen, mit dem,
was Stalin, Hitler und viele mehr getan haben, zeigen,
wozu Menschen fähig sind, vielleicht sogar zeigen, wozu
Menschen fähig sind, die nicht an Gott glauben, nichts
dergleichen. Gott kann nicht allwissend sein, denn er muss
im Grunde dann sehen, dass diese Methode zu nichts führt.
Und an die These, dass das Sterben der Menschen durch
Krankheiten, Kriege, Hunger, Attentate, Morde,
Selbstmorde, Flugzeugabstürzen, Unfällen uvm. auch zu
etwas gut ist, womöglich dazu, das Bevölkerungsproblem
nicht noch größer werden zu lassen, kann ich auch nicht
glauben. Gott erleichtert nur, all das zu ertragen. An dem
Punkt darf man aber nicht ankommen; nur einfacher etwas
ertragen zu wollen. An Gott zu glauben, verlangt viel von
einem einzigen Menschen ab, man ist oft im Zwiespalt, wie
man in bestimmten Situationen gottesgerecht handelt, er
"diktiert" einem im Grunde auf, wie er zu leben hat, aber
Christen ändern genauso wenig etwas, wie alle anderen mit
dem Unterschied, der bei einigen festzustellen ist, dass
sie glauben, etwas zu ändern. Mit Gott rechtfertigen sie
stets alles Positive und Gute, was ihnen und in der Welt
widerfährt, aber warum schreiben sie alles Negative dem
Menschen und seinem freien Willen zu? Gott bzw. die Bibel
dient ihnen als Universalallheilmittel für alle Fragen,
die das Leben aufwerfen kann; das ist zu einfach und
obendrein auch für Christen nur möglich, indem sie in die
Zeilen, die tatsächlich in der Bibel stehen, etwas hinein
interpretieren müssen, damit es passt. Der Glaube treibt
sie in größte Abhängigkeit zu einem Wesen, dass das wohl
irrealste und unfassbarste ist, was es gibt, wenn es es
denn gibt. Warum lassen Christen das zu? Sie sprechen sich
so von Verantwortung frei; sie beten und hoffen, dass
jemand die Gebete erhört und danach handelt. Wenn Gott das
aber nicht tut, handeln sie auch nicht. Das Resultat ist
dann einzig, dass sie es um ihrer selbst willen getan
haben, um ein besseres Gewissen zu haben. Für mich ist
auch nicht nachvollziehbar, warum Christen glauben, dass
Gott eine Alternative darstellt, eine Alternative für eine
bessere Gesellschaft, da Gläubige anders handeln. Für
Millionen Atheisten würde das Verrat bedeuten, Verrat an
sich selbst, an den eigenen Überzeugungen. Den könnte man
noch auf sich nehmen, wenn man damit wirklich etwas
verändert, doch hinzu kommt, dass man an so viel mehr
glauben müsste, was dazu gehört, z.B. an die
Schöpfungsgeschichte, an die Geburt Jesu durch die
JUNGFRAU Maria... Ich geben gern zu, dass das Menschenbild
der Bibel ein druchweg Positives darstellt, was kaum zu
kritisieren ist. Jedoch muss man sagen, wenn man die
Bergpredigt liest und sich vorstellt, dass Menschen so
sind, wie es darin beschrieben wird, wäre auch eine
kommunistische Gesellschaft möglich, die nicht die Ausmaße
annehmen muss, wie es in der DDR und in der SU der Fall
war, weil Menschen für diese Stufe des Zusammenlebens
bereit wären. Dass dies aber nicht umsetzbar ist,
zumindest nicht zur Zeit und mit recht hoher
Wahrscheinlichkeit vielleicht nie, ist kaum anzuzweifeln.
Man dürfte sich also auch darauf nicht verlassen. Das
Problem ist dann eventuell, dass Gott auf ein besseres
Leben im Jenseits vertröstet, wenn man nur das Diesseits
erträgt. Wichtig ist aber, was im Diesseits geschieht,
denn wenn man sich auf das Jenseits fixiert, werden
nachfolgende Generationen genauso oder eher noch mehr von
dieser Art Dasein gequält; das kann eigentlich nicht in
Gottes Sinne sein. Ich denke, man kann auch Christ sein,
wenn man nicht Christ ist, will heißen, dass Christsein
leben, mit Abstrichen, was Beten etc. betrifft, wenn man
nicht an Gott glaubt, was Christen meist nicht verstehen
bzw. glauben wollen und darüber vergessen, dass auch sie
in vielen Dingen sehr unchristlich sind, Beispiele aus
meiner privaten Erfahrung mit Christen gibt es genug. Die
Kirche will ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst
erwähnen, da ich der Meinung bin, der Glaube und die
Kirche müssen strikt voneinander getrennt werden, weil die
Kirche als eine Art Mittler auf Erden zwischen Gott und
den Menschen viel zu viele Verbrechen begangen hat und man
deshalb nicht an ihr festhalten sollte.
ich habe auch eine zeitlang
gebetet, habe aber nichts empfangen. Nun könnte man
behaupten, dass es daran liegt, dass ich nicht genug
geglaubt habe und deswegen nicht wahrhaftig genug gebetet.
Aber Gott kann jenen, die vielleicht auf dem Weg dahin
sind, ja nicht den "Zugang" zu ihm verwähren, ... oder?
Über eine Diskussion oder Antwort
würde ich mich freuen. |
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André Voigt, 19 |
Wozu?
Trost für die Menschheit!?
eine Tonbandaufnahme; Adolf Hitler spricht aus vergangener
Zeit zu uns. Tröste uns, Gott?
Leer liegen naßkallte Straßen, längst befahrene Wege vor
uns! Tröste uns! Leite uns!
6 Mrd. Menschen konsumieren Giftmüll, aus dem sie
probiotische Kulturen löffeln! Hilf uns!
Millionen strömen hungrig nach Befriedigung durch die
Städte auf der Suche, auf der Arbeit, schaffend, gierend,
schreiend! Rette uns!
Völker werden erschlagen und wiedergeboren, Länder
verbrannt, Socken gekauft, Lichter gelöscht, Maschinen
angeworfen, Wälder gerodet, Strom verbraucht, Autos
geliehen, Serien gesendet, Gegner verkrüppelt, und der
Weihnachtsmann beschenkt die Artigen, artig schenkt er das
Unnütze; artig kauft er das Nutzlose, artig bringt er die
zauberhafte Liebe unter Hassende, hassende im steten
Wettbewerb - Wer hat am meisten wenn er stirbt, wenn er
stirbt, wenn er gestorben ist, mit Gott, der schon starb!
Tröste uns über alles hinweg, über alles, alles alles
alles!
Über den Tod unserer Enkel auf den Abfalldeponien unserer
Väter, über den Tod unserer Söhne und Töchter in den
Kriegen der Notwendigkeiten, über unseren Tod, Unfalltod
durch Drogen, sterbend im Kreise Schaulustiger am einzigen
Baum im Landkreis, auf der Fahrt von der Großraumdisco, im
neuen
Mercedes, in neuer Jeans - Selbstverschulden; Bergungs-
und Bearbeitungskosten: 2600 Euro!
..Gottes Herrlichkeit erwacht!!!
doch er tröstet uns ... wir sehnen uns doch so danach!
gerade in den langweiligen 10 Minuten Werbung zwischen
"Gute Zeiten - noch bessere Zeiten"!
Mit Gott kann ich endlich vergessen, und besser schlafen
und unterscheide mich nicht mehr von den, mich umgebenden,
singenden, tanzenden Narren dieser göttlichen Welt... muss
mich nicht mehr selbst verantworten - denn Gottes Wege
sind unergründlich AMEN!!!
...
OH JA, AMEN - DANK EUCH FÜR DAS EINE AMEN!
schenkt dem Sterbenden einen Kuss, ihm wird es wohlergehen
in seiner Siche!André
Guten Tag!
Für Ihre Email bedanke ich mich. Sie haben eine
"poetische" Sprache gewählt, um sich zu äußern. Eine Frage
bleibt für mich offen: Wer ist Gott für Sie? In Ihrem Text
ist zu lesen: "Mit Gott kann ich vergessen und besser
schlafen..." Ich denke, Gott ist kein "Schlafmittel",
sondern will wach rütteln.
Sehe Sie das auch so?
Über eine Antwort freue ich mich.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Höbsch |
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Günther Lettau, 57 |
Das Problem ist nicht Gott.
Kein vernünftiger Mensch wird ernsthaft annehmen, das Sein
sei ohne äußeren Einfluß, also gleichsam aus sich selbst
heraus entstanden und die Materie hätte sich auch selbst
organisiert.
Das Problem sind vielmehr die Kirchen, ihre Stellung in
der Gesellschaft und der von ihnen - zur Unterstützung
ihrer Anliegen - jeweils definierte Gott. Die weitaus
meisten der Gebote dienen der Regulierung des menschlichen
Zusammenlebens - und meist im Sinne der
"Besitzstandswahrung". Und die Kirchen - vornehmlich die
Katholiken - haben über Jahrhunderte am Tisch der
Mächtigen primär deren Besitzstand gewahrt und Hekatomben
von Toten zu verantworten (ich sage nur "Inquisition" und
man komme mir nicht mit dem Argument, das sei "Schnee von
gestern", oder "welchen Krieg hat die Kirche je
verhindert?" Hat sie nicht vielmehr - blöderweise auf
beiden Seiten - die Fahnen gesegnet und das "Vaterlandgedusel"
mitgetragen, dem zu folge immer vor allem die kleinen
Leute ins Gras beißen mußten.).
Nein, nein, das Problem ist nicht Gott, sondern das seit
Jahrhunderten währende Ausnutzen der Menschen durch die
Kirchen in Einheit mit den gerade Mächtigen. |
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Fritz Kronberg, 63 |
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Sämtliche monotheistischen
Religionen sind bereits durch das erste des Dekalogs der
Gebote zur Intoleranz verdammt. Schließlich hat ja ihr
Gott ebendiese Haltung als erstes und wichtigstes in
seinen Geboten aufgeführt. Daran ändert auch die
Bergpredigt nichts, denn sie versäumt es, diese Urübel
abzustellen. Im Übrigen kann man, denke ich, durchaus mit
Recht einen Gott, der von einem Vater verlangt, sein Kind
umzubringen, ohne dafür auch nur einen halbwegs
einsehbaren Grund anzugeben (wie z. B. die Erlösung von
einer schmerzhaften unheilbaren Krankheit) als keineswegs
anbetungswürdig betrachten. |
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Anonym, männlich, 50 |
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Ich glaube, daß es Gott
gibt. Aber es ist für mich nicht der Gott der Liebe,
sondern der Gott der Willkür. Es hat uns erschaffen und
überläßt uns unserem Schicksal. Gott schaut auf uns, wie
auf eine Spielzeuglandschaft. Er hat ein
selbstregulierendes System entwickelt, das zwar sehr lange
Bestand hat, aber auf das einzelne Lebewesen kommt es
nicht an. Trotzdem glaube ich, daß es Gott gibt. Kennen
Sie "Kinderseele" von Hermann Hesse? Lesen Sie den letzten
Satz, dann wissen Sie, was ich empfinde. |
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Beate Menzel |
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Trotz manch trauriger
Erfahrungen freue ich mich meines Lebens und bin
keinesfalls auf der Suche nach irgendeinem Sinnkonstrukt.
Wenn die Religiösen doch bloß einmal begreifen würden,
dass Agnostiker keine verirrten Schäfchen sind, die
insgeheim nach dem Hirten suchen ... |
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Anonym, männlich, 15 |
Ist
dies nicht wirklich die Sicht der Dinge?!
In der Bibel steht geschrieben, dass Gott die Menschen
nach seinem Abbild geschaffen hat. Aber wie können wir
jemanden vertrauen, der sich einerseits bester Gesundheit
erfreut, aber andererseits auch schwere Krankheiten hat
wie Parkinson, Alzheimer, die Pest, Schizophrenie usw.
Wenn gott uns nach seinem Abbild erschaffen hat, sind wir
ihm auch vom Charakter ähnlich, also ist er so wie Mutter
Theresa oder wie die Mitglieder von der Gruppe "Edelweiß",
aber er ist dann auch wein ein Sadam Husein oder Adolf
Hitler. Wenn dies so ist, dann bekriegt Gott sich selbst,
denn er ist das Volk und gleichzeitig der Monarch in der
französischen Revolution. |
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Anonym, männlich, 24 |
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wenn ich in der kirche sitze
(vielleicht zweimal im jahr: ostern, weihnachten). dann
werde ich eigentlich ganz traurig gestimmt. ich lebe am
land und es ist eigentlich nur tradition in die kirche zu
gehn. den meisten interessiert dass eh nicht, die wollen
danach ins wirtshaus oder die frauen haben ihre pflicht
getan (weil wenn sie in die kirche gehn, dann wird ja
schlußendlich alles gut) aber, wenn ich dann mal bei
älteren bekannten eine abwertende bemerkung über die
kirche loslasse, dann gibts fast eine mäuterei. diese
leute haben noch nie über eine bemerkung des papstes oder
kardinals nachgedacht. ich komme mit manchen bemerkungen
nciht klar. das verdeutlicht mir aber umso mehr, dass ich
vielleicht an gott glauben kann, aber in der kirche bin
ich falsch...... |
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Anonym, männlich, 32 |
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Ich bin Theologiestudent in
Augsburg und glaube an Gott. |
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Siegfried Park, 67 |
In der Zeit habe ich
von dieser Seite gelesen und es reizt mich, dazu Stellung
zu nehmen. Zur Klarstellung, ich bin nicht unbedingt
Atheist, sondern Agnostiker. Ich glaube, dass die letzten
Wahrheiten für Menschen nicht erkennbar sind, auch wenn
die Kirchen dieses meiner Meinung nach in unzulässiger
Weise für sich in Anspruch nehmen. Gleichwohl bedauere
ich, dass in unserer Gesellschaft viele Werte verloren
gegangen sind, die die Kirchen vertreten.
Eine klare Position habe ich zum Leben nach dem Tode;
dieses gibt es m.M. nicht, weder für Gläubigen noch für
Ungläubige. Kann der Glaube an die ewige Seeligkeit das
Leben erleichtern und dem Leben einen Sinn geben? Möglich,
ja sogar wahrscheinlich. Dennoch kann ich als rationaler
Mensch diesen Glauben nicht einfach übernehmen. Wie komme
ich dann mit der Endlichkeit des Lebens und der
Endlichkeit der Seele zurecht? Ich frage mich dann, "bist
du unglücklich darüber, dass es dich vor 1000 Jahren nicht
gegeben hat". Die Antwort ist ein klares Nein. Dann frage
ich mich weiter," gibt es einen logischen Grund, darüber
traurig zu sein, dass es dich in 1000 Jahren nicht mehr
gibt". Die Antwort ist wieder ein klares Nein. Als ein der
Natur verbundener Mensch habe ich das Werden und Vergehen
verinnerlicht, auch mein eigenes Vergehen. Im Leben ohne
Gott kann man den Lebenssinn nicht im Jenseits suchen,
sondern nur im irdischen Dasein. Lebensglück und
Sinnhaftigkeit des Lebens ist nicht an objektiven und
nicht an materiellen Dingen gebunden, sondern an
subjektiven. Wem der Trost des ewigen Lebens fehlt, muss
sich weiterentwickeln und sich intensiver mit seinem Leben
auseinandersetzen. Zum Schluss möchte ich noch eine
Bemerkung machen. Glauben oder nicht glauben sollte nicht
eine Sache von gut oder böse sein, so wie es die Kirchen
immer gesehen haben. |
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Wolfgang Aurbach, 71 |
Ich lebe in Brasilien
und wurde erst durch einen Artikel der 'Zeit' vom 22.12.03
auf Ihr Projekt aufmerksam gemacht. Zunächst meinen
Glückwunsch zu diesem Projekt. Ich glaube, es kann einem
sehr dringlichen allgemeinen Bedürfnis dienen, und ich
hoffe, es führt zu konstruktiver Erneuerung.
Mir scheint, dass Äußerungen wie die ersten vier oben
angeführten Satzanfänge im Grunde indirekte
Manifestationen des allgemein menschlichen Bedürfnisses
nach Sinngebung für das Leben und nach Transzendenz sind.
Unser Problem ist nicht schlichtweg 'Gottlosigkeit',
sondern ein zunehmendes Auseinanderdriften zwischen der
Lehre der Mehrzahl der Kirchen und der Entwicklung der
Zivilisation unserer Welt. Ich sehe im
jüdisch-christlichen Raum drei bahnbrechende Erneuerungen:
1) Vor etwa 3400 Jahren, die Lehre vom einen Gott, die
gleichzeitig die Lehre von der Würde und von der
Verantwortung des Menschen ist. Das war und ist bis heute
DIE fundamentale Neuerung. - 2) Vor 2000 Jahren die Lehre
Christi, die einerseits bereits vorhandene Konzepte
(Ethik, Nächstenliebe, Fortleben der Seele nach dem Tod)
wirkungsvoll mit frischem Leben erfüllte, andererseits
aber auch wichtige Neuerungen brachte: 'Gott ist unser uns
liebender Vater' und 'Unsere Sünden werden uns vergeben'.
- 3) Vor 500 Jahren, die Lehre Luthers mit dem
Kerngedanken 'Der Mensch hat eine direkte Beziehung zu
Gott und bedarf dazu keines Mittlers', in Verbindung mit
der Bibelübersetzung (und der neuen Drucktechnik), die die
heilige Schrift zum ersten Mal dem breiten Laientum
zugänglich machte.
Seitdem hat es keine wesentlichen Neuerungen mehr gegeben.
Es wird aber allgemein anerkannt, dass unsere Welt sich in
den letzten 50 Jahren mehr verändert hat und dass mehr
neues Wissen erschlossen worden ist als in der gesamten
vorangegangenen Geschichte der Menschheit.
Demnach sollte es ziemlich offensichtlich sein, dass - bei
aller zeitlosen Gültigkeit der Grundelemente der
christlichen Lehre - Erneuerungsbedarf besteht.
Diesem Bedarf Rechnung zu tragen ist zugegebenermaßen
problematisch, denn unsere heutige Welt ist alles andere
als homogen. Die Umstände und die Bedürfnisse der
sogenannten 'Ersten Welt' sind anders als in der
sogenannten 'Dritten Welt'. Aber dennoch, grundlegende
Erneuerung ist dringend erforderlich, und ihr Kommen ist
leider bislang nicht zu erkennen. |
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Heiko, 19 |
ein Atheist - jemand,
der nicht an Gott glaubt.. ich weiß nicht, ob ich das bin
- dazu müsste ich erst einmal wissen, was Gott ist - aber
was ich nicht kenne, kann ich daran glauben? Oder muss ich
glauben, eben weil ich nicht wissen kann... so weit wie
Feuerbach würde ich nicht gehen, Gott muss mehr sein als
unser Gedankenkonstrukt - aber bis ich auf die Frage, was
Gott denn eigentlich ist, eine Antwort gefunden habe,
bleibe ich "Atheist" und halte mich an die Ethik ;)
Auf dem Abschlussgottesdienst vor der Abiturfeier sagte
mein Religionslehrer: "Ist Gott eine Stütze? ... Er kann
es sein.", und über diesen Satz musste ich immer wieder
nachdenken - und ich bin immer noch dabei, frei nach
Platon, das Meer der Logoi zu durchschwimmen, bis ich eine
Antwort gefunden habe - im Moment kann ich "Gott" als
Schöpfer des Universums, des Urknalls ganz gut
akzeptieren, was danach geschah - bei allem, was das
menschliche Leben betrifft, hat er seine Finger aus dem
Spiel gelassen - hat es uns überlassen, wie wir am besten
leben, und hier setzt die Ethik an. Für mich sind die
Lehren Jesu großartig genug, ein göttlicher Jesus
verkompliziert mit der Trinität alles nur noch, und je
mehr "Ballast": unglaubwürdige Dinge die Kirche lehrt, zum
Beispiel die Jungfrauengeburt, an die man mit natürlichem
Menschenverstand nicht glauben kann, desto leichter fällt
es den Menschen, alles, was die Kirche lehrt, als unwahr,
unglaubwürdig, überholt etc. abzutun... |
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Mark W. Beinker, 35 |
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Ich hatte hier spannendere
Fragen erwartet. Aber wahrscheinlich kommen die einem
Theologen, der Gott gar nicht wirklich in Zweifel stellt,
gar nicht in den Sinn. |
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Anonym, männlich, 24 |
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Gott ist für mich gestorben,
da die katholische Kirche ihn so missbraucht hat und
weiterhin missbraucht.
Hier hätten wir als Betreiber der
Seite gerne mehr erfahren - zumal wir die Sache anders
sehen.
Werner Höbsch |
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Anonym, 31 |
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Ohne Gott leben das geht
unglaublich gut. Ich bin frei!!! Intolerante
Gottesanhänger sind die einzigen, welche mir noch einwenig
Mühe bereiten. Aber ich überzeugt, dass diese in Zukunft
eine Minderheit bilden werden und ihre Meinungen
verstummen. Viel Glück wünsche ich euch mit dem Versuch
diese Entwicklung aufzuhalten. |
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Anonym, männlich |
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Bin einwenig enttäuscht,
dass diese homepage auf der "gegnerischen" Seite gelandet
ist :-) Schade, habe gehofft, dass ich hier Meinungen und
Informationen finde über Menschen die zufrieden sind auch
ohne an Gott zu glauben. Ich bin der Meinung, dass
Menschen, die an Gott glauben, nicht wirklich frei sind
und keine Zufriedenheit finden. Jedesmal wenn ich
überzeugte Gottesanhänger treffe, finde ich Menschen,
welche verkrampft an etwas glauben wollen und tausend
Argumente finden diesen Glauben zu verteidigen. Doch
jedesmal muss ich zu meinem Bedauern feststellen, dass
jene Leute keine Toleranz, Neutralität und Objektivität
mehr kennen. Es ist mir nicht so wichtig, was andere Leute
glauben. Ich hoffe nur für diese Leute, dass sie Glück und
Zufriedenheit finden. Ich habe dies gefunden - ohne Gott. |
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Anonym, männlich, 39 |
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Bei Turbulenzen gibt es in
einem Flugzeug keine Atheisten. (Loriot) |
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Thomas Möller, 17 |
es wird immer wieder
nach der orientierung im leben, nach werten gefragt - ich
denke man bekommst eine vorstellung angeblich
individueller werte durch die vorgeneration suggeriert,
doch man kann sich später davon abwenden aufgrund seiner
"neuen" wie es scheint "echten-eigenen" meinung.
Unsere kultur unser denken über moral beeinflußt das
unserer kinder, erzähle ich meinem kind von einem fiktiven
gott glaubt es vielleicht zunächst daran, wenn es in den
kindergarten oder die schule kommt, oder nur den fernsehr
anschaltet wird er nicht mehr daran glauben. der glaube
funktioniert durch die verbreitung des glaubens, ich muss
jetzt leider gehen würde mich aber über email freuen ! |
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Anonym, männlich, 69 |
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Sie sehen: ich bin sicher,
dass wir hinter den materiellen Kräften die geistigen
Welten vermuten dürfen, denn wir könnten ohne solche
Kräfte die Dinge dieser Erde "zusammengehalten" werden?! |
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Nika, 42 |
Nie mehr allein!
An einem grauen Tag in einer seltsamen Welt
warst Du plötzlich da, und ein Lächeln legte sich auf das
Land.
Seitdem weiß ich, daß ich nicht allein bin
und es nie sein werde,
denn mit dir Jesus hab ich einen Freund -
für jetzt und für immer!! |
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Carita Rübschläger, 39 |
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Wenn der Mensch bereit
wäre nach dem kategorischen Imperativ von Kant zu handeln,
würde eine Basis entstehen die die 9 Gebote als
Selbstverständnis sehen ;würden wir Sie noch benötigen?
Ich weiß es nicht. Aber was ich für sehr wichtig halte ist
das der Mensch in unseren Breitengraden lernt aus tiefen
Herzen dankbar zu sein in einer relativ friedlichen Teil
der Erde zu leben und das der /die Einzelne selber für
Ihre Entscheidungen Verantwortung übernehmen und nicht
einen " Begriff, Person " Gott falsch benutzen. |
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Petronius Arbiter, 46 |
nach der konfirmation
habe ich mich zwar vom religionsunterricht abgemeldet,
aber in einer jugendgruppe mitgemacht. singen, gebet,
bibelauslegung, meditation - das übliche. und ich wollte
gott begegnen, ihn persönlich erfahren.
nun, ich bin ihm nicht begegnet und komme sehr gut auch
ohne ihn klar.
warum habe ich gott nicht erfahren? da gibts mehrere
erklärungen:
gott existiert nicht (weitere fragen überflüssig)
gott existiert. mein ehrliches wollen und bemühen, ihn
persönlich zu erfahren, reicht ihm nicht. dafür muß ich
noch mehr leisten, z.b. mich irgendwelchen kirchenzwängen
unterwerfen, die ich nicht einsehen kann. auf einen
solchen gott lege ich übrigens keinen wert.
gott existiert. ist aber genauso wie ich selbst davon
überzeugt, daß ich alleine klarkomme. wenn das mal nicht
so sein sollte, weiß er ja, wo er mich findet |
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Ingrid Decker, 69 |
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Ich kann mich nicht in so
kurzen Sätzen ausdrücken, was ich dazu zu sagen habe.
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Gottfried Jaax, 68 |
Unsere Augen
müssen nicht alles sehen.
Unsere Ohren
sollen nicht alles hören.
Der Mund
soll nicht alles sprechen.
Die Hände
müssen nicht alles tun.
Sehen aber sollen wir die Not der Menschen und hören die
Schreie der Gequälten.
Sprechen sollen wir gegen Un-recht und Unterdrückung, und
zupacken dort, wo eine helfende Hand gebraucht wird.
Gottfried Jaax |
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Michael Esser, 44 |
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Gut, dass die Kirche sich
fragt, warum sie dabei ist zu verschwinden. Schlecht, wenn
sie denkt, die Welt sei der Grund. Wir kommen aus
schwierigen Zeiten und dachten am Ende des letzten
Jahrhunderts, alles werde besser. Nun gehen wir statt
dessen gleich wieder in noch schwierigere Zeiten. Wer auf
die Fragen dieser Zeit keine anderen Antworten findet als
seinen 'festen Standpunkt' von gestern, für den wird das
Morgen anstelle der vielleicht ersten Chance zur
Selbstbestimmung in der Geschichte der Menschheit als ein
endloser Schrecken ohne Grund und Sinn erscheinen. |
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Oswald, 63 |
Ich habe fast alle
Aussagen gelesen, und am besten gefiel mir das Gebet einer
jungen Frau (26) sowie eines 78-jährigen Mannes. Weil es
mit Gott 50/50 steht, habe ich oft gebetet - Gott, wenn Du
da bist, wenn Du existierst, dann gib mir, bitte, die
Gnade auch daran zu glauben. Ich wurde beschenkt. Ich bin
beschenkt worden auch mit Toleranz - zu Gott (sein Tun
oder Nicht-Tun), zur Kirche - ihre Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft, mit Toleranz zu allen Mitmenschen.
Ich bin sicher - Gott achtet sehr auf die Souveränität des
Menschen, seinen freien Wille. Er wird sich nicht
aufdrängen und die Marke 50/50 brechen. Wenn Er aber
jemanden beschenkt dann wird man überschüttet.
Wir, die schon glauben, sollen beten für die, die noch
suchen, und versuchen so zu leben dass, möglichst viele
von Liebe angesteckt werden. Vielleicht sollen unsere
Priester, besonders an großen Feiertagen, bei Hochzeiten,
und Trauerfeiern viel öfter, einen Teil ihrer Predigt um
missionarische Elemente ergänzen.
Ich wünsche allen, die noch suchen, ein persönliches
Geschenk von Gott, ein Geschenk des Glaubens.
Euer Oswald. |
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Anonym, männlich, 49 |
Wer kann diese
Erfahrung mit mir teilen? Von einem Menschen wurde mir vor
über 20 Jahren OHNE WENN & ABER gesagt, dass
"Selbstbefriedigung natürlich eine schwere Sünde ist".
Er erntete nur mein Unverständnis. Da mir diese
Information nicht aus dem Sinn ging, ergab es sich, dass
ich in der Situation, versucht zu sein, ohne Partner eine
sexuelle Befriedigung zu bewirken, Gott um seine Hilfe
bat, um nicht zu sündigen. Diese ERFAHRENE HILFE war und
ist ein Schlüsselerlebnis, um die
geistig-seelisch-körperliche Dimension des Geschenkes, an
der Weitergabe des Lebens MITWIRKEN ZU DÜRFEN, zu erahnen
und vor Staunen Gott anzubeten. Gottes Liebe ist so
grenzenlos, dass er unter Schmerzen gewähren lassen muß,
was der Mensch in seiner Gottlosigkeit fähig ist. |
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Björn Skorge, 21 |
In Afrika sterben im Moment
Millionen von Menschen an Aids. Viele Tierarten sind vom
Aussterben bedroht. Die Arbeitslosenquote in Deutschland
nimmt immer mehr zu. Solche Probleme geben mir mehr zu
denken als die Frage nach Himmel und Hölle.
Für mich ist die Bibel eine ungenau übersetzte, in hohem
Maße widersprüchliche Sammlung von Grimms Märchen für
Erwachsene. |
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Anonym, weiblich, 26 |
Was tun ?
Ich möchte nicht blind und mit verschloßenen Augen mich
selbst betrügen indem ich berechtigte Zweifel verdränge.
Ich möchte mich von ganzem Herzen zum Glauben entscheiden
können, denn alles andere wäre Betrug. Auch an Gott. |
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Anonym, männlich, 21 |
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wenn gott die menschheit
erschaffen konnte wer erschuf dann gott? |
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Flagg Randall, 20 |
Worauf läuft dies hier
heraus? Wohl doch nur darauf, dass man ohne Gott nicht
leben kann -irgendwie werden die Wort schon verdreht,
wetten?
mfg RF |
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Anonym, männlich, 78 |
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Zunächst möchte ich
sagen, dass ich an Gott glaube. Durch Zufall bin ich auf
Ihre Seite gekommen. Ich habe vor einigen Wochen nach
langen Überlegungen folgende Zeilen in meinen Computer
geschrieben. Vielleicht können diese einigen Menschen
helfen: O, Herr ich danke
Dir.
Du hast mich gütig durch mein Leben geleitet.
Du hast mich aber nicht wie eine Marionette geführt.
Du hast mir einen freien Willen gegeben.
Damit lag alle Verantwortung für meinen Lebensweg in
meiner Hand.
Du ließest mich die Entscheidungen fällen.
An jeder Kreuzung meines Lebensweges war es immer wieder
meine eigene Entscheidung, die mich weiter führte.
Du aber warst bei mir - aber wie?
War es der Schutzengel, den Du mir jeweils im rechten
Augenblick sandtest?
Waren es die Menschen, die mir Angebote in verschiedenen
Richtungen machten?
Erst später merkte ich, dass Du mir Menschen an die Seite
stelltest, die mir Gelegenheit gaben, mein Leben sinnvoll
zu gestalten.
Ich danke Dir für die Eltern, die mich lehrten, Dich zu
lieben.
Ich danke Dir für die Lehrer, die mich glauben durch ihr
Beispiel lehrten.
Ich danke Dir für den Oberprimaner, der mich zum Quickborn
brachte.
Ich danke Dir für die , die mich in meiner Glaubenshaltung
angriffen und die meinen Widerspruch heraus forderten.
Ich danke Dir, dass ich an Deinem Altar Dienst tun durfte
und dies immer gern tat.
Ich danke Dir, dass Du mir im Krieg und in der
Gefangenschaft immer die innere Gewissheit gabst, dass Du
bei mir bist und ich nie tiefer als in Deine Hand fallen
konnte.
Ich danke Dir, dass Du bestimmt durch Deinen Schutzengel
mir zur rechten Zeit die Frau zeigtest, die für meine
Leben der größte Glückfall war und ist.
Ich danke Dir, dass Du mir einen starken Willen und auch
Durchhaltevermögen für schwere Zeiten gegeben hast.
Du hast mich gelehrt, Menschen zu erkennen, die für mich
wertvoll, aber auch solche, die für mich nachteilig
gewesen wären.
Ich danke Dir für jedes unserer 4 Mädchen und 6 Buben, die
Du uns geschenkt hast.
Wir durften sie ins Leben führe, uns an ihnen erfreuen und
dankbar sein, dass sie uns lieben, achten und unser Wohl
im Auge haben.
Herr, wir sind eine weiten Weg gegangen, der nicht immer
leicht war.
Wir waren Deiner Hilfe stets sicher.
Herr, wir danken Dir. |
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Mike |
Ich bin auf der Suche
nach Erkenntnis, da aber Religion ein
vorwissenschaftliches Erkenntnismodell ist und der
Wissenschaft hoffnungslos unterlegen ist, ist für mich
Religion an sich gegenstandslos. Das Phänomen ist nat.
interessant, aber eben nur als Forschungsgegenstand.
Mir ist schon klar, dass man weder die Existenz noch die
Nicht-Existenz eines Gottes oder mehrerer Götter beweisen
kann, aber damit wird die Frage sowieso hinfällig.
Niemand kann Aussagen über ein Jenseits oder ein Leben
nach dem Tod machen, da uns einfach die Erfahrung fehlt.
Keine Ahnung was nach dem Tod ist. Ich gehe davon aus, das
gar nichts ist, denn es ist wahrscheinlich, dass unser(e)
Verstand, Geist, "Seele", wie auch immer man es nennen
mag, nur ein Substrat der biol. Grundlage (=Körper,
Gehirnzellen,...) ist und daher wenn der Körper stirbt
einfach "aufhört".
Und um ein "guter", "anständiger" Mensch zu sein, braucht
man die Religion schon gar nicht. Damit sage ich nat.
nicht, dass Atheisten von Natur aus gut sind, aber ob
jemand gut oder böse oder doch eher irgendwo dazw. ist,
hängt nicht kausal vom (Nicht-)Vorhandensein eines
Glaubens ab. Religion macht nicht autom. gut und
Areligiosität nicht autom. böse/schlecht.
Um eines klarzustellen: Ich lehne jede unwissenschaftl.
Weltanschauung ab, also jede Religion (nat. auch
Satanismus, Okkultismus, etc.), jeden Mystizismus, etc.
Ich vertrete einen atheistischen Humanismus für den der
Mensch und sein Wohlergehen im Vordergrund stehen. |
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Anonym, männlich,17 |
Eine Anmerkung zum
Sinn des Lebens, den Religiöse Menschen wohl in der
Religion bzw. "Gott" sehen:
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist
Fülle für den, der sie sieht. |
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Anonym, männlich, 20 |
Warum finden es so
viele Leute wichtig was andere glauben? Bekehrungen? Wenn
es "Gott" gibt, was wolle er mehr, das Glück in den Augen
eines Menschen, oder ihn anbeten? Wievielen wurde das
Schwert blank gezogen, es an die Kehle gehalten und
befohlen: "Glaube and !unseren! Gott!" Was wäre passiert
hätte man dies nicht gemacht? Hätten sich die Weltregionen
anderes verhalten, wären sie noch immer weltreligionen?
Warum sollte ein guter Schachzug eine Religion ausmerzen
nur weil jemand anderes denkt das SEINE religion besser
ist als andere? Das Christentum hat Satanismus böse werden
lassen. Die UR-Texte waren anders... als es die heutigen
sind... weder blutig noch böse. Das Christentum hat den
Bezlebub erfunden, der erschaffer des REINEN Bösen ist das
Christentum. (in der hinsicht des Anti-Christs usw. es
gibt natürlich auch in anderen Religionen Böses, doch gab
es für diese "DEMONEN" keine eigene Kirche :) )
Und zum Schluss!
Meine Meinung zu Gut und Böse.
Es existiert beides, und nur durch beides existieren wir.
Der Wirbel, das Chaos dazwischen sind wir, ohne es sind
wir verloren. Jeder hat schlechte gedanken und wünscht
sich, ..., natürlich kann man es wieder zurück nehmen,
doch geschehen ist geschehen. Selbst wenn sie ALLE
überzeugen würden an Gott zu glauben und sich an IHRE
gesetze halten. würde es niemals FRIEDEN geben, denn dazu
ist der Mensch ein viel zu kriegerisches Völkchen. |
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Anonym, männlich, 21 |
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Gott ist wenn es auch hart
klingt in meinen Augen nichts anderes als eine
Märchenfigur die sich Menschen ausgedacht haben um halt
und eine gewisse Sicherheit in ihrem Leben, und auch
danach zu haben. Die Bibel z.B. wer kann wirklich beweisen
das alles stimmt was darin steht, es sind zu fiele
Widersprüche darin um es meiner Ansicht nach glauben zu
können. Ich meine Gott ist ein Hirngespinst der Menschen
so wie Dornröschen, oder der böse Wolf, halt nur ein
bisschen älter, und eine Stütze für Menschen die ohne
ihren glauben nicht "überleben" können durch eine gewisse
psychische Instabilität. |
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Norman Thomas, 23 |
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In Bezug auf die großen
Fragen: wo kommen wir her, wo gehen wir hin, ist es an
einen Gott zu glauben wie den Weg des geringsten
Widerstandes zu gehen. In Bezug auf das individuelle
menschliche Wesen ist es ein Leben, basierend auf Angst
und Ehrfurcht. |
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Anonym, männlich, 43 |
Warum bist Du so Gott?
Hiob hat das gefragt * und er erhielt eine Antwort!
*Wo warst Du als Ich Die Welt erschuf?*
Und Hiob antwortete Gott: *Ich war nicht da.
Und trotzdem will ich Gott bei Gott verklagen,
auf dass er mir Recht schaffe.*
Und Gott schuf Hiob Recht.
Recht gegenüber seinen drei Freunden,
die Hiob verurteilt hatten.
Nur dies ist eine Geschichte,
von Theologen ausgedacht!
In Wirklichkeit antwortet Gott nicht!
Und auch die Kirche antwortet nicht.
Sie kann es nicht,
denn auch die Pfarrer
und Pfarrerinnen haben keine Antwort.
Keine Antwort auf jene Frage nach dem
WARUM!
Und so suchen die Hiobs dieser Welt
nach jener Antwort,
nach jener Antwort, auf die Frage
WARUM.
Vielleicht ist das der Grund,
warum Kirche,
warum Glaube
an Bedeutung verliert.
Sie reiben sich wund, die Hiobs dieser Welt,
wund an der Frage nach dem
WARUM!
Und es antwortet keine Stimme aus dem Feuersturm.
Und keine aus dem brennenden Dornenbusch.
Ihnen geschehen keine Wunder,
nicht die großen
und auch nicht die kleinen.
Und in Ihre Nacht tritt nicht das Licht
und in Ihre Finsternis ruft keine Stimme.
So endet auch ihre Geschichte nicht mit jenem Satz
*Und ich weiß, dass mein Erlöser lebt!* |
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G-IZZL, 16 |
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Ich wollte einfach nur mal ne
einfache frage stellen vielleicht nicht ganz klug ich bin
nämlich auch die ganze zeit verzweifelt am grübeln über
die "person" gott . wenn gott so göttlich toll und alles
ist , warum gibt er uns nicht ein ganz ganz kleines
zeichen .warum? ich wette wenn gott zu uns sagen würde
wenn ihr euch gut verhaltet kommt ihr ins paradies ich
mein wenn ers úns bestätigen würde , ich wette dann würde
kriminalität ,etc. sinken weil alle leute die bestäötigung
hätten . gott ist selbst dran schulde er könnte in bester
harmonie mit uns leben ....
thx nett wenn ihr antwortet
Die Antwort von
Bernhard Riedl:
Hallo, G-IZZL,
das Zeichen, nach dem Sie sich sehnen, das hat Gott
gegeben. Noch deutlicher gehts eigentlich nicht, denn er
hat seinen Sohn auf die Welt geschickt. In Jesus hat sich
Gott auf Augenhöhe mit den Menschen begeben, genau um zu
sagen: Leute, so geht es nicht weiter, kehrt um, ihr
bringt euch so um das Leben, das ich euch geschenkt habe.
Vor Jesus sind viele "Botschafter" Gottes aufgetreten, die
auch zur Umkehr, zur Gerechtigkeit und zum Frieden
aufgerufen haben - die meisten von ihnen wurden - wie
Jesus - dafür umgebracht, dass sie die Menschen auf den
Sinn, auf das Ziel ihres Lebens hingewiesen haben.
Kann es nicht sein, dass wir so gerne hätten, dass Gott
(wieder) höchstpersönlich eingreift, damit wir Menschen so
weitermachen können, wie bisher, damit wir unsere
Verantwortung als denkende Menschen, als Brüder, als
Schwestern, als Freunde, als Kollegen ... nur nicht
wahrnehmen müssen, damit wir ohne viel Aufhebens aus dem
Schneider sind? Ist ja alles nicht unsere Sache, sondern
Gottes. Oder?
Jesus hat denen, die seine Predigt vom Reich Gottes ernst
nehmen wollten, nicht ein bequemes Leben versprochen,
sondern ein erfülltes. Vermutlich muss jede/jeder sich
entscheiden, worauf es im eigenen Leben ankommt.
Taugt die Antwort was? Vielleicht können wir im FORUM
weiter diskutieren.
Beste Grüße - Bernhard Riedl |
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Stefan Martens, 26 |
Schizophrenie der Christlichen
Glaubensdogmatik!
Gott erschafft die Menschen!
Sieht ein einen Fehler gemacht zu haben!
obwohl er unfelbar ist!
Fegt sie mit der Sinnflut von der Erde!
erschafft den gleichen Abschaum von neuem!
Er gibt uns die Zehn Gebote!
2000 Jahre Später fällt ihm eine Neuinterpretation ein und
er schickt seinen Sohn! lässt ihn töten!
Ich würde schön einen Menschen verachten der aufgrund
irgenteines Prinzips oder höhergestellten Ziels seinen
Sohn sterben lässt!
Gott schickt den Menschen auf die Erde um zu sehen das er
richtig handelt und ins Himmelreich einzug erhalten darf!
Da er Allwissend ist (was ja beim tot eines Babys ins Feld
geführt wird) müsste er das doch schon wissen!? Ist es da
nicht umbarmherzig ihn hier auf Erden Leiden zu lassen?
Ich sage, wenn es ihn gibt und er mich obwohl ich
moralisch zu handeln versucht habe nicht in den Himmel
einfahren lässt, weil ich nicht an ihn geglaubt habe!
Dann fahre ich mit vergnügen zur Hölle!! |
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Ulrich, 32 |
"Ohne Gott leben - wie geht das?"
Eigentlich ist diese Frage recht seltsam. Es geht
offensichtlich, denn fast alle tun es. Wer lebt denn
wirklich mit (dem christlichen) Gott?
Ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands gehört keiner
christlichen Kirche an. Darunter sind natürlich auch die
Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften. Über ihr
religiöses Leben kann und will ich keine Aussage treffen.
Es gibt außerdem einige wenige "überzeugte" Atheisten, die
sich bewusst gegen den Glauben entschieden haben und
einige wenige Gläubige, die sich bewusst gegen die Kirchen
entschieden haben. Den Großteil dieses Drittels stellen
aber sicher die "praktischen" Atheisten, also die Leute,
denen Gott und Glaube einfach piepegal sind.
Dann die sogenannten "Christen". Nominell machen sie zwei
Drittel der Bevölkerung aus, wenngleich mit stetig
abnehmender Tendenz. Man darf annehmen, dass die Mehrzahl
der getauften Christen zwar in irgendeiner Weise religiös
erzogen sind (und wenn's nur der "Reli"-Unterricht in der
Schule war), aber letztendlich nur durch einen Zufall (Statistik-)Christen
wurden. Nicht aus eigenem freiem Entschluss, sondern weil
ihre Eltern sie, der Tradition folgend, taufen ließen.
Wenn man die geringe Zahl der freiwilligen(!)
Gottesdienstbesucher als Anhaltspunkt nimmt, darf man
annehmen, dass die meisten der Taufschein-Christen sich
vom Glauben innerlich abgewandt haben oder ihn sich nie zu
eigen gemacht haben. Man ist halt in der Kirche, weil's
sich so gehört und fertig.
Die meisten Christen behaupten zwar "an Gott zu glauben",
auf Nachfrage stellt sich aber meist heraus, dass sie nur
an irgendeine Form von höherer Macht oder Schöpfer
glauben, keineswegs aber an einen Gott mit spezifisch
christlichen Eigenschafen. Das wäre nämlich ein personaler
Gott, ein Gegenüber, das mit den Menschen kommuniziert und
sich um sie kümmert. Sein Charakter ist geprägt von einem
recht widersprüchlichen Verhältnis von bedingungs- und
grenzenloser Liebe auf der einen Seite und der Drohung mit
Vergeltung bei Nichteinhaltung gewisser Regeln auf der
anderen Seite. Jedenfalls dreht sich bei diesem Gott
praktisch alles um den Begriff der Sünde, ihrer Vergebung
und daraus folgend dem Versprechen ewigen Lebens. Dieser
Gott tritt ferner in der Rolle des Menschen Jesus Christus
auf, dessen Empfängnis, Geburt, Leben, Wirken und sein Tod
oder doch-nicht-Tod am Kreuz von allerlei Wundersamem
begleitet gewesen sein sollen und seit dessen Auftreten
auf mysteriöse Weise die Sache mit den Sünden plötzlich
nicht mehr so schlimm ist. Außerdem gibt's aus irgendeinem
Grund noch einen Heiligen Geist, dessen Rolle so gut wie
niemand kennt oder versteht.
Von modernen Christen erfährt man im Gespräch oft, dass
sie genau diesen Kern-Aspekten des christlichen Glaubens
und Gottesbildes kritisch gegenüber stehen, damit nichts
wirklich anfangen können. Offenbar ist das christliche
Gottesbild im Ganzen so unverständlich, widersprüchlich
und realitätsfern, dass alle kirchlichen Versuche, es
erlebbar oder nur wenigstens begreifbar zu machen, bei der
Masse der Menschen versagt haben. Symptomatisch für die
philosophisch-intellektuelle wie spirituelle Schwäche des
Christentums ist, dass es ihm nur selten gelingt, durch
Überzeugung neue Gläubige zu werben. Anders zum Beispiel
als der Islam oder der Buddhismus. Überzeugung zum
Christentum ohne Anwendung von Gewalt und Druck scheint in
der Geschichte nur dann gelungen zu sein, wenn die
vorhandene Religion von primitiverer Natur war. Seit
primitive Religionen fast verschwunden sind, funktioniert
das nicht mehr. Kein Wunder, dass das Christentum sich
heutzutage, nachdem wenigstens die gewaltsame Mission
geächtet ist, praktisch ausschließlich per kindlicher
Indoktrination verbreitet.
Doch was bleibt vom Christentum dann noch übrig, wenn man
all das Seltsam-Antiquierte weglässt? Ein nebelhafter,
stummer und ferner Gott. So mancher Christ (wenn man das
noch so nennen kann) peppt dieses blasse Gebilde noch
etwas auf mit fernöstlicher Mystik, Esoterik-Brimborium
oder einer Prise Pantheismus. Es scheint jedenfalls das
gängige Rezept zu sein, die sperrige christliche
Vorbelastung und das wirkliche Leben möglichst
reibungsfrei unter einen Hut zu bekommen. Man glaubt
irgendwie noch an irgendeinen Gott, geht an Ostern und
Weihnachten mal in die Kirche, um ein sporadisch
aufkeimendes schlechtes Gewissen zu beruhigen, und
ansonsten war's das mit dem Glauben.
Die vielen Christen mit einem solchen Rest-Gott verhalten
sich also im Grunde ununterscheidbar von praktischen
Atheisten. Ihr selbstgemachter Gott ist so weit weg, dass
es keinen praktischen Unterschied mehr macht, ganz auf ihn
zu verzichten. Ich kann auch nicht erkennen, dass der
Rest-Glaube den Taufschein-Christen in irgendeiner Form
dienlich ist, ihnen etwa einen Halt gibt. Denen geht's
genauso gut oder dreckig wie allen anderen auch. Nur
manchmal kommt es vor, dass in ernsten Lebenskrisen
Menschen zum Glauben finden. Genauso kommt es aber auch
vor, dass Menschen in solchen Krisen den Glauben erst
recht verlieren. Dieses Forum ist voll von solchen
Beispielen.
Fazit soweit: Im Leben der meisten Menschen, seien sie
Christen oder nicht, spielt Gott, zumal der christliche,
so gut wie keine Rolle, sie leben tatsächlich ohne Gott!
Eigentlich muss die interessante Frage also lauten: "Mit
Gott Leben, wie geht das?" Schließlich ist ein Leben mit
dem christlichen Gott das Exotischere.
Gut, die Frage nach dem Leben ohne Gott bezieht sich
hauptsächlich darauf, dass jene wenigen Christen, deren
tiefer Glaube ihr größter Halt im Leben ist, sich
schlechterdings nicht vorstellen können, wie das ohne
diesen Glauben gehen kann. Ich schlage Euch einfach vor,
liebe 150%-Christen: kommt mal aus euren Schneckenhäusern
und blinzelt ein wenig ins reale Leben hinaus. Was gibt
den ungläubigen Menschen Halt? Die Antwort ist so banal
wie die Frage. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: der
Partner, die Familie, die Freunde, das Zuhause, der
Besitz, die Arbeit, der Erfolg, die Hobbys, das Prestige,
das Engagement für irgendeine Sache und und und... Von
allem etwas möchte ich meinen, mit individuell
unterschiedlicher Gewichtung selbstredend. Wobei ich nur
empfehlen kann, seinen Halt an möglichst vielen Punkten
festzumachen. Wer sein Leben nur an seinem Partner, nur am
Geld oder nur an seinem Gott festmacht, der riskiert viel.
Wie leicht kann diese eine Stütze weg brechen, und dann
kommt der tiefe Fall.
Denkt mal drüber nach.
Ulrich |
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Anonym, weiblich, 14 |
Ich würde gerne an Gott glauben, doch
ich kann´s nicht.
Oft frage ich mich, ob mich mein verstand oder doch meine
seele in dieser Frage lenken! ich kenne viele leute die an
gott glauben. Wenn man in ihre Gesichter bzw. in die Augen
reinguckt sieht man die richtige freude am Leben. Sie
strahlen wirklich Liebe Hoffnung und Lebenslust aus.
Warum kann ich denn nicht auch so glücklich sein!
Muss ich erst mal wirklich an gott glauben!
Und wenn ja warum schaffe ichs denn nicht. |
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Jan Schwarz, 22 |
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ohne gott leben wie geht das? das
frage ich mich auch, denn ich habe mich davon überzeugen
ja überzeugen können das es ihn gibt. Er ist genau so real
wie diese menschen die meinen das es ihn nicht gibt oder
er wäre ihnen nie begegnet. Manchmal frage ich mich ob
diese menschen versucht haben ihn den GOTT zu finden, zu
sehen oder ihn anzunehmen. Denn ich habe die erfahrung
gemacht das die menschen nach einem gott suchen, so wie
sie ihn sich wünschen und nicht so wie er in wirklichkeit
(nach der bibel) ist. Und zu 99,99% aller fälle hält der
Feind (satan) die augen und ohren der menschen geschlossen
damit sie ihn nicht hören nicht sehen nicht anerkennen.
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Clemens Adolphs, 17 |
Hallo.
Ein paar Sachen möchte ich doch zu dem Thema loswerden:
NATÜRLICH kann man Gottes Existenz nicht beweisen. Sonst
hieße es ja nicht "glauben" im Sinne von "vertrauen". An
die Schwerkraft muß ich "glauben", ob ich will oder nicht,
aber wie sieht es mit Gott aus? Es liegt an mir...
Wenn es handfeste Beweise gäbe, würde ja sowieso jeder an
ihn glauben.
Dann noch eine andere Sache:
Alle hacken permanent auf der Kirche herum und erinnern
uns an ihre dunkle Vergangenheit. Allerdings ist es doch
immer wieder seltsam festzustellen, mit welch
unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird.
An die Verbrechen der Kirche vor mehreren Jahrhunderten
erinnert man sich recht penibel, die Verbrechen von
Staaten vergisst man recht schnell. Ich sage da nur:
Holocaust. Oder die Foltermethoden in China, oder die
Geschichte, wie die Japaner mit den Gefangenen aus dem 2.
Weltkrieg umgegangen sind! Das hindert natürlich niemanden
daran, Ente süß-sauer oder Sushi zu essen. Schließlich ist
das alles schon lange her, oder? Aber auch die Inquisition
ist schon lange vorbei.
Also: Vergesst die Fehler der Vergangenheit! |
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Daniel |
Eine nette Site - allerdings stören
mich daran zwei Punkte ganz besonders. Zum einen gehen sie
mit der Fragestellung "Ohne Gott leben" davon aus, daß es
einen Gott gibt, ohne den man leben kann (gut, für ihren
Berufsstand ist das wohl Grundvoraussetzung). Die
Bezeichnung "Leben ohne den Glauben an einen Gott" (oder
besser noch: eine/n Gott/Gottin/Götter) hätte mir besser
gefallen.
Dann gehen sie des öfteren darauf ein, daß man seinen
Glauben verliert. Schon in dieser Aussage steckt der
Gedanke darin, daß es etwas schreckliches ist, wenn man
ohne Glauben an Gott lebt (ein "Verlust" ist immer
schmerzhaft).
Persönlich würde ich also lieber die Frage beantworten,
wie man ohne einen Glauben an Gott/Göttin/Götter lebt und
wie es ist wenn man vorher daran geglaubt hat.
Und auf diese Frage kann ich nur antworten, daß es der
einzige Weg zu leben ist, der mit meinen Überzeugungen im
Einklang steht. Ich glaube nicht an einen christlichen
Gott, ebenso wenig wie ich an einen Gott des Islams, der
Mayas oder der alten Griechen glaube. Wenn man seine
Erziehung einmal kritisch betrachtet (oder allein den
Einfluß des Geburtsortes auf den "einzig wahren Glauben")
und sich die Eigenschaften bzw. die Geschichte des
christichen Gottes ansieht, kann man zu dem Schluß kommen,
daß man so eine Person weder in seinem Umfeld tolerieren
würde geschweige denn ihm dienen würde. Und was seine
Existenz betrifft - ich halte seine Existenz nicht für
wahrscheinlicher als die Existenz von Göttern aus einem
anderen Kontinuum - i.e. p = 0.
Wobei ich hier allerdings sagen muß, daß ich es nicht weiß
- ich würde mich also nicht als Atheist sehen, sondern
eher als Agnostiker. Die Behauptung, daß es keinen Gott
gibt ist m.E. genau so belegenswürdig wie die Behauptung,
es gäbe einen Gott. Aber wie geschrieben - selbst wenn es
ihn geben würde, ich würde ihm nicht dienen.
Zum Abschluß sollte ich vielleicht noch ein Bemerkung
machen, was ebenfalls einen Grund für meinen Austritt aus
der katholischen Kirche war. Zu merken, daß man an Gott
nicht glaubt und die Konsequenzen zu ziehen ist eine Sache
die ich vielleicht nicht getan hätte, wenn die katholische
Kirche anders geführt würde. Hierarchische Strukturen
mögen ihren Vorteil haben, aber diese Unterwerfung unter
den nächst höheren, dieses "wir haben überall Recht weil
wir in Verbindung mit Gott stehen", dieses "wir wissen was
gut für dich ist, was moralisch ist, was ethisch ist" -
das ist wirklich etwas was mir den Austritt sehr leicht
gemacht hat. Wäre die katholische Kirche weniger dominant
in Bereichen, die sie nichts angehen und wo sie weder
Ahnung noch Rechte hat (z.B. was Familie ist,
Homosexualität, Gentechnik, etc.), wäre mir der Austritt
vielleicht etwas schwerer gefallen, da es dann vielleicht
eine Gemeinschaft wäre, mit der ich mich hätte
identifizieren können.
Früher oder später wäre es aber wahrscheinlich dazu
gekommen - und diese Entscheidung gehört zu denen, die ich
bisher keine Sekunde bereut habe. Es ist ein gutes Gefühl,
wenn man seinen inneren Einstellung gemäß handelt und die
Konsequenzen zieht. |
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Petra Ahlers, 33 |
Tolle Initiative, tolle Frage! Also,
ich glaube nicht an Gott, sondern an die Natur. Daran,
dass alles miteinander zusammenhaengt und im Gleichgewicht
sein muss. "What goes around, comes around". In dem
Zusammenhang finde ich die Gebote gut - nicht als Gebote
(was ein unfreundliches Wort!!!), sondern an deren Inhalt.
Die sind weder christlich noch islamisch noch
buddhistisch, sondern allgemein-humanistisch.
Ich weiss nicht, warum ich nicht an Gott glaube...ich hab
die volle evangelische Erziehung genossen (ok, ein eher
atheistisches Elternhaus) und als Kind supergerne
Bibelgeschichten im Reliunterricht gehoert. Aber je aelter
ich wurde, je mehr ich ueber die Institution Kirche und
Religion lernte, desto mehr lehnte ich dieses Konstrukt
ab. Und mit Gott als dem "Maskottchen" der
institutionalisierten Religionen stand es dann ausser
Frage, an ihn zu glauben. Ueberhaupt, heute regt mich auch
total auf, dass Gott doch immer als "er" zitiert wird,
dass "er" einen Sohn hatte und keine Tochter, etc.. Zu
verweltlicht, das Bild vom lieben Gott. Und all dieser
Kram von Suende und Hoelle...alles so schwer, so grau, so
eng...
Und heute, bei den 4 grossen Weltreligionen Islam,
Christentum, Judentum und Buddhismus, wird Gott und dessen
Definition zu einem der wesentlichsten
Unterscheidungsmerkmale zwischen den Menschen und stellt
Moslems gegen Christen, Juden gegen Moslems, etc.. Das ist
mir zu unglaublich!
Da glaub ich lieber an die Natur, und dass diese den
Menschen schon ordentlich auf den Kopf hauen wird, wenn
wir's zu doll treiben. |
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Michi Lang, 30 |
was ich auf ihrer seite vor allem
vermisse ist das thema GOTT IST NICHT FüR ALLE MENSCHEN
NöTIG. religion spendet vielen menschen kraft trost und
energie. wenn ein mensch durch den glauben an einen gott
oder zurch die zugehörigkeit einer religion halt im leben
findet ist das eine wunderbare sache. nur trifft die nicht
auf alle menschen zu. interessant wäre doch zu erfahren wo
menschen halt finden die sich keiner religion zuordnen und
auch nicht an einen gott glauben.
ich glaube fest daran dass wir selber für unser handeln
verantwortlich sind. deshalb stärkt mich der glaube an
mich und mein schaffen. in dem ich mir so ein umfeld
schaffe das mich stützt und hält und ich stützen und
halten kann finde ich die perspektive im leben.
dafür bin ich allein verantwortlich. |
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